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Inge Müller - Trümmerliteratur oder Nachkriegslyrik?: Gedichtanalysen zu
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German studies

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Humboldt-Universität zu Berlin

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2, 2013

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Humbold Universität zu Berlin - Institut für deutsche Literatur

Inge Müller – eine Getriebene ihrer Erlebnisse?

Ist ihre Lyrik Trümmerliteratur oder etwas ganz eigenes?


Inhaltsverzeichnis

1.    Einleitung. 2

2.    Problem- und Zielstellung. 3

3.    Trümmerliteratur 4

4.    Günter Eich - Inventur 6

5.    Gedichtanalysen der Lyrik Inge Müllers. 8

6.     Zusammenfassung - Die Lyrik Inge Müllers. 17

7.    Literaturangaben: 19


1.              Einleitung

„Sie war eine schwermütige Frau. Eine, der das Verschüttetsein in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs zum lebenslänglichen Trauma wurde.“ Gedichte und Texte von Inge Müller, Lyrikerin, Dramatikerin, Kinderbuchautorin und Schriftstellerin, wurden größtenteils erst nach ihrem Tode der breiten Öffentlichkeit bekannt.

Das vorangestellte Zitat verweist auf eine zerrüttete Persönlichkeit Inge Müllers aufgrund ihrer Erlebnisse in ihrer Jugend und frühen Erwachsenenzeit während des zweiten Weltkrieges. Inge Müller wurde am 13. März 1925 in Berlin geboren und erlebt die Zeit des zweiten Weltkrieges als junges Mädchen und heranwachsende Frau in all ihren Schrecken. Sie macht 1942 ihr Abitur neben einer Ausbildung zur Stenotypistin und legt somit einen Grundstein für ihren späteren Werdegang als Schriftstellerin.

In der Zeit bis 1945 arbeitet sie u.a. als Stenotypistin an der Oper in Graz, als Statistin in Berlin sowie als Straßenbahnschaffnerin und Kriegshilfsdienstlerin.

1945 wird sie als Luftwaffenhelferin eingezogen und arbeitet fortan an vorderster Front. Nach einem missglückten Versuch zu desertieren wird sie zur Flakartillerie strafversetzt und erlebt den Krieg von seiner schlimmsten Seite. Ende April 1945 wird sie durch einen Hauseinsturz verschüttet und wird erst nach 3 Tagen lebend geborgen. Aus diesen Erlebnissen heraus resultieren ihre Gedichte „Unterm Schutt 1-3“, von denen ich „Unterm Schutt 2“ als eines ihrer wichtigen lyrischen Werke analysieren und interpretieren werde. Nach dem Ende des Krieges im Mai 1945 ist sie eine der Trümmerfrauen, die die Stadt von den Trümmern befreit und wieder voranblicken. Unter diesem Gesichtspunkt werde ich das Gedicht „Fenster“ analysieren und ihren Willen nach vorn zu gehen herausstellen. Sie erlebt die zerbombte Stadt und die Plünderungen der Nachkriegszeit sowie die Neuordnung Deutschlands und verarbeitet dies im Gedicht „Heimweg 45“. Die Jahreszahl 1945 spielt in einigen ihrer Gedichte eine Rolle und erscheint somit als Schlüsselstelle ihres Lebens und Schaffens. Unter anderem lässt sich diese Zahl in den Gedichten Exekution 45, Soldaten 45, Trümmer 45, Liebe 45, Sommer 45 und dem Gedicht Heimweg 45 wiederfinden. [1] Es sind die traumatischen Erfahrungen, die ihr ganzes Leben geprägt haben und die sie in ihren Gedichten niedergeschrieben hat.


Inge Müller, geborene Meyer, war die zweite Ehefrau des Dramatikers Heiner Müller und stand zu Lebzeiten im Schatten ihres Mannes, der ihre Rolle als Mitarbeiterin definierte. Daher sind die Texte Inge Müllers meist schwer von der Mitarbeit durch Heiner Müller zu trennen, ihre Lyrik jedoch ist zumeist allein ihres Schaffens zuzuordnen.

Gerade Inges Gedichte waren „ihre eigene Welt“ schreibt Heiner Müller in seiner Autobiographie. „Wenn ich ihr Verbesserungen vorschlug, wurde etwas anderes daraus, etwas für sie Falsches, deswegen ließ ich die Finger davon“.[2] Inge Müller veröffentlichte zu ihren Lebzeiten relativ wenig, dazu zählten ihre verfassten Kinderbücher, z.B. Wölfchen Ungestüm (1955) und Zehn Jungen und ein Fischerdorf (1958) und als Co-Autorin mit Heiner Müller z.B.  die Dramen Der Lohndrücker (1956), Die Umsiedlerin (1956) sowie Die Korrektur (1957) Erst 1985 – 20 Jahre nach ihrem Tod – machte die von Richard Pietraß herausgegebene Auswahl ihrer Gedichte Wenn ich schon sterben muß das literarische Schaffen Inge Müllers der breiten Öffen.....[read full text]

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In die Trümmerliteratur eingeordnet werden z.B. die Werke Inventur und Zügel im Nebel von Günther Eich, Heimkehr von Johannes Becher, Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchert sowie Leviathan von Arno Schmidt.

Die Naturlyrik spielt in der Trümmerliteratur ebenso eine aufzuzeigende Rolle. Naturelemente kommen in vielen in dieser Zeit entstandenen Gedichten vor. Hier sind Elemente wie Feuer, Wasser, Luft, Erde, Sonne, Mond, Sterne, Wind und Wetter, Stadt, Land, Fluss, Berg und Tal verankert. Die Natur erscheint hier als ein zentraler Gegenstand der Lyrik, auch wenn Momentaufnahmen oder Situationen aufgezeigt werden.

Die Gruppe 47 ist in dieser Epoche hervorzuheben. Sie stellte eine Vereinigung von Schriftstellern und Kritikern dar und entstand 1947 auf Initiative von H.W. Richter und anderen Autoren. Ohne ein bestimmtes literarisches Programm zu verfolgen, wurde aus den Erfahrungen des 2. Weltkrieges Kritik an der politischen Führung geübt.

Vor allem stellte sich für die junge Generation von Schriftstellern die Frage, wie man nach solch einer Katastrophe weiter machen sollte und wie man mit der Wirklichkeit umgehen sollte. Wolfgang Borchert schrieb 1947 über das Problem das die Schriftsteller nach der nationalistischen Führung hatten:

Denn wer unter uns, wer dann, ach, wer weiß einen Reim auf das Röcheln einer zerschossenen Lunge, einen Reim auf einen Hinrichtungsschrei, wer kennt das Versmaß, das rhythmische für eine Vergewaltigung, wer weiß ein Versmaß für das Gebell der Maschinengewehre?[3]

Eine neue Sprache war nötig, um die Wirklichkeit aufzuzeigen und um vorherrschende Formen und Vorgaben der Literatur aufzubrechen. Ein Neubeginn der Literatur sollte erschaffen werden, um eine analytische Bestandsaufnahme der Wirklichkeit zu unterstützen.

Schönheit ohne Wahrheit ist böse. Wahrheit ohne Schönheit ist besser.[4]

       4

Die Schriftsteller der Trümmerliteratur prägen diesen Begriff durch den Neubeginn. Neben der Erneuerung der deutschsprachigen Literatur sollte auch die Demokratisierung der Gesellschaft gefördert werden. Ebenso sollten junge, unbekannte Autoren gefördert werden und diesen literarische Wege aufgezeigt werden.

4.        Günter Eich - Inventur

Um die Schreibart und die Besonderheiten der Lyrik Inge Müllers herausstellen zu können, stelle ich kurz ein typisches Gedicht der Trümmerliteratur vor. Inventur von Günter Eich entstand zwischen 1945 und 1946 und wurde 1947 zum ersten Mal veröffentlicht. Das Gedicht entstand unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg und gilt als eines der bedeutendsten Gedichte der Nachkriegsliteratur.

Es handelt von einem lyrischen Ich, welches seine Habseligkeiten aufzählt, die ihm nach dem Krieg noch geblieben sind. Typisch für die Lyrik der Nachkriegszeit ist, dass die Menschen über das Schreiben, was Ihnen geblieben ist, oder was zwischen den Trümmern verloren gegangen ist. Günter Eich gilt als einer der Mitbegründer der Gruppe 47.

                          .....

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Die Anapher Dies ist mein lässt den Fokus auf diese Dinge legen. Hier kommt der Konservenbüchse die Funktion als Teller oder Becher zu Gute. Der Nagel wird als kostbar und begehrlich eingestuft, sodass er ihn versteckt hält. Hier fließen Wertungen ein, das lyrische Ich scheint allein zu sein und sich vor etwas schützen zu wollen. Der Brotbeutel dient als Kopfkissen und enthält Dinge, die nicht preisgegeben werden.

Die Privatsphäre des lyrischen Ichs wird betont. Als wichtigstes seiner Habseligkeiten gilt die Bleistiftmiene. Seine Gedanken und die Freude des Dichtens stehen im Vordergrund. Das Gedicht endet wie es begann. Allerdings zieht sich die Anapher Dies ist mein durch die gesamte Strophe und erzeugt so eine gewisse Eintönigkeit. Die Realität steht im Fokus dieses Gedichts.

Die lakonische, kahle Sprache ist charakteristisch für die Trümmerliteratur. Es lassen sich wenig Adjektive und viele Nomen sowie Possessivpronomen finden. Im Vergleich zu Inge Müllers Lyrik existiert dieses Gedicht in einer festen Form. Die vorhandenen Sätze sind zwar lakonisch formuliert, allerdings keinesfalls fragmentarisch oder mit überraschenden Unterbrechungen.

Wie die Gedichte von Inge Müller aufgebaut sind, was sie beinhalten und welche Geschehnisse im Hintergrund stehen wird im folgenden Abschnitt thematisiert.

5.      Gedichtanalysen der Lyrik Inge Müllers

Im Folgenden werde ich ausgewählte Gedichte Inge Müllers analysieren und interpretieren und somit Zusammenhänge ihrer Literatur mit der Trümmerliteratur herauszuarbeiten. Die Gedichte, die Inge Müller schrieb, zeigen deutlich ihre inneren Gefühle gemischt mit den äußerlichen Umständen, ein Vergangenes und Gegenwärtiges, die miteinander verkettet sind und als Folge davon in einem traurigen Ton erscheinen.

Man hat den Eindruck, als wollte sie in ihren Gedichten alles erzählen, ihren Alltag mit allen Einzelheiten ohne etwas zu verbergen oder die Realität zu beschönigen. Die meisten ihrer Gedichte schreibt sie aus dem lyrischen Ich heraus und spricht von Gedanken des Alltags, von Kriegstraumata und von ihrer Kindheit. Jedoch verfasst sie ebenso Liebes-Gedichte und Gedichte mit Du, Wir und Ihr-Bezug.

Die verdrängten Lebenswünsche, der Kampf um das Positive, die Hoffnung und ihre schwierigen Erlebnisse werden in ihren Gedichten thematisiert. Oftmals erscheint eine Einsamkeit resultierend aus verlorenen Illusionen oder aus der unlebbaren Liebe und ihrer Unglücklichkeit. Das Trauma des Krieges und des Verschüttetseins sind tief in ihr verwurzelt.                                                                                                                                                                 .....

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Die Abgrenzung zu den Anderen findet schon in der dritten Zeile statt. Die vierte beinhaltet einen Aufbruch, stilistisch durch einen Paarreim ausgedrückt: platt und satt. Den nächsten Paarreim finden wir schon in der fünften und sechsten Zeile: weh und geh. Nun folgt der Bruch, das lyrische Ich wird aktiv. Der Wille etwas zu tun lässt Hoffnung aufkommen. Den Forderung nach Realismus der für die Trümmerliteratur typisch ist, finden wir hier in der Zeile 7. Hier werden die Träume der Realität entgegengestellt.

Eventuell sind auch die Träume durch den Krieg verloren gegangen. Auch Formen von Naturlyrik lassen sich hier wiederfinden. In den Zeilen 8 und 9 spricht das lyrische ich von den Bäumen und vom Wind. Hier lässt sich ein Gegensatz feststellen in der Charakteristik des Windes: wild und lau. In der zehnten Zeile finden wir eine Allgemeingültigkeit im Wort Weltball. Im Folgenden spielt die Anonymität die ebenfalls ein Merkmal der Trümmerliteratur ist eine Rolle (irgendeiner die irgendwo geht, Zeile 12).

Das Gesichtslose, für alle allgemeingültige charakterisiert die Trümmerliteratur ebenfalls. Es finden sich weitere Paarreime: geht und hebt, lau und Frau. Die Redewendung oder Aussage zwischen Stein, Stahl und Leibern ist typisch für den Realismus der Nachkriegsliteratur. Die Abschlusszeile und den Kopf hebt ist eine sehr starke Zeile und steht für die Hoffnung, die Aktivität und das Nachvorneblicken.

Beim Lesen wollte ich intuitiv den Kopf heben. Der Ausdruck spricht von Stolz und Optimismus. Das Gedicht wird in einer angemessenen Form, in der lakonischen Kürze geschrieben. Der Titel Fenster könnte für den Bruch zwischen Traum und Realität stehen. Eventuell muss auch das Bild der Trümmerfrauen mit in die Analyse dieses Gedichtes mit einbezogen werden. Die Trümmerfrauen waren es die nach dem Ende des 2. Weltkrieges die Städte von den Trümmern durch Bomben befreiten, die den Aufbau leiteten und ein Stück Ordnung erschufen.

Mit Selbstdisziplin, trotz Hunger und Armut, in Erfüllung eines eisernen Pflichtprinzips gelingt den Frauen damals ein Neuanfang. Inge Müller, damals noch Ingeborg Meyer, meldete sich nach ihrer Rückkehr zur freiwilligen Räumtruppe und arbeitet durch jeden Tag hart für ein halbes Laib Brot.[7]

Ein sehr bekanntest Gedicht von Inge Müller ist Unterm Schutt 2. Auch hier lassen sich viele Merkmale hervorheben:

                                   UNTERM SCHUTT 2


                        1          Und dann fiel auf einmal der Himmel um

                                   .....

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In den nächsten Zeilen wird ein Kampf dargestellt, ein Kampf sich zu befreien. Hier findet sich ein unreiner Rein (stießen und liefen, Zeile 5 und 6). Bilder ringsum könnte bedeuten, dass das Leben noch einmal ein einem vorbeirauscht, oder für die Enge dieser Situation stehen. Eventuell steht dies auch für ihre Willen sich an schönes zu erinnern um weiter zu kämpfen. Kein Boden kein Dach (Zeile 8) lässt einen Bezug zu der ersten Zeile herstellen und beinhaltet eine Anapher (Kein , Kein ).

Nach der Frage Was ist befindet sich eine Gedankenpause durch einen Gedankenstrick und die Feststellung verschwunden (Zeile 9). Die zehnte Zeile steht für den puren Überlebenskampf und stellt eine Kampfansage an den Tod dar. Durch den Ausdruck ich bin eh ich war wird der Überlebenswille dargestellt und der Zeitpunkt zwischen Leben und Tod aufgezeigt. Schlimme Situationen können die größten Kräfte in einem Erwecken, was das lyrische Ich zu einer Kampfansage an den Tod verleitet.

Zeile 11 drückt die Ausdehnung der Zeit aus (Ein Atemzug Stunden). In Zeile 12 findet ein Umbruch statt, dadurch dass der Zeitpunkt des Findens dargestellt wird. Das lyrische Ich hört ein Klopfen und will sich an der Welt, am Leben, festhalten ( Den Globus her! Zeile 14). Brücken und Pole stehen für tragende und verbindende Symbole und stehen für die Rettung (Zeile 16).

Das lyrische Ich ist sich seiner Situation bewusst, dass Hilfe benötigt wird, um sich gegen den Tod zu erwehren (Zeile 17). Die Kampfansage an den Tod: Mich trägst du nicht, Tod, ich mach mich schwer, steht für den Lebenswillen und den Kampf des lyrischen Ichs, das trotz dieser schlimmen Situation überleben will und wird (Zeile 18). Das lyrische Ich wird so lange kämpfen bis Hilfe kommt und die Befreiung und somit das Überleben erfolgen.

Eine starke Abschlusszeile Du gehst leer, steht noch einmal für den Überlebenswillen und den Mut (Zeile 21). In diesem Gedicht lässt sich kein festes Schema finden. Am Ende des Gedichts steht wieder ein umarmender Reim schwer und leer, welcher das Reimpaar haben und graben umarmt. Das Gedicht ist kraftvoll und voller Überlebenswillen. Schlüsselworte wie Himmel und

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Meer entstammen der Naturlyrik.

Heimweg 45 ist ein bekanntes Gedicht von Inge Müller und thematisiert die Heimkehrerlyrik der Nachkriegszeit. Die Situation in der sich die Gesellschaft befindet wird ebenso ungeschönt aufgezeigt.

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Auch Inge Müller ist allein als sie zurückkehrt. Ihre Eltern hat sie tot aus den Trümmern gezogen, nachdem auch diese verschüttet wurden. In der zweiten Zeile fällt das Wort bekannt auf, eventuell ist das lyrische Ich diesen Weg schon oft gegangen. Jedoch sind Trümmer und Leichen vorhanden, die den Weg erschweren. Die dritte Zeile beinhaltet eine Generalisierung, die für die Trümmerliteratur ein typisches Merkmal darstellt.

Eventuell ist auch die Weite des Weges, der Gedanken oder der Zerstörung gemeint. Die verhaßte Uniform (Zeile 4) hat sich das lyrische Ich ausgezogen. Dies ist darin begründet, dass Inge Müller nicht an die Front wollte, weder als Soldat, noch als Wehrmachtshelferin. Sie versuchte vergeblich zu desertieren und wurde an die Front strafversetzt. All die Schrecken, Leichen, die Angst und das Feuern der Waffen führen sicherlich zu ihrem Trauma. Versteckt in gestohlenen Kleidern könnte für die Anonymität stehen, die sie sich wünscht oder aber für ihre Schuldigkeit als Soldatin am verlorenen Krieg.

Allerdings spricht die Heimkehrerlyrik die Soldaten jeglicher Schuld frei und lässt sie als Helden erscheinen. Eventuell versteckt sich das lyrische Ich auch vor seinen Pflichten. In Zeile 6 stellt sich das lyrische Ich gegen seine Angst mit einem aufrechten Gang. Interessant ist in der nachfolgenden Zeile das Kriechen über Tote ohne Gesicht (Zeile 7). Hier lässt sich ein Gegensatz finden, der für die Unebenheiten des Heimwegs stehen könnte.

Zeile 8 thematisiert die zerstörte und zerbombte Stadt, die vorwurfsvoll die Heimkehrerin anschaut. Es könnte aber auch für den Ausdruck der Realität stehen, dass die Stadt das lyrische Ich anschaut. Zeile 9 lässt sich ebenso zwiespältig interpretieren. Einerseits könnte man meinen, das lyrische Ich schaut aufgrund des Schuldgefühls weg. Andererseits könnte man deuten, dass das lyrische Ich das Leid und das Elend nicht mehr sehen kann und deshalb den Kopf senkt.

Die folgenden Zeilen zeigen Momentaufnahmen der Plünderungen in der Stadt. Ebenso wird der Überlebenskampf der zufällig Übriggebliebenen dargestellt. In Zeile 14 fällt der Abschluss des Satzes mit der Wortkombination gegen die Kälte auf. Hier könnte die Kälte der Zerstörung gemeint sein, allerdings auch die Armut oder die Hoffnungslosigkeit. Parallelen zur Stunde Null können hier gezogen werden.

Die Stunde Null schlug mit den Ende des 2. Weltkrieges am 08.Mai 1945 und thematisiert einen Neuanfang sowie die Schwierigkeiten die hiermit verbunden sind. Die Hungersnot trifft alle Menschen und

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verbindet. Herauszustellen ist, dass hier das Nomen Angststarren allein in eine Zeile gestellt worden ist, um die Situation der Überlebenden herauszuheben. Der Traum (Zeile 15) wird der harten Realität gegenüber gestellt. Der Überlebenskampf wird gezeigt, egal ob Sieger oder Verlierer, alle haben Grundbedürfnisse. Die Fragen, ob wir was erreichen können, was geschieht in der Zukunft und was wird geschehen?, kann man aus den Zeil.....

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