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Nursing Sciences

University, School

Lomersheim JCBS

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Die Paralympics menschen mit behinderung im leistungssport Eine Facharbeit über die Integration von Menschen mit Behinderung und die Medienpräsenz der Paralympics. Einleitung Das Bundesministeri­um für Arbeit und Soziales stellte dem Institut für Demoskopie Allenbach den Auftrag, zu untersuchen wie die deutsche Bevölkerung die momentane Situation der Menschen mit Behinderung einschätzt. Dabei stellte sich heraus dass circa die Hälfte der Bevölkerung die Situation als weniger gut bzw. gar nicht gut sieht. Frage: “Wie schätzen…
Menschen mit Behinderung Wie sollten Eltern Ihren Kindern den Umgang mit Menschen mit Handicap beibringen? 25.04.2014 Inhaltsverzeich­nis 1. Einleitung 3 2. Allgemeine Definition 4 2.1 Pädagogische Definition 4 2.2 Juristische Definition 5 3. Ursachen von Behinderungen 5 4. Der „richtige“ Umgang mit Behinderten 5 4.1 Respektvoller Umgang 6 4.2 Zurückhaltung mit der Neugier 6 4.3 Hilfe anbieten 6 4.4 Respekt entgegenbringen 6 4.5 Richtig Kommunizieren und Sorgfalt 7 4.6 Blickkontakt 7 5. Was können Eltern tun? 7 5.1 Auf die eigene…

Seminarkurs

,,Gefährlicher Rückschritt: Geraten wir wieder in Gefahr,

Menschen mit Behinderung zu vernachlässigen wie früher?“


Inhaltsverzeichnis

1.      Einführung. 2

2.      Wieso wurden Menschen mit Behinderung früher vernachlässigt und geraten wir in Gefahr, dies heute wieder zu tun?. 5

2.1.1 Behinderungen. 8

2.1.2  Körperliche Behinderung. 10

2.1.3 Geistige Behinderung. 11

2.2  Menschen mit Behinderung in Römischen Antike. 13

2.2.1 Menschen mit Behinderung im Mittelalter 15

2.2.4  Menschen mit Behinderung im Nationalsozialismus. 16

2.2.5 War das Handeln der Menschen gegenüber Menschen mit Behinderung früher totalitär?. 17

2.2.6         Menschen mit Behinderung heute. 18

2.2.7         Bundesteilhabegesetz. 19

2.2.8         Kritik gegen das Bundesteilhabegesetz. 22

3.0        Fazit und Problemlösung. 27

3.1 Quellenbewertung und Begründung. 30

3.1        Literaturverzeichnis. 32

 

1.     Einführung

[…] Plötzlich kam ein großer Maikäfer angeflogen, der sie gewahrte und augenblicklich seine Klauen um ihren schlanken Leib schlug und mit ihr auf einen Baum flog. Aber das grüne Blatt schwamm den Bach hinab und der Schmetterling flog mit, denn er war an das Blatt gebunden und konnte sich auch nicht befreien.

Gott wie sehr erschrak das arme Däumelinchen, als der Maikäfer mit ihr auf den Baum hinaufflog! Am meisten betrübte sie jedoch der Gedanke an den schönen weißen Schmetterling wegen betrübt, den sie an das Blatt gebunden hatte. Konnte er nicht loskommen, musste er rettungslos verhungern! Aber das rührte den Maikäfer durchaus nicht. Er setzte sich mit ihr auf das größte grüne Blatt des Baumes, speiste sie mit Blütenhonig und sagte, sie wäre sehr schön, obgleich sie einem Maikäfer in keinem Stück ähnelte.

Später kamen alle die anderen Maikäfer, die im Baume wohnten, zu Besuch; sie beguckten Däumelinchen, und die Maikäferfräulein rümpften die Fühlhörner und sagten: ,,Sie hat nur zwei Füße; das sieht doch zu  jämmerlich aus!“ -,,Sie hat keine Fühlhörner!“, spotteten andere. ,,Wie schlank sie um die Hüften ist!  Pfui, sie sieht einem Mensch sprechend ähnlich! Wie hässlich sie ist!“, sagten alle Maikäferfrauen, und trotzdem war Däumelinchen so schön.

So kam sie auch dem Maikäfer vor, der sie entführt hatte, da aber alle anderen darüber einstimmten, sie wäre hässlich, so glaubte er es zuletzt ebenfalls und wollte sie nun gar nicht haben; sie konnte gehen, wohin sie wollte. Sie flogen mit ihr vom Baum hinunter und setzten sie auf ein Gänseblümchen. Da weinte sie, weil sie so hässlich war, dass sie nicht einmal die Maikäfer unter sich dulden wollten, und doch war sie über alle Vorstellungen schön, fein und klar wie das herrlichste Rosenblatt.

Während des ganzen Sommer lebte das Däumelinchen ganz allein in dem großen Wald. […][1]

In diesem Kunstmärchen von Hans Christian Andersen ist das Schicksal von Däumelinchen das zentrale Thema. In der Literaturwissenschaft wird weitgehend die These vertreten, dass Märchen einen mündlichen Ursprung besitzen und so selten eine ,,feste“ Form besitzen.

Jedoch wird hierbei unter den ,,Volksmärchen“ und den ,,Kunstmärchen“ unterschieden. Während die Volksmärchen häufig mündlich überliefert worden waren und dadurch oft von verschiedenen Verfassern unterschiedlich beschrieben worden waren, besteht bei den Kunstmärchen ein fester Verfasser und der Wortlaut ist festgelegt. [2]

Viele Menschen neigen dazu Märchenmotive als Erzählungen der Vergangenheit zu sehen, mithilfe die Menschen, Erlebnisse, die sie nicht verarbeiten konnten, bewältigen wollten, da sie damals in dem Glauben lebten, dass nur Demut und Gottvertrauen diese Probleme bewältigen konnte.

 Jedoch übersehen diese Menschen, dass Märchen noch heute zentrale Aussagen über die Probleme unserer Gesellschaft in sich tragen. So auch in dem oben zitierten Märchen ,,Däumelinchen“. Sie wird aufgrund ihrer Größe und ihres Aussehens von dem Maikäfern ausgestoßen, ,,fertiggema.....[read full text]

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Schon in der römischen Antike begann die Benachteiligung von Menschen mit Behinderung, jedoch kam es zu dieser Zeit noch darauf an, wie das familiäre Umfeld gestaltet war und die Familie einen unterstützte. War dies nicht der Fall, so musste der Betroffene auf die Straße gehen betteln, wurde umgebracht oder ausgesetzt, sodass er auf sich alleine angewiesen war.

Jedoch verbesserte sich die Lage der Menschen mit Behinderung auch zur Zeit des Mittelalters kaum merklich. Es wurden zwar Einrichtungen für Menschen mit Behinderung geschaffen, jedoch wurden sie dennoch oft als ,,Teufelsbessene“ oder als ,, Gestrafte Gottes“ bezeichnet. In der sogenannten Neuzeit wurden behinderte Familienmitglieder aufgrund dessen, dass die Familien häufig flüchten mussten in staatliche Einrichtungen gegeben und dort versorgt.

Während der Kriegszeit wurden behinderte Menschen jedoch in Anstalten gegeben, die unter den Namen ,,Irren-, Krüppel- und Gebrechens Fürsorge zu finden waren. Nachdem 1891 die Armengesetzgebung in Preußen veröffentlicht wurde, verschlechterten sich die berufliche Rehabilitation (dauerhafte Eingliederung in das Arbeits- und Berufsleben, die unter einbeziehen von medizinische, psychologischen und sozialer Maßnahmen erfolgt)[6]   und die medizinische Versorgung für Menschen mit Behinderung und verhinderte sie am Ende sogar ganz.

Anfang des 20. Jahrhunderts bis 1933 herrschte die ,,Krüppelpädaaogik“. Zu ihrer Zeit besserte sich die Lage für Menschen mit Behinderung, denn es wurde sich in der Medizin und auch in der Psychiatrie zunehmend um Menschen mit Behinderung gekümmert. Nun durften auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung die Schule besuchen, sofern sie getrennt von den gesunden Kindern den Unterricht besuchten. 1917 setze sich der ,,Selbsthilfebund für Menschen mit Behinderung“ dafür ein, dass der Begriff ,,Krüppel“ nicht mehr verwendet werden durfte und stattdessen durch den Begriff ,,Körperbehinderung“ ersetzt wurde.

Zur Zeit des Nationalsozialismus, der von 1933-1945 herrschte, wurde das ,,Euthanasieprogramm“ vollzogen. Dies bedeutete, dass Menschen mit Behinderung als Versuchsobjekte benutzt wurden und Hunderttausende aufgrund ihrer Behinderung zwangssterilisiert oder sogar getötet wurden. Erst in den dreißiger-Jahren erschienen der Begriff ,,Erbkrankheit“ im Erbgesundheitsgesetz.

Nach dem Krieg wurde jedoch die Zwangssterilisation für Menschen mit Behinderung abgeschafft. In den Jahren 1946-1947 wurden zur Freude der Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen einige Ärztinnen und Ärzte verurteilt, da sie an dem ,,Euthanasieprogramm“ mitgewirkt hatten. Jedoch wurden Menschen mit Behinderung in den ,,Allgemeinen Menschenrechten“ anschließend dennoch nicht berücksichtigt.

Erst 1990 wurden Kinder mit Behinderung in die Kinderkonvention (Sammlung der Gesetze für den Schutz von Kindern[7]) der Vereinten Nationen miteinbezogen.  In der DDR besserten sich die Umstände für Menschen mit Behinderung. Denn es wurden alle Arbeitskräfte benötigt und so durften auch behinderte Menschen arbeiten gehen. Auch Kinder, die zuvor zur Sonderschule gingen, erhielten die Möglichkeit auf eine Regelschule, auch polytechnische Oberschule genannt wurde  (ermöglichte eine zehnklassige Schule)[8] zu wechseln.

Alle, deren Behinderung zu stark war um eine Schule zu besuchen konnten in Pflegeheime gegeben werden, sodass die Eltern weiter arbeiten gehen konnten. Im Gegensatz dazu beschäftigte die BRD Menschen mit Behinderung in Werkstätten, Sonderschulen und Berufsförderwerken. In den sechziger-Jahren sammelte die Organisation ,,Aktion Sorgenkind“ (heute noch als ,,Aktion Mensch“ zu finden) spenden um bessere Bildungsbedingungen zu schaffen.

Zehn Jahre später wurde die ,,Krüppelbewegung“ in Gang gesetzt, die nach Vorbildern aus der USA nachgeahmt wurden. Mit dem Begriff ,,Krüppel“ versuchten sie Menschen mit Behinderung als Mitleidobjekte darzustellen und erreichten dadurch sogar, dass die Benachteiligung aufgrund einer Behinderung 1994 eingestellt wurde. Weitere Gesetzesänderungen, die Menschen mit Behinderungen mehr Rechte einräumen sollten  (zum Beispiel im .....

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die internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und

Gesundheit (ICF). Nun kam der Aspekt der Teilhabe am Leben in

der Gesellschaft neu hinzu. Zwischen dem behinderten Menschen stellt die Behinderung ein soziales Verhältnis zwischen ihr und seiner Umwelt dar. Es ging nun nicht mehr ausschließlich um den körperlichen Schaden, sondern darum, wie hierdurch die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt wurde.[12] Menschen mit Behinderung sind in manchen Lebensbereichen, die einen Menschen an der Gesellschaft teilhaben lassen, wie zum Beispiel in ihrer Freizeitgestaltung, der Bildung oder ihrer Mobilität eingeschränkt.

Somit fasst die internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit eine Kombination des medizinischen Begriffs, der sich auf die Person mit einer Behinderung bezieht und des

sozialen Begriffs, der den Aspekt der Teilhabe aufgreift zusammen. Richard von Weizsäcker  sagte dazu ein passendes Zitat, das ich an dieser Stelle gerne aufgreifen möchte ,,Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann."[13] Manche gläubige Menschen sehen es noch heute als eine Strafe Gottes an, wenn ein Mensch an einer Behinderung erkrankt.

Sie sind überzeugt, dass die Familie des Behinderten oder der Behinderte selbst etwas so Schlimmes getan hat, dass Gott nun ihn und seine Familie bestraft. Viele Familien, besonders im muslimischen verstecken ihre behinderten Angehörigen deshalb und tun so, als wäre so ein Fall in ihrer Familie nicht bekannt. Herr Schwarz, der Vorsitzende der Organisation Lebenshilfe in Neukölln sagte der Berliner Zeitung dazu folgendes Zitat: ,,Viele dieser Familien sehen aus religiösen oder traditionellen Gründen eine geistige oder körperliche Behinderung als eine Strafe Gottes an.“[14]  Wie auch schon zuvor erläutert untermauert das Zitat von Herrn Schwarz diese Aussage.



Abbildung 2: Ich bin ich[15]

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b)     durch Buchstabe a nicht erfa[ss]te Störungen der Sehfunktion von entsprechendem Schweregrad vorliegen,

5.     Personen, die gehörlos sind oder denen eine sprachliche Verständigung über das Gehör nur mit Hörhilfen möglich ist,

6.     Personen, die nicht sprechen können, Seelentauben und Hörstummen, Personen mit erheblichen Stimmstörungen sowie Personen, die stark stammeln, stark stottern oder deren Sprache stark unartikuliert ist.[16]

Dies zeigt auf, dass im Gesetz genau verankert ist, welche Einschränkungen unter eine körperliche Behinderung fallen und welche nicht.


2.1.5 Geistige Behinderung

Geistig behindert sind nach  § 53 Abs. 1 Satz 1 des Zwölften Buches des Sozialgesetzbuches sind Personen, die infolge einer Schwäche und ihrer geistigen Kräfte in erheblichem Umfang in ihrer Fähigkeit zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft eingeschränkt sind.[17] Anders als bei der Definition der körperlichen Behinderung wird hier von einer erheblichen Fähigkeitsbeeinträchtigung und nicht von einer wesentlichen gesprochen.

Der Unterschied hierbei liegt vor, dass ein Mensch mit geistiger Behinderung größere Schwierigkeiten in der Teilhabe des gesellschaftlichen Lebens ausgesetzt ist, als jemand mit einer körperlichen Behinderung. Auch bei der geistigen Behinderung muss jedoch eine Fähigkeitsbeeinträchtigung festgestellt sein. Die Definition der American Association on Intellectual and Developmental Disabilities (AAIDD) besagt, dass ein Individuum dann als geistig behindert zu bezeichnen ist, wenn die folgenden drei Kategorien zutreffen:

1.     der Intelligenzquotient (IQ.....

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Zu dem TV-Sender CNN sagte er in die Kamera ,,Meine Gäste sollen sich wohl fühlen".[19]  Tim ist weltweit der erste Mensch mit Dow-Syndrom, der sein eigenes Restaurant eröffnet hat und selbst führt. Er ist der Überzeugung, dass er trotz Handicap in der Lage ist sein Restaurant zu führen.  Sein Restaurant feiert großen Erfolg, da es in Amerika das einzige Restaurant ist, das kostenlose Umarmungen verteilt.


Abbildung 3: Tim in seinem Restaurant[20]


2.2  Menschen mit Behinderung in der Römischen Antike

Wie schon oben erwähnt wurden Menschen mit Behinderung im römischen Reich und in der römischen Antike massiv diskriminiert.  Jedoch hatte auch das Geschlecht einen großen Einfluss auf mögliche Fürsorge und den gesellschaftlichen Stand. Auch herrschte damals der Glaube, dass eine Behinderung durch die Strafe der Götter kommt und dieser Mensch oder seine Familie etwas sehr Schlimmes getan hat.

In der römischen Familie hatte der Vater die uneingeschränkte Verfügungsgewalt um seine Frau und seine Kinder. Er besaß das Recht über ihre Existenz zu entscheiden und zu richten. So hatte er das Recht Familienmitglieder, die krank oder gar behindert waren entweder zu unterstützen oder sie auf die Straße zu schicken um zu betteln. Jedoch besaß er auch das Recht Kinder mit Behinderung nach der Geburt zu töten oder auszusetzen.

Auch durfte er seine Frau verstoßen, wenn er der Meinung war, dass diese Schuld an der Behinderung des Kindes trägt. Wenn behinderte Kinder nicht getötet wurden, was vor allem vorkam, wenn die Behinderung des Kindes erst später auffiel, konnte es sein, dass sie versklavt wurden oder ihr Leben als Narren führen mussten. Das damalige Grunddenken der Gesellschaft bestand draus, dass man die Nützlichkeit in Erwägung zog.

Wer dem Wohl der Gemeinschaft zum Nutzen war, der war auch wirklich brauchbar.  Egal ob man als Bauer, Handwerker, Soldat, oder Schreiner arbeitete, man tat der Gemeinschaft einen nutzen und hatte so nach damaligen Vorstellu.....

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Abbildung 4: Kaiser Claudius[23]

2.2.1 Menschen mit Behinderung im Mittelalter

Auch in der Zeit des Mittelalters herrschte die Überzeugung, dass Menschen mit Behinderung von Gott gestraft wurden oder, dass sie von Dämonen besessen sind oder ihre Kinder durch Satan (als Wechselbalg bezeichnet) ausgetauscht wurden.  Aus diesem Grund wurden viele Kinder, die behindert zur Welt kamen umgebracht oder ausgesetzt.

Behinderte, die nach der Geburt nicht umgebracht worden waren, wurden häufig, wenn sie alt genug waren von ihren Familien verstoßen und waren deshalb auf Almosen (Spenden beziehungsweise Geld, das einem Armen geschenkt wird) und Bettlerei angewiesen.  Im Falle einer körperlichen Behinderung hatten die Menschen Anspruch auf Fürsorge, dies bedeutete, dass sie das Recht hatten auf Marktplätzen oder vor den Stadttoren zu betteln.

Jedoch wurde es den Städten mit den vielen Bettlern irgendwann zu viel, sodass einige Städte Bettlerverordnungen anhängten. Diese bestanden im Jahre 1370 Nürnberg (erste Bettelordnung in Deutschland) daraus, dass das Betteln genehmigt werden mussten. Die Zulassung zum Betteln musste anhand von Bettelzeichen nachgewiesen werden, die nicht sichtbar getragen werden mussten.

Die Verordnung wurde 1518 jedoch erweitert, sodass an den Werktagen kein arbeitsfähiger Bettler betteln durfte. Für die nichtarbeitsfähigen Bettler galt diese Regelung jedoch nicht. Da die Christen die Behinderten auch als ihren Nächsten ansahen, versuchten sie nach und nach Stiftungen zu gründen, die diese unterstützen sollten. Die Kirchen sammelten Almosen um di.....

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