Glossary

Glossar: Grundbegriffe der Englischdidaktik

2.225 Words / ~11 pages
<
>
swopdoc logo
Download
a) trade for free
b) buy for 5.79 $
Document category

Glossary
English Language

University, School

Universität Hamburg

Author / Copyright
Text by Sonja X. ©
Format: PDF
Size: 0.23 Mb
Without copy protection
Rating [details]

Rating 4.0 of 5.0 (1)
Live Chat
Chat Room
Networking:
0/0|0[0.0]|1/2







More documents
Glossar Elemente der filmischen Gestaltung in der Sequenzanalyse als Teil der Filmanalyse Deutsch - Englisch VO Terminologie und Hilfsmittelkund­e Inhalt Legende Abkürzungen. 1 1. Glossar. 1 1.1 Quellenbibliogr­aph­ie Glossar. 9 2. Reflexion. 10 2.1 Bibliographie Reflexion. 15 Legende Abkürzungen f Femininum m Maskulinum n Neutrum noun Substantiv sg. Singular adj. Adjektiv syn. Synonym ant. Antonym abb. Abkürzung Kon. Kontext Q. Quelle(nangabe) 1. Glossar Begriff Deutsch Definition/Quel­le Begriff Englisch Definition/Quel­le…
Grundlagen und Bestandteile des kooperativen Elterngesprächs Inhalt Die vier Stockwerke des Gebäudes der kooperativen Gesprächsführun­g­: 2 „Stern“ – Stunden der Gesprächsführun­g­: 3 Empathie: 3 Berücksichtigun­g des Kontextes: 3 Ressourcenorien­tie­rung: 4 Lösungsfokussie­ru­ng: 4 Klare Kommunikation aus der Erwachsenen-Pos­iti­on. 5 Die vier Stockwerke des Gebäudes der kooperativen Gesprächsführun­g­: Die einzelnen Stockwerke können nach 2 Hauptdimensione­n geordnet werden: 1 Dimension: Die…

Glossar


Allgemeine Grundbegriffe der (Englisch-)Didaktik

Bewertung
(Bezugsnormen)

Leistungsbewertung kann mit Bezug auf verschiedene Normen geschehen: mit Bezug auf eine soziale Norm (im Vergleich zu einer Gruppe), auf eine kriteriale Norm (gemessen an einen zuvor festgelegten Kriterium) oder auf eine individuelle Norm (den individuellen Leistungszuwachs bewertend). (Vorlesung 7)

CLIL

Das Content and Language Integrated Learning ist ein Begriff, der verschiedene Formen bilingualer Unterrichtsformen unter sich zusammenfasst, „in which a foreign language is used as a tool in the learning of a non-language subject in which both language and the subject have a joint curricular role.“ (Marsh, zit. n. Surkamp 2017: 30). Es geht also bei CLIL im Zentrum um die Verschmelzung des Lernens von Inhalten und von Sprache.

Englischdidaktik

Englischdidaktik versteht sich als analytische, normative und operative Disziplin zwischen Pädagogik und Fachwissenschaft, da sie Unterrichtsprozesse theoretisch fundiert in den Fokus nimmt, sie Gegenstände des Englischunterrichts festlegt und aus ihren Überlegungen Handlungsanweisungen ableitet. (Vorlesung 1)

GER CEFR

Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen ist als deskriptives Werkzeug zur Beschreibung von Sprachkompetenz mittels sechs verschiedener Kompetenzstufen konzipiert worden. Obwohl auch als Stimulus für das lebenslange Fremdsprachenlernen gedacht, ist besonders das differenzierte Kompetenzraster weltweit rezipiert worden. (Vorlesung 6)

Gesellschaftliche Funktionen von Schule

Schule übernimmt folgende Funktionen in der Gesellschaft: Enkulturations-, Legitimations-, Qualifikations- und Allokationsfunktion (siehe Fend 2009).

Immersion

Immersion meint das Eintauchen in ein Sprachbad; im Kontext der Englischdidaktik oft bezogen auf Schulen, die eine andere Sprache als die Landessprache als Umgangssprache verwenden. Immersionstypen sind hinsichtlich ihres Beginns und ihres Umfangs zu unterscheiden. (Vorlesung 12)

Kooperatives Lernen

Kooperatives Lernen bezeichnet „kollaborative Arbeitsformen in Kleingruppen, die durch fünf Basiselemente strukturiert sind“ (Surkamp 2017: 173): wechselseitige positive Abhängigkeit der Gruppenmitglieder, individuelle Verantwortung der einzelnen für das Gruppenergebnis, direkte Interaktion mit dem Gegenüber, Anwendung und Erwerb sozialer Fähigkeiten sowie Reflexion der Gruppenprozesse

Professionalisierung

Professionalität ist als ständiger Prozess zu denken, der sich aus drei Bestimmungsansätzen  – kompetenztheoretisch, strukturtheoretisch, biografisch – speist. Unter kompetenztheoretische Bestimmungen fällt Donald Schöns Konzept der knowledge in action, reflection in action und reflection on action. (Vorlesung 1)

Prüfungen
formativ vs. summativ

Prüfungen sind entweder formativ, d. h. lernprozessbegleitend, mit starker Feedbackfunktion oder summativ, d. h. produktorientiert, mit starker Bewertungsfunktion. (Vorlesung 7)

Spracherwerbstheorien

Automatisierung

Automatisierung meint die unbewusste, kapazitätssparende Ausführung von Handlungen, nachdem sie oft geübt ist oder eine mentale Abstraktionsleistung erfolgt ist. (Vorlesung 2)

Behaviorismus

Behaviorismus ist eine allgemeine Lerntheorie, die davon ausgeht, dass Lernen über Imitation stattfindet. Bei positiver Verstärkung werden Verhaltensweisen automatisiert. (Vorlesung 2)

CALP vs. BICS

CALP steht für Cognitive Academic Language Proficiency und bezeichnet die kognitiv-akademische Sprachkompetenz, die in enger Verbindung mit der schriftsprachlichen Kompetenz steht. BICS steht für Basic Interpersonal Communicative Skills (im Deutschen auch: restringierter Code) und meint die Kompetenz sprachlicher Alltagskommunikation, die konzeptionell mündlich ist, aber von der aus die individuelle CALP entwickelt wird. (Vorlesung 12)

Common underlying proficiency (CUP)

Die Theorie der common underlying proficiency geht davon aus, dass Inhalte in der kognitiven Tiefenstruktur ‚entsprachlicht‘ werden und dabei eine abstrakte Sprachkompetenz entsteht. Der erfolgreiche Erwerb der Erstsprache legt also den Grundstein für das erfolgreiche Lernen einer Zweitsprache, weil abstrakte Sprachkompetenz bereits vorhanden ist. (Vorlesung 12)

Connectivism

Beim Connectivism geht man davon aus, dass Lernen über den Aufbau von Mustern aus Assoziationen und mentalen Verbindung geschieht. (Vorlesung 2)

Erwerb vs. Lernen

Während Spracherwerb ungesteuert, natürlich und ohne gezielten Unterricht geschieht, funktioniert Sprachlernen gesteuert und in einem irgendwie gearteten Unterrichtssetting. (Vorlesung 2)

Identitätshypothese

Bei der Identitätshypothese wird im Nativismus davon ausgegangen, dass Erst- und Zweitspracherwerb prinzipiell gleich verlaufen. Das Sprachsystem unterliegt also naturgegebenen Gesetzmäßigkeiten. (Vorlesung 2)

Inputhypothese

Die Input-Hypothese beruht auf den Theorien Stephen Krashens und Tracy D. Terrells; gemäß der Input-Hypothese bedarf Sprachenlernen „comprehensible input“, der immer ein bisschen über der aktuellen Kompetenz des Lernenden liegt (i+1). Weitere Aspekte der Inputhypothese sind die Annahme eines language acquisition devices, der natural approach, der Monitor sowie der affective filter. (Vorlesung 3)

Interaktionshypothese

Die Interaktionshypothese beruht u. a. auf der Theorie von Michael Long; gemäß der Interaktionshypothese wird Sprachenlernen durch kommunikativen Druck begünstigt, da hier durch Bedeutungsaushandlung (negotiation of meaning) Kommunikation und Spracherwerb zusammengeführt werden. (Vorlesung 3)

Interface-Hypothesen
No-Interface-Hypothese
Weak-Interface-Hypothese
Strong-Interface-Hypothese

Den Interface-Hypothesen liegt die Auffassung zugrunde, dass deklarativ-explizites Grammatikwissen in jeweils unterschiedlichem Maße zu prozedural-impliziten Wissen („Können“) führt. (Vorlesung 3)

Interimssprache
interlanguage

Die Interimssprache ist die Performanz/die Oberfläche einer Sprache im Erwerbsprozess; sie speist sich aus Elementen der zu erlernenden Sprache, aus Elementen zuvor erlernter Sprachen sowie von beiden unabhängige Elemente. Sie ist in diesem Sinne das individuelle Sprachniveau in einer Sprache mit sprachbiografisch bestimmten Einsprengseln. (Vorlesung 2)

Konstruktivismus

Konstruktivismus ist eine allgemeine Lerntheorie, der den Lernprozess als Auseinandersetzung mit der Welt versteht, aus der eine individuelle mentale Repräsentation der Welt erwächst. Lernen geschieht durch Konzeptwechsel und Feedbackschleifen. (Vorlesung 2)

Kontrastivhypothese

Im Gegensatz zur Identitätshypothese geht die Kontrastivhypothese im Sinne des Behaviorismus davon aus, dass sich jedes neue Sprachsystem parallel zu (und eben nicht identisch mit) der Erstsprache entwickelt. Hier spielen Analogien und Abweichungen eine große Rolle; die Fehlerkorrektur ist ein zentrales Anliegen. (Vorlesung 2)

Language Acquisition Device

Als Language Acquisition Device gilt im Nativismus der den Menschen angeborene Spracherwerbsmechanismus, eine Universalgrammatik im Sinne Chomskys. (Vorlesung 2)

Lernergrammatik

Lernergrammatik meint im spracherwerbstheoretischen Sinne die kognitive linguistische Kompetenz/Tiefenstruktur, die aus den Dispositionen, die das sprachliche Handeln teils bewusst, teils unbewusst steuern, erwächst. (Vorlesung 2)

Nativismus

Die Spracherwerbstheorie des Nativismus geht davon aus, dass Sprachen über ein language acquisition device verfügen. Der Erwerb stellt sich als aktiver Konstruktionsprozess des Menschen dar und ist ein ständiges Problemlöse per Hypothesentesten. Der Nativismus vertritt die Identitätshypothese. (Vorlesung 2)

Outputhypothese

Die Outputhypothese beruht v. a. auf der Theorie von Merill Swain; gemäß der Outputhypothese wird Sprachenlernen dadurch erreicht, dass der Lernende sprachlichen Output produzieren muss, um Inhalt präzise, kohärent und angemessen zu formulieren. (Vorlesung 3)

Separate Ability Model

Das mittlerweile nicht mehr angenommene Separate Ability Model geht davon aus, dass alle erworbenen und gelernten Sprachen kognitiv getrennt gespeichert werden, sodass bei jedem neuen Sprachenlernen alles von Grund auf gelernt werden müsste. (Vorlesung 12)

threshold hypothesis

( Interdependenzhypothese)

Die Threshold-Hypothese geht davon aus, dass die Kompetenzen der Erstsprache und die später gelernter Sprachen aufeinander basieren und miteinander interagieren. Daraus folgt, dass erst kognitive Gewinne aus der Bilingualität gezogen werden können, wenn ein bestimmter Schwellenwert (GEFR: von den B- in den C-Bereich) in der Sprachbeherrschung erreicht wird. Wenn entweder in Erst- oder Zweitsprache (oder beiden) die erste Schwelle der altersangemessenen Sprachkompetenz (GEFR: von den A- in den B-Bereich) noch nicht überwunden ist, sind teilweise sogar negative kognitive Effekte zu befürchten. (Vorlesung 12)

U-förmiges Lernen

U-förmiges Lernen beschreibt den Verlauf des Kompetenzerwerbs über Plateaus (Kompetenzgewinn) und Senken (Restrukturierung der kognitiven Struktur als Voraussetzung für Kompetenzgewinn). (Vorlesung 2)

Psychologische Aspekte des Sprachenlernens

Affective Filter

Der Affective Filter gilt beim Natural Approach von Krashen/Terrell als Voraussetzung für das Sprachenlernen: Input muss durch den affective filter gelangen, um zu intake zu werden. Angst beispielsweise führt dazu, dass der affective filter besonders aktiv ist, und hemmt daher das Sprachenlernen. (Vorlesung 4)

Fähigkeitsselbstkonzept

Das Fähigkeitsselbstkonzept meint das mentale Konzept eigener Fähigkeiten im Hinblick auf Qualität, Quantität und Stabilität. Das Fähigkeitsselbstkonzept lässt sich verschiedentlich differenzieren und hierarchisieren (allgemeines akademisches/schulisches Fähigkeitsselbstkonzept, domänen- und fachspezifisches Selbstkonzept. Für das Fähigkeitsselbstkonzept spielen die Erfahrungen der eigenen Leistung sowie Attribuierungen anderer eine Rolle. (Vorlesung 4)

Investment

Vereinfacht gesprochen meint Investment, die Bereitschaft von Lernenden in schulische Lernaufgaben Aufmerksamkeit und Mühe zuteil werden zu lassen, anstatt diese in andere Bereiche zu ‚investieren‘ (vgl. Surkamp 2017: 27).

Mentales Lexikon

Das mentale Lexikon übernimmt im Langzeitgedächtnis die Aufgabe, den gesamten Wortschatz aller gelernten/erworbenen Sprachen systematisch zu ordnen, ständig zu erweitern und langfristig zu speichern. Das Wort wird sowohl nach Form (siginifiant) und Inhalt (signifié) abgespeichert. Verknüpfungen des mentalen Lexikons funktionieren bspw. über Affektivität, Similiaritäten verschiedener Art (semantisch, phonetisch/graphemisch, morphologisch) oder über Hypo- und Hypernyme sowie über syntagmatische Verbindungen (chunks) (vgl. Surkamp 2017: 250).

Monitor

Der Monitor steht in Verbindung mit Krashens und Terrells Inputtheorie: Der Monitor wird beim Sprachenlernen mit Informationen über sprachliche Korrektheit und Angemessenheit gefüllt und überprüft sprachliche Äußerungen auf Korrektheit, sofern dafür ausreichend Zeit, ein Fokus auf die sprachliche Form und Regelwissen vorhanden sind. Dies ist in natürlicher Kommunikation selten der Fall. (Vorlesung 4)

Motivation

Motivation ist im Sprachenlernen „ein affektiver Faktor, eine Schlüsselvariable, ein multidimensionales und dynamisches Konstrukt der Fremdsprachendidaktik, das sich aus einer Reihe vernetzter Komponenten speist.“ (Surkamp 2017: 255) Motivation kann grundsätzlich entweder aus äußeren Anreizen resultieren ( extrinsisch) oder sich aus dem Lernen selbst speisen ( intrinsisch). Im Bezug aufs Sprachenlernen wird vor allem zwischen integrativer und instrumenteller Motivation unterschieden: Erstere meint das allgemeine Interesse an der Sprache, ihren Sprecher_innen und der mit ihr assoziierten Kulturen, letztere meint vor allem pragmatische Nützlichkeitsentscheidungen. (Vorlesung 4)

Pygmalion-Effekt (Rosenthal-Effekt)

Der Pygmalion-Effekt ist nach der mythologischen Figur, der Rosenthal-Effekt nach dem Leiter eines Experiments benannt. Diese Effekte bezeichnen das Phänomen, dass eine vorherige positive Einschätzung der Leistung eines Lernenden dazu führt, dass der Lehrende ihn stärker fördert, sodass sich diese Leistungserwartung erfüllt. (Vorlesung 4)

Risikobereitschaft risk taking

Im Kontext des Sprachenlernens meint risk taking die Disposition, Fehler bereitwillig in Kauf zu nehmen, wenn nichtsdestoweniger die Kommunikation gelingt. (Vorlesung 4)

Selbstwirksamkeitserwartung

self-efficacy

Das Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung meint die individuelle Auffassung, Kontrolle über die eigenen Handlungen und die erbringbaren Leistungen zu haben und sich daher so verhalten zu können, dass tatsächlich bestimmte Leistungen erbracht oder Effekte erzielt werden. (Vorlesung 4)

Stereotype-Threat

Der Stereotype-Threat meint die Angst einer Person, negative Stereotype einer (wie auch immer gearteten) sozialen Gruppe zu erfüllen und aufgrunddessen negativ beurteilt zu werden. Dies kann beim (Sprachen-)Lernen und insbesondere bei Leistungsüberprüfungen zu Angst führen. Diese Angst kann ein hemmender Faktor sein und darüber hinaus das Verhalten in Richtung des Vorurteils beeinflussen. (Vorlesung 4)

Zone der proximalen Entwicklung

Der Begriff der Zone der proximalen Entwicklung ist eng mit dem Scaffolding verbunden: Voraussetzung für Scaffolding ist, dass der Experte sich des aktuellen Wissens- und Leistungsstandes des Lernenden bewusst ist. Nur dann kann der Experte in einem gewissen Umfang über dieses Niveau hinausgehend – eben in der Zone der proximalen Entwicklung – mit dem Lernenden arbeiten, indem er ihn mit den Scaffolding-Hilfstellungen unterstützt.

Ziele und Inhalte des Englischunterrichts

Critical Language Awareness

Critical Language Awareness als Weiterentwicklung der Sprachreflexion der Language Awareness meint – einfach gesprochen – das Bewusstsein dafür, dass Sprache nicht neutral ist und somit unsere Wahrnehmung erheblich beeinflusst. Vermeintlich ‚natürliche‘ Annahmen sollen so reflektiert werden. Auch die Funktion der Sprache als Macht- und Manipulationsinstrument kann in der CLA-Perspektive decouvriert werden. (Vorlesung 9)

Kommunikative Grammatik

Kommunikative Grammatik als Konzept stammt von Kieweg, der davon ausgeht, dass Grammatiklernen an authentischen Texten und in Anwendungszusammenhängen möglich ist. Dabei wird die Formseite der Sprache mittels der Inhaltsseite der Sprache thematisiert. (Vorlesung 11)

Interkulturalität

Interkulturalität geht (anders als Landeskunde) davon aus, dass „jede Wahrnehmung […] ihrerseits sozial und kulturell bedingt ist“ (Decke-Cornill und Küster 2010: 226). Das Byramsche Standardmodell interkultureller Kommunikationskompetenz umfasst fünf savoirs (Kompetenzbereiche). Das Konzept basiert jedoch auf „Kulturkontrastivität“ (Decke-Cornill und Küster 2010: 227), der Unterscheidbarkeit von Eigenen und Fremden.

Literatur im Englischunterricht

Als vier Hauptfunktionen von Literatur im Englischunterricht können gelten: ästhetische Bildung um ihrer selbst willen, die Förderung von Perspektivübernahme, Vorteile als authentischer comprehensible input und Literatur als third space. (Vorlesung 9)

Third space

Claire Kramsch entlehnt die Vorstellung des third space aus der postkolonialistischen Theorie und bezeichnet damit für Fremdsprachenlernende den Dritten Ort „als mentale Selbstverortung […], als Entwurf einer gemischten Identität“ (Decke-Cornill und Küster 2010: 233).

Transkulturalität

Im Gegensatz zur Interkulturalität unterstreicht die Transkulturalität die jeder Kultur inhärente Heterogenität, vor dessen Hintergrund eine Unterscheidung von Eigenem und Fremdem unmöglich wird (vgl. Decke-Cornill und Küster 2010: 232). Der Gedanke der Transkulturalität geht auf den Philosophen Wolfgang Welsch zurück.

Methoden und Modelle u. ä.

Buzzgroups

Buzzgroups, zu deutsch Murmelgruppen, ist eine Mikromethode kooperativen Lernens, bei der Lernende eine Frage oder Aufgabe in Kleingruppen besprechen, bevor im Plenum diskutiert wird. Dies dient dazu, Hemmschwellen zu senken.

Geschichtenforscher

Laut Reichart-Wallrabenstein können Lernende anhand literarischer Texte ihre Problemlösestrategien (wie z. B. ständige Hypothesenprüfung) erproben und weiterentwickeln. Bei ihrem Konzept „Geschichtenforscher“ lesen Kinder englischsprachige Kinderbücher in Gruppenarbeit und erschließen sich in kooperativem Lernen den Inhalt.

One Stay – Three Stray

One Stay – Three Stray ist eine Mikromethode kooperativen Lernens, bei der zunächst in Kleingruppen an Gruppentischen diskutiert wird. In einer zweiten Phase bleibt ein Vertreter jeder Kleingruppe am vorherigen Tisch sitzen, während die übrigen Gruppenmitglieder sich auf die anderen Tische verteilen. So wird ein möglichst breiter Austausch in der Klasse ermöglicht.

Placemat-Methode

Placemat-Methode, zu deutsch Platzdeckchenmethode, ist eine Mikromethode kooperativen Lernens, bei der anhand eines grafisch vorstrukturierten Papiers in drei Phasen erst jeder Lernende individuell Gedanken notiert, alle dann stumm die Notizen vergleichen und zuletzt einen Konsens finden, der in der Mitte notiert wird.

Scaffolding

Scaffolding (scaffold, engl. für Gerüst) meint die strukturierte sprachliche, soziale oder inhaltliche Unterstützung von Lerner_innen bei der Lösung einer Aufgabe. (Vorlesung 12)

Think – Pair – Share (TPS)

TPS ist eine Mikromethode kooperativen Lernens, die aus den Phasen (individuelles) Nachdenken, Austausch mit einem Partner und Teilen in der Gruppe besteht.

Total Physical Response

Bei der Methode Total Physical Response handelt es sich um spielerische Aktivitätsformen, die die Kinder auf Aufforderung hin ausführen (get up, sit down etc.). Teilweise sind diese an spielerische Formen wie „Simon says“ oder „What’s the time, Mr. Wolf?“ gebunden. Der Spracherwerb funktioniert hier über chunks, die die Kinder aus dem Kontext erschließen können. (Vorlesung 13)

Literaturangaben:

Decke-Cornill, Helene; Küster, Lutz (2010): Fremdsprachendidaktik. Eine Einführung. Tübingen: Narr.

Fend, Helmut (2009): Neue Theorie der Schule: Einführung in das Verstehen von Bildungssystemen. 2., durchgesehene Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Surkamp, Carola (Hrsg.) (2017): Metzler Lexikon Fremdsprachendidaktik: Ansätze – Methoden – Grundbegriffe. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart: J.....[read full text]


Legal info - Data privacy - Contact - Terms-Authors - Terms-Customers -
Swap+your+documents