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Essay
German studies

University, School

Drilandkolleg Gronau

Grade, Teacher, Year

2, Struck, 12

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Text by Torsten B. ©
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Tränen des Vaterlandes. Anno 1636 (Andreas Gryphius) Gedichtinterpre­tat­ion Das Gedicht „Tränen des Vaterlandes“, das anlässlich des 30-jährigen Krieges geschrieben wurde, stammt von dem barocken Dichter Andreas Gryphius. Es greift die für diese Epoche typische Thematik der Vergänglichkeit auf (Vanitas). Es werden ausführlich die Leiden und Folgen des Krieges beschrieben, doch das lyrische Ich, das sich mitten im Geschehen befindet, betont zum Schluss noch einen ganz anderen Aspekt, der oft nicht bedacht wird, nämlich,…
,,Tränen des Vaterlandes´´ von Andreas Gryphius Das Gedicht ,,Tränen des Vaterlandes´´ von Andreas Gryphius stammt aus der Epoche des Barocks, welche um 1600 begann und ca 1720 endete. Die wichtigsten Themen des Barocks waren das ,, Carpe Diem´´-,, Nütze den Tag, ,,Vanitas´´ Eitelkeit-Vergä­ng­lichkeit und das ,,Memento Mori´´ wisse das du sterben musst. Bei ,,Tränen des Vaterlandes´´ spielt hauptsächlich das Vanitas Motiv und das Memento Mori eine Rolle. Andreas Gryphius wurde vom Dreißigjährigen Krieg geprägt, weshalb…

Gedichtanalyse

„Tränen des Vaterlandes“ von

Einleitung

Das Gedicht „Tränen des Vaterlandes“ von Andreas Gryphius ist ein Sonett aus dem Jahre 1636 und demnach aus der Barockzeit. Es beschreibt Deutschland zur Zeit des dreißigjährigen Krieges der während der Entstehung des Gedichts im Land tobte. Das Gedicht ist ein Antikriegsgedicht und wirkt auf mich auch depressiv und traurig. Gleichermaßen scheint es anklagend und warnend zu sein.

In dem Gedicht erkannt man zwei stark einfließende Motive der Barockzeit wieder. Zum einen das „Memento mori“ (Bedenke das du sterben musst)  und das „Vanitas“ (Eitelkeit, Nichtigkeit, Vergänglichkeit). Dies wird besonders im Vers  „hier durch die Schanz’ und Stadt rinnt allzeit frisches Blut“ deutlich.

Inhaltswiedergabe

In den ersten zwei Strophen beschreibt das lyrische Ich, was der 30 jährige Krieg in Deutschland angerichtet hat. Vielmehr, was die Soldaten an materiellen Schaden in den Städten und körperlichen Schaden an den Menschen angerichtet haben. Es spricht von Völkern, Schwertern und Geschützen die die fremden Soldaten beschreiben und von Kirchen und Rathaus als Beispiel für die Städte.

Weiterhin schildert das Sonett wie die Männer (die Starken) getötet, die Jungfern (Frauen und Kinder)  geschändet und oder durch die Kriegsfolgen (Feuer und Pest) ums Leben kamen.

In der dritten Strophe erzählt das lyrische Ich nun von der aktuellen Situation und den Folgen des Krieges, welcher immer noch andauert „dreimal sind schon sechs Jahr“. Er spricht davon, dass Leichen nun die Flüsse verstopfen, da man sie nicht auf andere Weise entsorgen konnte oder wollte. Und davon das immer noch frisches Blut allzeit durch die Stadt rinnt. Der Krieg ist also nicht beendet und das Morden dauert an.

In der letzten Strophe geht es um die  grausamen seelischen Qualen, die der Krieg mit sich brachte und beschreibt diese als weitaus schlimmer als „die Pest, und Glut und Hungersnot“.  


Beschreibung, Erklärung und Deutung

Bei dem Gedicht „Tränen des Vaterlandes“ handelt sich um ein typisches Gedicht aus der Barockzeit. Es besteht aus 14 Versen, welche in zwei Quartette und 2 Terzette unterteilt sind. Die beiden Quartette sind als umarmender Reim (abba) aufgebaut und die beiden Terzette liegen als schweifender Reim (aab) vor. Die Kadenz des Gedichtes ist vorwiegend männlich und stumpf.

Dies erkennt man bei den Reimen Posaun – Karthaun, zerhaun – schaun, Blut – Flut und Tod – not sehr gut. Das Versmaß der vierzehn Verse ist bei strenger Betrachtung der Alexandriner, also eine Zeile aus sechs Jamben mit Zäsur in der Mitte.

Bereits in der Überschrift wird klar, dass es sich bei dem Gedicht um die Beschreibung oder Erzählung von etwas Traurigem oder Bedrückendem handeln muss. Das Wort Tränen beschreibt hier die momentane Gefühlslage der Bevölkerung  und mit dem Wort Vaterland .....[read full text]

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Weitere Folgen des Krieges werden im zweiten Quartett beschrieben, wobei es sich hier mehr um die materiellen Dinge handelt. Städte stehen in Flammen oder sind teilweise komplett zerstört und niedergebrannt. Wobei die Verwüstung durch die Antithese von „stehn“ und „liegt“ verdeutlicht wird.

Die Metapher „Glut“ steht hier für das Feuer, welches in den Städten wütete, wenn diese angegriffen wurden. Die „Türme“ können für viele Dinge stehen. Sind sie im Zusammenhang mit den Versen wohl als materielle Dinge anzusehen, also als Wachturm der Stadtmauer oder als Kirchturm also Wahrzeichen der Stadt.

Könnten sie im Gegenzug Symbolisch allerdings  als starre Prinzipien, Regeln oder Werte erkannt werden, welche nun brennen und bald in Schutt und Asche liegen. Oder eben auch als Anklage zu mangelnder Weitsicht oder dem Verlust des Überblickes der Heerführer und Könige dienen.

Die Worte „die Kirch ist umgekehrt“ kann ebenfalls als Metapher und als Symbol verstanden werden. Einerseits war der dreißigjährige Krieg auch ein Religionskrieg zwischen Katholiken und Protestanten. So war die Kirche die vorher katholisch war nun vielleicht gewaltsam eine protestantische. Anderseits kann man auch hier interpretieren, dass es sich dabei wohl um den Umsturz einer festen Größe handelt.

Denn es war nicht selten zu dieser Zeit das Kirchen in geplünderten Städten verbrannt wurden. Waren die Kirchen früher immer ein Zufluchtsort für Obdach- und Mittellose, so konnte nun nicht mal mehr die Kirche diesem Unheil Herr werden.

Im nächsten Vers beschreibt das Gedicht den Zustand des Rathauses, welches ebenfalls „im Grauß“ liegt. Das politische Zentrum und der Platz der Ordnung und Gesetze ist somit zerstört. Die gesamte Hierarchie der Stadt war zerstört.

„Die Starken sind zerhaun“ berichtet das lyrische Ich weiter. Die Starken sind ein Symbol für die Kämpfer dieser Zeit, nicht nur die Soldaten auch die, die Widerstand zu leisten wagten sind getötet und vernichte worden. Alle die, die sich dem Feind Tapfer in den Weg stellten s.....

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Im ersten Terzett beginnt das lyrische Ich noch einmal mit der Darstellung des Krieges in den Städten. So nutzt er die Hyperbel „allzeit“ um deutlich zu machen, wie lange der Krieg bereits andauert und das kein Frieden in absehbarer Zeit in Sicht ist, also das der Krieg allgegenwärtig ist. Aber auch, dass Städte nicht nur einmal angegriffen werden, sondern durch dauernde Belagerung und Anwesenheit fremder Soldaten das Morden weiter geht.

Das „frische Blut“ welches durch „die Schanz und Stadt rinnt“ ist ein weiteres Symbol für den anhaltenden Krieg. Aber auch hier spiegelt sich das Barock Motiv „Momento mori“ wieder. Denn es zeigt, dass der Tod allgegenwärtig ist, und dass man immer damit rechnen muss zu sterben, zu jeder Zeit.

„Dreimal sind schon sechs Jahr“ steht dafür, dass der Krieg bereits 18 Jahre andauert. Hier wird durch eine Periphrase dargestellt, dass die Dauer des Krieges den Menschen endlos vorkommt. „Dreimal sind schon sechs Jahr“ kann jedoch auch als biblisches Symbol für den Teufel (666) betrachtet werden.

Denn in diesem Krieg wurden so viele Kirchen niedergebrannt und geschändet, dass sicher nicht wenige Menschen damals an einen vom Teufel heraufbeschworenen Krieg dachten. „Dreimal“ könnte auch auf die Dreieinigkeit der Kirche (Gott, Vater und Sohn) hinweisen.

In Vers 11 wird durch die Hyperbel „von Leichen fast verstopft“ noch einmal dargestellt, wie viele Tote dieser Krieg bereits eingefordert hat.

Im letzten Terzett wechselt das lyrische ich nun von der beobachtenden in die persönliche Perspektive, welches mit dem Wort „ich“ deutlich wird. Damit wird noch einmal klar, dass das vorher geschriebene eine Erzählung vergangener Tatsachen ist. Nun gibt er am Ende noch einmal an, „was ärger als der Tod“ sei.

Also was schlimmer ist als der Tod, über den ja vorher lange und ausführlich gesprochen wurde und der immer wieder angesprochen wurde. Mit dem Wort „schweig“ stellt das lyrische Ich da, dass er das schlimmste bisher verschwiegen hat. Mit der Akkumulation der Wörter „Tod, Pest, Glut und Hungersnot“ wiederholt er noch einmal das Leid, die Folgen und Auswirkungen des Krieges, die er zuvor so oft und in aller Deutl.....

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Sein Vater starb früh, und seine Mutter heiratete erneut, verstarb danach jedoch selbst an Schwindsucht. Von seinem Stiefvater, einem Lehrer am Gymnasium, wurde er daraufhin aufgezogen. Jener Stiefvater wurde aus Glogau, seiner Heimatstadt vertrieben, und Gryphius blieb als 15 jähriger Knabe alleine zurück.

Später folgte er ihm nach Polen.  In dieser Zeit hat der damals 20 Jährige dieses Gedicht verfasst und damit vermutlich vielen Deutschen aus der Seele gesprochen.

Gryphius hielt sich beim Verfassen des Gedichts sehr genau an die damaligen Vorgaben für Sonette in der Barockzeit. Auch die Motive “Memento mori“ und „Vanitas“ finden sich in diesem Gedich.....


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