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Essay
Environmental Sciences

University, School

Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

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Die normative Kraft der Mode - Gesellschaftlic­he Funktionen und Wirkungen Mode: ein gesellschaftlic­hes­ Phänomen Wer kennt es nicht, das Gefühl, overdressed oder underdressed zu sein? An einer Party mit Jeans aufzukreuzen, obwohl alle Männer in Anzug erscheinen und die Frauen in Kleidern tanzen: ein Fehlgriff, der sich in einem Schamgefühl bemerkbar macht. Wodurch aber wird dieses Schamgefühl geleitet? Wer sagt uns, woran wir uns bei der Kleiderauswahl orientieren sollen? Es gibt keine Gesetze, an die wir uns halten müssen…
Beispielaufsatz zum Thema Mode Lust oder Zwang? „Bei Mode geht es nicht nur um Kleidung. Es ist eine Kombination aller Faktoren, von der Kleidung bis hin zu den Gefühlen – praktisch alles was in der Luft liegt. Mode ist Kommunikation“. Mit diesen Worten beschreibt der belgische Modedesigner Walter van Beirendonck seine Sicht auf das Phänomen Mode. Für ihn dreht sich Mode weniger um Menschen, die versuchen anzugeben um von ihrem Problemen abzulenken oder Strömungen denen man folgen muss, sondern vielmehr um die Entfaltung von Kreativität…

Interdisziplinarität

Mode oder Notwendigkeit

Einleitung

Schlagwörter wie Nachhaltigkeit, Integrativität oder Inter- und Transdisziplinarität, um nur einen Bruchteil zu nennen, schwirren durch die moderne Wissenschaft. Schon seit geraumer Zeit haben diese Wörter auch in meinem Studienalltag Einzug gefunden.

Was allerdings steckt hinter diesen Wörtern? Bei genauer Betrachtung dieser Fachausdrücke zeigte sich, dass es mir nicht möglich war, eine genaue Definition für eines dieser Wörter zu finden. Ich glaube genau das ist das Problem der interdisziplinären Forschung: viele heften sie sich an die Brust, aber nur wenige verstehen sie auch.

Ohne das Wissen über die Komplexität der interdisziplinären Forschung sowie über das Bewusstsein darüber, was ihren Mehrwert ausmacht, wird man stets nur an der Oberfläche der disziplinüberschreitenden Wissenschaft bleiben oder schlimmer, in ihrer Tiefe untergehen.

In den folgenden Kapiteln möchte ich genau auf diese Problematik sowie auf die Notwendigkeit der Interdisziplinarität in der Wissenschaft und Forschung eingehen.

Wissenschaft im Wandel

Die verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen entwickelten sich aus einem Jahrhunderte andauernden Prozess. Von großer Bedeutung dafür war die zunehmende systematische Auffassung und Strukturierung in den einzelnen Erkenntnisbereichen.

So entstand zum Beispiel im 17. und 18. Jahrhundert aus der Mutter aller Disziplinen, der Philosophie, die philosophia naturalis. Daraus entwickelte sich zunächst die Physik als eigener Wissenschaftszweig, woraus sich in weiterer Folge die übrigen Naturwissenschaften konkretisierten. (HÖFLECHNER, 2008) Grob formuliert brachte eine solche innerliche Differenzierung und Weiterentwicklung durch eine fachspezifische Auseinandersetzung mit sich ändernden wissenschaftlichen Herausforderungen die momentane Disziplinstruktur, so wie wir sie kennen.

Diese traditionelle Entwicklung durch inhaltliche Wandlung und Ausweitung führte zu einer Überspezialisierung der einzelnen Disziplinen und schuf ein wissenschaftlich uneinheitliches Weltbild. (DEINHAMMER, 2003) Diese Strukturen blieben solange ungestört, bis äußere Einflüsse Veränderungen erzwangen. (HÖFLECHNER, 2008)

In den letzten Jahrzehnten bröckelte zunehmend die Unantastbarkeit der Wissenschaft. Die Öffentlichkeit nimmt sie zu den aktuellen Themen wie Klimaforschung, Umweltproblematik oder technologische Risiken vermehrt mit in die Verantwortung und fordert, dass die auch durch sie selbst verursachten Probleme mit in die Forschu.....[read full text]

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Der in der oben angeführten Definition erwähnte Synergieeffekt bewirkt einen Mehrwert an Wissen und Erkenntnis, der mehr als nur die Summe der einzelnen, disziplinären Forschungsergebnisse ist.

Bereits abgehaltene interdisziplinäre Forschungsprojekte zeigen, dass eine gewisse Erfahrung bzw. Sensibilität für eine übergreifende Zusammenarbeit der Fachbereiche hilfreich sein kann. Probleme ergeben sich unter anderem aus dem geringen Verständnis der beteiligten Forscher an den „fremden“ Disziplinen. (GLASER, 2006) Bereits zu Beginn eines solchen Forschungsprojekts muss klargestellt werden, dass es nicht darum geht, wer zur Hauptdisziplin gezählt und wer zur Nebendisziplin degradiert wird.

Genau diese Gedankengänge sind die Barrieren im Kopf, die überwunden werden müssen. Alle Beteiligten sollen verstehen, dass jeder Fachbereich auf einer Ebene und gleichgestellt zu tragen kommt. Man muss beginnen, sich als Einheit zu sehen. Sture „Verliebtheit“ in die eigene Disziplin und oftmals mit ihr einhergehende Geringschätzung anderer Fachrichtungen machen Interdisziplinarität unmöglich.

Grund dafür ist, dass neben einer fundierten fachlichen Ausbildung auch der Wille für eine gleichberechtigte Kooperation für eine funktionierende disziplinübergreifende Forschungsgruppe notwendig ist. (DÜRNBERGER, SEDMAK, 2004) Die soziale Kompetenz der Mitwirkenden ist ein Schlüsselfaktor der nicht unterschätzt werden darf.

Neben den barrierefreien Köpfen der Forschungsmitglieder ist für die Gleichstellung aller Disziplinen auch eine gewisse Projektstruktur von Beginn an notwendig. Ein Gleichgewicht aller beteiligten Forschungsbereiche hilft dabei, dass keine Erklärungsnotwendigkeit oder Unterdrückung einer in Minderzahl befindlichen Disziplin entsteht.

Von Vorteil sind auch so genannte Kick-Off Veranstaltungen, die vor das eigentliche Projekt angestellt werden um bereits alle beteiligten Disziplinen in die Planung mit einzubeziehen. So kommt es zur ersten Zusammenführung der WissenschaftlerInnen bzw. Disziplinen und zur gemeinsamen Definition des übergeordneten Ziels. (GLASER, 2006) Aufgrund der unterschiedlichen disziplinären und wissenschaftlichen Vergangenheit der Projektmitglieder reicht die reine Definition des angestrebten Ziels jed.....

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Man spricht bei der Erweiterung der Interdisziplinarität mit dieser partizipatorischen Komponente von Transdisziplinarität, die vor allem in der Nachhaltigkeitsforschung Einzug gefunden hat. Dadurch kann das unersetzliche Wissen der direkt betroffenen genutzt werden, um neue Sichtweisen bzw. neue Erkenntnisse und Lösungsvorschläge zu kreieren.

Die Transdisziplinarität erhöht die Komplexität des Forschungsprojektes um ein vielfaches, wodurch erneut verstärkte, kontinuierliche Kommunikation unter allen Beteiligten unerlässlich wird. Diese muss allerdings auf die Steakholder ausgeweitet werden, wodurch auch Öffentlichkeitsarbeit geleistet werden muss.

Vor Ort kann so eine positive Basis geschaffen werden, die über die Projektdauer hinaus erhalten bleibt. (GLASER, 2006)

Zukunft und Möglichkeiten der Interdisziplinarität


Entstanden durch die mangelnde Kompetenz der Einzeldisziplinen befindet sich die Interdisziplinarität in einem Zwischenraum, in dem alte Strukturen hinten angestellt aber neue Ordnung noch nicht etabliert ist. Dies ist aber auch ein Zustand, der die dazugehörige Community zwingt, grundlegende Fragen zu stellen.

Alternativen zur herkömmlichen Sichtweise in der Wissenschaft müssen so lange diskutiert werden, bis ein stabiler Zustand als Basis der interdisziplinären Forschung gefunden wird. (DEINHAMMER, 2003) Diese Basis dient als gemeinschaftliche Grundlage für eine fundierte und wissenschaftliche Forschung, denn laut DEINHAMMER (2003) ist ein Dialog über Differenzen – ein Interdisziplinärer Dialog – „…nur auf der Grundlage gesicherter Gemeinsamkeit Möglich.“ Im weiteren Sinne kann auch davon gesprochen werden, dass die momentane oder in Zukunft angestrebte Form der interdisziplinären Wissenschaft der oben erwähnten Überspezialisierung der Disziplinen entgegenwirkt.

Sozusagen eine zusammenführende Struktur, die eine Richtung zurück zur einheitlichen Wissenschaft darstellen kann. Entgegen dem üblichen disziplinären Expertenwissen entspringt der interdisziplinären Forschung so genanntes Orientierungswissen, dass Antworten auf verschiedenste Probleme, die die heutige und zukünftige Gesellschaft beschäftigt, liefern kann. (DEINHAMMER, 2003)

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Literaturverzeichnis


DEINHAMMER, R., (2003): Working Papers: 01 - theories & commitments, Was heißt interdisziplinäres Arbeiten?. University of Salzburg, 85 S. (Zugriff: April 2012)

DÜRNBERGER, M., SEDMAK, C. (2004): Working Papers:08 - theories & commitments. Erfahrungen mit Interdisziplinarität. University of Salzburg, 86 S. (Zugriff: April 2012)

FISCHER, R., (Hrsg.): Interdisziplinarität als Bewegung. (Zugriff: April 2012)

FREDERICHS, G.,(1999): Der Wandel der Wissenschaft. In: TA-Datenbank-Nachrichten, Nr. 3 / 4, 8. Jahrgang, S. 16-25. (Zugriff: April 2012)

GLASER, M., (2006): Fachübergreifende Nachhaltigkeitsforschung – Das brasilianisch-deutsche Mangroven-Projekt „MADAM“. In: Fachübergreifende Nachhaltigkeitsforschung, Edition Humanökologie, Band 4, Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie, Berlin, Seite 265 – 297

HÖFLECHNER, W., (2008): Reader zur Allgemeinen Wissenschaftsgeschichte Teil 2: Wissenschaftliche Institutionen. Zentrum für Wissenschaftsgeschichte der Karl-Franzens-Universität Graz, 226 S. (Zugriff: April 2012)





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