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Hilfen zur Erziehung außerhalb der Familie

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Educational Science / Pedagogy

University, School

Technische Universität Dresden - TUD

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Technische Universität Dresden

Fakultät Erziehungswissenschaften

Institut für Sozialpädagogik, Sozialarbeit

und Wohlfahrtswissenschaften


Wintersemester 2008/ 09


Verschriftlichung zum Referat im Seminar:

„SGB VIII“

Dozent: Dr. rer. soc. Martin Rudolph


Thema:

Hilfen zur Erziehung außerhalb der Familie


Vorgelegt von: Claudia Hengst

E- Mail:

Studiengang: Erziehungswissenschaften/ Sozialpädagogik Diplom

9. Fachsemester

Matrikelnr:


Datum: 22.03.2009


Inhalt


Inhaltsverzeichnis .

Einleitung … .

§ 32 Tagesgruppen .

§ 33 Vollzeitpflege .

§ 34 Heimerziehung .

§ 35 Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung .

§ 41 Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung

§ 35a Eingliederungshilfe . … .

Schlussbetrachtung

Literatur …

Abbildungsverzeichnis .


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Einleitung

Auf der Grundlage der Ergebnisse der Kinder- und Jugendhilfestatistiken von 2008, „16 Jahre Kinder- und Jugendhilfegesetz in Deutschland“ des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden, möchte ich den Bereich der Erzieherischen Hilfen außerhalb der Familie etwas näher betrachten.

Ende 2006 gab es in Deutschland etwa 28.200 Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, die Einrichtungen der Kindertagesbetreuung nicht mitgerechnet. Dazu gehörten unter Anderem Jugendzentren Familienerholungseinrichtungen, Heimformen und verschiedene Beratungsstellen. Etwa drei Viertel dieser Einrichtungen wurden von freien Trägern betrieben (vgl. Statistisches Bundesamt 2008, S. 35).

Im neuen Kinder- und Jugendhilfegesetz, dem SGB VIII vom 1. Januar 1991, wurde die Kinder- und Jugendhilfe neu bewertet. Herrschte vorher noch ein aus der Weimarer Republik stammendes Eingriffs- und Kontrollprinzip des Jugendwohlfahrtsgesetzes vor, orientiert sich der Aufgabenbereich heute an präventiver und offener Arbeit mit jungen Menschen bis zum 27. Lebensjahr.

Dies waren im Jahr 2006, dem Zeitpunkt der statistischen Erhebung 23,2 Millionen Menschen, 28% der Bevölkerung Deutschlands (vgl. Statistisches Bundesamt 2008a, S. 5).

Die Hilfen zur Erziehung sind in den §§ 27 ff. festgelegt und werden in Hilfen innerhalb der Familie (ambulante Hilfen) und außerhalb des Elternhauses (stationäre und teilstationäre Hilfen) unterteilt. Zu den Hilfen außerhalb der Familie gehören:

-   Erziehung in einer Tagesgruppe (§ 32)

-   Vollzeitpflege (§ 33)

-   Heimerziehung (§ 34)

-   Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (§ 35).

Die prozentuale Verteilung der einzelnen Hilfen ist in Abbildung 1 dargestellt. Aus dieser Darstellung wird deutlich, dass der Anteil der Fremdunterbringung relativ gering ist (23%) und erst einmal alles über Hilfen in der Familie versucht wird.

Im § 35a sind Besonderheiten für die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche oder von seelischer Behinderung bedrohter Menschen niedergelegt. Anschließen an diese Hilfeangebote kann sich die Hilfe für junge Volljährige bzw. Nachbetreuung nach § 41.

Nachfolgend gehe ich auf die einzelnen Hilfearten näher ein. Die einzelnen Bereiche sollen nur in aller Kürze dargestellt werden, eine umfassende Bearbeitung des Themas ist all.....[read full text]

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Der Großteil der Kinder und Jugendlichen kommt, wie aus Abbildung 2 hervorgeht, aus alleinerziehenden Familien und hat bereits schon vorher Hilfe bezogen, meist sozialpädagogische Familienhilfe. Die durchschnittliche Hilfedauer liegt bei 24 Monaten (vgl. ebd.). Beendet wurden im gleichen Jahr 7072 Hilfen. Wie bei den meisten anderen Hilfearten, überwiegt hier der Anteil männlicher Kinder/ Jugendlicher (75%)

Neben der erwarteten positiven Wirkung ist die Hilfe allerdings auch kritisch zu betrachten. Da es nur eine begrenzte Zahl an Tagesgruppenplätzen gibt, ist selten ein Platz in Wohnnähe verfügbar. Die Kinder/ Jugendlichen nehmen unter Umständen weite Wege zur Einrichtung auf sich und werden aus ihren sonstigen sozialen Bezügen (Schulkameraden, Freunde) herausgenommen, da neben der Tagesgruppe keine Zeit mehr für privates Spielen bleibt.

Durch die Notwendigkeit einer Betreuung selbst werden sie auch aus der Gemeinschaft Gleichaltriger ausgegrenzt, da sie als Außenseiter bespöttelt und gehänselt werden und aufgrund fehlender Zeit für private Aktivität keine Kontakte außerhalb der Schule und Tagesgruppe mehr pflegen können.

Ein weiterer Kritikpunkt ist den Eltern anzulasten. Natürlich liegt ein Arbeitsschwerpunkt der Tagesgruppe auf der Elternarbeit, doch setzt dies zumindest die Bereitschaft der Eltern voraus, daran mitzuarbeiten. Doch allzu oft nehmen die Eltern diese Möglichkeit nicht wahr, sondern schieben alle Erziehungs- und Versorgungsarbeit nur zu bereitwillig an die Schule und die Betreuungseinrichtung ab.


§ 33 Vollzeitpflege

Im § 1 SGB VIII Satz 1 ist formuliert:

(1) Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

Ist das in der Herkunftsfamilie nicht möglich, auch trotz unterstützender Hilfen, kann eine Fremdunterbringung notwendig werden. Eine Möglichkeit der Fremdunterbringung, also die Unterbringung über Tag und über Nacht, ist die Vollzeitpflege nach § 33. Dabei ist das Kind/ der Jugendliche entweder bei Verwandten/ Großeltern oder in einer fremden Familie untergebracht.

Mit der Vollzeitpflege „soll entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes oder des Jugendlichen und seinen persönlichen Bindungen sowie den Möglichkeiten der Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie […] eine zeitlich befristete Erziehungshilfe oder eine auf Dauer angelegte Lebensform (SGB VIII § 33, Auslassung C. H.) geschaffen werden.

Dabei sind drei Formen nach der Dauer der Unterbringung zu unterscheiden:

Zeitlich befristete Familienpflege: Sie bieten auf Antrag befristete Pflegeplätze, wenn die Herkunftsfamilie dafür kurzzeitig nicht in der Lage ist. Dabei ist diese soweit wie möglich an der Erziehung zu beteiligen. Wenn nach der vereinbarten Zeit keine Familienrückführung möglich ist, muss der Übergang in die Dauerpflege oder in eine andere Wohnform geprüft werden.

Dabei stehen die Bedürfnisse des Kindes/ Jugendlichen im Mittelpunkt (oder sollten es mein.....

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Darauf wird verschiedentlich in der Fachliteratur kritisch hingewiesen. Einzige Möglichkeit bietet der § 33 mit dem Hinweis, bei dauerhaften Pflegeverhältnissen die Möglichkeit einer Adoption in Betracht zu ziehen. Das setzt jedoch voraus, dass die Personensorgeberechtigten ihr abgegebenes Kind zur Adoption freigeben und damit auf jedes elterliche Recht verzichten.

Die Möglichkeit des Entzugs des Elternstatus gibt es nicht.


§ 34 Heimerziehung

Die Heimerziehung nach § 34 SGB VIII ist eine der ältesten und bekanntesten Hilfen zur Erziehung. Der Ursprung liegt einmal in den kirchlichen Waisenhäusern bzw. in den eher strafrechtlich ausgerichteten Arbeitshäusern. Heimerziehung heute möchte sich in einem anderen Licht darstellen.

Ausgehend von den vorhandenen Strukturen großer, in sich geschlossener Heimlandschaften, die alle Lebensbereiche der Bewohner abdeckte und somit weitgehend von der Außenwelt isolierte, sollten die Strukturen nun aufgebrochen und mit der Umgebung vernetzt werden. Schlagworte dieser Entwicklung sind „Dezentralisierung, Entspezialisierung, Flexibilisierung und Demokratisierung“ (Sächsisches Landesamt für Familie und Soziales 1998, S. 7).

Die Heime werden in kleinere Lebenseinheiten unterteilt oder werden zugunsten einzelner, eigenständiger Betreuungsformen aufgelöst, um der Fremdbestimmung/ -verwaltung und Anonymität großer Einrichtungen entgegenzuwirken und besser auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner eingehen zu können. Des Weiteren wird durch die verschiedenartigen Angebotsformen in der Hand eines Trägers der Übergang in andere Wohnformen erleichtert, da die gewohnten Bezugspersonen weitgehend erhalten bleiben.

Das beinhaltet auch den Begriff der Flexibilisierung – verschiedene Hilfearten aus einer Hand zu bieten und fließende Übergänge in den Hilfen zu schaffen. Hinter der Entspezialisierung steht der Ansatz, durch Vermeidung von Unterbringung in Spezial-einrichtungen den Prozess der Stigmatisierung, Abschiebung und Ausgrenzung für die Hilfeempfänger zu entschärfen, aber auch die Schaffung einer „normalen“ Lebensumgebung bei besonderem Betreuungsbedarf und die Vermeidung von künstlichen pädagogischen oder therapeutischen Lebenswelten durch die Abgrenzung bestimmter Betreuungsangebote von der „normalenR.....

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In den Wohngemeinschaften war das Geschlechterverhältnis relativ ausgeglichen. Aus den Zahlen geht jedoch nicht hervor, ob der größere Anteil weiblicher Bewohner eigener Wohnungen auf eigenen Wunsch entsteht oder ob es den jungen Frauen aufgrund ihres Geschlechts eher zugetraut wird, in eigenem Wohnraum zurecht zu kommen als ihren männlichen Altersgenossen.

Zur Entscheidungsfindung, wann Heimbetreuung in Frage kommt, ist in §34 keine Angabe gemacht worden. Eine mögliche Indikation kann in der Kindeswohlgefährdung gegeben sein, wurde aber nicht als Maßstab gegeben. Zur Begründung der Entscheidung zur Heimerziehung muss daher begründet werden, warum die Erziehung nicht mehr in der Herkunftsfamilie erfolgen kann.

Mögliche Gründe können dafür in gestörten Familienstrukturen, Gewalt oder Missbrauch liegen und der Umstand, dass daher die Unterbringung in anderen familienähnlichen Strukturen, etwa der Vollzeitpflege, nicht in Frage kommt. Ein weiterer Grund kann die Notwendigkeit der Unterbringung mehrerer Geschwisterkinder sein. Dafür stehen in der Regel nicht entsprechende Kapazitäten in Vollzeitpflege zur Verfügung, so dass nur die Heimunterbringung in Frage kommt.

Zu den eben genannten allgemeinen Zuweisungskriterien kommen noch spezifische Kriterien hinzu, die über die notwendige Ausstattung der erforderlichen Hilfe zu berücksichtigen sind. So muss geprüft werden, in wie weit besondere schulische, berufliche, soziale oder therapeutische Hilfen erforderlich sind und die angestrebte Einrichtung darüber verfügt und ob das Kind/ der Jugendliche über die notwendigen persönlichen Ressourcen für die Unterbringung verfügt (benötigt es/ er ein pädagogisch bestimmtes Arrangement oder kommt ein Platz in einer selbstständigen Gruppe oder gar eigener Wohnraum in Frage).

Eine Besonderheit in der Heimerziehung liegt in der Zusammenarbeit mit dem Jugendstrafrecht. So kann vom Jugendgericht nach § 12 Nr. 2 JGG aus Anlass einer Straftat eine Hilfe zur Erziehung in einer Heimform angeordnet werden. Allerdings wird die Hilfe nach den Grundlagen des SGB VIII ausgerichtet und nicht nach dem Jugendstrafrecht. Für den Antritt der Hilfe ist die Anhörung des Jugendamtes erforderlich, da die kommunalen Träger durch ein entsprechendes Urteil nicht zur Leistungsgewährung verpflichtet werden können.

Des Weiteren sollte die hilfegewährende Einrichtung meines Erachtens auch über entsprechende räumliche und personel.....

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Da er allein für diesen Jugendlichen zuständig ist, wird er sowohl fachlich als auch persönlich sehr stark beansprucht und der Erfolg der Hilfe basiert auf dem Zustandekommen einer Beziehungsbasis, auf der die Ausgestaltung der Arbeit aufbaut. Im Jahr 2006 begannen 1335 junge Menschen eine ISE. Die durchschnittliche Betreuungsdauer liegt bei etwa 16 Monaten.

Eine besondere Form der ISE sind erlebnispädagogische Angebote (Reisen). Diese unterliegen sehr strengen Kriterien und insbesondere bei Angeboten ins Ausland ist der Nachweis zu erbringen, dass das Angebot „nach Maßgabe des Hilfeplans zur Erreichung des Hilfeplanzieles im Einzelfall erforderlich ist“ (§ 27 Abs. 2 Satz 3 SGB VIII). Dieser Nachweis ist lt. § 36 Abs. 3 von einer in § 35a Abs. 1a Satz 1 genannten Person (Arzt, Kinder- oder Jugendpsychotherapeut) „Ausschluss einer seelischen Störung mit Krankheitswert“ (§ 36 Abs. 3 SGB VIII).


§ 41 Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung

Der § 41 gehört zwar zu den Hilfen für junge Volljährige und nicht direkt zu den Hilfen zur Erziehung, doch will ich ihn aufgrund seiner Funktion in der Nachbetreuung hier mit einreihen. Im § 41 SGB VIII ist die Hilfe für junge Volljährige bzw. die Nachbetreuung nach dem erreichten 18. Lebensjahr geregelt. Diese Hilfe ist für Jugendliche bis zum vollendeten 21. Lebensjahr als eigenständige Hilfe möglich, für über 21-jährige wird sie nur als Fortsetzungshilfe genehmigt.

Gedacht ist die Nachbetreuung zur Schaffung eines Übergangs in ein eigenständiges Leben, damit die Hilfe mit der Vollendung des 18. Lebensjahres nicht abrupt endet und die jungen Menschen ins Nichts entlässt.

Ebenso gilt dieses Angebot für junge Mütter und Väter, die nach § 19 SGB VIII betreut werden und für § 13 der Jugendarbeit sowie § 21 Satz 3 zur Unterstützung der Schulpflicht bei noch nicht abgeschlossener Schulbildung bis Vollendung des 21. Lebensjahres. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind (begründeter Einzelfall), besteht Rechtsanspruch, jedoch ist es schwierig, diese Begründung so zu formulieren, dass diese Hilfe auch genehmigt wird.

Bisher ist sie recht selten und wird, wenn sie gewährt wird, nur a.....

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Ein anderes Problem ist die Regelung der Kostenübernahme. Wird die Störung als Krankheit klassifiziert, wäre die Krankenkasse zur Kostenübernahme verpflichtet. Diese trägt aber wiederum nur bestimmte Behandlungen, zu denen nur in Ausnahmen sozialpädagogische Maßnahmen gehören. Dort wird eine einheitliche gesetzliche Regelung gefordert, die aber bisher am fehlenden Entgegenkommen der einzelnen Institutionen scheiterten (vgl. Rabeneck 2002, In: Becker-Texter, Textor (Hrsg.): SGB VIII – Online-Handbuch).



Schlussbetrachtung

Aus der Abbildung 5 geht hervor, dass die Zahl der genehmigten erzieherischen Hilfen zwischen 1991 und 2006 immer weiter anstieg. Gründe für den steigenden Bedarf an Hilfe sind vielfältig.

Eine große Rolle spielt die allgegenwärtig diskutierte Globalisierung und deren Folgen. Die gesellschaftlichen Veränderungsprozesse führen zu destabilen Familienformen, unsicherer Arbeitsmarktlage und damit einhergehender unsicherer Zukunftsperspektive und gesellschaftlichen und sozialen Abstiegen und Schieflagen. Familien fühlen sich in der Erziehung und vom Leben selbst überfordert, junge Menschen erleben immer stärkeren gesellschaftlichen und schulischen Druck und stehen der Herausforderung gegenüber, sich und ihren Lebensweg selbst zu finden und zu gestalten, ohne dabei auf tradierte Formen zurückgreifen zu können.

Parallel dazu hat sich das Image der Kinder- und Jugendhilfe gewandelt. Hilfen werden als Unterstützung denn als Eingriff angeboten und versucht, diese möglichst niederschwellig anzubieten. Das geht auch aus der Abbildung 5 hervor. Während die Hilfen in der Familie stark anwuchsen, stiegen die Zahlen in außerfamilialer Hilfen kaum an, in der Heimbetreuung ist sogar ein Rückgang zu verzeichnen.

Das verdeutlicht den Trend der Kinder- und Jugendhilfe, eher unterstützend als eingreifend zu arbeiten. Einerseits steht dabei der Erhalt der Familie im Vordergrund, andererseits sind natürlich ambulante Hilfen auch signifikant billiger als (teil-)stationäre – ein nicht unwichtiger Grund bei der Bewilligung von Hilfen. Allerdings ist in der Öffentlichkeitsdarstellung noch viel Arbeit und vor allem in der Darstellung der Medien noch ein Gesin.....

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Sächsisches Landesamt für Familie und Soziales (Hrsg.): Empfehlung zur Vollzeitpflege gemäß § 33 SGB VIII - Hilfe zur Erziehung in einer anderen Familie. 1994.

Sächsisches Landesamt für Familie und Soziales (Hrsg.): Orientierungshilfe und Leit-

linien des Sächsischen Landesjugendamtes für die Arbeit in Heimen und sonstigen

betreuten Wohnformen der Hilfe zur Erziehung gemäß § 34 SGB VIII 1998.

Abgerufen: 23.02.2009


Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Pressemitteilung 174/ 2006

Abgerufen: 23.02.2009

Abbildungsverzeichnis

Abb.1 Erzieherische Hilfen nach Hilfearten 2006, in %

Quelle: Statistisches Bundesamt 2008a, S. 285


Abb. 2 Begonnene Hilfen zur Erziehung in Tagesgruppen im Zeitvergleich


Quelle: Statistisches Bundesamt 2008a, S. 13


Abbildung 3: Stationäre und teilstationäre Einrichtung der Hilfen zur Erziehung im Freistaat Sachsen 2007

Quelle: Sächsisches Landesjugendamt 2007


Abbildung 4: Außerhalb des Elternhauses untergebrachte Kinder und Jugendliche in Sachsen am 31. Dezember 2005 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und ausgewählten Hilfearten und Vergleich zum Jahr 2000

Quelle: Statistisches Landesamt 2006


Abbildung 5: Inanspruchnahme durch unter 27-Jährige in absoluten Zahlen, Veränderung in Prozent, 1991 und 20061

Quelle: Statistisches Bu.....


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