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Final thesis
Educational Science / Pedagogy

University, School

Georg-August-Universität Göttingen

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Unterrichtsstun­de „Die Schnecke hat verschiedene Körperteile“ (Ausführliche Darstellung) - Praktikumsberic­ht des sonderpädagogis­che­n Praktikums, Unterrichtsstun­den in HSU Unterrichtsstun­de „Die Schnecke hat verschiedene Körperteile“ (Ausführliche Darstellung) Lehrplanbezug Die Unterrichtsstun­de „Die Schnecke hat verschiedene Körperteile“ lässt sich im Lehrplan wie folgt einordnen: Heimat- und Sachunterricht 1.5 Leben mit der Natur Tiere der Wiese Deutsch 1/2.1 Sprechen und Gespräche führen 1/ 2.1.2 Sich und andere informieren Kurze Mitteilungen und einfache Anweisungen verstehen, richtig und vollständig weitergeben Einfache Sachverhalte und Beobachtungen erfassen und beschreiben Lebewesen und Gegenstände beschreiben 1/2.2 Die Schriftsprache erwerben 1/2.2.3 Wörter, Sätze und Texte erlesen und verschriften Wörter sinnerfassend lesen Wortbedeutungen klären und den Wortschatz erweitern Sätze und kurze Texte lesen und verstehen Sachanalyse 2.1 Sachanalyse und Bildungsgehalt 2.1.1 Einordnung der Schnecke ins Tierreich Schnecken gehören zu den Weichtieren. Sie bilden in der Biologie die Klasse der Gastropoda („Bauchfüßer“) und sind in Bezug auf die Artenzahl die zweitgrößte Klasse im Tierreich nach den Insekten. Es gibt ca. 110 000 verschiedene Schneckenarten, die sich in Aussehen und Lebensweise stark unterscheiden können. Es gibt Schnecken, die im
SE Neuronale Mechanismen der Orientierung und des Verhaltens WS 08/09 2. Material und Methode 2.1. Entfernungsmess­ung Zum Durchführen des ersten Versuchs wurden die Probanden einzeln in einen Raum geführt in welchen sie sich an einen Tisch setzen mussten. Auf dem Tisch befanden sich vorerst zwei Zylinder. Der Student musste nun, sich in aufrechter Sitzposition befindend, die Spitze des ersten Zylinders fokussieren. Dieser befand sich ständig in der gleichen Entfernung zum Studenten und wurde nicht verschoben. Währenddessen wurde der zweite Zylinder jeweils um eine, für den Probanden unbekannte, Länge von dem fixierten Zylinder entfernt wurde. Der Student musste nun die Entfernung der zwei Zylinder zueinander schätzen und wurde nach jeder Bewegung des zweiten Zylinders über dessen Entfernung zum Ersten aufgefordert diese nieder zu schreiben. Der zweite Teil des Experiments bestand darin den zweiten Zylinder vom Tisch zu entfernen. Nun wurde der Zylinder in einer geraden Linie in mehrere Schritten vom Studenten entfernt. Dieser musste nun erneut die Entfernungen zum Zylinder einschätzen wobei er wiederrum nur die Spitze dessen betrachten durfte. 1.Einleitung Um sich in seiner Umwelt zu recht zu finden verwenden sowohl Mensch als auch Tier verschiedene Mechanismen. Die Entfernungsmess­ung die räumliche Orientierung und auch das Bildgedächtnis spielen hierbei eine wichtige

PD Dr. Schmid
Pädagogisches Seminar
26
37073 , 10.02.2011

Tel.: 0551 – 39
E-mail:


Seminar: Einführung in Entwicklungs- und Lerntheorien (WS 2010/11)


Modulprüfung

Bildungswissenschaften im Master of Education

M.BW.1 (Modul 1: Lehren und Lernen)


Hausarbeit


Straße 12

37073

Tel.: 0551 6347122


2 Fach Bachelor (Lehramt)

20669044

sophia-nolte@freenet.de


Was zeichnet humanethologische Erklärungen des Verhaltens aus und worin unterscheiden sich diese von den Auffassungen anderer Lern- und Entwicklungstheorien?

Als wissenschaftliche Disziplin ist die Entwicklungspsychologie noch relativ jung.

Sie entstand im 19 Jahrhundert und brachte folgende Fragestellungen hervor: Wie wird Entwicklung definiert? Welche Merkmale sind charakteristisch für Entwicklung? Welche Ursachen und Veränderung liegen vor und wie lassen diese sich erklären? Neben Biologen und Verhaltensforschern beschäftigten sich auch zahlreiche Philosophen mit der Entwicklung des Menschen und untersuchten die beeinflussenden Ursachen.

Der Gegenstand der Entwicklungspsychologie und das Interesse an der menschlichen psychologischen Entwicklung fanden ihren Ursprung in der Evolutionstheorie von Charles R.

Darwin (1809-1882). Bis heute bildeten sich daraus vielfältige und unterschiedliche Erscheinungsbilder. Alle Theorien stimmen jedoch überein, dass Entwicklung die Veränderung des Organismus bedeutet. Diese Veränderungen bilden untereinander einen Zusammenhang und sind daher nicht unabhängig voneinander zu betrachten. So erreicht ein Kind über seine Grobmotorik zuerst das Strampeln, Kriechen und schließlich den aufrechten Gang.

Damit lässt sich eine erste Definition formulieren: Entwicklung ist eine gerichtete, zeitlich geordnete Reihe von miteinander zusammenhängenden Veränderungen des Erlebens und Verhaltens. Hinzu kommt der weitere Aspekt, dass Entwicklung in allen Bereichen eine Ausgliederung der Details darstellt. Hier sprechen wir von Differenzierung. Sie meint in der Entwicklungspsychologie den Vorgang einer zunehmenden Ausgliederung psychischer Merkmale aus dem globalen, ungegliederten Anfangszustand.

Beispielsweise entstehen in der Sprachentwicklung aus den ursprünglichen unklaren Lallmonologen immer feinere Lautgebilde und schließlich Wörter und sauber ausgegliederte Sätze. Der Differenzierung steht der gegenläufige Prozess, die Integration, gegenüber. Mit Integration bezeichnet man in der Entwicklungspsychologie den Vorgang, vorher isoliert erlebte Einzelteile und Funktionen zueinander in Beziehung zu setzen und im Zusammenhang zu sehen.

Motorische Bewegungen und Sinnesleistungen laufen zunächst getrennt nebeneinander, bewirken aber bald ein sinnvolles Zusammenwirken, was beispielsweise ein gezieltes Greifen ermöglicht.

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Eine wichtige Aufgabe der Entwicklungspsychologie besteht darin, jene Bedingungen zu beschreiben, die Veränderungen des Organismus auslösen und so als Ursachen von Entwicklung gelten.

Diese Bedingungen lassen sich in drei Gruppen einteilen: genetische Anlage, Umwelteinfluss und Selbststeuerung. Die Anlage eines Menschen bildet das genetische Material, das bei der Befruchtung durch die Gameten bestimmt wird. Umwelt meint alle direkten und indirekten Einflüsse, denen ein Lebewesen von der Befruchtung bis zum Tod von außen her ausgesetzt ist. Mit Selbststeuerung werden alle Kräfte bezeichnet, mit denen das Individuum als aktives Wesen „von sich aus“ Entwicklungsprozesse herbeiführt und diese beeinflusst.

Welcher der drei Faktoren den größten Einfluss auf die Entwicklung hat, kann aus wissenschaftlicher Sicht nicht bewiesen werden.

Ergebnisse der Zwillings- und Adoptionsforschung lassen jedoch erkennen, dass die Ausbildung der Persönlichkeit von allen Komponenten abhängt.

Die humanethologische Entwicklungstheorie nach Irenäus Eibl-Eibesfeldt setzt ihren eigenen Schwerpunkt.

Sie geht davon aus, dass das menschliche Verhalten zum großen Teil genetisch vorprogrammiert sei und so analog zu anderem organischen Leben verlaufe. Ihren Ansatz begründet die Theorie mit dem Begriff der Entelechie von Aristoteles. Der Gedanke, dass alles Lebende einem inneren Formprinzip unterliege, ist damit eine stützende Grundlage. Doch neben dieser philosophischen Tradition werden epigenetische Erkenntnisse berücksichtigt und mit biologischen und pädagogischen Erklärungen erweitert.

Die humanethologische Verhaltenstheorie bezieht sich auf Charles Darwins Evolutionstheorie bei der Grundannahme, dass angeborene Verhaltensmuster das Ergebnis evolutionärer Anpassung sei und dem Überleben diene. Damit lehnt sich Irenäus Eibl-Eibesfeldt an die entwicklungspsychologischen Diskursen von Werner, Kroh, Remplein und Rousseau an. Auch diese Autoren unterstützen die Ansicht, Entwicklung sei ein biologisch vorprogrammierter Prozess.

Dieser Input ist für die Aktualisierung des Verhaltens auslösend, da dieses laut Eibl-Eibesfeldt als Verhaltensdisposition zu betrachten sei. Im Verlauf der Evolution habe sich Verhalten angepasst. Hier nennt Eibl-Eibesfeldt das sexuelle Verhalten, das familiäre Pflegeverhalten und die soziale Organisation. Doch wie kommt es zum Zeigen eines Verhalten? Eibl-Eibesfeldt legt zwar seinen Schwerpunkt auf die genetischen Anlagen des Menschen, betont aber, Verhalten müsse erlernt werden.

So durchlaufe ein Kind verschiedene Entwicklungsphasen und erlerne etappenspezifische Verhaltensmuster durch Übung.

Ist der Mensch durch ein evolutionsgeschichtlich entstandenes Verhaltensprogramm beeinflusst? Mit seiner Theorie könnte Eibl-Eibesfeldt als Anlagetheoretiker missverstanden werden.

Doch damit wäre der Blick zu reduziert, denn er räumt zudem ein, das menschliche Verhalten sei kulturell angepasst. Doch der Gegenstand der humanethologischen Forschung ist die genetische Anlage. Diese Grundannahme steht anderen Lern- und Entwicklungstheorien wie der Psychoanalyse und dem Behaviorismus gegenüber, die im Folgenden diskutiert werden.


Wie lassen sich die wesentlichen Unterschiede zwischen der psychoanalytischen Theorie und dem Behaviorismus beschreiben?

Wie bereits vorgestellt, untersucht die Entwicklungspsychologie die Bedingungen, die Veränderungen im Organismus auslösen.

Schon hier wird der erste bedeutende Unterschied erkennbar. Das lässt vermuten, dass beide Forschungen miteinander konkurrieren. Um die unterschiedlichen Gegenstände der Theorien näher zu beleuchten, werden sie nacheinander vorgestellt und anschließend verglichen.

Die Konditionierungstheorien befassen sich mit folgenden Fragestellungen: Wie lässt sich das Entstehen und die Änderung von Verhalten erklären bzw. vorhersagen? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Erzieherverhaltensweisen und dem Verhalten des zu Erziehenden? Welche pädagogischen Konsequenzen lassen sich für erzieherisches Verhalten ableiten? Diese Fragen lassen erkennen, dass der Behaviorismus die Entwicklung als Lernen im Erziehungsprozess wahrnimmt.

Hier bietet die Pädagogik verschiedene Ansätze an: das klassische und operante Konditionieren, sowie das Lernen am Modell.

Der Behaviorismus wurde 1913 von John B. Watson gegründet, geht aber eigentlich auf den russischen Physiologen Iwan.

P. Pawlow zurück. Hier ist der alleinige Gegenstand das beobachtbare Verhalten aufgrund einer Reiz-Reaktions-Abhängigkeit. Die Grundannahme besagt, dass alles Verhalten er- und verlernt werden könne. Genetische Anlagen geben nur vor, wie der Organismus geschaffen ist und welche Kapazitäten und Ressourcen er aufweist. Auf den Behaviorismus gehen das Wissen und die Theorien über menschliches Lernen und die Verhaltenstherapie zurück.

Von Reizgeneralisierung spricht man, wenn ein Reiz, der mit dem bedingten Reiz Ähnlichkeit hat, ebenfalls die bedingte Reaktion auslöst. Eine Extinktion liegt vor, wenn nach einer Konditionierung der bedingte Reiz längere Zeit nicht mehr mit dem unbedingten Reiz gekoppelt wird und daraufhin schließlich die bedingte Reaktion nicht mehr erfolgt. Pawlows unterteilt weiter in Konditionierungen erster und zweiter Ordnung.

Bei der zweiten Ordnung wird eine Konditionierung auf einer bereits erlernten Reiz-Reaktion-Verbindung aufgebaut. Dann beruht eine Konditionierung auf der Verknüpfung eines neutralen Reizes mit einem unbedingten Reiz. Diese Erkenntnisse stellen einen ersten und grundlegenden Theorieansatz in der Lernpsychologie dar.

Eine weitere Lerntheorie hat die Bedeutung der Konsequenzen eines Verhaltens für das Lernen untersucht.

Edward Thorndike kam zu den Ergebnissen, dass bei Lernen durch Versuch und Irrtum zufällig richtiges Verhalten beibehalten wird, während erfolglose Verhaltensweisen allmählich abnehmen und schließlich gar nicht mehr gezeigt werden. Daraus entwickelte er die drei Gesetze der Bereitschaft, des Effekts und der Frequenz. Burrhus F. Skinner untersuchte das Gesetz des Effekts genauer und entwickelte es weiter.

Zudem führt er den Begriff Shaping ein, welcher einen systematischen Aufbau von Verhalten meint. Der Abbau von unerwünschten Verhaltensweisen erfolgt durch differentielle Verstärkung, was ein Ignorieren von unerwünschtem Verhalten meint bei gleichzeitigem positiven Verstärken von unerwünschtem Verhalten. Welche Rolle diese Verstärker und das System der Belohnung und Bestrafung in der Institution Schule einnehmen, wird zu einem späteren Zeitpunkt dargestellt.

Der Behaviorismus berücksichtigt in seiner Forschung nur beobachtbares Verhalten, damit vernachlässigt er Annahmen über Gefühle, Motive oder Gedanken.

Der Mensch wird als durch Reize steuerbares Lebewesen beschrieben. Dabei treten Erklärungsgrenzen auf, denn diese Lerntheorie schließt Lernen am Modell und durch Einsicht in eine Problemlösung aus. Zudem wird die Selbststeuerung des Menschen nicht beachtet. So steht dem Behaviorismus die Psychoanalyse gegenüber.

Die Forschung der Entwicklung und Erziehung aus psychoanalytischer Sicht untersucht folgende Aspekte: Bei welcher Erziehung ist eine gesunde Entwicklung eines Menschen zu erwarten? Unter welchen Umständen ist eine seelische Fehlentwicklung wahrscheinlich? Wie lässt sich die Entwicklung der Persönlichkeit und das Verhalten eines Menschen erklären? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Erzieherverhalten und der Persönlichkeitsentwicklung des zu Erziehenden? Der Neurologe Sigmund Freud begründete die Psychoanalyse, die immer wieder kritisiert wurde, doch bis heute nicht an Aktualität verloren hat.

Der Mensch ist hier ein festgelegtes Wesen, das durch verschiedene Energien gesteuert wird. Diese Energien nennt Freud Triebe, sie erzeugen und steuern das Verhalten. Jedes Verhalten ist seelisch bedingt und lässt sich nur aus der individuellen Lebensgeschichte eines Menschen erschließen. Die seelischen Kräfte und Motive sind in der Regel nicht bewusst. Hier ist der erste deutliche Unterschied zwischen der Psychoanalyse und dem Behaviorismus zu erkennen.

Während Freud von inneren Kräften, sogenannten Energien, ausging, untersuchte Pawlow ausschließlich äußere Einflüsse, die Reize. Damit nehmen beide Theorien gegensätzliche Perspektiven ein. Doch wie entsteht nach der Psychoanalyse die Persönlichkeit eines Menschen? Um den Aufbau und die Dynamik der Persönlichkeit zu erklären, verwendet Freud ein Instanzenmodell.

Das ES ist die Instanz der Triebe, Wünsche und Bedürfnisse. Das ICH leistet die bewusste Auseinandersetzung mit der Realität. Die Wert- und Normvorstellungen sind im ÜBER-ICH verwurzelt. Damit handelt der Mensch nach dem Lust-, Realitäts- und Moralprinzip. Da diese Prinzipien im Menschen selbst entstehen, beruht in dieser Theorie das Handeln und Verhalten des Menschen auf der Selbststeuerung.

Sie nennt das Gleich- bzw. Ungleichgewicht der Instanzen, die Einschränkung der Entwicklungsphasen in der Kindheit und der unangemessene Gebrauch von Abwehrmechanismen zur Verhinderung von Angst als Ursachen. Eine mögliche Verhaltensauffälligkeit und Krankheit entsteht somit durch eine Störung des seelischen Innenlebens im Menschen selbst.

Die Psychoanalyse und der Behaviorismus gehen von unterschiedlichen Grundannahmen aus und erklären aus verschiedenen Perspektiven.

Obwohl keine Gemeinsamkeiten entstehen, haben beide Ansätze die Therapie und die Pädagogik geprägt und bieten bis heute in sozialen Institutionen Richtlinien und Handlungsraum.

Beide genannten Theorien haben Spuren in Erziehungseinrichtungen bzw. der Schule hinterlassen.

Worin bestehen diese jeweils?

Betrachtet man in der Psychoanalyse die Entstehung der Libido, die Energie des Lebenstriebes, fällt auf, dass diese im frühkindlichen Alter entsteht und die Pubertät mit durchläuft.

Diese unterschiedlichen Phasen geben erzieherische Hinweise. Freud nennt folgende Phasen: orale, anale, phallische, latenz und genitale Phase. Im ersten Lebensalter entsteht der erste Lustgewinn durch die Mundzone und durch alles, was mit ihr unmittelbar in Zusammenhang steht. Säuglinge benötigen viel emotionale Zuwendung und Eltern und Erzieher sollten für eine angemessene, realitätsangepasste Befriedigung der oralen Bedürfnisse sorgen.

Das könnte spielen mit Fingerfarbe oder Sand sein. Neben den Erziehungsberechtigten nehmen Erzieher des Kindergartens Einfluss. In der phallischen Phase, im 4. und 5. Lebensjahr, gewinnt das Kind Befriedigung durch das Betätigen der Genitalien. Damit weder Kastrationsangst noch Penisneid entstehen können, sollte das Herzeigen und Betrachten der eigenen Geschlechtsteile nicht überbewertet oder sogar bestraft werden.

Der ungünstige Verlauf des Ödipus-Konfliktes wird durch eine positive, Beziehung zum Kind unterstützt. Hier sind wieder Eltern und Erzieher des Kindergartens gefordert. Die Latenzperiode findet zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr statt. Das Kind wird eingeschult und die erzieherischen Ansprüche richten sich ab jetzt neben dem Elternhaus auch an die Lehrer. In dieser Phase treten die Triebregungen in den Hintergrund und die Energie wird auf Gegenstände der Umwelt verlagert.

Lehrkräfte unterstützen die Schüler beim Bilden und Nutzen der Abwehrmechanismen. Als letzte Periode setzt im 12. Lebensjahr die genitale Phase ein. Hier tritt die Sexualität in den Dienst der Partnerschaft und dient neben der Fortpflanzung der sozialen Interaktion und Kommunikation. Lehrer sollten sensibel für die pubertäre Lebensphase der Schüler sein. Hier wirken Bestätigung und Unterstützung positiv auf die Ausbildung der Persönlichkeit.

Je mehr Verbote und Gebote ausgesprochen werden, je mehr Lenkung in einer Erziehung vorhanden ist, desto stärker wird sich das ÜBER-ICH ausbilden. Die Förderung des ICH erfolgt durch Förderung der kognitiven Fähigkeiten wie Sprache, Intelligenz und Denken, Gedächtnis, motorische Möglichkeiten sowie Mut und Willenskraft. Die Instanzen selber bilden sich von selbst, der Erzieher kann durch sein Einwirken jedoch das Risiko eines Ungleichgewichts und damit einer ICH-Störung verringern.

Der Behaviorismus beeinflusste die Pädagogik von der externen Perspektive.

Dem Konditionieren wird besondere Bedeutung bei dem Erwerb emotionaler Reaktionen und den Aufbau bedingter Verhaltensweisen zugesprochen. Positive emotionalen Reaktionen werden aufgebaut und erlernt, indem der Erzieher den Reiz, der positive emotionale Reaktionen hervorrufen soll, mehrmals mit einem Reiz koppelt, der bereits eine angenehme Empfindung auslöst. Umgekehrt lassen sich auch negative emotionale Reaktionen hervorrufen, was es zu verhindern gilt.

So kann ein drohender und strafender Lehrer durch sein Verhalten den angstauslösenden Reiz mit dem neutralen Reiz wie dem Schulgebäude koppeln. Der Schüler könnte eine Schulangst bekommen und diese auf andere Lehrer projizieren und Reizwörter wie „Hausaufgaben“ würde ausreichen um das gelernte Fluchtverhalten zu zeigen. Neben dem Aufbau von gewünschten Verhalten ist jedoch ebenso der Abbau von ungewünschtem Verhalten wichtig.

Damit beeinflusst die behavioristische Theorie die pädagogischen Ansprüche des Lehrers zu einem größeren Anteil, da die Konditionierungsprozesse nicht phasenabhängig sind, wie es bei der Instanzbildung bei der Psychoanalyse der Fall ist.


Beschreiben Sie an einem Beispiel den Erwerb eines bestimmten Verhaltens aus der Sicht von Albert Bandura.

Wählen Sie dabei bitte ein schulisches Beispiel aus.

Neben den gezeigten Theorien bietet Albert Bandura einen neuen Ansatz, er zeigt die Beziehung zwischen Lernenden und Lehrenden.

Das Lernen am Modell zeigt, dass Lernen im Erziehungsprozess stattfindet. Seine Untersuchungsobjekte lassen sich in den folgenden Fragestellungen erkennen: Welche Prozesse laufen beim Lernen am Modell ab? Welche Bedingungen begünstigen das Beobachten und Nachahmen von Modellen? Wie bedeutsam erweist sich das Lernen am Modell für die Erziehung und welche Rolle spielen Belohnung und Strafe?

Im Gegensatz zum Behaviorismus werden hier Denk- und Wahrnehmungsprozesse integriert. Dieses Bewusstsein vom Menschen, er sei ein reflektiertes Wesen, stellt eine zentrale Annahme dar. Der Mensch ist damit selbst gesteuert, da er Ziele verfolgt, wahrnimmt, bewertet, prüft und überdenkt. Daraus ergibt sich eine gegenseitige Beeinflussung von Personen und Umwelt. Ein Schüler, der verspottet wird, da er schlechte Noten schreibt, kann seine Umwelt nutzen um die Situation zu ändern.

Er lernt intensiver oder nimmt Nachhilfe. Damit gestaltet er durch sein Verhalten seine Umwelt, die im Idealfall dazu beiträgt, dass sein Ziel erreicht wird, indem seine Noten sich verbessern. Diese Grundannahme ist die Basis der sozialkognitiven Lerntheorie.

Doch welche Phasen und Prozesse laufen beim Modelllernen ab? Bandura unterteilt die Vorgänge in die Aneignung des Verhaltens und in die Ausführung des Verhaltens.

In der Aneignungsphase laufen Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprozesse im Beobachtenden ab. In der Ausführungsphase erkennt man motorische Reproduktions-, Motivations- und Verstärkungsprozesse. Der Lehrer nimmt im Unterricht die Rolle eines Modells an. Er kann die Bedingungen, die die Aufmerksamkeit des Beobachters, damit Schülers, positiv beeinflussen. Er sollte zeigen, dass er die soziale Macht besitzt lohnend und strafend zu handeln.


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