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Interpretation
German studies

Beschreibung Vollkommener Schönheit

University, School

Johann Vanotti Gymnasium Ehingen

Grade, Teacher, Year

1-,B.Scheffold,2012

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Text by Kristian S. ©
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Beschreibung vollkommener Schönheit von Christian Hoffmann Das zu analysierenden Gedicht „Beschreibung vollkommener Schönheit“ von Christian Hoffmann von Hoffmannswalde, verfasst im Jahr 1695, thematisiert die Huldigung einer Frau und die damit verbundenen seelischen Qualen des lyrischen Ichs. Es handelt sich sprachlich und formal um ein typisches Barockgedicht. Deshalb werde ich im Folgenden auf die formale und inhaltliche Gestaltung hinsichtlich des Aufbaus des Gedichts eingehen. Da das Gedicht aus vier Strophen,…

„Beschreibung vollkommener Schönheit“

von Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Gedichtsinterpretation

In dem Gedicht „Beschreibung vollkommener Schönheit“ von Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau, das im Jahr 1695 veröffentlicht wurde, beschreibt das lyrische Ich die äußerliche Schönheit einer Frau und seine widersprüchlichen Gefühle für sie.

Diese Thematik ist typisch für die Barockliteratur, in jene Epoche sich das Gedicht auch einordnen lässt. Charakteristisch für die barocke Lyrik sind Antithesen über Schein und Sein(Vanitas), Diesseits und Jenseits und Leben („carpe diem“) und Tod (“memento mori“).

Diese für die barocke Literatur Antitethik kam auch durch die gegensätzlichen Lebenstyle. Das harte Bauernleben im Gegensatz zum Prunk der Adeligen.

Während der Adel noch im Überfluss lebte, lebte der Rest der Bevölkerung in ständiger Angst vor Pest und Krieg. Diese extremen Gegensätze spiegeln sich auch in der Literatur wieder. Diese Antithesen deuten sich auch in diesem Werk an.

Vor allem die Liebe war ein populäres Thema der Barockdichtung. Man kann die meisten Gedichte dieser Zeit drei Gruppen zuordnen: Der unteren Liebeslyrik (pervers; erotisch), der mittleren (flirtend; humorvoll); sowie der oberen Liebeslyrik (bildliche Sprache; tiefgründig).

Das vorliegende Gedicht selbst zählt zu den Werken höherer Liebeslyrik. In diesem Fall verbindet es die Anziehungskraft äußerlicher Schönheit mit der Erinnerung oder Mahnung an den Leser, dass Äußerlichkeiten vergänglich bzw. trügerisch sind.

Die „Beschreibung vollkommener Schönheit“ gliedert sich in 4 Strophen, bestehend aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Es liegt somit eine Sonettform vor. Zu Beginn werden in den beiden Quartetten ausschließlich die äußerlichen Eigenschaften der Frau beschrieben, während in den beiden Terzetten ihr Inneres („Herz“ V. 9; „Wort“ V. 10) und die verheerenden Folgen, die dieses für das lyrische Ich hat, behandelt werden.

Denn gerade ihre vollkommene Schönheit macht das lyrische Ich abhängig und erzwingt seinen Freiheitsverlust und den Verlust seines Humors.

In der ersten Strophe des Gedichts schildert das lyrische Ich vor allem den äußerlichen Liebreiz seiner Angebeteten. Die ersten drei Verse sind Anaphern und durch den kontinuierlichen Jambus entsteht der Eindruck, dass es sich um eine Aufzählung einzelner Schönheitsmerkmale handelt und diese beliebig weit fortgeführt werden .....[read full text]

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Denn ihr Blick ist so machtvoll, dass dieser alleine Männer in ihren Bann zieht und niederstreckt. Es wird deutlich, dass die Schönheit ihr Aussehen auch zum eigenen Vorteil als ein Machtinstrument missbraucht.

Dieser Eindruck verstärkt sich durch die Hyperbel im nächstem Vers: “Zwey armen derer krafft offt leuen hingerichtet“. In diesem Vers fällt die Wahl des Löwen auf, der als Königssymbol für männliche Stärke und Macht steht.

Trotz dieser Stärken wird jedoch der stolze Löwe von ihrer Kraft „hingerichtet“. Dies bedeutet, dass jeder Mann, egal welchem Rang er angehört, ihrer Schönheit verfällt und ihr nicht entkommen kann. Eine weitere wichtige Rolle steht dem Prädikat „hingerichtet“ zu.

Das zeigt umsomehr, dass die Frau als solche schon vielen Männern („offt leuen hingerichtet“) zum Verhängnis geworden ist.

In der dritten Strophe gibt es dann den endgültigen Bruch mit der zunächst positiven Beschreibung. So verdeutlicht die Antithese in Vers.9: „Ein hertz aus welchem nichts als mein verderben quillet“ die innerliche Zerrissenheit des lyrischen Ichs zwischen der gewaltigen Anziehungskraft der Schönheit und seiner Abscheu gegenüber der Persona, der Frau, von der er weiß, dass sie sein Verderben ist.

Seine Zerrissenheit zieht sich nun über die letzten Verse hindurch. Diese zwei Seiten von ihr, zum einen ihre vollkommene Schönheit und zum anderen ihre verkommenen, bösen Absichten zwingen das lyrische Ich zu dem größten Gegensatz zu greifen, den man in dieser Zeit kannte: dem religiösen Gegensatz zwischen Himmel und Hölle.

Sichtbar in Vers 10: “Ein wort so himmlisch ist und mich verdammen kann.“ Diese Antithese verdeutlicht, dass er nicht begreift, wie eine so „himmlische“ Schönheit ihn „verdammen“ kann. Dieser Unglauben spiegelt sich auch in dem Wortspiel in Vers.12 wieder „und durch ein süssen Gifft die seel.....

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Diese letzten Verse dienen als Warnung, sich von äußerer Schönheit nicht täuschen zu lassen, da diese kein Indiz für das Seelenleben einer Frau ist. Zu Beginn des Gedichtes verfällt das lyrische Ich dem Liebreiz der Frau und verliert dadurch im Laufe der Strophen mehr und mehr die Oberhand über sein eigenes Leben.

War es früher üblich, dass der Mann die Macht über die Frau hatte, so kehrt die Schönheit in diesem Gedicht diese Machtverhältnisse um und beraubt den Mann seiner Unabhängigkeit. Die Gunst der Frau erlebt er im Augenblick als wundervoll, letztendlich schadet sie ihm aber.

Das lyrische Ich beschreibt wie Frauen, die zur damaligen Zeit als sozial benachteiligt und als dem Mann unterlegen anzusehen waren, durchaus mit ihren Reizen Macht auf Männer ausüben konnten. Sie konnten dem Schein, dass sie den Männern unterworfen seien, trotzen.

Ob das Gedicht „Beschreibung vollkommener Schönheit“ in der heutigen Zeit der Emanzipation und Gleichberechtigung noch von Bedeutung ist, bleibt dem Leser überlassen. Meiner Meinung nach muss man nach wie vor vorsichtig zwischen Schein und Sein differenzieren und man darf sich nicht von einem schönen Äußer.....

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