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Hannes Meyer: Werk und Leben des Architekten

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Arcitecture

University, School

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel - CAU

Grade, Teacher, Year

2,0, Prof. Walther, 2013

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Hannes Meyer
Werk und Leben des Architekten


INHALT:

1. Einleitung

2. Der Architekt Hannes Meyer

2.1 Wichtige Bauten Und Projekte

2.1.1 Die Genossenschaftssiedlung Freidorf bei Basel

2.1.2 Die Petersschule in Basel

2.1.3 Der Völkerbundpalast in Genf

2.1.4 Die Bundesschule des allgemeinen Gewerkschaftsbundes   in Bernau

3. Das Gründungsmanifest und Programm des Bauhauses

4. Hannes Meyer am Bauhaus

4.1. Der Wandel der Unterrichtsstruktur am Bauhaus unter Hannes Meyer

4.2 Bilanz und die Entlassung von Hannes Meyer

5. Zusammenfassende Schlussbetrachtung

6. Literatur       

7. Abbildungen


1.  Einleitung


Hannes Meyer, zweiter Bauhausdirektor, wird nur wenig erinnert.

Die Leistungen von Hannes Meyer, sowohl als Meister am Bauhaus als auch später als Direktor, werden nur selten thematisiert und finden selbst in der kunsthistorischen Forschung kaum Beachtung. Wenn Hannes Meyer in einer Bauhaus Rezeption erwähnt wird, dann zumeist nur in der Fußnote, dass er zwischen den beiden Ikonen Walter Gropius und Mies van der Rohe zwar ebenfalls Direktor des Bauhauses war, aber mit seinen Leistungen nicht aus dem mächtigen Schatten Walter Gropius´ herauszutreten vermag und sogar wegen seiner Sympathie der marxistischen Ideologie gegenüber aus dem Bauhaus geworfen worden ist.

Doch bei genauerer Betrachtung der Arbeiten Meyers scheinen diese Beurteilungen zu schnell, zu oberflächlich und nicht angemessen.

Aus diesem Grund,  soll geprüft werden, ob die Geringschätzung und Unbekanntheit seiner Person und seiner Arbeit im Zusammenhang damit steht, wie und ob Hannes Meyer in der maßgeblichen Tradition des Bauhauses nach Walter Gropius gewirkt hat.

Als Ausgangspunkt soll das Gründungsmanifest des Bauhauses von Walter Gropius dienen, nach dessen Maßstab die Herangehensweise Meyers in der Entwicklung von Konzepten für Baupläne und der Strukturierung des Bauhauses insbesondere im Hinblick auf die Gliederung des Unterrichts am Bauhaus betrachtet werden soll.

Hierfür werde ich exemplarisch biographische Gegebenheiten, wichtige Bauten und Projekte Meyers, sowie sein Unterrichtskonzept unter meiner gegebenen Fragestellung auswerten und versuchen herauszuarbeiten, wie die Arbeit Hannes Meyers auf das Bauhaus wirkte.

Da die Biographie Hannes Meyers entscheidend seine Art und Weise zu Denken, Planen und Bauen prägte, soll sie gemeinsam mit seinem Wirken als Architekt aufgeführt werden. Wichtige ausgewählte Bauten und Projekte werden dann im Folgenden genauer betrachtet.


2. Der Architekt Hannes Meyer


Hannes Meyer wurde am 18.November 1889 in Basel geboren und kam nach dem Tod seines Vaters, ebenfalls Architekt, im Alter von zehn Jahren in ein Waisenhaus, wo er bis zu seinem sechzehnten Lebensjahr aufwuchs und deren Zeit ihn entscheidend prägte.  Die kalte Atmosphäre, in welcher er aufwuchs, trieb ihn voran in eine regelrechte Flucht ins Lernen, wie er später selbst schrieb: ‚ „Ich lernte aus Verzweiflung“ ’ [1]

Die Sehnsucht Meyers nach der ihm im Waisenhaus fehlenden Herzlichkeit und Intimität des familiären Kreises, macht sich deutlich in der Art und Weise der zukünftigen Planung von Wohnräumen bei Meyer bemerkbar und führt zu einer regelrechten ‚Sublimierung des Zuhause’ [2]

So beginnt Meyer seinen Werdegang als Architekt als Sechzehnjähriger mit einer Ausbildung als Maurer, woraufhin eine Ausbildung zum Bauzeichner und Bauführer folgt. Er erweitert seine Kenntnisse durch Besuche von „Kurse für Baubeflissene“, Abendkurse und mehrere Auslandsaufenthalte: 1912 hielt er sich für ein Jahr in England auf, wo er die für den englischen Städtebau charakteristische Gartenstadtbewegung kennen lernte.

Meyer war 25 Jahre alt als der erste Weltkrieg ausbrach. Seine Ausbildung als Städteplaner und Architekt war bereits beendet und seine Überzeugung, dass Architektur und Städteplanung nunmehr ein soziales Problem darstellen, verfestigte sich. Der moderne Architekt und Städteplaner musste nun nicht mehr den Wünschen weniger Privilegierter nachkommen, sondern die Bedürfnisse von Vielen befriedigen.

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So wurde auch jedes der 150 Einzelhäuser mit einer Gartennutzfläche von 200m2 angelegt (Abb.2).

Als Symbol des genossenschaftlichen Gemeinschaftsgedankens wurde zentral das Genossenschaftshaus (1924) (Abb.3) mit Laden, Schule, Bibliothek, Restaurant sowie Lehr- und Vortragssälen gebaut. Daneben liegt der öffentliche, rechteckige Platz zum Spielen mit Brunnen und Obelisk. Ein „Freundschaftsband“ [10] aus Mauern umschließt die gesamte Siedlung und schirmt sie so nach außen ab.

Dem genossenschaftlich egalitären Entwurf einer sozialen Lebensordnung innerhalb der Lebensgemeinschaft im Freidorf entsprach somit auch die formale Gestaltung, wie Meyer selbst beschrieb:

„Die Einheitsform der Wohnhäuser, die Gleichartigkeit und Gleichfarbigkeit der Hausblöcke und der Gleichklang der Bauteile . Mithin der Versuch der Symbolik? Mehr als dieses: ein Ringen um Wahrheit. Denn die Stützen der Gemeinschaft sind die Säulen des Bauwerkes: Einfachheit, Gleichheit, Wahrhaftigkeit.“ [11]


Die einheitliche Gestaltung und Anordnung der Wohnhäuser sollte von den Siedlern als proportionale Raumharmonie erlebt werden und sich auf die genossenschaftliche Harmonie übertragen und somit auch eine psychologische Wirkung auf das genossenschaftliche Leben im Freidorf haben.[12]

Das Modell des Freidorfs gelangte zu nationaler und internationaler Bekanntheit und wurde als bedeutendste Gartenstadt in der Schweiz erachtet.[13]

Die enge Zusammenarbeit mit der Genossenschaftsbewegung beeinflusste Meyer indes weiter in die von ihm bereits eingeschlagene Richtung:

die architektonische Gestaltung der neuen Gesellschaft nach ihren Bedürfnissen. Ihm selbst ging dabei die Genossenschaftssiedlung Freidorf nicht weit genug als kollektives Konzept. Die Erfüllung seiner Idee eines kollektiven Konzeptes hätte es, wie Meyer 1925 rückblickend selbst schrieb, noch folgender Umsetzungen bedurft:

„Reinere Gemeinschaftsbindung ruft reinerer Siedelungsform. Etwa fiele Schranke von Familie zu Familie, jetzt herkömmlich - respektvoll verehrt, - so fiele mit dieser alle Einrichtung der Trennung, es fielen Gartenzäune und Scheidemauern. Es entstünden gemeinsam bewirtschaftete Gartenfelder, Fernheizwerk, Zentralboileranlage, Zentralküche.“ [14]


Meyers Idee eines neuen Architekturbegriffs bestimmt durch die gesellschaftlichen Bedürfnisse, brachte ihn auf der Suche nach neuen Bauformen, die die Architektur umgestalten sollten, in Kontakt mit verschiedenen Künstlergruppierungen.

Nach Kontakten mit Le Corbusier und der holländischen De Stijl-Gruppe Mitte der zwanziger Jahre schloss Meyer sich einer Gruppe junger Architekten in der Schweiz an: dem Neuen Bauen. [15]

So wie Meyer, waren auch sie um eine Erneuerung der Architektur bemüht und beteiligten sich bei der Herausgabe der Zeitschrift „ABC-Beiträge zum Bauen“ (1924-1928).[16]



2.1.2 .....

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ein Aufenthaltsplatz für die Schülerinnen in ihrer Freizeit, ebenfalls mit Luft, Licht und Sonne. Denn die Schule soll kein Platz zum befohlenen Lernen und der Rückgratverkrümmung sein, sondern ein Ort für erlebtes Wissen und der Körperpflege für eine lebensfähige Jugend.[20]

Deshalb entwarfen Meyer und Wittwer anstelle eines ebenerdigen Schulhofes, bei welchem die Schülerinnen sich dem städtischen Treiben nicht entziehen hätten können, zwei hängende Freiflächen und alle weiteren Oberflächen des Gebäudekörpers als Aufenthaltsort für die Schülerinnen:

„im Ganzen 1250 m2 sonnige Spielfläche, der Altstadt entrückt.“[21]

Das Eigengewicht des Hauskörpers sei für die an vier Drahtseilen hängende, herauskragende Freifläche nutzbar verwendet, doch rein statisch gesehen, wäre eine solche Baukonstruktion sehr kostspielig geworden und es wurde auch die Notwendigkeit infragegestellt, da die Freifläche auch viel einfacher durch Stützen befestigt hätte werden können.

Doch dadurch wäre die optische Rasanz der freihängenden Kragkonstruktion[22] und somit auch die regelrechte Provokation der Symbolik des neuen Ausdrucks der Moderne verloren gegangen.


Da Meyer das geplante Baugrundstück als zu klein erachtete und auch ihr eingereichter Wettbewerbsentwurf überwiegend aus notwendigen Kompromissen der architektonischen Gestaltung besteht, schlägt er andere Baugrundstücke als Alternative vor.[23] (Abb.6)

Doch da der Entwurf Meyers und Wittwers über die Vorgabe eines traditionellen Baus, welche Meyer zum Beispiel beim Bau der Genossenschaftssiedlung Freidorf mit klassischen Walmdächern umsetzte, radikal hinwegsetzte, schied der Entwurf bereits in der ersten Runde aus.



2.1.3 Der .....

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Dem gegenüber stand im starken Kontrast dazu das vertikal ausgerichtete Sekreteriatskomplex, welches aus 24 Etagen mit abschließendem Flachdach bestehen sollte.

Obwohl das Modell gerne auf die Verkehrs-, Belichtungs- und Besonnungsdiagramme reduziert wird, widerspricht nach Nerdinger die Orientierung der Büros in dem hochhausartigen Sekreteriatskomplex, jeweils zur Hälfte nach Osten oder nach Westen ausgerichtet, dieser Behauptung.[28]

Auch der Haupteingang ist nicht offen ersichtlich aus dem Bauentwurf, weshalb der Zugang durch einen großen, roten Pfeil im Grundriss gekennzeichnet werden musste. Der gesamte Bau scheint beinahe nicht auf eine Benutzung ausgerichtet zu sein, sondern eher danach den am stärksten möglichen Kontrast zu erzielen (Abb.8) und somit ein Zeichen zu setzen. [29]

Meyer und Wittwer erhielten für ihren Entwurf zwar keinen Bauauftrag, sondern nur einen der neun dritten Preise, jedoch wuchs ihre internationale Bekanntheit immer mehr.


2.1.4 Die Bundesschule des allgemeinen deutschen Gewerkschaftsbundes

in Bernau


Der allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund schrieb 1928 zum Bau der Schule einen beschränkten Wettbewerb unter sechs Architekten aus, aus welchem der Entwurf von Hannes Meyer und seinem Partner Hans Wittwer als Sieger hervorging.


Gewünscht wurde ein „Musterbeispiel der modernen Baukultur“[30], in welchem 120 weibliche und männliche Funktionäre der Gewerkschaft für auf vier Wochen angelegte Schulungen sowohl Raum zur Unterkunft als auch zur Erholung haben sollten. In der Anlage sollte ein reibungsloser Schulbetrieb, neben Wohnalltag und Erholung ermöglicht werden können.

Für die Fortbildungen sollten mehrere Seminar- und Vortragsräume entstehen, zur Erholung würde, neben Aufenthaltsräumen und einer Turnhalle, ein großer Park nebst Kiefernlichtung mit kleinem See einladen.


Von 1928 bis 1930 wurde die Bundesschule des allgemeinen deutschen Gewerkschaftsbundes durch den seit dem 1. April 1928 als Bauhaus-Direktor tätigen Hannes Meyer gemeinsam mit Hans Witwer, der seit März 1928 als Meister der Bauabteilung und Leiter des Baubüros am Bauhaus tätig war, errichtet. Entwurf, Planung und Bau der Bundesschule waren direkt mit der Baulehre verknüpft und deren Studierende wurden in die Mitarbeit am Bau durch die Einbeziehung der Werkstätten in de.....

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Meyer wird hier sowohl von Nerdinger[34] als auch von Droste[35] dahingehend kritisiert, dass dieser fünfte Baukörper, da er für eine andere Nutzung bestimmt ist, auch baulich anders organisiert hätte werden müssen. Dies sehen beide als ein Zeichen dafür, dass Meyer sich hier aus gestalterischen Gründen für eine äußerliche Angleichung des fünften Baukörpers entschied:[36]




Der harmonisch ausbalancierte Rhythmus der Z-förmigen Gesamtanlage mit verstaffeltem Mittelteil und zwei gegeneinander versetzten Endpunkten bestimmte offensichtlich den Aufbau. Zur Ordnung und Organisation von Funktionen und Umwelt gehört eben auch der harmo­nische Gesamteindruck, der nicht aus Funktionsdiagrammen gleichsam selbständig von innen heraus entsteht, sondern im Wechselspiel von innen und außen, von Detail und Ganzem geplant werden muss.“[37]


Die Bundesschule entspricht im Stil beinahe einer Industrieanlage, die kein überflüssiges Detail enthält. Der Eingangsbereich (Abb.10) wirkt wie der Eingang zu einem Fabrikgelände. Meyer spielte mit den entsprechenden Motiven und lässt die Bauteile ihre Funktion verraten. Der blockhafte Kubus der Aula und die drei Schornsteine der Heizungsanlage beherrschen das Bild beim Anblick des Eingangsbereiches und sind so inszeniert, dass Nerdinger hier von einer symbolischen Überhöhung spricht: in Gewerkschaftskreisen bezeichnete man sie als die drei Pfeiler der Arbeiterbewegung: Genossenschaft, Gewerkschaft, Partei.[38] Meyer spielte mit den Motiven aus dem Arbeitermilieu platziert die für das Funktionieren des Hauses notwendigen Anlagen, wie eine Anlieferungsrampe (Abb.11) für den Küchenbereich, markant im Eingangsbereich.

Die gesamte „psychologische“ Konzeption der Anlage, vom Funktionsablauf bis zu der Zimmereinrichtung, ist darauf angelegt, den Arbeitern das Modell einer neuen Lebenswelt mit auf den Weg zu geben und ist nach Nerdinger eben nicht ausschließlich umgesetztes Funktionsdiagramm, sondern „ein eigenständiges, nüchternes Gegenstück ( .) um Organisation und symbolische Überhöhung von funktionalen, konstruktiven und psychologischen Elementen.“[39]

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„Architekten, Maler und Bildhauer müssen die vielgliedrige Gestalt des Baues in seiner Gesamtheit und in seinen Teilen wieder kennen und begreifen lernen, dann werden sich von selbst ihre Werke wieder mit architektonischem Geiste füllen, den sie in der Salonkunst verloren." [42]


Dies gelingt nach Gropius durch die Rückführung der Architektur, Bildhauerei und Malerei zum Handwerk, weshalb diese Maxime auch die Basis des Bauhausprogrammes bildet und begründet seine Forderung mit der Festlegung von vier Fakten:

1. Es gibt keine ‚Kunst von Beruf’. Kunst ist an sich nicht lehr- bzw. lernbar, jedoch das Handwerk.

2. Negierung eines Wesensunterschiedes zwischen Künstler und Handwerker

3. Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers. Kunst entsteht nur „in seltenen Lichtmomenten, die jenseits seines Wollens stehen, unbewusst [ .] aus dem Werk seiner Hand.“[43]

4. Das Handwerk ist notwendige Grundlage für jeden Künstler.

Nach der Bestimmung des Künstlerbegriffs und dem Verhältnis zwischen Handwerker und Künstler zieht Gropius nun mehr also die für ihn als notwendig erachtete Konsequenz und formuliert die Forderung und gleichzeitige Kernaussage des Manifests:

„Architekten, Bildhauer, Maler, wir müssen alle zum Handwerk zurück!“[44]

Die Gründung einer „neuen Zunft der Handwerker“ zur gemeinsamen Erschaffung des „neuen Bau der Zukunft“ als „Sinnbild eines neuen kommenden Glaubens“ soll das Beschreiten dieses Weges, die Einheit der Künste unter dem Primat der Architektur und die Rückbesinnung auf das Handwerk, ermöglichen.


Das auf das Manifest folgende Bauhausprogramm ist ausführlicher gestaltet und informiert über die Ziele und Grundsätze des Bauhauses, den Aufbau und Umfang der Lehre, sowie .....

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