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Essay
German studies

University, School

Hochschule Bremen

Grade, Teacher, Year

2017 Moliere der Menschenfeind

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.M.

Grade 11

Deutsch

Written Assignment

Due:14.06.2017

In wie fern handelt es sich bei Molieres „Der Menschenfeind“ um eine gesellschaftskritische Komödie?

In dem Stück „Der Menschenfeind“, geschrieben von Molière, scheitert der Protagonist Alceste wegen seiner kompromisslosen Haltung, sich den heuchlerischen Regeln und Umgangsformen der gehobenen Gesellschaft anzupassen. In dem Stück sind alle Charaktere Mitglieder der gehobenen Gesellschaft und sie verbringen ihre Zeit hauptsächlich mit Partys und Liebeleien.
Moliere schrieb die Charakterkomödie für den Hof des französischen Königs Ludwig XVI (der Sonnenkönig)1.

In dem Stück stört es Alceste, dass seine Mitmenschen untereinander übertrieben höflich, sogar schon heuchlerisch sind. Sobald man ihnen jedoch den Rücken zuwendet, fangen eben diese Menschen an, gnadenlos über andere zu lästern. In seinem Bemühen aufrichtig zu bleiben wird Alceste zum genauen Gegenteil, er verfällt in das andere Extrem und wird ehrlich bis hin zur verletzenden Unhöflichkeit.
Einige Charaktere, beispielsweise seine Freund Philinte und die Cousine seiner Geliebten Célimène, Éliante, erkennen diese Eigenschaft der Ehrlichkeit durchaus als positiv an.

Jedoch wird ihm im allgemeinen Unverständnis entgegengebracht. Da Alceste die Gesellschaft aufgrund ihrer Einstellung zur Heuchelei und Lügen ächtet, beschließt Alceste sich aus der Gesellschaft zurückzuziehen und in Zukunft allein zu Leben. Es ist oft der Fall das man die Menschen wegen ihrer Lügen und wegen des Tuschelns Hinter dem Rücker verachtet und nicht besonders gut auf sie zu sprechen ist, allerdings ist es meiner Auffassung nach sehr selten sich aus diesen Gründen von allem zu distanzieren.
Als Charakterkomödie ist Molières „Menschenfeind“ genau so aktuell wie zu Zeiten des Sonnenkönigs Ludwig des XIV.

Zu dieser Aktualität trägt ebenfalls die moderne Übersetzung von Hans Magnus Enzensberger bei, da dieser das Stück hervorragend in unsere Zeit verlegt. In der Übersetzung von Hans Magnus Enzensberger werden viele Moderne Eigenschaften und Gegenstände eingefügt: „Hier meine Nummer.

Rufen sie mich an“ (Seite 12). Außerdem werden die Frauen nicht nur lediglich als die Frauen hinter man beschrieben oder gar als die Frau die sich von den Männern verarschen lässt. Im Gegenteil, Célimène ist diejenige die die Männer an der Nase herumführt.

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Dadurch trägt das Frauenbild zur Aktualität des Stückes bei.

Abgesehen von der Gesellschaftskritik beinhaltet das Stück ebenfalls eine politische Kritik. Es demonstriert, dass Menschen mit keinen oder geringen moralischen Grundsätzen die sind, welche in der Politik oftmals am erfolgreichsten sind. Das beste Beispiel dafür ist Oronte welcher dem Alceste das Leben zur Hölle machen möchte, weil dieser das Gedicht des Oronte förmlich in den Dreck warf.

Um Alceste ebenso zu erniedrigen benutz Oronte seine politischen Verbindungen.

Als erstes visiert Molière, mithilfe seiner Hauptfigur Alceste, die Heuchelei in der Gesellschaft an. Bereits im ersten Akt auf der Ersten Seite macht Alceste seinem Freund Philinte einen Vorwurf, da dieser einer ihm völlig fremden Person seine Kontaktdaten gibt und ihn vorher überschwänglich begrüßt: „Denn es ist unverzeihlich, unterm Strich, wie du dich an den ersten besten Gast geradezu herangeschmissen hast.“ (Seite 11).
Philiante jedoch verteidigt sich gegen den Vorwurf seines Freundes, er sei ein Heuchler (Seite.12): Er erklärt, dass dieser Unbekannte ihn zuvor höflich und freundlich angesprochen habe.

Ihn dann einfach stehen zu lesen und zu verschwinden, wäre eine unhöfliche Reaktion. Das bedeutet, das Molière gleich zu Beginn des Ersten Aktes die Problematik anspricht, zwischen Ehrlichkeit und Höflichkeit zu unterscheiden.
Das Wort Höflichkeit hat sich aus dem Begriff „höfisch“ entwickelt, das die Lebensart am frühneuzeitlichen Hof bezeichnete2.

Hieraus lässt sich schließen, dass Alceste selbst ebenfalls zu dieser gehobenen Gesellschaftsschicht gehört. Außerdem scheint es, als wäre Alceste sehr vermögend. Er hat einen Rechtstreit geführt über einen Streitwert von „hundertzwanzigtausend Mark“ (Seite . Jedoch scheint dies nur ein Bruchteil seines Vermögens gewesen zu sein, da nirgends erwähnt wird, dass ihn der verlorene Prozess ruiniert.

Er ist also Teil dieser höfischen und gehobenen Gesellschaft.
In Bezug auf Oronte, im ersten Akt, Seite 24, bittet Oronte Alceste um „seine ehrliche Meinung“ zu einem Gedicht („Manuskript“), welches er selbst geschrieben hat. Tatsächlich will er jedoch kein ehrliches Urteil hören, sondern er möchte, dass man ihm schmeichelt und ihm versichert, dass sein Gedicht durchaus gut sei.

Alceste versucht diese prekäre Situation zunächst dadurch zu lösen, indem er sagt, er habe seinen Verleger versucht vor Schaden zu bewahren, indem er ihm mitteilte, dass das Werk des Verlegers schlecht sei (Seite 27).

Alceste versucht Oronte dadurch zu sagen, dass sein Gedicht schlecht ist und er wahrscheinlich von den Anderen dafür ausgelacht werden wird. Doch Oronte durchschaut diesen Vorwand („Sie kritisieren ihn und meinen mich“ S.28) und fordert Alceste auf, ihm seine Meinung zu sagen (Seite.28).

Als Alceste dies jedoch, auf höchst direkte Art und Weise, tut, ist Oronte beleidigt (Seite.30). Er wollte also keine ehrliche Meinung von Alceste hören, sondern entsprechend der gesellschaftlichen „Regeln“, ein Lob. Alceste sagt Oronte jedoch nicht nur, dass er das Gedicht nicht gut findet, sondern macht es sich quasi zur Aufgabe Oronte so richtig die Meinung zu sagen (Seite. 28,29 „Aus jeder Zeile die Sie verbrochen haben…“) und wird damit verletzend.

Wenn einer nicht dabei ist, wird das Messer gewetzt, und dann ist hinter seinem Rücken der Teufel los“) oder wenn man als getarnter Freund zum Zwecke der Aufklärung einen über das Gerede andere aufklärt (wie im Falle von beispielsweise Célimène und ihrer Freundin Arisoné (Seite 57).
Dabei ist Alceste sich durchaus bewusst, dass seine Freundin Célimène diejenige ist, die am meisten über andere lästert.

Aber obwohl er bei anderen keine Entschuldigung für dieses Lästern geltend lässt, findet er für Célimène die Entschuldigung, dass sie ja nicht selbst schuld sei, sondern von anderen provoziert werde (Seite. 44 „Doch wird sie auch andauernd provoziert…“).

Außerdem findet er es schlimm, dass die Gesellschaft solchen Menschen die Lenkung des Staates anvertraut, indem sie solche Menschen in den Senat wählt („Mit solchen Menschen macht man bei uns – Staat“, Seite 16).
Diese Auffassung wiederholt er später auch noch einmal Arsinoè gegenüber, als diese ihm anbietet, ihm einen guten Posten in der Politik zu verschaffen.

Er erklärt ihr, dass Politiker seiner Meinung nach konfliktscheu und in der Regel prinzipienlos sind (Seite. 65 „Es kommt drauf an, Konflikte zu vermeiden und sich mit allen Mitteln hochzuhangeln“). Und auch hier vertritt er die Auffassung, dass es die skrupellosesten Mitglieder der Gesellschaft sind, die sich durchsetzen („Folgt im Zweifelsfall dem stärksten Affen“ Seite. 65)
Alceste scheitert im Endeffekt an seiner eigenen Kompromisslosigkeit.

Doch wie bezieht sich dies auf die Aktualität? Zusammenfassend würde ich sagen, dass eine Charakterkomödie bestimmte Charaktertypen in einer übertriebenen Art und Weise darstellt. Da sich das Wesen des Menschen vermutlich nie ändern wird, bleiben diese Charaktertypen immer gleich und immer aktuell.

Es ist immer noch so, dass Menschen sich nicht trauen, jemand anderem eine unangenehme Wahrheit gnadenlos mitzuteilen. Und das ist auch gut so! Eine solch „ehrliche Meinung“ ist sehr oft eher verletzend als hilfreich. Daher ist es wahrscheinlich besser, dass wir nicht immer so ehrlich sind.

Aber so wie wir und unsere Umgangsformen/Medien sich verändern („Social Media“) so ändern sich auch die Lästereien: Heute werden Mitmenschen im Internet anonym beschimpft und noch immer finden diejenigen, die so etwas tun, Vergnügen darin, sie zu erniedrigen in dem sie den Menschen die unangenehme/vermeintliche, Wahrheit zu sagen.
Es dürfte allgemein bekannt sei, dass in der Politik jeder gewählt werden möchte, allerdings ist das Motiv oft unterschiedlich.

Als das nicht funktioniert, entlässt er ihn. Als Comey dann unter Eid aussagt, dass er von Trump unter Druck gesetzt wurde, kündigt Trump an, ebenfalls unter Eid aussagen zu wollen. Da es keine Zeugen gibt und somit keinem von beiden ein Meineid nachgewiesen werden kann, ist dies ein gutes Beispiel für aggressive Machtpolitik.

Oder wie Molière es ausdrückt: „man folgt im Zweifelsfall dem stärksten Affen“ (Seite. 65). Aus diesen Dingen kann man schließen, dass es sich bei „der Menschenfeind“ durchaus um ein aktuelles und gesellschaftskritisches Stück handelt.


1  Dieter Wunderlich,

2 

Seite:1



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