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Geo Sciences

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Universität Koblenz-Landau

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Bewältigungslit­era­tur Inhaltsverzeich­nis­ 1 Frauenliteratur in Kombination mit Bewältigungslit­era­tur 3 1.1 Begriffsgeschic­hte­ 3 1.2 Autobiografisch­es Schreiben 4 1.3 Schreiben als Bewältigung 6 2 Beispiele für „Bewältig­ung­sliterat­ur“.­ 7 2.1 Waris Dirie 7 2.1.1 Biografie. 7 2.1.2 Ihre Bücher 8 2.1.2.1 Wüstenblume (1998) 8 2.1.2.2 Nomadentochter (2002) 9 2.1.2.3 Schmerzenskinde­r (2005) 9 2.1.3 Auszeichnungen. 10 2.1.4 Eigene Gedanken. 10 Zusammenfassung 11 Quellenverzeich­nis­ 12 1 Frauenliteratur in Kombination mit Bewältigungslit­era­tur 1.1 Begriffsgeschic­hte­ Der Begriff „Frauenli­ter­aturR­20; bezeichnet ein Genre, das im weitesten Sinn als „Literatu­r von Frauen, über Frauen oder für Frauen bezeichnet werden kann. Im 19. Jahrhundert schrieben viele Frauen erfolgreich Prosa, aber unter männlichem Pseudonym. Die Frauen standen also völlig im Schatten der Männer. Erst als sich vermehrt weibliche Autorinnen mit ihren Werken zu Wort melden wollten, etablierten sich die Begriffe „Frauenli­ter­aturR­20; und „Frauenro­man­“. 1930 wurde das Etikett „Frauenro­man­“ sogar als Verkaufsschlage­r entdeckt. Zahlreiche Verlage brachten Romanreihen unter Titeln wie „Frauen-R­oma­ne“­ oder „Der gepflegte FrauenromanR­20;­ heraus.
Philipps-Univer­sit­ät Marburg Fachbereich 03: Gesellschaftswi­sse­nschafte­n und Philosophie Institut für Soziologie Wintersemester 2015/2016 Abgabedatum: 15.03.2016 B.A. Sozialwissensch­aft­en Modul 1 SE Einführung in das wissenschaftlic­he Arbeiten/ Einführung in den B.A. Sozialwissensch­aft­en Leitung: Jan Gerd Wilkens Diskriminierung von Depressiven. Eine Prüfung des Phänomens anhand Goffmans Stigma-Theorie. 25 35579 E-Mail: Tel.: 0174 Semester: 1 Matrikelnummer: Inhalt 1. Einleitung 1.1 Einstieg in das Thema und Vorgehensweise . 1 1.2 Begriffsbestimm­ung­en: Stigmatisierung­, Diskriminierung­, Depression 2 2. Auszug aus Erving Goffmans Stigma-Theorie 2.1 Goffmans Begriffe von Stigma und den Normalen .4 2.2 Perspektive der Stigmatisierten .6 2.3 Stigma-Manageme­nt 7 3. Analyse 3.1 Diskriminierung von Depressiven international 8 3.2 Vergleich von Stigmatisierung und Diskriminierung .9 4. Zusammenfassung und Fazit 10

 Hochwasserrisikomanagement und

EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  3

2. Hochwasserrisikomanagement  4

3. EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie  6

4. Diskussion 8

5. Literaturverzeichnis 10


1. Einleitung

Hochwasser ist ein Teil des natürlichen Wasserkreislaufs, das immer auftreten wird und nicht verhindert werden kann (GRETZSCHEL 2008). Regen, Schneeschmelze, Eisgang sowie Regen auf Schnee sind nach BAUER (1952) die Hochwasser auslösenden Witterungslagen in Europa und bewirken steigende Wasserspiegel in Fließgewässern und an Meeresküsten. Bei Hochwasser handelt es sich um ein schon immer da gewesenes Naturereignis.


Mit der Ansiedlung des Menschen an europäischen Flussläufen vor etwa 6000 Jahren ergaben sich einerseits Vorteile für diesen, da so der lokale Bedarf an Trink- und Brauchwasser gedeckt werden konnte (MÜLLER 2010).

Andererseits erwies sich die Nähe zum Gewässer als erheblicher Nachteil, wenn ein Flusslauf über seine Ufer trat und die anliegenden Siedlungen überflutet wurden. Somit wurde Hochwasser zu einer Katastrophe, die allein der Mensch kennt, da er in den gefährdeten Gebieten siedelt, arbeitet und Werte anhäuft (GRETZSCHEL 2008).


Demnach mussten sich die Anlieger von Flussläufen durch entsprechende Maßnahmen vor den Folgen extremer Hochwasser schützen. Die Rheinbegradigung zwischen 1817 und 1876 durch den Ingenieur Johann Gottfried Tulla (1770–1828) ist als eine der größten Hochwasserschutzmaßnahmen in Europa zu nennen, die bisher durchgeführt wurden (BERNHARDT 2000).

Neben dem Hochwasserschutz erwirkte die Rheinbegradigung zudem Niedrigwasserregulierung und Landgewinnung, welche der Schifffahrt und der stetig wachsenden Bevölkerung dienten (BERNHARDT 2000). Doch die Veränderung der Landschaft, der Gewässerausbau und die Versiegelung (LAWA 2004) führten dazu, dass die natürlichen Hochwassereignisse einen zunehmenden anthropogenen Charakter bekamen.

Die fehlenden Retentionsflächen der Flüsse und die Verminderung der Infiltrationskapaziät der Böden verstärkten die Hochwasserschäden im letzten Jahrhundert (STURM et al. 2001).

Aber auch der Klimawandel trägt seinen Teil zur Verschärfung der Hochwasserrisiken bei. In einer Untersuchung im Auftrag des Umweltbundesamtes (JONAS et al. 2005) wird darauf hingewiesen, dass es neben dem weltweiten Temperaturanstieg auch zu einer Zunahme der Starkniederschläge im Winter und im Frühjahr in Deutschland kommen wird und somit die Hochwasserereignisse länger, häufiger und intensiver auftreten werden (MÜLLER 2010).


Die extremen Hochwasserereignisse der letzten 20 Jahren an den großen Flüssen Mitteleuropas (Rhein 1993 und 1995, Oder 1997, Elbe 2002 und 2006) forderten zahlreiche Menschenleben und verursachten hohe volkswirtschaftliche Kosten (GRETZSCHEL 2008).

Besonders das Augusthochwasser 2002 mit einem Schaden von 18,5 Milliarden Euro (BERZ et al. 2003) machte deutlich, dass das bis dato vorherrschende Sicherheitsdenken bezüglich des Schutzes vor Hochwasser nicht mehr ausreichte. In Deutschland beruhte der Hochwasserschutz schon vor Tulla bis in die 1990er Jahre vorwiegend auf bautechnischen Hochwasserschutzanlagen wie Deichen und Hochwasserrückhaltebecken und kann somit als veraltet eingestuft w.....[read full text]

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Da Hochwasserrisiko eine temporär variable Größe ist und von verschiedenen miteinander verbundenen Ebenen beeinflusst wird, ist es notwendig, das HWRM als iterativen und integrierten Prozess interdisziplinär zu betrachten (MÜLLER 2000).

MÜLLER (2000) nennt in diesem Zusammenhang beispielsweise die Prozessebene, bestehend aus physikalischen Prozessen wie Niederschlag, Abfluss und Gewässermorphologie, die Maßnahmenebene, welche Klimaschutz, Einzugsgebietsmanagement und Hochwasser- und Katastrophenschutz umfasst sowie die politische Ebene mit ihren Instrumenten. Desweiteren werden die Schadensebene, die rechtliche Ebene und die gesellschaftliche Ebene aufgeführt.

Diese Fachdisziplinen beeinflussen sich untereinander unterschiedlich stark und müssen daher genau erfasst und die beteiligten Akteure aktiv miteinbezogen werden. So können sich beispielsweise "nicht nachhaltig aufgeführte Hochwasserschutzmaßnahmen (Maßnahmenebene) nachteilig auf eine Verschärfung des Abflussverhaltens (Prozessebene)" (MÜLLER 2010) auswirken.

Durch diese Wechselbeziehungen und die zeitliche Variabilität des Hochwasserrisikos ergibt sich die Erforderniss bei der Erarbeitung des integrierten HWRM unterschiedliche Risikosteuerungsstrategien aufzustellen. Ziel des integrierten HWRM ist es "neben der Risikoakzeptanz die größtmögliche Vermeidung, Verminderung oder Begrenzung des Hochwasserrisikos unter Beteiligung aller Betroffenen und Akteuren aller Ebenen, mit allen verfügbaren Mittlen, in allen Phasen des Risiko-kreislaufs zu erreichen" (MÜLLER 2010).


Doch bevor Risikosteuerungsstrategien entwickelt werden können, müssen die Risiken die vom Hochwasser ausgehen zunächst identifiziert und analysiert werden.

Die primäre Frage richtet sich nach dem Ausmaß der Wirkung eines Hochwassers und wird unter Risikoanalyse zusammengefasst (MÜLLER 2010). Hierbei gilt es besonders extreme Hochwasserereignisse der Vergangenheit zu untersuchen, dessen Auswirkungen zu registrieren sowie Worst-Case-Szenarien aufzustellen um die potentiellen Konsequenzen eines zukünftigen Hochwasserereignisses auf die Schutzgüter Gesellschaft, Güter und Umwelt zu prognostizieren (GRETZSCHEL 2008).


Daraus abzuleiten ist die Bewertung der erfassten Risiken, welche einerseits die Akzeptanz der sich aus dem Hochwasserereignis ergebenden Folgen beinhaltet (Risikoakzeptanz) und andererseits festlegt, welche Effekte auf die Schutzgüter nicht zu tolerieren sind.

Zudem wird geprüft, welche Sicherheit zu welchem Preis gewährleistet werden kann und eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt (MÜLLER 2010). Der Nutzen von Maßnahmen der Gefahrenreduzierung ist mit den entstehenden Kosten zu vergleichen und innerhalb verschiedener Entscheidungsalternativen abzu.....

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Dies spiegelt sich in der Hochwasserbewältigung wieder und umfasst alle Sofortmaßnahmen des Hochwassereinsatzes (Rettung, Schadensabwehr), eine provisorischen Sicherstellung von beispielsweise Verkehrs- und Rettungswegen sowie eine Dokumentation des Hochwasserereignisses und der Hochwasserbewältigung (MÜLLER 2010). Hierbei spielen die Risikoverminderung, -begrenzung und -akzeptanz eine zentrale Rolle.


Die anschließende Regenerationsphase dient dazu, alle Voraussetzungen für den normalen Alltagsbetrieb wieder herzustellen und das Hochwassergeschehen zu analysieren (MÜLLER 2010). Es soll aus den Erfahrungen gelernt werden und fehlgeschlagene Maßnahmen,

beispielsweise der Katastrophenabwehr, können bewertet und in ihrer Wirksamkeit verbessert werden. Entsprechend findet nun die bereits erläuterte Risikoanalyse und

Abb. 1: Hochwasserrisikomanagement-Kreislauf (LAWA 2010a)


Risikobewertung statt sowie die vorbereitenden Schritte für die oben genannten Risikosteuerungsstrategien.


Die Hochwasservorsorge beziehungsweise -vorbeugung dient der Begrenzung der Empfindlichkeit gegenüber Hochwasserereignissen. Da in dieser Ausführung bei dem Hochwasserereigniss begonnen wurde, gilt es nun bei der Vorsorge aus den gemachten Erfahrungen zu lernen und entsprechende Präventionen für das nächste Hochwasserereigniss zu erarbeiten und das Hochwasserrisiko weiter zu vermindern.

In Folge der Komplexität der HWRM werden nun Handlungen auf den verschiedenen Ebenen erforderlich, wie beispielsweise der natürlicher Hochwasserschutz auf der Prozessebene, durch die Schaffung von Auenbereichen für den natürlichen Wasserrückhalt oder die Vorbereitung der Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes auf der Maßnahmenebene für eine verbesserte Hochwasserbewältigung (MÜLLER 2010).

Als Konsequenz der Vorsorge sollte nun beim nächsten Hochwasserereignis eine entsprechende Reduktion des Hochwasserrisikos stattgefunden haben. Es wird deutlich, dass das HWRM als Querschnittsaufgabe betrachtet werden muss und nicht sektoral bewältigt werde.....

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Um diesem Ziel nachgehen zu können sollen in den kommenden Jahren, unter Berücksichtigung der Wirkung des Klimawandels auf den Wasserkreislauf, die Hochwasserrisiken der europäischen Flussgebietseinheiten bewertet, bei Betroffenheit Hochwassergefahrenkarten und -risikokarten erstellt und Hochwasserrisiko-managementpläne erarbeitet werden (MÜLLER 2010). Durch diese Vorgaben wird ein einheitlicher Rahmen zur Hochwasserrisikoverminderung in den 27 Mitgliedsstaaten der EU geschaffen.


Ein Hochwasserrisiko ergibt sich laut HWRM-RL (2007) aus der "Kombination der Wahr-scheinlichkeit des Eintritts einer Hochwasserereignisses und den hochwasserbedingten potenziellen nachteiligen Folgen auf die Schutzgüter".

Dies sollte auf der Grundlage verfügbarer oder leicht abzuleitender Informationen, wie beispielsweise der Beschreibung vergangener Hochwasser, bis zum 22. Dezember 2011 vorläufig, in Anlehung an die WRRL, für jede Flussgebietseinheit bewertet werden (HWRM-RL 2007).


Sofern sich demnach Gebiete mit signifikantem Hochwasserrisiko ergeben, müssen für jede Flussgebiets- bzw. Bewirtschaftungseinheit bis zum 22. Dezember 2013 Hochwasser-gefahren- und Hochwasserrisikokarten erstellt werden.

Die Gefahrenkarten stellen die Prozessebene des Hochwasser dar, indem das Ausmaß der Überflutung, einschließlich der Wassertiefe oder gegebenenfalls der Wasserstand sowie gegebenenfalls die Fließ-geschwindigkeit oder der relevante Wasserabfluss angegeben werden. Der Inhalt der Risikokarten ergibt sich aus den potenziellen nachteiligen Folgen für die Schutzgüter, so dass beispielsweise die Anzahl der potenziell vom Hochwasser betroffenenen Einwohner oder die Art der wirtschaftlichen Tätigkeit angegeben werden müssen.

Beide Karten werden jeweils für drei Szenarien erstellt: Hochwasser mit niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit (Extremereignis), Hochwasser mit mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit (100 Jahre) und gegebenenfalls Hochwasser mit hoher Eintrittswahrschein.....

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Dieser Planungszyklus von sechs Jahren gewährleistet allen Mitgliedsstaaten eine gewisse Planungssicherheit und ermöglicht ein flexibles Reagieren auf neue Situationen, wie es analog in der WRRL angewendet wird (KLAUER et al. 2008). Zudem erfordert die HWRM-RL durch ihre "periodisch anstehenden Überprüfungen, Neubewertungen und Aktualisierungen eine ständige Auseinandersetzung mit dem Hochwasserrisikomanagement, was zum Erhalt eines angemessenen Hochwasser-risikobewusstseins beiträgt" (MÜLLER 2010).

Dieses Bewusstsein soll unter anderem auch durch die Beteiligung der Öffentlichkeit in der Bevölkerung lanciert werden. Die Akzeptanz und Transparenz von Planungsprozessen sind seit Jahren ein Anliegen des europäischen Rechts (JEKEL 2003) und entsprechend findet man die Beteiligung der Öffentlichkeit als Bestandteil aller jüngeren EG-Richtlinien.

Auch in der HWRM-RL wird explizit darauf hingewiesen, dass die Öffentlichkeit aktiv zu beteiligen ist und Zugang zu der ersten Bewertung des Hochwasserrisikos, zu den Hochwasser-gefahrenkarten, den Hochwasserrisikokarten und den Hochwasserrisikomanagementplänen zu erhalten hat (HWRM-RL 2007). So dienen beispielsweise die Gefahren- und Risikokarten nicht nur als Grundlage für die HWRM-Pläne, sondern auch zur Stärkung des Risikobewusstseins der gefährdeten Bevölkerung (HAGEMEIER-KLOSE & WAGNER 2009).


Wie schon des Öfteren dargestellt, ergeben sich einige Überschneidungen und Anknüpfungspunkte zwischen HWRM-RL und WRRL wie beispielsweise die Anwendung von Planungszyklen und die Bewirtschaftung und das Risikomanagement innerhalb von Flussgebietseinheiten.

Dies liegt daran, dass die HWRM-RL als "logische Ergänzung" (MÜLLER 2000) zur WRRL fungieren soll und entsprechend fordert, dass eine Koordination zwischen den beiden Richtlinien stattfinden muss, mit dem "Schwerpunkt auf Möglichkeiten zur Verbesserung der Effizienz und des Informationsaustauschs sowie zur Erzielung von Synergien und gemeinsamen Vorteilen im Hinblick auf die Umweltziele" (HWRM-RL 2007) der WRRL.

Daher wird die Umsetzung der HWRM-RL auf europäischer Ebene ebenso wie die WRRL vom CIS-Prozess begleitet (HILL & SCHERNIKAU 2010).


4. Diskussion

Nachdem das Konzept des HWRM und die HWRM-RL nacheinander vorgestellt wurden, soll im Folgenden eine Gegenüberstellung der beiden Inhalte erfolgen und die Idee des Hochwasserrisikomanagement diskutiert werden.

Dem integrierten HWRM und der HWRM-RL sind gemein, dass sie beide die Risikokultur als zentralen Kern enthalten. Beide Konzepte verfolgen die Risikovermeidung und -verminderung und auch das Ziel der HWRM-RL, die hochwasserbedingten nachteiligen Folgen auf die Schutzgüter zu verringern, stimmt im Wesentlichen mit den Zielen des integrierten HWRM ü.....

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Nach HAGEMEIER-KLOSE & WAGNER (2009) ist die Risikokultur, als Fundament der Idee Hochwasserrisikomanagement, jedoch noch nicht vollkommen in der deutschen Wasserwirtschaft angekommen.

So wird die Auswahl von Überschwemmungsgebieten vorwiegend auf das gewünschte Sicherheitsniveau gestützt, indem man die sogenannte Jährlichkeit des Ereignisses zur Bemessung heranzieht, während das Schadenspotential nicht systematisch berücksichtig wird. Dagegen sollte bei der konsequenten Umsetzung des Risikoansatzes das einheitliche Schutzniveau aufgegeben werden, was bedeutet, dass Räume mit hohem Schadenspotential wie Städte, deutlich besser geschützt werden sollten, als solche mit niedrigerem Schadenspotential wie Gemeinden (HAGERMEIER-KLOSE & WAGNER 2009).

Gemäß eines rationalen HWRM müssten so im Katastrophenfall bewusst Deiche in gering besiedelten Gegenden zerstört werden um erheblich größere Schäden in flussabwärts gelegenen Städten abzuwenden. Ob dies durch eine aktive Einbeziehung der Öffentlichkeit und dessen Schulung hinsichtlich des Risikobewusstseins umsetzbar ist, bleibt an dieser Stelle offen.

Subjektiv würde ein betroffener Gemeindebewohner in diesem Fall wohl eher gegen eine solche Maßnahme appellieren. Es wird also deutlich, dass der Paradigmenwechsel formal auf rechtlicher Ebene bereits stattgefunden hat, es jedoch noch Nachholbedarf hinsichtlich der Lösung solcher Konfliktsituationen auf gesellschaftlicher Ebene gibt.


Die Phasen Bewältigung, Regeneration und Vorsorge scheinen unausweichliche Arbeitsfelder für die Verminderung des Hochwasserrisikos. Es wird jedoch sehr deutlich, welche Schwierigkeit diesbezüglich bei der Koordination hinsichtlich der einzelnen beteiligten Fachdisziplinen entsteht.

Von Rechtswissenschaften über Physische und Humangeographie hin zur Kommunikationswissenschaft erstreckt sich die Palette der Wissensgebiete, die für ein erfolgreiches HWRM erforderlich sind (MÜLLER 2010). Entsprechend gilt es interdisziplinäre Akteure zu finden, die es bewerkstelligen, letztlich all diese Arbeitsgebiete zusammen zu führen und die dazugehörigen Verwaltungsebenen zudem zu integrieren.


In der HWRM-RL wird mehrfach betont, dass die potentiellen Auswirkungen des Klima-wandels auf das Hochwasserrisiko berücksichtigt werden sollen und den Schäden des Klimawandels entgegenzuwirk.....

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