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Interpretation
German studies

University, School

Hebel-Gymnasium Lörrach

Grade, Teacher, Year

Note 2, 2014

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Text by Johannes W. ©
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Das “Große Geschlecht“ als Mann zu interpretieren, lässt auf einen Vorwurf schließen, die “Sommerbeziehun­g­“ habe ihm nicht viel bedeutet, aber auch das schließe ich aus, da im gesamten Gedicht sonst auch kein Partner oder ähnliches angesprochen wird. Der Interpretations­ans­atz der Zeit, ein einziger Sommer ist “nur“ ein kurzer zeitlicher Teil des Lebens und es daher nicht wert ihm nachzutrauern, passt im Kontext gut zu dem vorherigen Vers. Die Rhetorische Frage am Anfang der letzten Strophe stellt der Sprecher an sich selbst. Er fragt sich, welche Aussage sein Herz treffen will (V. 15), da er zwiegespalten (“zwischen gestern und morgen“, V. 16) ist. Auf der einen Seite steht die immer noch bestehende Beziehung (“gestern“, V. 16), auf der anderen die Trennung und damit ein möglicher Neuanfang (“morgen“, V. 16). Sein Herz pendelt “lautlos“ (V. 17) hinundher und der Sprecher weiß nicht, auf welcher Seite es sich gerade befindet. Dieses Nicht-wissen ist ihm “fremd“ (V. 17). Die Frage nach der Stellung des Herzens erübrigt sich aber, da egal welche Entscheidung es trifft (“was es schlägt“, V. 18), es “aus der Zeit“ (V. 19) fällt, es also zu spät ist, denn der Sprecher hat seine Trauer über die Beziehung durch das Schreiben des Gedichts überwunden. Vergleich Die beiden analysierten Gedichte handeln von dem Ende einer Liebesbeziehung­. Dabei

"Stimmen der Nacht"(Eichendorff) und
"Entfremdung" (Ingeborg Bachmann)

Gedichvergelich


In Joseph von Eichendorffs 1841 geschriebenem Gedicht „Stimmen der Nacht“  geht es um die Tageszeiten, um die Nacht, um genauer zu sein, während es in Ingeborg Bachmanns zwischen 1948 und 1953 entstandenem Gedicht „Entfremdung“ um die Entfremdung von der Natur geht.

Meiner Meinung nach geht es in beiden Gedichten um die Beziehung zu Gott, in Eichendorffs „Stimmen der Nacht“ um die Verbindung zu Gott, in Bachmanns „Entfremdung“ um die Entfremdung von Gott. Aus diesem Grund wird dies mein späterer Vergleichspunkt sein. Eichendorff beschreibt in seinem Gedicht die Nacht und ihre Auswirkungen. Er beschreibt die Einsamkeit, wie Tiere wegen Geräuschen erschrecken und  den Wind, mit dem Gott über das Land zieht.

Der Titel des Gedichts gibt hierbei nur wenig über das Gedicht preis. Das Gedicht ist aus drei Strophen mit jeweils vier Versen aufgebaut. Die Verse sind durch Kreuzreime miteinander verbunden (vgl. „Felder“-Wälder“; „freut“-„Einsamkeit“, V. 1-4). Als Metrum hat Eichendorff eine Mischung aus Trochäus und Daktylus. Das lyrische Ich beschreibt bis auf den Teilsatz, dass es erfreut ist, ausschließlich die Nacht, es handelt nicht und blickt deshalb von außen auf das Gedicht herab, schiebt aber jenen bereits erwähnten Teilsatz „O wie mich das freut“ (V. 2) ein.

Ein lyrisches Du existiert nicht. Die Sprache ist bildhaft und eher einfach gehalten, um die Idylle und den Einklang in ihr zu beschreiben.

Eichendorff verwendet bereits im ersten Vers Metaphern: „Weit tiefe, bleiche, stille Felder“ (V.1). Diese verwendet er, um die Nacht zu charakterisieren. Diese Metaphern sind gleichzeitig Personifikationen, denn ein Feld kann nicht still sein und nicht bleich sein.

Man kann sagen, dass die komplette erste Strophe eine Lobeshymne auf die Nacht ist, auf ihre Pracht und Stille. Dies kann man in Vers drei erkennen als das lyrische Ich „alle, alle“ (V.3) ausruft. Diese Anapher beschreibt die Freude des lyrischen Ichs. Ebenfalls wird die Freude durch die Klänge beschrieben, die hellen I-Klänge sollen das Glück symbolisieren.

Strophe zwei beschreibt nun die Störung der Idylle durch das Läuten der Stadtglocken („Aus der Stadt nur schlagen die Glocken“, V. 5). Das schlafende Reh hebt daraufhin kurz den Kopf, schläft aber sofort wieder ein („Ein Reh hebt den Kopf erschrocken und schlummert gleich wieder ein“, V 7-8). Hier fällt die Inversion in Vers sieben auf („hebt den Kopf erschrocken“, V. 7), die Eichendorff nicht nur wegen des Kreuzreimes verwendet hat, sondern auch wegen des Schreckmoments und um die Entspannung in Vers acht .....[read full text]

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Bachmann verwendet kein Metrum. Dies verdeutlicht den Bruch mit der Natur und die Entfremdung von ihr. Sie benutzt keine Metaphern oder sonstige bildhafte Stilmittel, sondern arbeitet mit Antithesen („In den Bäumen kann ich keine Bäume mehr sehen.“, V.1) und Oxymora („Ich bin satt vor der Zeit/und hungre nach ihr.“, V.9-10).

Das Oxymoron in den Versen neun und zehn beschreibt eine Leere, die das lyrische Ich wahrnimmt, aber nicht wahrhaben möchte.  Das Gedicht bekommt gleich wie „Stimmen der Nacht“ eine runde Form, da die Verse am Anfang und Ende des Gedichts ähnlich aufgebaut sind („In den Bäumen kann ich keine Bäume mehr sehen.“, V.1-„Ich kann in keinem Weg mehr einen .....

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