Excursion report

Grazer Bergland –Semriach

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Excursion report
Geo Sciences

University, School

Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

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Excursion report
Grazer Bergland
Exkursion Grazer Bergland – Schöckl Der Schöckl (1445 m) – der „Grazer Hausberg“ – wurde das erste mal 1147 erwähnt, damals noch unter dem Namen Mons Sekkel, seit 1366 heißt er offiziell Schöckl. Oft wurde der Name des Berges auch mit „e“ – also Schöckel – geschrieben, woraufhin seit 1950 eine Verordnung endgültig den Namen Schöckl ohne „e“ bestimmt. Über die Herkunft des Namen gibt es verschiedene Meinungen und Interpretatione­n, eine der logischeren Erklärungen…

Exkursion GrazER BERGLAND

Einleitung

In diesem Bericht werden die Route der Exkursion, der Exkursionsverlauf sowie die, während der Exkursion besprochenen, Themen beschrieben. Diese Themen waren: Umgang mit der Karte, Geomorphologie- und Karsthydrologie des Gebietes.

Route

Semriach Kirche à am Fuße des Eichberg à Lurgrotte à Waldgebiet bei Schneiderkogel à Semriach

Die Anreise erfolgte mit PKW und öffentlichen Verkehrsmittel. Treffpunkt war um 09:30 am Kirchenparkplatz. Während der Exkursion herrschte schlechtes Wetter mit zwischendurch leichtem Schneefall. Leider war deshalb auch die Sicht auf das umliegende Bergland sehr schlecht.

1 Semriach Kirche

Startpunkt unserer Exkursion und gleichzeitig auch erster Besprechungspunkt war der Parkplatz vor der Kirche. Nachdem sich Alle eingefunden hatten, wurde das erste Thema besprochen.


Semriach[1]




THema: Umgang mit der Karte

Als erstes wurde eine Standortbestimmung mit der Karte durchgeführt, sowie weitere Hilfsmittel zur Standortbestimmung, wie Gelände und Landmarks besprochen. Die Standortbestimmung mit Karte konnte recht leicht vollzogen werden, da in der Karte die Kirche eingezeichnet ist und man anhand des Geländes die Karte einnorden konnte.

Danach wurde das Einnorden mittels Kompass und die „Österreichische Karte 1:50.000 Blatt 164 Graz“ erklärt.


ÖK50[2]

„Die Österreichische Karte 1:50 000-UTM ist das topographische Grundkartenwerk Österreichs. Sie ist inhaltlich ident mit dem Kartographischen Modell 1:50 000-Raster (KM50-R). Jede Karte ist mit Blattnummer und Blattnamen versehen. Als Folge der internationalen Harmonisierung auf dem Gebiet der Kartographie stellt das BEV die Österreichische Karte 1:50 000-BMN (ÖK50-BMN) vom System der Österreichischen Landesvermessung auf das weltweit standardisierte "Universale Transversale Mercator (UTM) - System" um.

Diese Umstellung erfolgt schrittweise im Rahmen der Aktualisierung des KM50-R. Zugleich wird der international gebräuchliche Blattschnitt von 12' x 20' für den Maßstab 1:50 000 eingeführt. Die Karten sind mit UTM-Netz ausgestattet, das Bundesmeldenetz (modifiziertes Gauß-Krüger-Netz) ist im Kartenrahmen angerissen.“ [3]

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Lagebezug der ÖK50

Direktes räumliches Bezugssystem: World Geodetic System 1984 (WGS84)

Kartenprojektion: UTM (Zone 32, 33; Meridian 9°, 15° östlich von Greenwich)

Ellipsoid: Geodetic Reference System 80 (GRS80)

Geodätisches Datum: WGS84

Höhenbezugssystem: Adriatisches Meer - Pegel von Triest

2 am FUSSE des Eichberg

Nun gingen wir von der Kirche in Richtung Westen die Straße entlang. Nach einer Gehzeit von ungefähr 15 Minuten erreichten wir unseren nächsten Haltepunkt. Hier bekamen wir die Aufgabe unsere Position auf der Karte zu bestimmen und diese in den 3 verschiedenen Koordinatensystemen BMN, UTM und … umzurechnen.

Thema: Geomorphologie des Gebietes

Als nächstes besprachen wir die Geomorphologie des Gebietes Semriach. Durch das schlechte Wetter konnten wir die Geomorphologie nicht direkt durch die Landschaftsformen erkennen, sondern mussten uns an die Übersichtskarte halte.

B. die „Schaflöcher“ des Toten Gebirges), die mehrere Meter tief werden können. Da Kalk spaltenreich ist, sickert das Wasser bald in die Tiefe und löst auf dem Weg weiteres Gestein. So bilden sich zuerst Röhren („Pipes“), dann größere Höhlen, in denen Tropfsteine (Lurgrotte bei Semriach, Carlsbad Caves USA), Seen u nd ganze unterirdische Flusssysteme (Adelsberger Grotte = Postojnska Jama) entstehen können.“ [4]


Karstlandschaft[5]

3 Lurgrotte

Der nächste Haltepunkt auf unserer Route war die Lurgrotte bei Semriach. Sie ist eine typische Karstform und zählt zu den Krösten Grotten Europas. Hier besprachen wir die Entstehung dieser Karsterscheinung und die Wasserführung des Lurbaches sowie die Methoden um Fließgeschwindigkeit, Fließvolumen zu bestimmen.

Umwelttracer sind im Wasser bereits vorhanden, künstliche Tracer werden dem Wasser für eine Untersuchung zugegeben.“[6]


Lurgrotte[7]

Thema: Karsthydrologie

Anhand einer Hydrologischen Übersichtskarte des Lurbachsystems konnten wir sehr deutlich die Entwässerung des Semriacher Beckens erkennen. Die Lurgrotte entstand weil sich hier zwei verschiedene Gesteinsschichten treffen, wobei eine über große Zeiträume hinweg durch die Verkarstung abgetragen wurde, diese stellt nun den Hohlraum der Grotte dar.

Im Laufe der Zeit hat sich der Lurbach immer mehr in das Gestein eingeschnitten und somit ein riesiges Höhlensystem geschaffen. Der Lurbach entwässert unterirdisch im Tannebenen Massif.

„Der Wasserhaushalt in einem Karstgebiet und seine Größe ist diversen Rahmenbedingungen unterworfen. Je nach Lage, Exposition, Form und Größe des Einzugsgebiets, Ausbildung des Vorfluternetzes, Verdunstungsrate, Häufigkeit und Art der Niederschläge kann sich in der vorgegebenen geologischen Situation der Karstgrundwasserkörper unterschiedlich entwickeln.

Für die Genese der unterirdischen Wasserwege sind die hierdurch bedingten Trennflächensysteme von großer Bedeutung: Primäre Ursache der Hohlraumbildungen und Erdfälle im Karst ist die lösende Wirkung des mit Kohlendioxid angereicherten Wassers.

Die wichtigsten, den Verkarstungsprozeß bestimmenden Faktoren sind neben dem Faktor Zeit die Verkarstungsfähigkeit des Gesteins, die hydrogeologischen Verhältnisse, die klimatischen Verhältnisse, die Reliefenergie, die Vegetation und die anthropogenen Eingriffe.

Die Korrosion des CO2-reichen Wassers beginnt immer an den wasserwegsamen Trennflächen des Gesteins, besonders aber in Störungs- und Zerrüttungszonen. Sie führt zunächst zur Aufweitung von Kluft- und Störungsflächen, zu Schlotten und kleinen Hohlräumen, die das Gestein zwar unregelmäßig, aber in Anpassung an das Trennflächengefüge durchziehen.

Die weitere Entwicklung der Karstformen bis zum Erdfallstadium hängt dann nur noch von der gesteinsspezifischen Verkarstungsanfälligkeit der entsprechenden Gesteinsschichten ab: Bei der Schichtfazies von Karbonaten ist häufig eine systematische Abhängigkeit der Karsthohlräume von den Trennflächen und Störungszonen zu beobachten, die in der Riff-Fazies häufig fehlt.“[8]


Lurgrotte innen[9]


4 Waldgebiet bei schneiderkogel

Nachdem wir die Lurgrotte von außen betrachteten und besprachen gingen wir weiter in einen Gasthof um uns etwas aufzuwärmen. Danach wanderten wir noch ein Stück in das Waldgebiet beim Schneiderkogel. Auf einer Wiese sahen wir eine Doline, ein weiteres Zeichen des Karstes.


Doline[10]

Thema: naturlandschaftliche Gliederung der Steiermark

„Aufgrund geomorphologischer Gegebenheiten wird die Steiermark zunächst in 2 übergeordnete Landschaftseinheiten gegliedert: in eine größere nordwestliche Gebirgsregion (Alpen) und in eine kleinere südöstliche hügelige Region (Vorland).

Die Gebirgsregion wird wiederum in einen mehr oder weniger schmalen, hauptsächlich kalkigen nördlichen Teil (Nordalpen) und einen größeren, hauptsächlich silikatischen südlichen Teil (Zentralalpen) unterteilt. Nord- und Zentralalpen werden durch ein deutliches, vom Nordwesten zum Nordosten des Landes ziehendes Talsystem (Enns-Palten-Liesing-Mur-Mürz) voneinander getrennt.

Die Nordalpen werden in 9 Untereinheiten (Dachsteingruppe, Totes Gebirge, Ennstaler Alpen, Eisenerzer Alpen, Hochschwabgruppe, Ybbstaler Alpen, Türnitzer Alpen, Mürzsteger Alpen und Mürztaler Alpen) gegliedert, die Zentralalpen in 14 solche (Schladminger Tauern, Wölzer Tauern und Seckauer Tauern vereinigt zu den Niederen Tauern, Murberge, Gurktaler Alpen, Seetaler Alpen, dann Poßruck, Koralpe, Stubalpe, Gleinalpe, Fischbacher Alpen, Wechsel und Joglland vereinigt zum Steirischen Randgebirge und schließlich noch das Grazer Bergland).

Mehrere größere Flußtäler, Becken und Paßlandschaften innerhalb und zwischen den angeführten Landschaftseinheiten werden weiters noch als eigene Einheiten abgegrenzt.“[11]

Auf dieser Seite finden Sie eine Karte der Landschaftshaupteinheiten der Steiermark aus dem Schulatlas Steiermark.

[12]



[1]

[2]

[3]

[4]

[5]

[6] Seite „Tracer (Hydrologie)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 6. November 2009, 00:25 UTC. URL: (Abgerufen: 25. November 2009, 12:15 UTC)

[7]

[8] Seite „Karsthydrologie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. September 2008, 10:02 UTC. URL: (Abgerufen: 25. November 2009, 12:05 UTC)

[9]

[10]

[11] „Eine Gebietsgliederung der Steiermark aufgrund naturräumlicher Gegebenheiten - Gerhard Karl LIEB“

[12]


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