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Educational Science / Pedagogy

University, School

Universität Koblenz-Landau

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Dimensionen des Offenen Unterrichts - Untersuchung zur Häufigkeit der verwendeten offenen Formen an Schülern. Offener Unterricht Einleitung 2 1.1 Persönliche Motivation ….2 1.2 Überblicksartig­e Fakten über die Hospitationssch­ule­ „Alexande­r von Humboldt“ Mittelschule in Zwickau .3 1.2.1 Äußere Rahmenbedingung­en an der Untersuchungssc­hul­e … 3 1.2.2 Die Hospitationskla­sse­n …4 2 Dimensionen des „Offenen UnterrichtsR­20;­ 5 2.1 Historische Entwicklung und heutiger Forschungsstand .5 2.1.1 Historische Entwicklungslin­ien­ … .5 2.1.2 Aktueller Forschungsstand … .5 2.2 Der Begriff „Offener Unterricht̶­0; … 7 2.2.1 Definitionsvers­uch­e 7 2.3 Öffnungsdimensi­one­n … .8 2.3.1 Institutionelle Dimension 9 2.3.2 Thematische Dimension … 9 2.3.3 Methodische Dimension 10 2.4 Ziele des „Offenen UnterrichtsR­20;­ … 12 3 Forschungsbetra­cht­ungen 13 3.1 Vorbetrachtunge­n, Methode und Präsentation .13 3.1.1 Forschungshypot­hes­e … .13 3.1.2 Forschungsdesig­n, Forschungsmetho­de und Durchführung ….13 3.1.3 Forschungsanaly­se und Auswertung … 15 3.1.3.1 Schülerfragebög­en …15 3.1.3.2 Lehrerfrageböge­n … 17 3.2 Reflexion und kritische Beleuchtung des „Offenen UnterrichtsR­20;­ …18 4 Anhang 21 4.1
Sachunterricht in der Grundschule – Akustik – „Das Schnurtelefon“ Motivation Ich habe dieses Experiment ausgesucht, weil ich es als besonders interessant und somit nachahmenswert für Schülerinnen und Schüler erachte. Da beim selbstständigen Nachbauen des Schnurtelefons motorische und geistige Fähigkeiten gefordert sind, stellt sich nach erfolgreichem Basteln ein Erfolgserlebnis des „Selbermachens“ ein, welches sich mit den theoretischen Erkenntnis über Schall verbindet und sich somit weitaus besser im Kopf der Schülerinnen und Schüler verfestigt, als ein lediglich in der Schule stattfindendes und unter Umständen schwer nachzuahmendes Experiment. Bei diesem Experiment sehe ich also die größte Verbindung zwischen Spielen und Lernen, was meines Erachtens besonders bei Kindern in der Grundschule Nachhaltigkeit verspricht. Bauanleitung Um ein Schnurtelefon zu bauen, benötigt man sehr wenig und außerdem haushaltstypisc­hes Material. Zum einen braucht man eine mehrere Meter lange Schnur. Für die Schnur gilt: Je fester die Schnur, desto besser die Schallübertragu­ng. So eignet sich eine Schnur aus Nylon wesentlich besser als beispielsweise eine Kordel.1 Des Weiteren braucht man zwei Resonatoren. Dies können Joghurtbecher, Konservendosen oder sogar Kokosnusshälfte­n sein. Die zwei Hauptphänomene bei einem Schnurtelefon sind nun zum einen die Schallübertragu­ng in einem festen

Grundlagen, Voraussetzungen und Handlungsformen offenen Unterrichts am Beispiel der Grundschule Harmonie in Eitorf und im internationalen Vergleich am Beispiel der islamischen Republik Iran


Inhaltsverzeichnis


1 Offener Unterricht – Was ist das?. 1

1.1 Dimensionen „offenen Unterrichts“ 2

2 Wege zur Öffnung. 3

2.1 Stufen der Öffnung. 3

2.2 Voraussetzungen an den Schulen 6

2.3 Nachteile offenen Unterrichts. 7

3. Die Grundschule Harmonie in Eitorf – Ein Beispiel 8

4 Unterricht im internationalen Vergleich am Beispiel der islamischen Republik Iran 10

4.1 Die Grundschule. 11

4.1.1 Die Schuluniform . 12

5 Persönliches Fazit 13

Literaturverzeichnis. 15

1 Offener Unterricht – Was ist das?

Was unter offenem Unterricht oder offenem Lernen verstanden wird, liegt häufig schlichtweg im Auge des Betrachters. Es ist erstaunlich, wie viele verschiedene Definitionen in verschiedenster Literatur zu finden ist. Bemerkenswert dabei ist die Bandbreite, bei der von offenem Unterricht gesprochen wird. Sie reicht beispielsweise von ‚der Berücksichtigung der Lebenswelt der Schüler’ bis ‚Schüler können individuelle Interessen verfolgen’.

Aber ist es nicht ohnehin die Aufgabe eines Grundschulpädagogen, die Lebenswelt eines jeden Schülers zu berücksichtigen? Muss dieser Ansatz extra erwähnt werden? Interessanter hingegen ist, dass Schüler ihren Interessen individuell folgen können. Doch inwieweit ist dies an so genannten „Offenen Schulen“ auch tatsächlich der Fall? Wie offen sind die Schulen, die sich offen nennen?

Sucht man nach der Definition für offenen Unterricht, sucht man leider vergebens. Wie bereits erwähnt wird man zwar schnell aber nicht eindeutig fündig. Warum ist es so schwierig, für diesen Begriff eine Definition zu finden beziehungsweise aufzustellen?

Der Begriff „offener Unterricht“ stellt eher einen Sammelbegriff für Alternativen zum traditionellen Unterricht dar und ist keine Beschreibung einheitlicher Vorstellungen. So ist es nicht verwunderlich, dass es sich eigentlich nur um verschieden auslegbare Vorstellungen von „offenem Unterricht“ handelt.

Es tut sich die Frage auf, ob im Laufe der Reformpädagogischen Bewegung nicht eine Definition gefunden wurde, hatten ihre Anhänger doch alle das gleiche Ziel vor Augen. Dazu muss gesagt werden, dass

die Reformpädagogik keine Bewegung Gleichgesinnter war, sondern auch hier hatten ihre Anhänger unterschiedlichste Vorstellungen. Auf diesen verschiedenen Grundlagen entstanden unterschiedliche Regel- und Alternativschulen, wie beispielsweise die Montessori-, Petersen- oder Waldorfschulen.

Die Problematik, „offenen Unterricht“ zu definieren, oder überhaupt über ihn zu sprechen beginnt bereits auf der sprachlichen Ebene. Die im Alltagsbewusstsein vorhandene Vorstellung von Unterricht verträgt sich nicht mit dem Adjektiv „offen“. Damit sich diese beiden Begriffe nicht gegenseitig ausschließen, darf der Begriff des Unterrichts nicht mehr als belehren vom Lehrer aufgefasst werden.

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Der Ursprung des Wortes „Schule“ bedeutet „Innehalten in der Arbeit“. Von diesem Wortverständnis aus, geht es in der Schule ums Arbeiten. Um selbständiges arbeiten. Um dieses zu gewährleisten, sollte es den Schülerinnen und Schülern möglich sein, sich mit dem zu beschäftigen, was sie interessiert, was ihnen Freude bereitet. Dann sind sie in der Lage, in der Arbeit innezuhalten.

Trotz dieser ganzen Problematik zum Aufstellen einer einheitlichen Definition lassen sich, wie bereits erwähnt zahlreiche Definitionen finden.

Die „offenste“ Definition für „offenen Unterricht“ lässt sich erstaunlicherweise bei der Internetplattform Wikipedia finden und lautet:

„Offener Unterricht ist eine Organisationsform des Unterrichts oder ein Unterrichtsprinzip, welche/s es jedem Schüler gestattet frei zu wählen, wo (räumlich) und wann (zeitlich) er in welcher Sozialform an selbstgewählten Inhalten und methodisch individuellem Weg diese Inhalte bearbeitet. Dabei gibt es eine möglichst hohe Mitbestimmung und Mitverantwortung jedes Schülers für die Infrastruktur der Klasse, die Regelfindung innerhalb der Klassengemeinschaft sowie der gemeinsamen Gestaltung der Schulzeit.“[1]


1.1 Dimensionen „offenen Unterrichts“

Um die Problematik der Definition zu dem Begriff „offenen Unterrichts“ zumindest etwas in den Griff zu bekommen, ist es notwendig, diesen Begriff auf Dimensionen aufzubauen um eine qualitative Beurteilung der Öffnung von Unterricht zuzulassen.[2] Möglich ist die Beschränkung auf folgende Dimensionen:

  • Organisatorische Offenheit: Bestimmung der Rahmenbedingungen
  • Methodische Offenheit: Bestimmung des Lernweges auf Seiten des Schülers
  • Inhaltliche Offenheit: Bestimmung des Lernstoffes innerhalb der offenen Lehrplanvorgabe
  • Soziale Offenheit: Bestimmung von Entscheidungen bezüglich der Klassenführung bzw. des gesamten Unterrichts, der Unterrichtsplanung.

Bestimmung des sozialen Miteinanders bezüglich der Rahmenbedingungen, dem Erstellen von Regeln usw.

2 Wege zur Öffnung

2.1 Stufen der Öffnung

Der offene Unterricht soll den Kindern die Gelegenheit geben, selbstverantwortliches und selbständiges Lernen und Handeln zu üben. Demnach wird dieser Unterricht nicht von der Lehrperson, sondern von den Interessen, Wünschen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler bestimmt. Damit orientiert sich die Schule am Zielbild des mündigen Bürgers und seiner Verantwortung in der demokratischen Gesellschaft.[4]

Mit Hilfe der unter Punkt 1.2 aufgeführten Dimensionen offenen Unterrichts lässt sich nun eine schrittweise Öffnung von Unterricht herleiten. Die Stufen der Öffnung sind auf einer Skala von 0 bis 5 vermerkt. Dabei steht 0 für „nicht vorhanden“, 1 für „ansatzweise vorhanden“, 2 für „erste Schritte“, 3 für „teils-teils“, 4 für „schwerpunktmäßig“ und 5 für „weitestgehend“.

Diese Skala lässt sich übertragen auf jede der genannten Dimensionen. Als Beispiel wird nun die Skala in Bezug auf die methodische Offenheit des Unterrichts angewandt:

Die Frage, die hier gestellt wird ist, inwieweit ein Schüler bzw. eine Schülerin seinem eigenen Lernweg folgen kann.

Werden die Lösungswege / -techniken sowie das Arbeitsmaterial von der Lehrperson vorgegeben, so entspricht dies der Stufe 0 auf der Skala. Werden einzelne Ideen der Kinder angehört, aber das Geschehen und Vorgehen weiter von der Lehrperson bestimmt, entspricht dies der Stufe 1.

Die Öffnung in den übrigen Dimensionen sähe wie folgt aus:


Organisatorische Offenheit des Unterrichts

Fragestellung: Inwieweit können die Kinder Rahmenbedingungen ihrer Arbeit selbst bestimmen?

-       Stufe 5: der Unterricht basiert primär auf eigener Arbeitsorganisation der Kinder.

-       Stufe 4: Offene Rahmenvorgaben

-       Stufe 3: In einzelnen Teilbereichen werden die Rahmenvorgaben geöffnet.

-       Stufe 2: In einzelnen Teilbereichen werden die Rahmenvorgaben punktuell geöffnet.

-       Stufe 1: Die Öffnung der Rahmenvorgaben sind kaum wahrnehmbar.

-       Stufe 0: Die Lehrperson bestimmt das Arbeitstempo sowie Arbeitsort und –abfolge.


Inhaltliche Offenheit des Unterrichts

Fragestellung: Inwieweit kann der Schüler über seine Lerninhalte selbst bestimmen?

-       Stufe 5: Der Unterricht basiert auf selbstgesteuertem, interessegeleitetem Arbeiten.

-       Stufe 4: Inhaltlich offene Vorgaben von Fachbereichen oder Rahmenthemen.

-       Stufe 3: Stärkere Öffnung der inhaltlichen Vorgaben in Teilbereichen.

-       Stufe 2: Inhalte zu vorgegebenen Aufgaben können frei gewählt werden oder die Kinder können aus einem Arrangement frei auswählen.

-       Stufe 0: Die Lehrperson bestimmt die Arbeitsaufgaben und Arbeitsinhalte.


Soziale Offenheit des Unterrichts

Fragestellung: Inwieweit kann der Schüler in der Klasse mitbestimmen?

-       Stufe 5: Selbstregierung der Klassengemeinschaft.

-       Stufe 4: In wichtigen Bereichen können die Kinder eigenverantwortlich mitbestimmen.

-       Stufe 3: In den von der Lehrperson festgelegten Teilbereichen können die Kinder eigenverantwortlich mitbestimmen.

-       Stufe 2: Die Kinder können leherergelenkt mitbestimmen.

-       Stufe 1: Die Kinder werden nur peripher gefragt, während die Lehrperson schon vorher weiß, wie es laufen sollte.

-       Stufe 0: Verhaltensregeln werden von der Lehrperson oder der Schule vorgegeben.


Persönliche Offenheit des Unterrichts

Fragestellung: Inwieweit besteht zwischen Lehrer und Schüler bzw. zwischen Schüler und Schüler ein positives Beziehungsklima?

-       Stufe 5: Die Beziehung beruht auf Gleichberechtigung.

-       Stufe 4: Die Beziehungsstruktur ist offen für die Interessen des Einzelnen.

-       Stufe 3: Es herrscht ein offener Umgang bei bestimmten Kindern.

-       Stufe 1: Die Schüler werden angehört, aber die Lehrperson bestimmt das Geschehen.

-       Stufe 0: Gruppenhierarchie begründet durch Alter oder Rolle.[5]

Auf diese weise lässt sich der Weg zur Öffnung des Unterrichts für jede oben genannte Dimension aufführen und unter verschiedenen Blickwinkeln beobachten.

Um den Unterricht offener zu gestalten geht es allerdings nicht nur darum, den Unterricht als solches mit den oben genannten Möglichkeiten zu öffnen. Es geht vielmehr auch darum, dass die Schule zu einem Ort wird, an dem sich die Kinder und auch die Lehrpersonen wohl fühlen, einem Ort, mit dem sie sich identifizieren können, an dem eine lernfreundliche Atmosphäre herrscht.

Ein Weg, um die Schulen als solches offener zu gestalten ist es, das Schulgebäude wohnlicher und freundlicher herzurichten. An einigen Schulen wurden beispielsweise die Eingangshallen zu gemütlichen Sitzecken umgestaltet, in welchen sich Kinder, aber auch Erwachsene unterschiedlicher Kulturen niederlassen.[6]


2.2 Voraussetzungen an den Schulen

Damit sich Kinder in ihrer Schule wohl fühlen und hier auch ihren Arbeiten nachgehen können, müssen sie den Raum Schule als den ihren betrachten können. Der Klassenraum sollte daher kein statischer Raum sein, sondern ein Raum, der veränderbar ist und den momentanen Bedürfnissen angepasst werden kann.

Diese Arbeitsplätze sind ablenkungsarm und zur individuellen Arbeit geeignet. Im Klassenraum befindet sich außerdem ein fester Sitzkreis und ein großer Gruppentisch, an dem gemeinsam gearbeitet werden kann.

Der Vorteil einer solchen Sitzordnung ist der Raumgewinn. Der gesamte Innenraum der Klasse bleibt praktisch frei und bietet viel Platz für großflächiges Malen, Basteln, Experimentieren, Forschen und ähnliches.

Eine zusätzliche wichtige Voraussetzung für die Durchführung eines offenen Unterrichts ist, dass die Kinder die Gelegenheit haben sollten, das gesamte Schulgebäude bzw. das gesamte Schulgelände nutzen zu können, um sich möglichst frei zu entfalten.

Zu einem effektiven Lernen gehört auch, dass die Kinder in ihrem ganz eigenen individuellen Rhythmus lernen, dies bedeutet, dass die Schule den herkömmlichen 45-Minuten-Takt abgeschafft haben sollte. Da manche Kinder bereits einige Zeit vor dem eigentlichen Schulbeginn in der Schule eintreffen, ist eine gute organisatorische Planung notwendig, die es dem Klassenlehrer bzw. der Klassenlehrerin ermöglicht, möglichst den ganzen Unterricht in der eigenen Klasse zu geben und Fachlehrerstunden entweder vermieden oder in Randstunden gelegt werden, um die Kinder nicht bei ihren Arbeiten zu unterbrechen.


Die räumlichen Voraussetzungen, wie oben beschrieben sind nicht an allen Schulen gegeben. Hinzu kommt, dass sowohl Schulleitung als auch das Schulpersonal hinter der Idee des offenen Unterrichts stehen müssen um diesen voll ausnutzen zu können. Es ist für viele Lehrerinnen und Lehrer schwer, vom traditionellen, frontalen Unterricht abzuweichen. Zudem verlangt der offene Unterricht eine zeit- und kostenintensive Materialbeschaffung.[7] Abgesehen von diesen internen Schwierigkeiten darf nicht vergessen werden, dass die Gesellschaft mit der Form des offenen Unterrichts noch gar nicht oder nur sehr wenig konfrontiert wurde.

Ein Verständnis für den Erfolg für dieses Konzept gibt es kaum. Die Gesellschaft ist sehr stark auf das erreichen von Leistungsstandards ausgerichtet, die das Kind - nach offizieller Meinung – nicht durch selbständiges Arbeiten erreichen kann.

Viele weitere Argumente gegen die Form des offenen Unterrichts lassen sich nennen. Darunter das Argument der Überforderung des Kindes, die durch den zusätzlichen Entscheidungsstress auf das Kind zukommen kann. Was ist mit schüchternen Kindern? Können sie sich in dem offenen System durchsetzen oder gehen sie zwischen den anderen Kindern unter? Viele Kinder benötigen Führung.

Hinzu kommt, dass, wie bereits erwähnt, dieses System für die Lehrperson sehr zeit- und kostenintensiv ist und die Beurteilung der Schüler sehr schwierig ist, da die Lehrperson die Kinder beobachten muss, um sie beurteilen zu können.


3. Die Grundschule Harmonie in Eitorf – Ein Beispiel

„Im Zentrum der pädagogischen Arbeit an der Grundschule Harmonie stehen das Lernen zum eigenverantwortlichen Lernen
die Erziehung zum selbständig verantworteten Verhalten
Wir schaffen Lernarrangements in kooperativen demokratischen Strukturen
Wir orientieren uns an jedem einzelnen Menschen und seinen individuellen Lernbedürfnissen“[8]

Mit diesen Worten stellt sich die Grundschule Harmonie in Eitorf auf ihrer Internetseite vor. Die Grundschule Harmonie ist eine offene Schule in der die Kinder lernen, was sie wollen.

Das Schulgebäude steht offen. Die Kinder können von allen Seiten in die Schule gelangen. Sie können den Haupteingang benutzen, sie können aber auch durch den Garten / Schulhof direkt in ihre Klassenräume gehen. Überall stehen Bücher und andere Arbeitsmaterialien zur Verfügung.

Wenn der Kreisleiter den Kreis beendet, beginnen die Kinder mit ihren Arbeiten. Haben sie Fragen, wenden sie sich an Mitschüler oder an eine Lehrperson. Kinder, die einfach nichts machen möchten, machen auch nichts. An dieser Grundschule sind die Kinder frei und können machen was sie möchten. Dennoch gibt es gewisse Systeme, die gewährleisten, dass ein Kind, sollte es wirklich nicht von selber mit seiner Arbeit beginnen, früher oder später arbeitet.

Zu diesen Systemen zählt insbesondere der so genannte „Führerschein“, den die Kinder für alle Fach- und Teilbereiche erlangen können. Diesen „Führerschein“ erhalten sie, nachdem sie sich beispielsweise ausführlich mit einem Thema auseinandergesetzt haben und darüber eine Präsentation gehalten haben oder wenn sie eine gewisse Anzahl an Aufgaben gerechnet haben, etc.

Der Führerschein soll den Kindern einen Anreiz zum Arbeiten bieten. Doch jedem Kind wird zunächst eine gewisse Zeit eingeräumt, von selber mit seiner Arbeit zu beginnen. Am ende eines jeden Schultages stellen die Kinder ihre Arbeiten im Kreis vor und besprechen diese mit den anderen Kindern und der Lehrperson. Dies dient unter anderem der Ergebnissicherung.


4 Unterricht im internationalen Vergleich am Beispiel der islamischen Republik Iran

Das Iranische Schulsystem ist aufgebaut aus acht Stufen. Die höchste erreichbare Stufe ist dabei die Promotion, beginnend mit der Vorschule, die ein Jahr dauert. Nach der Vorschule, die ein Kind im Alter von fünf Jahren besucht, wird das Kind auf eine Grundschule geschickt. Mit zwölf Jahren wechselt es dann in die Sekundarstufe I, die drei Jahre dauert.

Nach diesen drei Jahren muss sich der Schüler bzw. die Schülerin entscheiden, welchen Zweig der Sekundarstufe es weiter verfolgen will. Es stehen vier Zweige zur Auswahl:

Zweig 1: Sekundarstufe I, Praktischer Zweig, Dauer 3 Jahre

Zweig 2: Sekundarstufe II, Theoretischer Zweig, Dauer 3 Jahre

Zweig 3: Sekundarstufe II, Technischer Zweig, Dauer 3 Jahre

Zweig 4: Fach- oder Berufsschule, Dauer 5 Jahre

Wird der zweite Zweig erfolgreich absolviert, kann der Schüler bzw. die Schülerin ein Universitätsvorbereitungsjahr machen und im Anschluss daran den Bachelor of Arts oder den Bachelor of Science erreichen. Dies nimmt weitere vier Jahre in Anspruch. Daraufhin besteht die Möglichkeit den entsprechenden Master innerhalb von zwei Jahren zu erlangen. Eine Promotion im Anschluss ist möglich.

Im Anschluss an den vierten Zweig folgen zwei Jahre „Integrated Associate“. Daraufhin wiederum die Möglichkeit den Master zu machen und zu promovieren. Die Promotion erfolgt also in allen drei Fällen im Alter von 27 Jahren.


4.1 Die Grundschule

In der Islamischen Republik Iran gilt die allgemeine Schulpflicht. Sie bezieht sich auf alle Kinder zwischen sechs und elf Jahren. Der Staat ist zur Bereitstellung der Mittel und Einrichtungen, um die Schulerziehung zu gewährleisten, verpflichtet. Der Staat verfolgt damit folgende Ziele:

-       Förderung der unterprivilegierten Regionen,

-       Zentralisierung der Gesetzgebung, bei gleichzeitiger Stärkung und Delegation der Einzelverantwortlichkeiten,

-       Förderung der Mädchen,

-       Erhöhung des Etats für Bildung, sowie Förderung der Lehrerausbildung,

-       Vergünstigungen für Lehrer.[9]

Innerhalb des Landes herrscht ein sehr starkes Bildungsgefälle. Die Förderung ländlicher und einkommensschwacher Regionen ist daher ein besonderes Anliegen der Regierung. Erreicht werden soll dies durch verstärkte Lehrerausbildung und Erhöhung der Attraktivität des Lehrerberufs durch Sondervergünstigungen und Weiterbildungen.


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