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Homework
German studies

University, School

Universität Bremen

Grade, Teacher, Year

2010, P. Mueller

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Gedichtvergleic­h Im Folgenden betrachte ich die beiden Gedichte „So Weit“ von Nelly Sachs und „Bruder im Exil“ von Rosa Ausländer und prüfe sie auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Beide Gedichte sind der Exilliteratur zuzuordnen und stehen somit klar im Bezug zum Nationalsoziali­smu­s. Nelly Sachs Gedicht „So weit“ ist in 4 Versen mit unterschiedlich­er Zeilenanzahl aufgebaut. Das Versmaß ist Zeilen übergreifend (Enjambement) und besteht aus Trochäen und Daktylen. Diese bewirken eine ruhige, fallende und melancholischeâ­€¦

HANS SACHS – Der Maler und der Dompropst


Inhalt:


In Regensburg lebt ein Maler mit einer schönen und treuen Frau, die beim örtlichen Dompropbst sehr beliebt ist.

Der Dompropst bietet ihr eines Tages ein unmoralisches Angebot, bei dem sie 40 Gulden verdienen könnte, wenn sie nur eine Nacht mit ihm verbringen würde.

Das Paar will die Ehre der Frau nicht riskieren und schmiedet einen Plan, wie sie an das Geld kommen, ohne, dass die Frau die Nacht mit dem Dompropst verbringt.

-        Das Paar schickt die Magd zum Propst und lässt ausrichten, dass der Maler gerade nicht zu Hause sei und die Frau auf ihn wartet. Der Propst trifft im Hause des Pärchens ein, übergibt der Frau den Beutel mit dem Geld und wartet, dass die Frau mit ihrer Tätigkeit fertig ist.

Plötzlich (auf ein geheimes Zeichen folgend) kommt der Maler ins Haus und macht sich bemerkbar. Die Frau empfiehlt dem Propst sich nackt zwischen den Statuen zu verstecken, was dieser auch tut.

Der Mann kommt zur Frau in die Küche und erzählt ihr, dass er eine Statue verkauft hat und nur noch eine entsprechende aussuchen muss. Er entscheidet sich für die „Statue“ des nackten Dompropst welche aber ein zu großes Gemächt für die Käuferin ist und es deswegen mit dem Beil verkürzt werden müsse.

Der Propst stürzt aus dem Haus auf die Straße, der Maler folgt ihm und „jagt“ ihn durch die Straßen bis der Propst in seinem Haus verschwindet.

Aus dem Fenster heraus bietet der Propst dem Maler 100 Gulden, wenn er niemandem von dieser Geschichte erzählt.

So tricksten die beiden den Propst aus und bekamen noch dazu 140 Gulden von ihm.


Personen:

Erzähler

Maler

Frau

Magd

Propst


I


Es ist heller Tag, eine Frau läuft an einer Häuserwand entlang und blinzelt in die Sonne. Sie trägt ein Kleid und einen Korb über den Arm, der darauf schließen lässt, dass sie soeben vom einkaufen kommt.

Sie kommt an einem geöffneten Fenster vorbei, aus dem der örtliche Dompropst auf die Straße schaut. Er spricht sie an, sie bleibt stehen und schaut zu ihm hinauf.

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Hans Sachs– Der Maler und der Domprobst - von Prosa zu Drama
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Propst:“Vrouwe!“


Er lächelt sie wissend-verschmitzt an, hält ein kleines Beutelchen hoch und klimpert damit. Als sie nach dem Beutel greift entzieht er es ihr und macht einen Kussmund zu ihr herunter. Sie weicht empört zurück und stapft davon. Er schließt das Fenster.


II


Die Frau sitzt an einem Tisch und schreibt etwas auf ein Blatt Papier. In der rechten Ecke hockt die Magd und schält Kartoffeln, neben ihr stehen ein paar Statuen. Durch ein Fenster fällt Sonnenlicht.

Die Tür geht auf, herein kommt ein Mann mit einer Staffelei unter dem Arm. Er stellt sie zu den Statuen.


Frau: „Minnaere, ich habe ein anslac (Angebot) bekommen.

Wir könnten eine Menge Geld verdienen.

Aber meine Ehre ist in Gefahr.“


Mann: „Deine Ehre ist wichtiger als Geld.

Aber erzähle mir davon,

vielleicht fällt uns etwas ein.“


Beide sitzen am Tisch über den Zettel gebeugt, tuschelnd. Die Magd klappert am Herd.


Mann: „Magd. Komm her.“


Die Magd beugt sich mit über den Tisch, der Mann flüstert ihr etwas zu. Sie nickt und verlässt die Wohnung.


III


Die Frau sitzt am Tisch und schält die Kartoffeln weiter, welche die Magd in der Ecke stehen gelassen hat.

Es klopft.


Frau: „Herein.“


Die Magd kommt herein, ihr folgt in eiligen Schritten der Propst. Er stellt sich neben die Frau und klimpert wieder mit dem Beutel voll Geld, wie er es schon am Fenster gemacht hat und macht einen Kussmund.

Sie winkt ab, zeigt auf den Stuhl an der anderen Seite des Tisches und schält weiter.


Im Hintergrund öffnet die Magd das Fenster, hält den Kopf raus und schließt es wieder.

Kurz darauf ist ein lautes Poltern zu vernehmen, was von der Tür zu stammen scheint.


Frau: „Herr, mein man ist daüs“


Propst: „O fraw, wo sol ich hin?“


Frau: „Herr, folget meinem sin

und ziecht euch müeter nackat ab

und stelet euch nür pald hinab

unter die pild in die werckstat

mein man mit seinem waffen wild,

so maint er, ir seit aüch ein pild.“


Der Propst tut was die Frau sagt, zieht sich aus und stellt sich im Adamskostüm zwischen die Statuen. Die Frau wartet bis der Propst in Position ist, geht dann zur Tür hinaus und kommt kurz darauf mit ihrem Mann zurück herein.


Mann: „Ein pild sol ich aim verkawffen.“


Geht zu den Statuen, schleicht drum herum, betrachtet sie von oben bis unten, streicht der ein oder anderen Statue über eine Stelle die „unsauber“ erscheint. Hält vor dem Dompropst inne und betrachtet ihn skeptisch.


Mann: „Das pild wer sein,

wer im verdeckt sein gschirr allein;

es ist ein schant vor erbern frawen,

leich mirs peyhel! Las michs rab hawen!“


(zeigt dabei auf das Gemächt des Propstes und zeigt die „Größe“ mit seinen Händen)


das die pewrin die liecht dran stecken.“


(greift unaufällig nach einem Beil, welches versteckt hinter einer Statue lehnte und reicht es ihrem Mann)


Der Mann nimmt das Beil, stellt sich neben den Dompropst und hebt das Beil an.

Der Propst erschrickt und rennt davon, durch die Tür. Der Mann folgt ihm.


Mann: „Halt auf! Und sach!“


So jagte der Mann den Propst ein paar Mal die Straße rauf und runter.


IV


Der Mann steht unter dem Fenster des Dompropstes und klopft mit dem Beil vorsichtig daran. Der Propst öffnet das Fenster.


Mann: „Mir ist ein pild entloffen rein.“


Propst: „Last das güet sein!

Ich wil euch hündert gulden schencken,

und thüet der ding nit mer gedencken!“


Der Propst hält ihm einen Beutel aus dem Fenster (deutlich größer als der, den er der Frau überreicht hat), der Mann greift danach und verlässt fröhlich pfeifend die Straße. Der Propst schließt das Fenster.


V



VI


→ Zur Verbeugung vor dem Publikum schaut der Propst, weiter nackt, aus dem Fenster hinaus. Die Frau geht vorüber und setzt ihm eine Narrenkappe auf – erst dann folgt ihre Verbeugung.



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