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Gotteslehre: Offenbarung

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Theology

University, School

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Grade, Teacher, Year

2011, Prof. Kraus

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Dogmen
DOGMEN griech. Dogma = „Meinung&­#82­20; Philosophen verstanden Dogma als Lehrsatz oder Grundsatz. Politisch nannte man einen Beschluss oder eine Verordnung Dogma. In altkirchlichen Texten findet man das Wort selten. Es hat erst spät kirchliche Bedeutung erlangt. Heute versteht man unter Dogma eine Lehre, die wahr, kirchlich, verbindlich ist. Dogmen sind geschichtlich zu verstehen. Sie sind Glaubensaussage­n (überlegte, diskutierte, vernünftig abgewogene Formulierungen) um einen bestimmten Inhalt besser verstehen zu können und gegen Missverständnis­se oder Irrlehren abzugrenzen. Die katholische Kirche sagt, Dogma könne nur sein, „was überall, immer und von allen geglaubt wird“. DAS APOSTOLISCHE GLAUBENSBEKENNT­NIS­ Die Grundform des Textes entstammt der Tauffeier im 2. und 3. Jhdt Der Täufling bekannte seinen Glauben durch ein dreifaches Credo ( Ich glaube an Gott . ,an Jesus Christus . ,an den Heiligen Geist). Seit Karl dem Großen ist das Apostolische Glaubensbekennt­nis­ in der ganzen westlichen Kirche verbreitet. „ICH̶­0; Der Text des Glaubensbekennt­nis­ses entstammt der Tauffeier. Der Täufling wurde dreimal gefragt: „Glaubst du an Gott- an Christus- an den Heiligen Geist?“ und dreimal antwortete er: „Ich glaube!“ Dies ist eine ganz persönliche Entscheidung, daher fangt das Glaubensbekennt­nis­ mit
Das Zeitalter der Aufklärung Referat 1. Definition – Was ist Aufklärung? · Ist allgemein die im 16. Jh. einsetzende, im 18. Jh. vorherrschende gesamteuropäisc­he Bewegung des Rationalismus, der Emanzipation und des Denkens der Vernunft · Durch wissen Unklarheiten zu beseitigen , Fragen zu beantworten und Irrtümer zu beheben · Der Mensch urteilt mit seiner Vernunft Immanuel Kant Zitat: · Immanuel Kant meint damit, dass die Aufklärung die Maxime (Grundgesetz) ist, jederzeit selbst (individual) und unabhängig zu denken Enlightement von Dorinda Outram: · Wurde im Jahre 1995 von Dorinda Outram veröffentlicht · Wird beschrieben, dass die Angelegenheiten der Menschheit von der Vernunft und des Wissens geleitet werden anstatt von Religion und Aberglaube · Wird beschrieben, dass die Weltanschauung in der Aufklärung zunehmend durch die Wissenschaft anstatt durch die Religion charakterisiert wird 2. Merkmale · Der Fortschrittsgla­ube in der Aufklärung war ziemlich hoch – man hat viel Zeit in Naturwissenscha­ft investiert, weil man durch die Wissenschaft Wissen erlangt · Es wurden andere Religionen wie der Islam oder das Judentum toleriert, war ..

Kraus, Georg: Gott als Wirklichkeit. Lehrbuch zur Gotteslehre, Frankfurt am Main, 1994.

Offenbarung


A. Das Geheimnis Gott in seiner Offenbarung


Ø  Wie wird das Geheimnis G erkannt?

à 2-faches gnoseologisches Korrelat:

·         Gserkenntnis ereignet sich durch Offenbarung und Glaube

à In der Offenbarung zeigt sich G den M

à im Glauben nehmen M diese Offenbarung Gs an


Ø  Wie lässt sich die Offenbarung Gs in biblischer Sicht bestimmen?

·         Formal umschreibt die Bibel dies mit verschiedenen Begriffen

AT

NT

3 Wortfelder:

1.    Galah (aufdecken, enthüllen)

2.    Jada (kundtun, zu erkennen geben)

3.    Nagad (mitteilen)


4 Ausdrücke:

1.    Gnorizein (kundgeben)

2.    Delun (mitteilen)

3.    Phanerun (offenbar machen)

4.    Apokalyptein (enthüllen)

Offenbarung im allgemeinen Sinn:

à Go zeigt sich M, G gibt sich M zu erkennen


Ø  Was beinhaltet die Offenbarung Gs und wie geschieht sie?

·         Offenbarung = Selbstmitteilung des Geheimnisses G

à Selbstmitteilung geschieht in der Doppelgestalt der Schöpfungs- und Christusoffenbarung


1. Die Offenbarung als Selbstmitteilung des Geheimnisses Gott


Die Offenbarung ist die Selbtsmitteilung Gs an M, die in freier Liebe zum Heil der M geschieht; dabei zeigt sich G als bleibendes Geheimnis in geschichtlicher Vermittlung. (= biblisches Grundverständnis der Offenbarung Gottes; II. Vatikanuum)


a)   Die Offenbarung als Selbstmitteilung Gottes in freier Liebe

Geheimnis G…

zeigt sich selbst

zeigt sich von sich her

zeigt sich aus Liebe

-          Ursprüngliche biblische Sicht: Offenbarung Gs = personales Kommunikationsgeschehen ganz spezifischer Art

(es geht um Selbstmitteilung, bei der Urheber und Inhalt gleich sind)


-          personale Selbstmitteilung Gs geschieht in Taten und Worten

à Primär zeigt sich G selbst

à Sekundär geht es um Infos über G


-          Initiative zur Offenbarung geht allein von G aus


-          Er wendet sich völlig frei in personalem Begegnungsgeschehen M zu

d.h. M können sich als Empfänger der Offenbarung für Begegnung mit G öffnen, aber diese nicht selbst hervorrufen oder beeinflussen


-          Bewegungsgrund Gs zur Offenbarung liegt in seiner Liebe


-          Offenbarung = Geschenk der Liebe Gs

à Dadurch will G M Heil vermitteln


b)   Die Offenbarung Gottes als bleibendes Geheimnis

Geheimnis G…

zeigt sich als Geheimnis

zeigt sich in der Geschichte

-          Gottheit Gs kommt in Offenbarung dadurch zum Ausdruck, dass G sich entbirgt und verbirgt


-          G erscheint als Geheimnis, das als Geheimnis bestehen bleibt


-          Offenbarung begegnet uns in und durch Geschichte


-          Dies bedeutet 2 Sachen:

1.   Geheimnis G erscheint indirekt in geschichtlichen Ereignissen

(nicht direkt)

2.     Geheimnis G tritt in zeitbedingten Ausdrucksformen gegenüber

(in geschichtl. Gebrochenheit)


2. Die Doppelgestalt der Selbstmitteilung des Geheimnisses Gott


·         Bei der Antwort auf die Frage nach dem WIE der Offenbarung bestand in der evangelischen und katholischen Theorie ein Konflikt (evangelischen: „solus christus“ exklusive Christusoffenbarung; katholischen: natürliche Gotteserkenntnis aus der Schöpfung)

·         Durch Barth Grundkonsens ev + kath Theo:

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Þ      Die Offenbarung Gs begegnet zweigestaltig als Schöpfungs- und Christusoffenbarung, wobei die Christusoffenbarung integrative Funktion ausübt


a)   Die Selbstmitteilung Gottes in der Schöpfung

Geheimnis G…

zeigt sich im Werk der Schöpfung

zeigt sich von jeher allen Menschen

-          Tatsache der Schöoffenbarung durch klassische Zeugnisse in AT (Schöpfungspsalmen, Weisheitsliteratur) u in NT (Röm, Apg, Joh)


-          Konkret bezeugt sich G in Natur, Geschichte und beim Einzelnen durch das Gewissen


-          Schöpfungsoffenbarung = mittelbare und indirekte Offenbarung

(da G sich nicht ausdrücklich in Person und Wort zeigt)

-          Schöpfungsoffenbarung = protologische und universale Selbstmitteilung Gottes

Protologisch

Universal

weil sie M schon immer, seit den Uranfängen zugänglich ist

weil sie allen M zugänglich ist

b)   Die Selbstmitteilung Gottes in seinem Sohn Jesus Christus

Geheimnis G…

zeigt sich endgültig in Jesus

zeigt sich integrativ in der Person Jesus Christi

-          Personale Selbstmitteilung Gs ereignet sich, in dem G personale Gemeinschaft mit M aufnimmt, um ihnen zum Heil zu verhelfen


-          AT: G offenbart sich in vielen Bundesschlüssen: Noachbund, Bund mit dem Volk Israel am Sinai


-          NT: bundesmäßige Selbstmitteilung findet hier Höhepunkt durch Mwerdung des Sohnes Gs

à konkrete, personale, endgültige Selbstmitteilung Gs geschieht durch das gesamte Sein Jesus Christi (in dessen Botschaft, Verhalten, Tod, Auferstehung, Erhöhung)


à Diese Selbstoffenbarung = direkt und explizit, da sich G in Jesus unmittelbar und ausdrücklich manifestiert


-          Personale Selbstmitteilung Gs in Jesus integriert alles Offenbarungsgeschehen


-          Jesus ist laut NT der der universale Offenbarungsvermittler

à Vermittelt in seiner geschichtlichen Person die eschatologische Offenbarung Gs


à Vermittelt in seiner Präexistenz, in der er an der Schöpfung mitwirkte, die protologische Offenbarung Gs


-          Eschatologische Christusoffenbarung enthält inklusiv die protologische Schöpfungsoffenbarung


-          = integrative Christusoffenbarung, da in Person Jesus alle Selbstmitteilung Gs zu einer inneren Einheit und Ganzheit zusammen geschlossen wird


III. Die Offenheit des Menschen für das Geheimnis Gott


Ø  Hat M die Fähigkeit, die Offenbarung des unendlichen Geheimnisses Gs wahrzunehmen?

Þ      Da M Abbild Gs ist, lässt sich eine konkrete Offenheit des M für das Geheimnis G aufweisen


1.    Prinzipielle Gottoffenheit des Menschen als Abbild Gottes


·         In Reflexion der anthropologischen Grundkategorie des Gabbildseins zeigt sich eine fundamentale Offenheit des M für G und für sein Geheimnis

·         Es gilt 3-facher Aspekt: Der M als Abbild Gs =

Gnadenhaft

Konstitutiv

Personal offen für G

Schöpfungsgnade

-          Schöpfung gehört zum Bereich der Gnade, da sie freies Geschenk der Liebe Gottes zum Heil der Menschen ist


-          Indem Gott den M als sein Abbild erschafft, gibt er ihm einzigartiges und universales Liebesgeschenk


-          Mensch erhält einmalige Auszeichnung und Würde, ein Abbild Gottes zu sein (anderes als Tiere)


-          Auszeichnung = universal, gilt für alle Menschen


Gottoffenheit

-          Da jedes Abbild Ähnlichkeit mit Urbild hat, bekommt jeder M Ähnlichkeit mit Gott geschenkt


-          Gottähnlichkeit gibt M prinzipielle Offenheit für Gott


à So ist M aus Gnade für Gott offen (nicht aus Eigenmächtigkeit)



Ontologische Beziehung

-          Durch Abbildsein ist Relation zum Urbild gegeben


-          M erhält durch Abbild Gottes Teilhabe am Sein Gs u steht somit in seinsmäßiger Beziehung zu G


-          Diese ontologische Gbez gehört konstitutiv zum M


-          Auch in Sünde bleibt ontologische Beziehung bestehen, nur der vom Menschen her lebendige Austausch der Gsbez kann gestört oder abgebrochen werden (nicht wie bei Luther, dass sich ein völliger Verlust des Gottabbildseins durch die Ursünde ergibt)


Gottoffenheit

à So ist M konstitutiv immer offen für Gott, auch wenn er individuelle Störungen durch Sünde hat




Personale Selbsttranszendenz

-          Durch Goabbildsein erhält jeder Mensch konkretes Geschenk des Personseins


-          Fundament bildet Geist mit seinen Kräften: Verstand und Wille


-          Menschlicher Geist transzendiert auf das Unendliche hin, denn:

à Verstand will ohne Grenzen immer mehr erkennen

à Wille strebt ohne Grenzen immer nach neuen Zielen


Gottoffenheit

-          Personsein entfaltet sich in den Geistestätigkeiten des Erkennens und Wollens


-          Da M in seinen geistigen Aktivitäten das Unendliche überschreitet, liegt im Personsein dynamische Ausrichtung auf unendliche Wirklichkeit Gottes


à So ist M personal offen für Gott


2. Die Gabbildliche Offenbarungsempfänglichkeit des M


Ø  Wo sind die unmittelbaren Ansatzpunkte, die den M für G offen machen? Wie wirkt sich die Offenheit für G konkret aus?


à M bekommt als Abbild Gs ein dialogisches, responsorisches und interrogatives Wesen geschenkt

à So hat er in 3-facher Hinsicht eine aktive Fähigkeit, die Selbstmitteilung aufzunehmen

Dialogische Offenbarungsempfänglichkeit

Responsorische Offenbarungsempfänglichkeit

Interrogative Offenbarungsempfänglichkeit

-          Gabbildsein erschafft beim Menschen eine Ähnlichkeit = Konaturalität mit Gott


-          Ansatz für Gottesverwandschaft liegt in Begabung der Wortmächtigkeit des M


à So hat M Fähigkeit zum Dialog, mit G und ist ansprechbares Du s


-          Als ansprechbares Du Gs ist M offen für die Selbstmitteilung Gs


-          M erhält aktive Fähigkeit, Anrede Gs wahrzunehmen


à So hat M aktive Anredefähigkeit für die Selbstmitteilung Gs

-          Das Gabbildsein erschafft beim M dauerndes Angerufensein von G


-          M existiert als Antwort zum rufenden G, da er durch das Wort Gs als Abbild Gs erschaffen wurde


-          Indem Abbildsein und Antwortsein identisch sind, existiert M als antwortendes und responsorisches Wesen gegenüber G


à So ist M Antwortpartner Gs, ein antwortendes Du Gs


-          Als responsorisches Wesen hat M die aktive Fähigkeit, auf Offenbarung Gs mit Annahme oder Ablehnung zu reagieren


à So erhält M aktive Antwortfähigkeit gegenüber der Selbstmitteilung Gs


-          Gabbildsein beim M erschafft bei ihm Teilhabe am unendlichen Geist Gs


-          Durch diese Teilhabe an Unendlichkeit Gs greift menschlicher Geist ständig nach dem Unendlichen im Erkenntnisbemühen aus


-          Dies äußert sich konkret in ständig neuem Fragen


à So existiert M als lebendige Frage nach G, als fragendes oder interrogatives Wesen


-          Als unendlich fragendes Wesen ist M offen für Selbstmitteilung des unendlichen Gs


-          Nur in Offenbarung Gs erhält menschliches Fragen seine letztlich erfüllende Antwort


à So hat M aktive Erkennbarkeit der Selbstmitteilung Gs

IV. Der Glaube als die menschliche Antwort auf die Selbstmitteilung des Geheimnisses Gott


·         Als Korrelat zur Offenbarung ist dem M spezifische Grunddimension des Glaubens geschenkt

·         Auf eine Aktion Gs, erfolgt Reaktion des Glaubens

·         Im Glauben antwortet M auf die geschichtlichen Erfahrungen der Selbstmitteilung Gs

·         So ist Glaube ein von G eröffnetes Begegnungsgeschehen, das sich beim M als ganzheitliche Antwort und als personale Grundeinstellung zeigt




·         Auf Selbstmitteilung des Geheimnis Gs antwortet M im Glauben

·         Im Glauben spielen alle Dimensionen des menschl Lebens mit: Geist, Seele und Leib

Grundkräfte des Geistes

Alle Schichten der Seele

Leib mit all seinen Sinnen

o Vernunft als Vernehmen

o Freiheit als Entscheidung

o Verstand als Verstehen

o Wille als Handeln

o Liebe als Sichöffnen u hingeben

Im Glaubensprozess wirken mit:

o    Unterbewusstsein mit all seinen Lebenserfahrungen

o    das Emotionale mit all seinen Gefühlsausdrücken

o    persönliche Bedürfnisse und Sehnsüchte

o    Hören und Sprechen

(Glaube kommt vom Hören der Botschaft und wird in Gemeinschaft vermittelt)

o    Sehen, Tasten, Riechen, Schmecken

2. Der Glaube als personale Grundeinstellung


·         Primär: Glaube ist personale Grundeinstellung die sich als Vertrauen, Entscheidung und Hingabe äußert (fides qua)

·         Sekundär: Glaube hat rationale Komponente (fides quae)

Personales Vertrauen

existenzielle Grundentscheidung

Ganzhingabe

-          Im Begegnungsgeschehen

à Am Anfang des Glaubens steht der Satz: „Ich glaube dir, Gott; ich vertraue dir“ (nicht ich glaube an etwas)


-          Ganze Person lässt sich auf Du Gs ein

(M sagt „JA“ zu Gs unsichtbarer, ungreifbarer, unendlicher und unbegreiflicher Wirklichkeit)


-          Glaube wird in Entschluss verwirklicht, der gesamte Existenz des M erfasst und betrifft

à „Ich entscheide mich für Gott“


-          Damit geht M großes Wagnis ein

(gesamte Lebensführung und Aktivitäten vom Geheimnis G her zu gestalten)


-          „Ich gebe dir mich ganz hin, Gott“


-          Hingabe wird durch bibl Satz deutlich: „Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und ganzer Kraft“ (Dtn 6,5 und Mt 22,37)


-          Diese Bedeutung befindet sich auch im Wort credere: cor dare = das Herz schenken


-          Glauben heißt: ICH schenke dir mein Herz

3. Der existenzielle Wert des Glaubens


Ø  Was bringt der Glaube an Gott für meine Existenz?

à Frage muss gestellt werden um Vorurteil, dass der Glaube Ballst für das Leben sei und etwas Lebensfremdes ist, auszuräumen

à Frage darf gestellt werden, da ein richtig verstandener Gsglaube eine innere Einheit mit dem Leben bildet

à Glaube an G will menschl. Leben bereichern und fördern


a)   Der Glaube an Gott als Bereicherung des Lebens

·         Durch lebendige Beziehung zu G ist M mit seiner ganzen Existenz in unendliche Fülle des Geheimnisses G hineingenommen

·         Für das Leben eröffnet sich damit die Dimension für das Weite, Tiefe und Höhe

Horizont unendlicher Weite

Quelle unendlicher Tiefe

Ziel unendlicher Höhe

-          Da G das Ganze ist, hat der Gläubige Beziehung zum Ganzen der Wirklichkeit

(nicht auf Teilbereiche begrenzt)


-          Da G Schöpfer des Alls ist, hat M Bez zum All, zu allen Geschöpfen und lebt in grenzenlosen Verbundenheit mit allen Geschöpfen


-          Da G unauslotbare Tiefe allen Seins ist, strebt Gläubige nach Leben mit Tiefe und verliert sich nicht in Oberflächlichkeit


-          Da G unendlich tiefe Liebe ist, steht Gläubige in Bez zu allem Ursprung der Liebe

(erlebt tiefste Geborgenheit und erhält Antrieb die Liebe gegenüber den Mitmenschen zu verwirklichen)


-          Da G das unendlich tiefe Glück ist, steht der Gläubige in Bez zum Ursprung allen Glücks (erlebt tiefstes Glück, weil er weiß, dass er von G geliebt wird und weil er die guten Gaben der Schöpfung genießen kann)

-          Da G höchstes Wesen ist, hat Gläubige Bez zur höchsten Wirklichkeit

(er lebt in Gemeinschaft mit dem höchsten Wesen und wird dadurch in die Erhabenheit emporgehoben)


-          Da G allerhöchstes Gut ist, hat Glaubender Bez zur vollkommenen Wirklichkeit (ihm steht die höchste Güte als Ziel vor Augen und er strebt die höchsten Werte und Güter an)


v  Glaube an G schenkt dem Leben bereichernde Qualitäten

·         Gibt dem M die maximalste Weite, Tiefe, Höhe

·         Wird nicht immer bewusst erlebt, aber wirkt im Unterbewusstsein

·         Glaube ist ein Unterwegssein zur unendlichen Fülle des Lebens in G (nicht Vollendungszustand)


b)   Der Glaube an Go als Förderung des Lebens

Orientierung

Quelle innerer Kraft

tragende Gemeinschaft

-          Da Glaube Antworten auf existenziellen Fragen nach dem Sinn des Lebens liefert, gibt er M Grundorientierung


-          Glaube an G zeigt M die Liebe als Sinn des Lebens, da G den Menschen aus Liebe geschaffen hat



-          Glaube schenkt praktische Lebensorientierung, da Gebote, was zu tun und zu lassen ist

(= Hilfe, das individuelle und soziale Leben zu gestalten)



-          Glaube gibt M Kraft zum Guten


-          Glaubender ist durch Güte Gs motiviert, sich für das Gute dauerhaft einzusetzen


-          Engagement für das Gute dient dem Wohl der M als Individuum und Gemeinschaft



-          Glaube gibt M Kraft, Schwierigkeiten (und individuelle und soziale Zustände) zu bewältigen, da G Urkraft ist


-          Glaube schenkt M Gemeinschaft mit G


-          Da G Liebe ist, fühlt sich M von ihr umfangen und gehalten


-          So lebt er in Grundgeborgenheit und geht alle Probleme des Lebens mit unerschütterlichen Grundvertrauen an


-          Glaube schenkt M tragende Gem mit anderen Gläubigen (diese fühlen sich in Liebe miteinander verbunden und der einzelne M lebt im Bewusstsein, dass er zu einer liebenden Gemeinschaft gehört und von ihr getragen ist)





B Die Theologie als wissenschaftliches Mühen um das Geheimnis Gott


·         Wissenschaftliche Theologie reflektiert die im Glauben erfasste und angenommene Offenbarung

·         Theologie = methodische Reflexion des Glaubens an G und die damit verbundenen Inhalte (fides qua und fides quae)

·         Theologie = kognitiver und kommunikativer Prozess (Erkenntnis über Glaubensinhalte und Mitteilung)


I. Die Theologie als Glaubenswissenschaft


·         Vernunft spielt auch beim Glauben eine große Rolle

·         Historische Entwicklung der Theologie zur Glaubenswissenschaft


1. Relevanz der Vernunft für den Glauben


3 Schritte zur Darstellung der Vernunft als Bestandteil des Glaubens:


a) Vernunft bildet einen Bestandteil im Glauben

·         Glaube schließt Erkenntnisdimension mit ein (nicht: ist Nichtwissen)

·         Glaube = existenzielle Personerkenntnis, da personale Antwort auf personalen Anruf von G

·         Glaube gibt ganzheitliches Lebenswissen und befasst sich mit dem Ganzen der Wirklichkeit (nicht wie Naturwissenschaften nur rein Rationales, das nur Teile der Wirklichkeit erfasst)


b) Glaube arbeitet mit Vernunft zu seiner Erhellung

·         Erkenntnisdimension des Glaubens verlangt positiven Einsatz der Vernunft

·         Anselm von Canterburry: „fides quaerens intellectum“ = Glaube, der die Einsicht sucht (Grundansatz für die rationale Reflexion der Glaubensinhalte)

·         Glaube = Basis und Ziel des Suchens nach rationaler Einsicht, d.h.

à 1. AP bildet feststehende Glaube an G und verbundenen Inhalte à 2. Glaube ist Voraussetzung für Nachdenken, für nachträgliches Bedenken

·         Durch diese innere, verstehende Aneignung der Glaubensinhalte soll eine Vertiefung der personalen Beziehung zu Gott erfolgen


c) Spannung zwischen Rationalität und Überrationalität bleibt im Glauben

·         Glaube beinhaltet polare Spannung zwischen Vernünftigkeit und Unvernünftigkeit

·         D.h. obwohl er rationales Moment hat, hat man es mit Geheimnis G zu tun, was Vernunft übersteigt

·         Diese beiden Pole müssen begründet werden:

·         Betonung der Rationalität (philosophischer Positivismus: doch, es gibt einen rationalen Aspekt, Glaube ist nicht irrational; innerchristlicher Fideismus: doch, Glaube basiert auf vernunftgemäßen Entscheidung, ist nicht blinde Unterwerfung)


2. Die Entwicklung christlicher Theologie als Glaubenswissenschaft


griechischer Ursprung


scholastische Entfaltung





patristische Grundlegung



neuzeitl.Auffächerung

a)   Griechischer Ursprung des Theologiebegriffs

·         Begriff „Theologie“ tritt erstmals in griech. Philosophie = Rede/ Lehre von G

·         Platon: Einführung des Begriffes = Reflexion über das Wesen Gottes und Aufstellung von Richtlinien über das rechte Reden von G

·         Aristoteles: Unterscheidung zw. Mathematischer, physikalischer und theologischer Philosophie; die theologische ist für ihn die „erste“ und theologische Wissenschaft im Rahmen der Seinslehre

·         Varro: 3 Arten von Theologie:

1) mythische = Göttersagen der Dichter

2) physische = Gottesreflexionen der Philosophen

3) politische = öffentlich gültige Gottesvorstellungen


b)   Patristische Grundlegung christlicher Theologie

·         Bemühen um rationale Reflexion der Glaubensinhalte gehört schon immer zum Christentum

·         NT Schriftsteller Joh und Paulus interpretieren Erfahrungen der Selbstmitteilung Gs in Jesus mit best. Denkkategorien

·         Apologeten: erste systematische Darlegung der Glaubensinhalte: „wahre Philosophie“

·         Klemens von Alexandrien: erstmals: christliche Gsvorstellungen = wahre Theologie

·         Eusebius von Caesarea: Begriff wird in Ostkirche heimisch; in Westkirche erst seit Augustinus


c)   Scholastische Entfaltung in der Theologie

·         Patristik: Theologie = Gotteslehre im engeren Sinn

·         Scholastik: Erweiterung des Begriffs:

·         Abaelard: Theologie = wissenschaftl. Reflexion des gesamten Bereichs des christl. Glaubens

·         13. JH: Einführung an der Uni Paris: theologische Fakultät

·         Thomas von Aquin & Bonaventura: Theologie = umfassende Wissenschaft des christl. Glaubens


d)   Gegenwärtige Auffächerung der Theologie

·         Theologie gliedert sich im Verlauf der Neuzeit in spezielle Forschungsgebiete

·         Einzeldisziplinen in 4 große Bereiche zusammengefasst:

1)    Biblische Theologie ( Einleitungswissenschaft; AT; NT)

2)    Historische Theologie ( Kirchengeschichte MA, NZ, Antike)

3)    Systematische Theologie ( Funda, Dogmatik, Moraltheologie, CSE)

4)    Praktische Theologie (Relpäd, Kirchenrecht, Liturgiewissenschaft, Pastoraltheologie, Katechetik)





C. Die Gotteslehre als analoge Rede vom Geheimnis Gott


·         Schwierigkeit vom Geheimnis G in menschlichen Begriffen zu reden

·         Aber von G reden ist wichtig

·         Es gilt:

à 1. Geheimnis G = unbegreiflich und hat keine menschl Begriffe

à 2. Glaube drängt zum Weitersagen und Mitteilen (Paulus: Wir glauben und darum reden wir)

·         Sinnvolle Rede von G gibt es, soll in 2 Schritten erläutert werden

1)    Erörterung der Grundformen der Rede von G

2)    Analogie als adäquate Methode wissenschaftl. Rede von G


1. Linguistische Einordnung der Rede von Gott


Beweis, dass Rede von G sprachwissenschaftlich sinnvoll ist: linguistische Einordnung


a)   Einteilung der Grundformen nach linguistischen Grundfunktionen

·         4 Grundformen religiöser Rede:

*     

Gemeinsamkeit: sprachliche Äußerung der Gottverbundenheit



Gebet

*      Bekenntnis

*      Verkündigung

*      Lehre


·         Grundformen kommen Grundfunktionen zu:

Gebet

Bekenntnis

Verkündigung

Lehre

= invokative Rede

= assertive Rede

= evokative Rede

= reflexive Rede

Anredefunktion als Anrufung

Kundgabefunktion als Behauptung

Appellfunktion als Aufforderung

Darstellungsfunktion als Rücküberlegung

·         4 Grundformen lassen sich nach ihrer Zielrichtung in 2 Gruppen zusammenfassen:

Expressive Äußerungen

Instruktive Äußerungen

= Gebet und Bekenntnis


à Rede zu Gott (bete und bekenne mich zu Gott)



Unmittelbares Gespräch der Einzelperson mit Gott

= Verkündigung und Lehre


à Rede von Gott (verkündige von und Lehre über Gott)


Mittelbare Aussagen über Gott an andere Menschen

Ø  Was macht die Instruktivität von Verkündigung und Lehre aus?

·         Verkündigung als evokative Rede ruft bei anderen Person innere od. äußere Bewegung hervor


·         Lehre als reflexive Rede regt zum Nachdenken über G an

à vermittelt Einsichten über Wesen Gs und ermöglicht interpersonalen Dialog mit G


b)   Semantische Zuordnung des Begriffes „GOTT“

·         Da analytische Philosophie mit Sprachanalysen argumentiert, muss auch Theologie dies tun, um auf gleicher Argumentationsebene die Sinnhaftigkeit der Rede von G aufzuzeigen

·         Spezifische Deutung des Gottesbegriffs mit 2 semantischen Kategorien zu umschreiben:

G als synkategorematischer Ausdruck

G als illokutionärer Ausdruck

-          Begriff G braucht immer Zusammenhang zu andern Begriffen; alleine sinnlos


-          Begriff G = Grundaussage, die ihre vielfältige Bedeutung im Kontext anderer Grundaussagen aufscheinen lässt


à In der Rede von G geht es um Daseins- (ontologisch) und Handlungsorientierung (ethisch)


à Rede von G steht in universalem Kontext, da G die alles bestimmende Wirklichkeit ist

(man befasst sich mit Ganzem der Welt, mit Ganzem des menschl. Lebens in sozialen und personalen Dim.)


-          Rede von G transportiert nicht nur sprachliche Bedeutung (=Lokutionär), sondern auch gezieltes Handeln (Illokutionäres)


-          Rede von Gott ist nicht nur informativ, sondern auch performativ; d.h. wirkt bei gelingender Durchführung verändernd


Þ      Rede von Gott wirkt ganzheitlich, zielt auf eine Grundentscheidung und -engagement


2. Konkrete Formen der Gotteslehre


·         Grundgegenstand der Theologie: Geheimnis G

·         Thomas von Aquin: „Weil wir von Gott nicht wissen können, was er ist, sondern nur wissen, was er nicht ist, können wir bei Gott nicht betrachten, wie er ist, sondern eher, wie er nicht ist; sodann, wie er von uns erkannt wird; schließlich, wie er benannt wird.“

à Beim Versuch G zu umschreiben ergeben sich 2 Aussagerichtungen

1. Wie Gott nicht ist


2. Was Gott affirmativ ist

= negative Theologie(verneinende)

AP: Unmöglichkeit, Wesen Gottes zu begreifen


= positive Theologie (bejahende)


AP: Möglich, etwas von Gott zu begreifen


a)   Negative Theologie

= formales Grundprinzip der Gotteslehre

·         Trifft Aussagen, wie G nicht ist


·         Begriff stammt aus Patristik

·         Inhaltlich verbreitet von: Basilius, Gregor von Nyssa; Gregor von Nazianz

·         Dionysius Areopagita: 4 verschiedenen Weisen, Gott zur Sprache zu bringen:



Symbolische Theologie

Negative Theologie

Positive Theologie

Mystische Theologie

WAS ?

in biblischen Schriften befinden sich viele symbolische Gaussagen

bringt in verneinenden Gaussagen zum Ausdruck, was G nicht ist

bringt in bejahenden Gaussagen zum Ausdruck, was G affirmativ ist

bringt in existenziellen Gaussagen zum Ausdruck, wie G innerlich erfahren wird

Betonung:


betont die Unähnlichkeit aller menschl Begriffe

betont Ähnlichkeit bestimmter menschl Begriffe

betont mystische Erfahrung Gs

Methode:

indirekte Methode

induktive Methode

deduktive Methode

intuitive Methode

·         Thomas von Aquin: nimmt negative Theologie auf

·         Betont Unbegreiflichkeit des Wesen Gottes: Was Gott ist, wissen wir nicht.

·         Nikolaus von Kues: „Theologie ist gelehrte Unwissenheit“


v  Ausgangsbasis der negativen Theologie

·         Begründungsmomente für negative Theologie: in biblischen Erfahrungen und systematischer Reflexion

·         Grundansatz liegt in Erfahrungen des AT der Unanschaubarkeit und Undarstellbarkeit Gottes:

o    Bsp.: Mose sieht Gott bei seinen Begegnungen nie (nur in Verhüllung einer dichten Wolke…)

o    Bsp.: für Undarstellbarkeit Gottes: „Du sollst dir von Gott kein Bild machen“ (Ex 20,4-5)

·         Systematischer Grundansatz liegt im Ernstnehmen des Geheimnischarakters Gs in ontologischer und gnoseologischer Sicht

Ontologisch

Gnoseologisch

-          G = der ganz Andere


-          hinsichtlich des unendlichen und unermessenen Seins Gs werden alle menschl Begriffe gesprengt


-          man kann nur negative Aussagen formulieren

-          G = unbegreiflich und undefinierbar


-          grenzenloser G nicht in begrenzten menschl Begriffen erfassbar


-          M kann Wesen Gs nie ganz begreifen

à negative Aussagen

v  Bedeutung der negativen Theologie:

·         Negative Theologie bildet wichtiges formales Grundprinzip

·         fordert kein Schweigen über G

Kohibitive/ eingrenzende Funktion

Kritisches /unterscheidbares Prinzip

Kreative / schöpferische Funktion

Bewusstsein:

-          alle Begriffe von G erfassen nur etwas begrenztes


-          menschl Begriffe reichen für Wirklichkeit Gottes nicht aus


-          Will Überprüfung der Grenzen herrschender Gottesbegriffe


-          befreit von Fixierung auf best. Gottesbegriffe


Bewusst machen:

-          M kommt mit Erkenntnisse über G nie ans Ende


-          treibt zur Suche nach neuen Umschreibungen von G

b)       Positive Theologie

·         Trifft bejahende Gsaussagen, wie G affirmativ ist


v  Zur Geschichte des Begriffs

·         Inhaltlicher AP: griechischen Philosophie Platons uns Aristoteles

·         Beschreiben G mit affirmativen Prädikaten und vielen Wesensbestimmungen

·         Platon: G = das Gute

·         Aristoteles: G= unbewegte Beweger

·          Patristik: detaillierte Reflexion über Eigenschaften Gs (Dionysios Areopagita; Johannes von Damaskus; Thomas von Aquin)


v  Ausgangsbasis der positiven Theologie

·         Fundament: Fülle affirmativer Gottesaussagen in Bibel

·         G wird in Bibel oft beschrieben mit Wörtern: Barmherzigkeit, Güte, Gerechtigkeit, Treue, Allmacht, Ewigkeit …

·         Apologeten: Beginn der Erörterung der Eigenschaften Gs

·         Patristik: umfangreiche Überlegungen zu Wesenszügen Gs

·         Scholastik: Erläuterung von Attributen wie Gs Einfachheit, Vollkommenheit, Liebe, Unendlichkeit, Ewigkeit, Einzigkeit, Allmacht, Gerechtigkeit, Treue …


v  Ontologisches Beispiel positiver Rede von Gott

·         Grundthese: G = Ganze aller Wirklichkeit

à Begriff der All-Wirklichkeit lässt sich durchspielen:

·         Andere Grundthese: G = Fülle aller Wirklichkeit

à Begriff lässt sich durchspielen:

Gott = erste und letzte; Liebe und Macht…


I. Die Analogie als adäquate Methode wissenschaftlicher Rede von Gott


Ø  Inwiefern ist Analogie das am besten geeignete methodische Prinzip der Rede von G?


1. Die theologisch besonders geeigneten Arten der Analogie


·         Patristik: v.a. metaphorische und allegorische Methoden verwendet

·         Scholastik: Analogie wird zur beherrschenden Methode bei der Rede von G


a)   Partizipative Attributionstheorie

·         Thomanischer Grundsatz: Da G Schöpfer aller Dinge ist, gilt Hinordnung aller Geschöpfe auf G als ihren Urheber

·         Da die Schöpfertätigkeit Gs echte Seinsmitteilung an seine Geschöpfe ist, bedeutet dies, eine Seinspartizipation am Geschöpf Gs

·         2-fache Dimension der partizipativen Attributionsanalogie

Ontologisch (= seinsmäßig)

Prädikatorisch

-         Gründung in der Seinspartizipation macht Attributionsanalogie allgemein zur Mitte des Urgegensatzes von Identität und Differenz des Seins/zur Verknüpfung von Einheit und Verschiedenheit des Seins


-         Partizipative Attributionsanalogie hält seinsmäßig Gott und Welt in Identität und Differenz zusammen

-         Analogie hält in Prädikation die Mitte zwischen Äquivokation (Mehrdeutigkeit) und Univoquation (Eindeutigkeit)


-         Äquivoke Begriffe: gleiches Wort hat unterschiedlichen Sinn („Strauß“; Vogel, Blumen)


-         Univoke Begriffe: verschiedene Wörter haben gleichen Sinn (Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit)


-         Analoge Begriffe: gleiches Wort hat ähnlichen Sinn (Sein wird bei vielen Seienden ähnlich verwendet, d.h. es sagt zugleich Gemeinsamkeit und Verschiedenheit; Identität und Differenz aus)

è  Angewendet auf die Rede von G: Analogie vermittelt Begriffe, die zugleich von G und Welt ausgesagt werden können, wobei sie weder ganz äquivok oder univok sind

è  Die seinsmäßige Partizipation gewährleistet, dass mit dem geschöpflichen Begriff auch etw. vom Sein des Schöpfers ausgesagt wird



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