Interpretation

Gedichtanalyse „Frühjahr“ von Georg Heym

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Literaturanalysen zur Epoche Expressionismus: Die Abitur & Hausaufgabenhilfe: Interpretationen zu Alfred Lichtenstein, Franz Kafka, Jakob van Hoddis, Georg Trakl, Georg Heym (Textanalysen, Band 4)
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German studies

University, School

Mathematisch Naturwissenschaftliches Gymnasium Mönchengladbach

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2015, Redlich, 2

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12 Lyrikvergleich DE2 - mes Der berühmte Romantiker Novalis äußerte einst seine Gedanken über den Frühling: „ Es sind nicht die bunten Farben, die lustigen Töne und die warme Luft, die uns im Frühling so begeistern. Es ist der stille, weissagende Geist unendlicher Hoffnung,.“. Er jubelt über diese Jahreszeit in vollsten Tönen und assoziiert den Frühling neben Wind, Blühen und Klängen, vor allem auch mit der Hoffnung. Ähnlich tut Ludwig Uhland dies in seinem romantischen Gedicht „Frühlingsglaub­­e“ von 1812, in welchem er den…

Analyse

„Frühjahr“ von Georg Heym


Das Naturgedicht  „Frühjahr“ von Georg Heym entstand im Jahre 1911 im Zuge der Zeit des Expressionismus und thematisiert das damalige Leid in Kontrast mit den vermeintlich schönen Erwartungen anhand des Beispiels des Frühlings.

Das Gedicht ist in fünf Strophen gegliedert zu jeweils vier Versen. Es ist kein eindeutiges Reimschema vorzufinden, aber von strenger, klangvoller Rhythmik. Die Metrik beschränkt sich auf einen fünfhebigen Trochäus. Außerdem hält Heym durchgehend am gleichen Tempus fest. Er verfasst sein Gedicht ausschließlich in Präsens. Dies vermittelt eine realere Stimmung bei dem Leser.

In der ersten Strophe beschreibt der Autor, dass der Wind eine schwarze Wolkenfront mit sich bringt und die Wege als auch die „kalten Bäume“ (V. 2) zittern. Vermutlich zittern bzw. beben die Wege, da in der Zeit des Expressionismus das Thema Krieg sehr verbreitet war. Zudem ist in diesen ersten beiden Versen eine Anapher („Die“) vorzufinden, welche die deprimierende Stimmung an diesem Abend verdeutlichen soll.

In den letzten beiden Versen der ersten Strophe beschreibt Heym die Wolken, welche eintönig über die leeren Felder ziehen. Hierbei werden die Wolken personifiziert, da Heym sagt sie würden „rollen“ (V.4).

In der zweiten Strophe wird verdeutlicht, dass durch die schlechten Wetterbedingungen ein Bauer nicht die Möglichkeit hat Samen zu streuen, um danach eine gute Ernte zu erlangen. Es wird gesagt, dass „Der Wind und Sturm […] ewig in der Weite [ist]“ (Strophe 2, Vers 1).

Der Bauer hat nicht die Möglichkeit Samen zu sähen (vgl. Strophe 2, Vers 2 ff.). Diese Strophe zeigt metaphorisch, dass die Menschen zu dieser Zeit in einer Phase der Dürre waren und wie typisch in der Zeit des Expressionismus unter Existenzängsten litten. Der „Sämann“ ( Strophe 2, Vers 2 ) sieht in weiter Ferne das ersehnte Unwetter, jedoch ist ihm bewusst, dass es zu weit entfern ist um sich realistische Hoffnungen auf ein.....[read full text]

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