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Abstract
Sociology

University, School

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Grade, Teacher, Year

1,3, Reheis, 2011

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Hunger: Dokumentation über Menschen, die gegen Hunger kämpfen - ZDF: Inhaltsangabe und Diskussion zum Film
  1. Filminhalt


Der Dokumentarfilm Hunger greift die sozialen, politischen und ökonomischen Ursachen und Auswirkungen der weltweiten Ernährungskrise auf. Vor dem Hintergrund, dass weltweit nahezu eine Milliarde Menschen am akutem und weitere zwei Milliarden Menschen am stillem Hunger leiden, produzierte der Redakteur und Dokumentarfilmautor Markus Vetter zusammen mit der Redakteurin Karin Steinberger diesen Film mit dem Ziel, das Thema „Hunger“ wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Im vorliegenden Film wird die Hungerproblematik exemplarisch an den fünf Ländern Mauretanien, Kenia, Indien, Brasilien und Haiti aufgezeigt. Es werden die unterschiedlichen spezifischen Ursachen und die Auswirkungen auf die unmittelbar Betroffenen veranschaulicht.

Vorrangig werden die Lebensbedingungen aus Sicht der Betroffenen geschildert, eine rein wissenschaftliche Betrachtung des Hungerproblems wird bewusst im Hintergrund gehalten.

Am Beispiel Mauretaniens wird das Problem der Überfischung aufgezeigt, mehr aber noch, dass der weltweite Hunger viele Menschen in letzter Konsequenz zwingt, trotz der damit verbundenen Kosten und Gefahren ihr Land zu verlassen in der Hoffnung in Europa ein menschenwürdiges Leben beginnen zu können.

Eine weitere Station im Film ist Kenia. Im Norden herrscht aufgrund der globalen Klimaerwärmung und der Zunahme von Dürren permanenter Wassermangel. Tierhaltung und Ackerbau zur Nahrungs- und Einkommenssicherung ist nur noch sehr eingeschränkt möglich. Im Süden des Landes ist reichlich Wasser vorhanden, steht aber für den Großteil der Bevölkerung nicht ausreichend zur Verfügung.

Es wird meistbietend verkauft und zum größten Teil nach Nairobi gepumpt, um eine weltweit exportierende Rosenfarm mit Wasser zu versorgen. Unterstützung von Seiten der kenianischen Regierung beschränkt sich auf Hilfslieferungen, strukturelle Verbesserungen werden nicht eingeleitet.

In Indien konnten die Bauern lange Zeit auf eine Saatgutauswahl zurückgreifen, die über die Jahre auf die verschiedenen klimatischen Bedingungen angepasst wurden. Aufgrund falscher Versprechungen und nicht ausreichend vorhandenen Wissen setzten die Kleinbauern zunehmend auf kostenintensiveres genmanipulierte Saatgut.

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Ausbleibende Erträge und Überschuldung führten zu einer weiteren Verarmung, Hungerkrisen und Selbstmordwellen.

In Brasilien werden die Kleinbauern aufgrund fehlender Besitztitel von ihrer gewohnheitsrechtsmäßigen Nutzung des Landes von den Großgrundbesitzern verdrängt und gezwungen zu sklavenähnlichen Bedingungen zu arbeiten. Raubbau an der Umwelt, zunehmende Nutzung der Agrarflächen für den Anbau von exportbestimmten Tiernahrungs- und Biospritpflanzen anstelle von Nahrungsmittel verschärfen die lokale und weltweite Ernährungskrise.

Haiti wurde Wohlstand in Aussicht gestellt, wenn der Agrarstaat der Freihandelszone beitritt. Dies führte zum Rückgang des Absatzes einheimischer Produkte, da diese preislich nicht mit den importierten Waren konkurrieren konnten und die einheimische Bevölkerung die importierten Produkte als qualitativ höherwertig einschätzte.

Die Folge war ein kompletter Rückgang und Aufgabe der einheimischen Agrarproduktion, Stadtflucht und zunehmende Verslumung. Naturkatastrophen, Bodenerosionen und Überschwemmungen infolge der Rodung der Wälder sind weitere Faktoren, dass Haiti inzwischen als ärmstes Land der Welt gilt.

Grundkonsens aller Seminarteilnehmer war, dass der Film absolut sehenswert ist und in einer beeindruckenden Art und Weise die Thematik Hunger dargestellt wird. Vor allem, weil er aus der Perspektive der Betroffenen erzählt und so die Problematik und das unmittelbare Leiden besonders greifbar macht.

Als besonders schockierend wurde die Szene in Haiti empfunden, in der Menschen statt echter Nahrung gebackene Erde verzehren.

Kritisch wurde angemerkt, dass der Film kaum Lösungsansätze zeigt und keine neuen Informationen und Erkenntnisse bietet. Bei der Frage wie Entwicklungshilfe zukünftig gestaltet werden muss, damit sie nachhaltig ist und wann Hilfe geleistet werden sollte, gab es verschiedene Meinungen.

Ein Kritikpunkt war, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit bereits zur Genüge durchdiskutiert wurde und keinen neuen Lösungsansatz darstellt, der das Problem beseitigt. Das Argument für diese Position war, dass die eigentliche Ursache der Hungerproblematik im aktuellen Wirtschaftssystem selbst und der dahintersteckenden Maxime der Profitorientierung begründet liegt.

Als ein möglicher Lösungsansatz in Bezug auf Nachhaltigkeit, wurde die Rückführung auf das kleinbäuerliche Wirtschaften, weg von Großgrundbesitzern genannt. Die Bauern sollten durch Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt werden, um ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.

Als ein möglicher Ansatz wurde vorgeschlagen, in Bildung und Ausbildung in Bezug auf landwirtschaftliches Wissen zu investieren.

Desweitern wurde über die Beiträge, die jeder einzelne leisten kann diskutiert. Besonders der Aspekt des „richtigen“ Einkaufens wurde thematisiert. Ein Vorschlag war, vermehrt sogenannte Fair-Trade Produkte zu kaufen, die garantieren, dass die Produkte unter fairen Arbeitsbedingungen produziert werden.

Ein weiterer Vorschlag war, den Fleischkonsum einzuschränken und auf Biofleisch zurückzugreifen.

Aufgrund der Vielfalt und der Bandbreite der Themen die im Film behandelt werden, herrschte die Meinung vor, dass der Film insbesondere für Sozialkunde und Erdkunde geeignet ist, aber nahezu in allen Unterrichtsfächern gezeigt werden kann.

Es wurde aber auch die Meinung vertreten, dass der Film mit entsprechender didaktischer Aufbereitung durchaus in Ausschnitten in der Grundschule gezeigt werden kann. Eine für die Grundschule geeignete Auswahl der Szenen ist dabei unbedingt notwendig.

Der Großteil der Seminarteilnehmer würde den Film in Ausschnitten zeigen. Um die volle emotionale Wirkung des Film Als Argument für das Zeigen in voller Länge wurde die bestmögliche Wirkung auf den Zuschauer genannt.

Zusammenfassen lässt sich sagen, dass der Film durchweg gut angekommen ist und reichlich Diskussionsstoff geboten hat. Einigkeit bestand darin, dass durch die Darstellung von konkreten Lebenssituationen der Film für alle leicht zugänglich ist und die Problematik „Hunger“ zurück ins Gedächtnis gerufen wird.


Drei Milliarden Menschen, die an Hunger und Mangelernährung leiden, zeigen deutlich, dass eines der elementarsten Grundbedürfnisse des Menschen trotz technischen Fortschritts und einer Überproduktion an Nahrungsmitteln bis heute ungelöst ist. Durch das zahlenmäßige Ausmaß, die Intensität des Leidens und die gravierenden Folgen für die Betroffenen halte ich die Bekämpfung des Welthungers für eines der Schlüsselprobleme der heutigen Zeit.

Für die Bevölkerung der Industrieländern selbstverständliche Bereiche wie z.B. Bildung und Befähigung zur Arbeit sind für Menschen ohne ausreichende Ernährung schon von vornherein einschränkt und teilweise unmöglich.

Durch die Medien wird häufig ein Bild suggeriert, dass die Ursachen des Hungers auf Naturkatastrophen, Wassermangel und Dürren reduziert. Also auf Faktoren, die nicht zu beeinflussen sind und die keiner zu verantworten hat. Der Dokumentarfilm Hunger von Marcus Vetter und Karin Steinberger widerlegt diese oberflächige Sicht und zeigt auf bewegende und beeindruckende Art und Weise, dass vielmehr die ökonomischen Interessen von Staaten, Organisationen und Akteuren als Hauptursache des weltweiten Hungers zu sehen sind.

Umso wichtiger erscheint es mir den Schülern die weltweite Hungerproblematik wieder ins Bewusstsein zu rufen und die eigentlichen Ursachen herauszuarbeiten. Auch wenn es keine einfache Lösung gibt, sollte man darauf aufmerksam machen, dass jeder einzelne z.B. durch richtiges Konsumverhalten, politisches Wahlverhalten und durch Demonstration einen Beitrag dazu leisten kann und nicht gleichgültig daneben stehen muss.

Um dieses Thema für den Unterricht aufzugreifen ist der vorliegende Film ein sehr geeignetes Mittel diese Problematik den Schülern zugänglich zu machen, da er aus der Sicht Betroffenen erzählt und somit das Leiden plastisch und für jeden begreifbar macht. Er verweist auf die unterschiedlichen Gründe der Hungerproblematik ohne sich zu sehr in wissenschaftlichen Debatten zu verzetteln.

Durch die Vielzahl der angesprochenen Themen und Sachfragen ist der Film für viele Unterrichtsfächer geeignet. 1 Mit entsprechender Szenenauswahl und angemessener didaktischen Vor- und Aufbereitung ist dieser Film meiner Meinung nach für alle Jahrgangsstufen und Schularten geeignet.

Notwendig ist es, den Altersstufen entsprechend, angemessene Themen und Schwerpunkte zu setzen. Grundschülern kann man für das Thema sensibilisieren und ein erstes Gefühl vermitteln, welches Leid Hunger für den Menschen bedeutet, indem man z.B. die Szene zeigt, in der Erde verspeist wird um den Hunger zu stillen.

In der Mittelstufe kann man dazu übergehen, die einzelnen Ursachen und Zusammenhänge zu beleuchten, in der Oberstufe könnte man den Film zum Anlass nehmen, das Wirtschaftssystem kritisch zu diskutieren.

Im normalen Unterricht halte ich es allerdings für sinnvoller aufgrund der Filmlänge und der beschränkten Unterrichtszeit, den Film in Sequenzen zu präsentieren und Teilaspekte zu behandeln.


1 Beispielsweise wären die Risiken und Chancen der Gentechnologie für den Biologieunterricht geeignet, die klimatischen Auswirkungen und Vorrausetzungen sind ein Thema für den Erdkundeunterricht, die Folgen des Hungers und die Notwendigkeit dagegen was zu unternehmen sind Thema von Religion und Ethik, die sozialen Auswirkungen und die wirtschaftspolitischen Ursachen und Folgen geeignet für Sozial- und Wirtschaftsfächer.)



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