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Interpretation: An eine Jungfrau von Andreas Gryphius

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German studies

An Eine Jungfrau Andreas Gryphius

University, School

HfM Weimar Jena

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14,2017

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„Menschliches Elend“ von Andreas Gryphius - Interpretation Interpretation „Menschliches Elende“ von Andreas Gryphius Das Gedicht, „Menschliches Elende“ wurde 1637 von Andreas Gryphius verfasst. Gryphius gehört zu den bedeutendsten Dichtern des Barock. Sein Gedicht thematisiert den Tod und die Vergänglichkeit alles menschlichen und irdischen Seins. Formal ist dieses Gedicht in der Form des Sonetts verfasst, klassischerweis­e bestehend aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Das Gedicht setzt sich aus insgesamt 14 Zeilen…
An eine Jungfrau von Andreas Gryphius Gedichtanalyse Das Sonett „An eine Jungfrau“ wurde 1637 im 30. Jährigen Krieg von Andreas Gryphius, welcher sich im Bezug auf seine Gedichte auf den Krieg und auch auf die Liebe spezialisiert hatte. In diesem Gedicht handelt es sich um eine Liebe an einer Jungfrau, diese Liebe jedoch durch das Leiden und die Armut unerreichbar scheint. Das Gedicht besteht aus 14 Zeilen, die in vier Strophen unterteilt sind. Die ersten beiden Strophen sind Quartette und die beiden letzten Strophen sind Terzette,…

Interpretation eines Gedichts

Das Gedicht „An eine Jungfrau“ aus dem Jahre 1637 des Dichters Andreas Gryphius (1616 – 1646) ist der Epoche des Barock (1620 – 1720) zuzuordnen. Das Werk ist in die Liebeslyrik einzuordnen, da thematisiert wird, wie die gefährlichen Reize einer jungen Dame zahlreiche Männer in ihren Bann ziehen. (?) Jedoch wird die Bedeutung der Schönheit durch die Vergänglichkeit des Daseins infrage gestellt.

Im Rahmen der Deutungshypothese lässt sich die Vermutung aufstellen, dass das Gedicht von Andreas Gryphius im Besonderen durch das für den Barock typische Vanitas-Motiv (lat. Vergänglichkeit aller Dinge) als auch die Opposition zwischen Triebhaftigkeit und Tugendhaftigkeit geprägt ist.


Im Folgenden werde ich das Gedicht linear erschließen und die Zusammenwirkung von Inhalt, Form und sprachlichen-stilistischen Mitteln ebenso wie die epochenspezifischen Merkmale des Barock erläutern.


Die äußere Struktur des Gedichtes ist exemplarisch für die Lyrik des Barock. Zuvorderst handelt es sich um ein Sonett mit dem klassischen Aufbau aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Beide Quartette weisen den umarmenden Reim (abba) auf, wobei die weiblichen Kadenzen auf den jeweiligen A-Reim entfallen und die männlichen Reime auf den B-Reim. In den zwei Terzetten kann ein Schweifreim nachgewiesen werden (ccd eed), wobei sich die männlichen Kadenzen auf die C- und E-Reime beschränken und die weiblichen Kadenzen nur im D-Reim vorkommen.

Weiterhin ist das gesamte Sonett durch einen sechshebigen-Jambus durchzogen. Durch diesen sehr charakteristischen Aufbau wird das für den Barock wichtige Element der Imitatio (lat. Nachahmung) bedient, denn durch die Nachbildung literarischer Vorbilder, nach zum Beispiel dem „Buch von der Deutschen Poeterey“ (1624) von Martin Opitz konnte an der Bildung einer deutschen Nationalliteratur mitgewirkt werden.


Das Thema des Werkes ist die Liebe zu einer Jungfrau, welche vom lyrischen Sprecher direkt angeredet wird. Inhaltlich widmet sich das Gedicht in den ersten beiden Quartetten der Beschreibung zahlreicher Attribute einer Jungfrau, wie beispielsweise dem „Mund“ (V.1), den „Augen“ (V.3) und ihrem „Haar“ (V.5) und erklärt sie schuldig mit ihren Reizen Männer ins Verderben zu stoßen, indem sie diese „bis in den Tod verletzt“ (V.2).

Doch mit dem Beginn des ersten Terzetts erfolgt nicht nur ein formaler Bruch, sondern es wird auch die Antithese zu dem Inhalt der Quartette gebildet, denn die Schuld wird hier auch ihren Verehrern zugewiesen (V.10-11). Das letzte Terzett löst die Botschaft des Autos auf, nämlich dass die äußerliche Schönheit lediglich eine „schöne Nichtigkeit“ (V.13) sei.



Die Form des Sonettes, mit seinem strengen Reimschema und Metrum, könnte hier unterstützen, dass das Gedicht vorgetragen wird, da das Gedicht, wie der Titel „An eine Jungfrau“ verrät eine Anrede ist aber auch, weil das Wort Sonett von dem lateinischen sonare stammt was ertön.....[read full text]

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Daraufhin schließt sich das zweite Quartett thematisch an die Beschreibung der Schönheit der Frau an, denn das Haar sei wie „lauter Liebesseile“ (V.5), was als Metapher die Ästhetik ein weiteres Mal herausstellt, zugleich spielt es darauf an, dass sich die Jungfrau ihre Liebhaber einfängt und diese mit ihrem Seil bindet und fesselt. Weiterhin wird der Charme der Jungfrau durch den „Stirnen Glanz“ (V.6) und oder den Vergleich „Lilien des Halses“ (V.7) begründet.

Hierbei verbindet der Vergleich die Schönheit und Geschwungenheit der Lilien mit der Ästhetik des hellen Halses der Jungfrau.

Jedoch fällt an diesem Punkte auf, dass der Akt des Verliebens nicht, wie man erwarten könnte romantisch-verklärt wird, sondern negativ konnotiert wird zum Beispiel durch das Wort „verhetzt“ (V.6).

In diesem Zusammenhang wird eine Antithese zwischen Anspruch und Wirklichkeit deutlich, denn man sollte meinen, dass die schöne Frau im idealen Leben einzig gute Interessen im Sinne hat, doch dies ist nicht der Fall, da die Jungfrau mit ihren Verehrern zu spielen scheint. Dieser Enttäuschung lässt sich auch im historischen Kontext wiederfinden, denn der Dreißigjährige Krieg prägte wesentlich das Lebensgefühl der Menschen.

So lud sich ein starker Konflikt zwischen der tiefen Religiosität der Menschen, die sie glauben ließ, dass Gott die Menschen planvoll geschaffen hatte und der Erfahrung der sinnlosen Kriege, Verwüstungen, Pestepidemien, Krankheiten und des Todes auf. Der häufig darin endete, dass Menschen ihren .....

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Die Person wird also durch die Metapher als völlig ohne freien Willen abgebildet, da er nicht die Freiheit hat zu entscheiden wen er lieben möchte oder nicht, er ist gar Sklave seiner Triebe. Daraufhin adressiert der lyrische Sprecher seine Worte direkt an die Jungfrau und begegnet einem Einwand „So sprecht Ihr“ (V.10) und stimmt ihr zu (V.10), dass die Schuld nicht (einzig) bei ihr liegt, da „wer voll von Zunder steckt […] kann ein Funk leicht großes Feu’r erregen.“ (V10 - 11).

Diese Metapher betont, dass ein leicht brennbares Material wie ein „Zunder“ (V.10), wie es der Geist eines Menschen seien könnte, der nur auf Äußerlichkeiten Wert legt, auch nur durch einen kleinen Impuls, seitens der Jungfrau, in Wallungen gebracht werden kann. Die Verantwortlichkeit liegt also auch bei denen, die sich durch ihre Triebe steuern lassen. Daher könnte man nach dieser Auslegung die Jungfrau gar als Opfer, der triebgesteuerten Menschen betrachten, welche sie als Lustobjekt erachten.


Nicht nur formal ist das letzte Terzett von den vorangegangenen Strophen abgegrenzt, sondern es lässt sich auch eine inhaltliche Zäsur erkennen.

Zuvor (vgl. Strophen 1 – 3) wurde der triebgesteuerte Mann, welcher sich unbedacht den Reizen der Jungfrau hingibt, dargestellt doch die vierte Strophe stellt ihm nun

den tugendhaften Mann antithetisch gegenübergestellt, der „die schöne Nichtigkeit und was Ihr seid, betracht‘“ (V.13) hier wird nun das Vanitas-Motiv (lat. Vergänglichkeit) eingeführt, da die schöne Jungfrau betrachtet wird als „was Ihr seid“ (V.13) diese Aussage klingt, als wenn der sittliche Mensch hinter die (schöne) Maske der Jungfrau blicken würde und ihr wahres Gesicht erkennen könnte.

Dabei sieht er ein sterbliches Wesen, welches eine vergängliche Schönheit aufweist, die keinen wahrlich reflektierenden, denkenden, tugendhaft.....

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Die Idee, dass der Barock den Leser lehren will ist häufig ersichtlich beispielsweise in der Form, welche zu vermitteln sucht, dass die Literatur etwas Erlernbares sei, welches aus festen Formen hervorgebracht wird. Weiterführend sei erwähnt, dass das Sonett durch seine formale Strenge den inhaltlichen Rigorismus unterstützt, der predigt die Leidenschaften zu kontrollieren und im Muster der Tugend zu verbleiben.

Jedoch wird der lehrende Anspruch im Besonderen durch den bedeutenden Dichter und Theoretiker des Barock Martin Opitz (1597 – 1637) betont, der den Zweck der Dichtung als „uberredung und unterricht auch ergetzung der Leute“ beschreibt und durch seine Werke die Menschen womöglich zu einer asketisch-stoischen Geisteshaltung gegenüber den materiellen Umständen bewegen möchte.


Abschließend möchte ich einen Rückbezug auf die vorangestellte Deutungshypothese vornehmen.

Die zuvor geäußerte Annahme wurde bestätigt, da wie vermutet das Werk intendiert den Leser von der Nichtigkeit der Schönheit zu überzeugen. Trotzdem bleibt zu erwähnen, dass durch textexterne Inhalte (zum Beispiel den Ansichten von Opitz) auch erschlossen werden konnte, dass konkrete Handlungshinweise vermittelt werden sollen.


Wenn man sich auch nicht im Krieg befindet ist der Eindruck der Vergänglichkeit, welcher wohl eine Konstante im menschlichen Leben darstellt imm.....

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