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Gedichtsanalyse: „Doppelmann“ - Zafer Senocak

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Interpretation
German studies

University, School

Westfalen-Kolleg Bielefeld

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Sehr gut, 2016

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Gedichtanalyse: Mondnacht (Eichendorff) Das Gedicht Mondnacht, welches nachfolgend resümiert, analysiert und interpretiert wird, wurde um 1835 in der Epoche der Romantik von Joseph von Eichendorff geschrieben und thematisiert die, für die Epoche typische, Sehnsucht, welche sich in diesem Falle speziell auf die Natur bezieht. Es wird angenommen, dass in dem Gedicht ein lyrisches Ich eine traumartige Sequenz beschreibt. Das Gedicht besteht aus drei Strophen à vier Versen, wobei es sich in zwei Außen- und eine Binnenstrophe…

Gedichtsanalyse: „Doppelmann“ - Zafer Senocak

Deutsch LK, III. Semester – Thema: Lyrik


Das Gedicht „Doppelmann“, verfasst von Zafer Senocak, ist im Jahr 1985 veröffentlicht worden. Es besteht aus vier Strophen. Die erste beinhaltet vier Verse, die Zweite drei Verse und die letzten beiden Strophen bestehen jeweils aus zwei Versen.

Die Verse sind alle unterschiedlich lang und sind nicht interpunktiert. Weder ein Reimschema noch ein Metrum sind vorhanden. In der dritten Strophe sind die beiden Verse mit einem Jambus verbunden.

In der ersten Strophe steht das lyrische Ich auf zwei Planeten, sodass es fällt wenn diese sich bewegen und dadurch an ihm zerren. In der zweiten Strophe beherbergt das lyrische ich zwei Welten in sich, die unvollständig sind und bluten. Die dritte Strophe besagt, dass eine Grenze durch die Zunge des Ichs verläuft und in der letzten Strophe wird der Gedanke fortgeführt und es rüttelt an dieser Grenze als ob es an einer Wunde spielen würde.

Das Gedicht beschäftigt sich mit einem Aspekt der Mehrsprachigkeit, mit einer durch zwei Sprachen entstehenden Uneinigkeit in einem Menschen durch das Erlernen einer Fremdsprache und dem damit einhergehenden interkulturellen Leben. In Bezug darauf befindet sich das lyrische Ich in einem Identitätskonflikt.

Die seelische Unvollständigkeit seiner Selbst quält das Ich. Es fühlt sich einerseits befangen in diesem Zwiespalt und nicht, wie man vermuten könnte, durch die Multikulturalität in seiner Persönlichkeit erweitert. Andererseits hat es keine Beständigkeit und Standhaftigkeit, da es sich keiner der beiden Kulturen ganz hingeben kann, jedoch fühlt es sich zu beiden hingezogen.

Zudem ist ihm klar, dass es an seinem Leiden nichts ändern kann, so sehr es auch dagegen ankämpft.

Der Sprecher betrachtet seine Problematik in der ersten Strophe aus einer Makroperspektive, bei der das Ich sich zwar im ersten Vers über die Probleme überordnet aber in den folgenden Versen nimmt die Schwierigkeit dennoch eine höhere Machtposit.....[read full text]

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Der formale Ausbau korrespondiert dadurch mit der Inhaltsebene.

Die magere Struktur und Form  und Sachlichkeit sind typisch für die Literatur der BRD, sowie autobiografische Tendenzen, denn Zafer Senocak selbst hat einen Migrationshintergrund, somit hat er sich mit den Problemen, die Mehrsprachigkeit mit sich bringen kann, auseinander setzen müssen.

Die Nachkriegsliteratur löst sich in dieser Zeit in Gegenwartsliteratur auf, sodass die Motive zu der Zeit nicht mehr politisch waren sondern den Schwerpunkt auf das private Leben setzten. Die Lyrik der Neuen Innerlichkeit entsteht in den 1970er Jahren und verbindet persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Zusammenhängen.

In den 80er Jahren war die Migration von türkischen Gastarbeitern sehr präsent, dass das Gedicht „Doppelmann“ diese .....

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