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Goethes Erlkönig im Vergleich zur Adaption
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German studies

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Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf - HHU

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Was sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der Sowjetunion und Nordkorea zur Zeiten von Stalin und Kim Il-Sung Inhaltsverzeich­nis­: 1. Einleitung 2 2. Die Sowjetunion 3 2.1 Die Entstehungsgesc­hic­hte .3 2.1.1 Die Februarrevoluti­on 4 2.1.2 Die Oktoberrevoluti­on .4 2.2 Das Politische System der Sowjetunion 5 2.3 Der Kommunismus / Der Stalinismus 5 2.4 Stalin 6 2.5 Das Regime Stalins 7 3. Nordkorea 8 3.1 Die Entstehungsgesc­hic­hte .8 3.2 Das Politische System Nordkoreas 10 3.3 Die Juche Ideologie 10 3.4…
Unterrichtsimpu­lse zur Ballade - Beispiel Goethes Erlkönig    Inhalt  1. Die Ballade  1 2. Goethes „Erlkönig“  1 3. Unterrichtsimpu­lse zur Ballade:  2  Fiktive Unterrichtsreih­e: Klasse 7 4. Überblick über die Unterrichtseinh­eit „Balladen“ 3 5. Lernziele  4 6. Literaturnachwe­is  4 1. Die Ballade Das Wort „Ballade“ geht auf die italienische Bezeichnung „ballata“ zurück und meint ursprünglich ein Tanzlied (vgl. Menzel 2001a;7). Die Geschichte der deutschen Ballade nimmt ihren Anfang im Mittelalter, in dem sich Heldenlieder…
Goethes Erlkönig im Vergleich zur Adaption "Dalai Lama" der Band Rammstein - Eine Analyse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Inhalt


1.      Einleitung 2


2.      Zu Goethes Erlkönig 3


2.1 Zeitliche Einordnung und Titel 3

2.2 Inhalt, Aufbau und Struktur 4


3.      Zu Rammsteins Dalai Lama 5


3.1                  Zeitliche Einordnung und Titel 5

3.2                  Inhalt, Aufbau und Struktur 5


4.      Beide Texte im Vergleich 7

4.1                 Personen & Elemente der Handlung 7

4.1.1                     Der Erzähler 7

4.1.2                     Die Vaterfigur 8

4.1.3                     Das Kind 9

4.1.4                     Die mythische Macht 10

4.1.5                     Das Gefolge 11

4.1.6                     Der Transport 12

4.2                 Ursache & Folge 13


5.      Zur Gattung der Ballade 15


5.1 Aspekte innerhalb der Texte 16

5.2 Adaptionen des Schauerromans? 18


6.      Fazit 20


7.      Literatur 22



Erlkönig.


Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,

Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.


5 Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -

Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? -
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!

10 Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;

Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“ -

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? -

15 Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;

In dürren Blättern säuselt der Wind. -

„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn

20 Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“ -


Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. -


25 „Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;

Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.“ -
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! -

Dem Vater grauset’s; er reitet geschwind,

30 Er hält in Armen das ächzende Kind,

Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.



Johann Wolfgang Goethe:


Sämtliche Werke, Briefe, Tagebücher und Gespräche. Bd. 2. Deutscher Klassiker-Verlag, 1987: S. 107-108.


Rammstein: „Dalai Lama“.


In: Reise, Reise!. Audio-CD mit Booklet; Universal Music, 2004: Lied 3


Dalai Lama

Ein Flugzeug liegt im Abendwind

An Bord ist auch ein Mann mit Kind

Sie sitzen sicher sitzen warm

Und gehen so dem Schlaf ins Garn

5 In drei Stunden sind sie da

Zum Wiegenfeste der Mama

Die Sicht ist gut der Himmel klar.


Wei.....[read full text]

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Der etymologische Ursprung des Erlkönigs führt bis heute zu fachlichem Widerstreit. So wird einerseits eine Fehlübersetzung Herders angenommen, die Goethe unbedachter Weise übernommen haben soll. Der Argumentation folgend, sei hier das dänische Wort „Eller“ zu Erle statt dem Wortstamm entsprechend zu Elf geworden.[7] Es sei jedoch ebenfalls möglich, dass Goethe, um deutsches Volksgut aufzugreifen, die mythologisch Kraft der Erle als Baum der Unterwelt herausheben wollte.


2.2  Inhalt, Aufbau und Struktur


Der Erlkönig handelt von dem nächtlichen Ritt eines Vaters mit seinem Sohn. Der Vater bemerkt, dass der Junge Angst vor etwas hat, woraufhin dieser von übernatürlichen Erscheinungen berichtet, die ihn in eine jenseitige Welt zu locken versuchen. Der Vater versucht seinem Sohn die Angst zu nehmen, indem er auf die einzelnen Beschreibungen des Erlkönigs, seines Gefolges und ihrer Versuchungen mit rationalen Argumenten antwortet.

Obwohl der Vater im Gegensatz zu seinem Sohn nichts davon wahrnehmen kann, wird auch er während des Dialogs von Angst erfasst. Als sie schließlich ihr Ziel erreichen und auf einem Hof ankommen, ist das Kind bereits verstorben.

Die Ballade besteht aus acht Strophen, die in jeweils vier Zeilen gegliedert in Form von Paarreimen dem Reimschema aabb folgen. In der ersten Strophe führt die Erzählerinstanz in das Geschehen ein, wobei sowohl die Personen als auch Ort und Zeit des Geschehens skizziert werden.

Die zweite Strophe stellt den Beginn des Dialogs zwischen Vater und Sohn dar, worin der Junge als Grund für seine Angst den Erlkönig benennt und der Vater eine rationale Erklärung für das sucht, was sein Kind zu sehen glaubt. In der dritten Strophe tritt der Erlkönig persönlich auf, indem er in Form einer direkten Rede zum ersten Mal den Versuch unternimmt, den Knaben zu locken.

In den folgenden Strophen wird die Spannung kontinuierlich im Wechsel zwischen Dialog und Verlockung gesteigert, bis in der siebten Strophe die Äußerungen von Erlkönig und Sohn aufeinander treffen, wodurch ein Bruch in der Folge stattfindet. Der Übergriff des Erlkönigs bildet dabei die Klimax der Gefährdung, anstatt der bisherigen Beobachtungen berichtet der Junge nun, Opfer einer Handlung geworden zu sein.

Die achte Strophe bildet mit Erreichen des Hofs und dem Tod des Kindes das tragische Ende.


  1. Zu Rammsteins Dalai Lama



3.1  zeitliche Einordnung und Titel


Die Musikgruppe Rammstein hat sich 1994 in Berlin gegründet und gehört inzwischen zu den sowohl national als auch international bekanntesten und erfolgreichsten deutschsprachigen Rockbands. Ihr erstes Album Herzeleid gilt als Grundsteinlegung eines neuen Musikgenres, der Neuen Deutschen Härte, deren gemeinsame Charakteristika deutscher Gesang, harte, repetitive Gitarrenriffs, externe Einflüsse aus anderen Genres sowie ein Themenkomplex aus „Liebe, Eifersucht, Hass, Sex, Tod, Teufel, Dämonen, die Menschheit und auch Geschlechtliches“ bilden.[8] Im Jahr 2004 veröffentlichten Rammstein ihr viertes Album unter dem Titel Reise, Reise!, auf dem Dalai Lama als drittes Lied von insgesamt elf zu finden ist.

Die Band Rammstein gibt selbst keinen konkreten Hinweis zur Genealogie des Titels Dalai Lama, daher bleiben alle Überlegungen zur Klärung reine Mutmaßung. Im Hinblick auf Refrain und Ende des Liedtextes liegt die Interpretation des Titels als Sinnbild für den Buddhismus am nächsten.

Ein weiterer möglicher Bezug ließe sich im feuilletonistischen Allgemeinwissen finden, wonach der derzeitige und 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, dem Thema entsprechend tatsächlich unter Flugangst leidet.[9]


3.2  Inhalt, Aufbau und Struktur


In dem Lied wird von einem Flugzeug berichtet, zu dessen Passagieren u.a. ein Mann und ein Kind zählen. Obwohl zunächst alles in Ordnung scheint, gerät die Maschine plötzlich in Turbulenzen. Als Urheber wird „der Herr im Himmel“ genannt, der auf diese Art die alte Ordnung wieder herstellen will, worin der Mensch nicht in den Himmel gehört und stattdessen auf der Erde bleiben muss.

Dieser habe in seiner Maßlosigkeit seinen Platz in der Weltordnung verlassen und ist, anstatt auf Erden zu bleiben, in ein für ihn nicht bestimmtes Gebiet eingedrungen. Auf die scheinbar unstillbare Neugier des Menschen folgt nun seine Strafe. Allein das Kind bemerkt die darin herrschende Macht, die auch als Wolkentreiber und König der Winde benannt wird, und hört das Locken .....

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Bei Rammstein leitet der Erzähler zwar auch in das Geschehen ein, jedoch endet er nicht zeitgleich mit dem Tod des Kindes, sondern berichtet auch noch post mortem. Zudem erfolgt keine eindeutige Trennung zwischen Erzähler und restlichem Dialog, infolgedessen auch ungeklärt bleibt, wer genau sich in Form der indirekten Rede äußert.

Der Erzähler ist hier außerdem nicht sachlich distanziert oder auf Objektivität begrenzt, sondern fungiert als moralische Instanz und ist somit ins Geschehen involviert. Seine stimmungshafte Wortwahl begründet nicht nur den Rhythmus, sie nimmt zudem Einfluss auf den Leser und besitzt dadurch sowohl meinungsbildenden als auch teilnehmenden Charakter.


Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,

Der Vater hält das Kind jetzt fest


Er hält in den Armen

Hat es sehr an sich gepresst


das ächzende Kind

Bemerkt nicht dessen Atemnot


Erreicht den Hof mit Mühe und Not

Doch die Angst kennt kein Erbarmen


In seinen Armen

So der Vater mit den Armen


das Kind war tot

Drückt die Seele aus dem Kind



Diese setzt sich auf den Wind und singt […]

allwissender Erzähler


Erlkönig

Dalai Lama


-        leitet in Szene ein & aus

-   leitet in Szene ein, aber nicht aus


-        eindeutige Trennung zu Dialogen

-   Erzähler & Dialog nicht eindeutig getrennt


-        wertfreie, objektive Beschreibung

-   wertend, teilnehmend & meinungsgebend



→ Rhythmus, Wirkung, Wortwahl


-        Erzähler endet mit Tod d. Kindes

-   beschreibt noch post mortem






4.1.2       Die Vaterfigur

Die Figur des Vaters repräsentiert im Erlkönig die rationale Seite des Menschen, der sich vom alptraumhaften Geschehen distanziert und dem Grauen mit Vernunft und Logik entgegen tritt. In ihm vereinen sich sowohl Sicherheit als auch aktives Handeln und Emotionen, denn obwohl er die mystischen Gestalten nicht sehen kann, ist er doch voller Sorge um seinen Sohn.

Versucht er anfangs noch dem Kind mit logischen Argumenten die Angst zu nehmen, bricht der von ihm eröffnete Dialog zu seinem Sohn im Verlauf immer weiter ab. Je größer seine Verzweiflung wird umso mehr wendet er sich von der ratio ab, bis auch ihn schließlich das Grauen packt.

Es ist der Vater mit seinem Kind

An Bord ist auch ein Mann mit Kind

Er hat den Knaben wohl in dem Arm


Die Figur des Vaters ist bei Rammstein hauptsächlich durch Passivität auf verschiedenen Ebenen gekennzeichnet. Er unternimmt weder einen direkten Kommunikationsversuch, noch reagiert er auf die Ansprache des Kindes. Zudem bleibt seine Beziehung zum Kind bis zur vierten Strophe unbestimmt.

Im Vergleich ist hier besonders auffällig, dass die emotionale Beschreibung ihrer familiären Beziehung in der Verbindung von Personal-pronomen und Anrede einem unbestimmten Artikel und genereller Sexus Beschreibung gewichen ist.


Der Mann tritt an keiner Stelle aus eigener Motivation hervor, stattdessen ist von Menschenfracht die Rede, zu der “auch“ er gehört. Nur in einer Situation handelt er aktiv, und diese lässt ihn letztlich zum Täter werden. Seine vermeintliche Aktivität gegen Ende des Liedes verstärkt den Eindruck einer untergeordneten Passivität zusätzlich, denn er handelt nicht als Individuum sondern gibt sich der Stimmung der Masse hin, infolgedessen er auch die Konsequenzen seines Hande.....

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Bei Goethe wird dieses Übernatürliche vom Knaben direkt als „Erlkönig“ benannt, in dessen Figur Verführung, Gefahr, Gewalt und Verderben Gestalt annehmen. Nachdem das Kind zunächst nur verbalen und optischen Reizen ausgesetzt ist, nimmt die Gefahr immer weiter zu, bis es schließlich zu einem Übergriff kommt, dessen Berührung zum Tod des Kindes führt.

Während sich bei Goethe die steigende Spannung erst in Form der einzelnen Verlockungen darstellt und sich zuletzt im Übergriff manifestiert, fehlt eine solche Konkretisierung im Lied Dalai Lama. Stattdessen zeigt er sich als Naturgewalt, deren Ausdruck in der Gleichsetzung mit menschlichen Emotionen noch stärker zu seiner Personifizierung beiträgt.

Die Intensivierung innerhalb der Handlung spiegelt sich in der menschlichen Reaktion wieder, die als Konsequenz im direkten Verhältnis zur Macht steht. Das Mythische wird an keiner Stelle direkt benannt, sondern bleibt in verschiedenen Umschreibungen unbestimmt, doch gleichsam funktional bedeutend. „König aller Winde“, „Wolkentreiber“ oder „Herr im Himmel“ entsprechen einem hierarchischen Modell, wobei letztere an keiner Stelle als eindeutige Entsprechung zum christlichen „Herrgott“ bestimmt wird.


Der Mensch gehört nicht in die Luft Da springt ein Widerhall zu Ohren

So der Herr im Himmel ruft Ein dumpfes Grollen treibt die Nacht


Und der Wolkentreiber lacht → Schüttelt wach die Menschenfracht


Das ist der König aller Winde → Hörst du denn den Donner nicht


mythische Macht

Erlkönig

Dalai Lama



-   spricht das Kind unmittelbar an,

- keine direkte Ansprache des Kindes, sondern

-   drückt konkreten (eigenen) Willen aus:

-   beauftragt seine Söhne

-   möchte Knaben aus Begierde für sich

-   will Kind nicht primär für sich, sondern


-   erklärt den Himmel für Menschenfrei

lockt ihn in sein Reich

will Menschen aus (Himmel-)Reich entfernen

-   wird durch den Übergriff zum Täter,

-   letztlich nicht der Täter, lediglich Verursacher

da der Junge nach Berührung tot ist.

der Panik, die zum Tod des Jungen führte

4.1.5       Das Gefolge

Bei Goethe umfasst das Gefolge des Erlkönigs alle Gestalten, die Gegenstand seiner verlockenden Erzählung sind. Es handelt sich bei ihnen um Figuren in der Ferne, von denen der Knabe nur indirekt und ausschließlich im Kontext der anderen Welt vom Erlkönig erfährt. Dort würden ihn sowohl die Mutter als auch die Töchter des Erlkönigs erwarten, wobei die farbenfrohe, sorgenfreie und als vollkommen glücklich beschriebene Schilderung der anderen Welt im scharfen Kontrast zu Witterung und Dunkelheit der realen Nacht steht.


Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? - Manch bunte Blumen sind an dem Strand,

Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. - Meine Mutter hat manch gülden Gewand."


Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind; „Willst feiner Knabe, du mit mir gehn?

In dürren Blättern säuselt der Wind. Meine Töchter .....

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Es ist der Vater mit seinem Kind; An Bord ist auch ein Mann mit Kind


Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Sie sitzen sicher sitzen warm

Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm. Und gehen so dem Schlaf ins Garn.


Transport(-mittel)

Erlkönig

Dalai Lama

- Pferd

- Flugzeug

-   Reiter besitzt unmittelbar Kontrolle über

- Passagiere sind zur Passivität gezwungen,

Richtung & Geschwindigkeit

haben keinen direkten Einfluss auf Verlauf

-   Pferd & Reiter interagieren

-   Anonymität der Passagiere als Masse,


Verdinglichung als „Menschenfracht“

4.2  Ursache und Folge


So viele Unterschiede auch zwischen den untersuchten Texten auch bestehen, so grundlegend sind ihre elementaren Gemeinsamkeiten. Ihr Gerüst besteht in beiden Fällen vor allem aus der Gegenüberstellung scheinbar unterschiedlicher Motive und in Abgrenzung der Realität als eine innere und eine äußere Welt.

Die Auseinandersetzung dieser gegensätzlichen Welten findet sich beispielsweise in der Beziehung zwischen Vater und Sohn, Aktivität und Passivität sowie Emotion und Vernunft. Während sich offensichtliche Unterschiede als exakt ins Gegenteil verkehrte, quasi ‚getarnte‛ Gemeinsamkeiten herausstellen (Söhne – Töchter), ist die inhaltliche Verschiebung einiger Aspekte von der Vorlage zur Adaption fast noch bedeutsamer.

Hauptbestandteil beider Texte ist der Dialog, allerdings findet dieser nicht länger zwischen den Protagonisten Vater und Sohn statt, sondern zwischen dem abstrakt Himmlischen und Irdischen, indirekt vertreten durch „Menschenkind“ und „Herr im Himmel“. So sucht der Vater auch nicht länger Hilfe in der Vernunft, sondern wird ein anonymer Teil der Fracht als unmündiger Nutznießer einer unkontrollierbaren Technik.

Bereits zu Beginn wird die scheinbare Sicherheit im Flugzeug beschrieben, doch sie verändert sich schrittweise so stark, bis der anfängliche Eindruck nur noch als gewohnte Ergebenhe.....

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So groß sich der Unterschied zwischen der Passivität des Mannes und der himmlischen Allmacht auch darstellt, so subtil ist ihre Gemeinsamkeit. Sei es das strafende Urteil des „Herr im Himmel“ oder der Vater, der das Kind erdrückt, die schwerwiegenden Momente entscheiden sich zwischen Ihnen als Autoritäten (bzw. Vaterfigur).


Der Mensch gehört nicht in die Luft

So der Herr im Himmel ruft So der Vater mit den Armen

Seine Söhne auf dem Wind Drückt die Seele aus dem Kind


  1. Zur Gattung der Ballade



Da der Begriff Ballade als Gattung ein weites Feld darstellt und sich eine Vielseitigkeit auf unterschiedlichen Ebenen finden lässt, erscheine es nahezu unmöglich, eine umfassende, abschließende Definition zu finden.[10] Nach heutigem Verständnis bestehe die Ballade auf einem relativ starren Themenkomplex, der die Begegnung mit dem Übersinnlichen in Form von Naturgewalten, Geistwesen oder als anonymes, grausames Schicksal beschreibt.

Weiterhin äußere sich in ihr die Auseinandersetzung mit einer „unheimlichen Wirkmacht der Natur, verbunden mit einer zwiespältigen Sicht des Erotischen, mythisch-religiösen Akzenten und Orientierung am Volkslied“.[11]

Weißert hält dazu übergreifend fest, dass es in Bezug auf ihre Struktur keine starre strophische- oder metrische Form einzuhalten gilt, allerdings sei die meist einheitlich aufgebaute Gliederung innerhalb einer Ballade auffällig.[12] Die Ballade prägt sich in ihrer Typologie in eine Vielzahl spezifischer Unterformen aus, die allerdings selten eindeutig voneinander getrennt bestehen sondern sich häufig überschneiden.

Die numinose Ballade ist eine von ihnen, wobei der Begriff von Rudolf Otto geprägt wird als das Heilige, das von jedem sittlichen und rationalen Moment losgelöst sei.[13] In diesem Zustand religiöser Erfahrung besitzt das Numinose einen doppelten Charakter, einerseits „abschreckend, furchterregend und zugleich anziehend und sinnverwirrend“.[14] In der Ballade wird dieses Thema im Aufeinandertreffen von Mensch und übersinnlichen Mächten dargestellt, indem Geisterwesen Einfluss auf das menschl.....

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