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Educational Science / Pedagogy

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Universität zu Köln

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Frühförderung und Elternberatung
bei Kindern mit dem einer Hörschädigung


1. Einleitung

-          Diagnose „Hörschädigung“ für viele Eltern, v.a. hörende Eltern, oft zunächst ein Diagnoseschock

-          Viele Eltern kommen mit einer ambivalenten Einstellung in das Beratungszentrum: sie wollen einerseits endlich Gewissheit erhalten, ob ihr Kind behindert ist oder nicht, andererseits fürchten sie das Ergebnis der pädagogisch- psychologischen Diagnose. Je länger der Zustand der Unklarheit für Eltern andauert, ob ihr Kind behindert ist oder nicht, um so mehr werden sie beunruhigt

-          Verharren Eltern über einen längeren Zeitraum im Zustand der Ungewissheit, ob ihr Kind behindert ist oder nicht, kann dies Auswirkungen auf das sensible System der Mutter- Kind- Interaktion haben: Die Mutter, in ihrer Angst und Unsicherheit kann sich nicht mehr unbefangen ihrem Kind zuwenden und es vorurteilsfrei im Blick haben; im Laufe der Zeit kann die Mutter ihre spontane Feinfühligkeit im Umgang mit ihrem Kind verlieren.

-          Häufig vorher noch gar kein Kontakt mit einer Hörschädigung, brauchen deshalb Beratung, Informationen und Unterstützung zur Bewältigung und möglichst natürlichem positiven Umgang mit ihrem Kind

-          Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit dem hörgeschädigten Kind zu kommunizieren: Lautsprache, lautsprachbegleitende Gebärden (LBG), Gebärdensprache, andere Zeichensysteme

-          LBG: - lautsprachbegleitende Gebärden: simultan zu jedem gesprochenen Wort wird eine Gebärde ausgeführt (also keine eigene Grammatik);

o    simultane Kommunikation (SK): gleichzeitige Kodierung einer Lautsprache im akustischen und optischen Kanal

o    Vorteil: simultane Kommunikation führt gegenüber der rein lautsprachlichen Erziehung zu einer Verbesserung der kindlichen Kommunikationsfähigkeit in den frühen Jahren

o    Durch die simultane Kommunikation wird die einfache/ frühe Kommunikation im Bergleich zur rein oralen Methode weitgehend verbessert

o    Simultane Kommunikation bzw. LBG für die Familien leichter zu lernen als die komplexe DGS

- DGS: - deutsche Gebärdensprache: Sprache mit eigener Grammatik

o    Vorteil: natürlicher Spracherwerb für hörgeschädigte Kinder gehörloser Eltern, da DGS ihre Muttersprache ist; Integration in die Gehörlosengemeinschaft möglich; vor allem für Kinder, die über das Ohr nicht genügend Reize wahrnehmen können bietet DGS eine Möglichkeit zur Kommunikation mit ihrer Umwelt

o    Nachteil: für hörende Eltern ist DGS meist Fremdsprache, die sie erst erlernen müssen, eine natürliche Kommunikation kann somit (vor allem in der ersten Zeit) nicht stattfinden; außerdem verfügt nur ein sehr kleiner Teil der hörenden Gesellschaft über DGS- Kenntnisse, so dass ausschließliche Kommunikation in DGS zu enormen Schwierigkeiten der Integration führt

-          Andere Zeichensysteme: z.B. Bildkarten, Symboltafeln, Kommunikationscomputer, z.B. Talker, .

o    Vor allem für Kinder mit zusätzlichen anderen Behinderungen häufig eine Hilfe, damit sie sich verständlich machen und ihre Bedürfnisse ausdrücken können

o    Nachteil: keine großen Dialoge möglich


-          Zusätzliche Sprachtherapie zur Verbesserung der Aussprach ist bei Kleinkindern, die ausschließlich eine Hörstörung haben meist nicht notwendig und sinnvoll.

è So viele Therapie- oder Förderstunden wie nötig, aber so wenige wie möglich!


-          Zu beachten ist, dass Lautsprache ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration in die Alltags- und Arbeitswelt der hörenden Gesellschaft ist

-          Durch verbesserte technische Hilfsmittel ist es heute beinahe jedem hörgeschädigten Kind möglich, Lautsprache über das Ohr wahrzunehmen

-          Außerdem ist die Lautsprache meistens die Muttersprache der Eltern, so dass eine natürliche Kommunikation häufig nur in dieser Sprache stattfinden kann (darauf wird später eingegangen: natürliche Mut.....[read full text]

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-          Abgesehen von der sprachlichen Kommunikation und dem Hörverhalten kann von einem hörgeschädigtem Kind grundsätzlich ein altersgemäßes Verhalten erwartet werden

-          Entwicklung des Kindes ist von Anfang an ein in höchstem Maße interaktiver Prozess; in verschiedenen Lebensabschnitten haben Kinder zentrale Entwicklungsbedürfnisse, deren Befriedigung notwendig ist, damit die Kinder sich psychisch und sozial gut entwickeln können à die Auseinandersetzung mit der Hörschädigung hat für jugendliche Hörgeschädigte große Bedeutung à die Identitätsentwicklung ist ein lebenslanger Prozess

-          Die Erfahrungen, die das Kind in seinem ersten Lebensjahr macht bestimmen die Einstellung zu sich selbst und zur Umwelt à wichtig ist also in dieser Phase, dass nicht nur eine gute Versorgung der körperlichen Bedürfnisse sichergestellt ist, sonder eben auch eine optimale psychische Versorgung (Gefühl des Geborgenseins, altersadäquate Reizangebote)

-          Damit ein kleines hörgeschädigtes Kind ein Gefühl der Geborgenheit und der Sicherheit entwickeln kann, scheinen mehr die Qualität der Beziehung zwischen Mutter und Kind von Bedeutung zu sein als das vollständige Vorhandensein aller Sinnesfunktionen.

Ist also ein intaktes Mutter- Kind- System vorhanden, dann finden die wichtigen Entwicklungsprozesse auf Grund der körpernahen Kommunikation auch beim hörgeschädigten Kind statt. à stimmt also der gefühlsmäßige ganzheitliche Zugang zum Kind und kann so das „intuitive parenting“ zum Tragen kommen, dürfte die fehlende akustische Wahrnehmung (noch) keine gravierenden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben

-          Überlegungsansatz von Hintermair: Die Konsequenzen aus den vermehrt realisierten Neugeborenenscreenings sind also vermutlich vielfältiger als auf den ersten Blick vermutet: Es geht weniger um Entwicklungsförderung des Kindes als um Unterstützung und Begleitung in der Beziehungsgestaltung zwischen Eltern und Kind.

Ob sich die Medizin und die Hörgeschädigtenpädagogik damit einen Gefallen tun, wenn sie in Zukunft „intuitives parenting“ unmittelbar nach der Geburt aktivieren bzw. wiederbeleben müssen anstatt es in den ersten Monataten natürlich entfalten zu lassen bleibt abzuwarten. à Claudia denkt: J „intuitive parenting“ wird sich ohne die frühe Diagnose nicht normal entwickeln können, da das Neugeborene nicht adäquat auf die Reize der Eltern reagiert und diese somit verunsichert und ihren Umgang mit dem Kind verändern

-          Im Laufe der ersten Lebensjahre ändert sich die Qualität der Eltern- Kind- Beziehung: im zweiten Lebensjahr geht es nicht mehr nur um sozial- emotionale Zuwendung, sondern im weitesten Sinne um „didaktische“, also erklärende Zuwendung, die dem wachsenden Lernbedürfnis des Kindes, seinem Bedürfnis nach kognitiver Erfassung der Welt, entspricht.

Die unmittelbare Verbindung von Mutter und hörgeschädigtem Kind ist in dieser Phrase schwieriger aufrecht zu erhalten, da das Kind zunehmend mobil wird und die akustischen Gegebenheiten den Radius des Kontakts begrenzen.

-          Spracherwerb bedeutet primär interaktive Welterschließung. Das Kind lernt im sozialen und materialen Austausch mit seiner Umwelt sich und die Welt wahrzunehmen, zu erkennen, zu deuten, zu begreifen. Sprache wäre nichts, wenn sich nicht in motiviertem spontanem Alltagshandeln mit den selbst gemachten oder kommunikativ vermittelten Erfahrungen aufs engste verbunden wäre. à dass dieser Spracherwerb bei hörgeschädigten Kindern mit hörenden Eltern immer unter erschwerten Bedingungen stattfinden wird und spontanes Alltagshandeln sicherlich nicht am Anfang der Entwicklung stehen wird ist unbestritten à Klar ist aber auch, dass die Entwicklung der kindlichen Autonomie Schaden leiden kann, wenn in dieser Phase zu wenig Gewicht auf Kommunikation und zu starkes Gewicht auf ein bestimmtes Sprachsystem gelegt wird, da dies ein Schwachpunkt im Kind ist und zu befürchten ist, dass das Kind oft keine andere Wahl hat als sich über Trotz, Verweigerung, etc. dieser Verletzung seines Selbstwertgefühls zu entziehen à nicht die Beziehungsentwicklung der Eltern zu ihrem hörgeschädigten Kind stellt das zentrale Problem in der Entwicklung dar, sondern die Schwierigkeiten in der kommunikativen Interaktion bringen die Entwicklungsprozesse beim hörgeschädigten Kind durcheinander.

-          Der natürliche Zugang zum hörbehinderten Kind ist durch die Diagnosemitteilung, oder die vorgehende Zeit, behindert, verwehrt oder auch gestört: viele Eltern befinden sich in einer zwiespältigen Situation: sind sie doch einesteils normale Eltern, andernteils aber auch besondere Eltern mit besonderen Aufgaben in ihrer ganz spe.....

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-          Bei sehr jung diagnostizierten Kindern sind die intuitiven Verhaltensweisen der Eltern in der Regel noch vollständig vorhanden und es gilt, diese zu erhalten.

-          Sind die Kinder bei der Erstdiagnose schon älter, so ist es meist notwendig, die sprachfördernden Verhaltensweisen im alltäglichen Umgang mit dem Kind wieder zu reaktivieren (durch fehlende oder stark reduzierte Reaktionen des Kindes auf Ansprache bis zum Zeitpunkt der Hörgeräteversorgung sprechen Eltern, ohne dass es ihnen bewusst ist, oft schon wesentlich weniger mit ihren Kindern, da alle Menschen in einem Gespräch auch die Rückmeldung des Gesprächspartners brauchen, dass dieser zugewandt ist, zuhört, versteht und am Inhalt des Gespräches interessiert ist)

à Eltern in ihren natürlichen intuitiven Verhaltensweisen in der Kommunikation mit ihren Kinder bestärken

-          Sprache anbieten und nicht fordern

-          Informationen geben über Hörschädigung, Kommunikation, Möglichkeiten, .

à Frühförderliches Handeln hat eher indirekte als direkte und unmittelbar messbare Auswirkungen

-          Sicherung einer möglichst normalen Entwicklung gefährdeter oder beeinträchtigter Kinder von Anfang an, bzw. weitestgehende Ausprägung kompensatorischer Möglichkeiten, in den Bereichen grundlegender und allgemeiner Fähigkeiten für die Lebensbewältigung

-          Frühförderung vertritt ein allgemeines gesellschaftliches Interesse an kompensatorischer Betreuung behinderter Kinder: im Rahmen rehabilitativer Maßnahmen handelt es sich insbesondere um die Erhaltung , Herstellung oder Wiederherstellung der Fähigkeit, den eigenen Lebensunterhalt zu sichern (Arbeitsfähigkeit) und sein Leben weitestgehend ohne staatliche Hilfen führen zu können (Selbstversorgung) à der Zweck der Frühförderung ist also nicht an unmittelbaren Bedürfnissen Betroffener und den präventiven Möglichkeiten als solche festgemacht, sonder genau an den staatlichen Interessen, die der Grund für die Existenz der Frühförderung sind.

-          Diagnostik und Intervention beeinflussen sich gegenseitig: Ziele, Planung und Durchführung der Intervention werden von den diagnostische Ergebnissen abgeleitet; umgekehrt ergibt sich aus den Beobachtungen während des Interventionsverlaufs die Frages.....

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Hinzu kommen muss die Legitimierung durch theoretische Begründetheit.

- Jedes Konzept ist mitbestimmt von demjenigen, der es praktiziert: wenn zwei z.B. die gleiche Integrationstherapie anwenden, so praktizieren sie doch nicht dasselbe!

- wenn hier vom Wandel der Konzepte in der Frühförderung die Rede sein soll, so können nur generelle Tendenzen, Richtungen und Begründungen gemeint sein, nicht die real praktizierten Konzepte.

- Dabei lassen sich typisierend und den historischen Wandel betreffend 2 Phasen unterscheiden:

  1. die Phase der direktiven Einheitskonzepte

o    der Beginn einer institutionalisierten Frühförderung vor ca. 20-25 Jahren fiel in eine Zeit, in der die wissenschaftliche Orientierung des fachlichen Handelns auf einen Höhepunkt zusteuerte. Die Kombination aus behavioristischer Lerntheorie und der Theorie der Entwicklungsstandards ergab die Entwicklungstherapie, die auch dem damaligen pädagogischen Curricular- Modell entgegenkam, das auf Kompetenzförderung des einzelnen Kindes konzentriert war à es waren nicht nur die bestechende wissenschaftliche Begründetheit und methodische Exaktheit, die bestimmend waren, sondern auch die ihnen zugrundeliegenden Überzeugungen, die dazu führten, dass Unpassendes ausgeblendet wurde à Konzepte einer direktiven und strukturierten Frühtherapie wurden praktiziert, die universell einsetzbar waren: der naturwissenschaftliche Touch verband sich mit dem Anspruch auf Gesetzmäßigkeit, also auf generelle Gültigkeit

o    als psychologische Nebenwirkung derartiger mit wissenschaftlichem Anspruch systematisierter Programme bildete sich beim verhaltensmodifikatorischen Experten eine starke Autoritätsposition gegenüber denjenigen aus, deren Verhalten geändert werden sollte: Kinder und Eltern fanden sich in der Rol.....

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o    Die neue Ideologie steht im Zusammenhang mit ausgeprägten Individualisierungstendenzen und dem stärker gewordenen Interesse an partnerhafter Kooperation der Beteiligten, aber auch mit einem beklagenswerten Verlust an wissenschaftlicher Autorität, was zu einer Orientierungslosigkeit führte

o    Ein zentraler Umbruch des Frühförderungskonzeptes vollzog sich als Wechsel von der dominanten Kindförderung zur Zusammenarbeit mit den Eltern

o    Die darin enthaltene Herausforderung richtet sich auf die Beachtung autonomer Lernprozesse im Sinne der Selbstregulation und eigener Verantwortlichkeiten (Ablehnung der Ko- Therapeutenrolle und vorgefertigter Programme)

o    Im Sinne eines ökologischen oder systemischen Modells ist insgesamt die Berücksichtigung der Lebenszusammenhänge, in denen das Kind steht, also vor allem die Familie, mehr ins Gesichtsfeld gerückt

o    Einfühlsame Interaktionen zwischen Mutter und Kind als Vorbild für therapeutische Beziehung wird empfohlen

o    Problem dieses Konzepts: es ist nicht leicht, die eingetretene Vielfalt zu überblicken und zu bewerten, geschweige denn zu überprüfen à objektivere Gesichtspunkte werden benötigt


è als optimales Konzept müsste ein Handlungskonzept entworfen werden, in dessen Blickfeld Frühförderungsansätze liegen, die im besondern durch ihre Offenheit und Lebensnähe gekennzeichnet sind, deshalb aber doch nicht einer bestimmten fachlichen Grundstruktur entsagen à eine differenzierte und verantwortbare Vielfalt wird benötigt

à Die Frühförderung ist ein auf sinnvolle Kommunikation und Kooperation im Sinne gemeinsamer Interessen gerichtetes Handeln (ziel-, normen-, wert- und regelorientiertes, in Zusammenhänge eingebettetes, kontrollierbares und verantwortbares Sich- Verhalten eines personalen Subjekts gegenüber einem anderen personalen Subjekt), das der ständigen Reflexion bedarf

à das bedeutet im Klartext der Praxis, dass Frühförderung in ihren Zielen und in ihrem Vorgehen fachlich- theoretisch begründet sein und sich zugleich auf eine interpersonale Begegnung beziehen muss, dass die angestrebte Verständigung ein Erkennen und Respektieren der Eigensituation und Autonomie des anderen voraussetzt, dass situations-, kontext- und institutionsabhängig agiert werden muss und dass das tatsächliche Ergebnis solchen Han.....

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  1. seit ca. 1960: Frühkindliche Hörerziehung, die der Pädaudiologie einen hohen Stellenwert beimisst. Erstmalig wird der Aufgabenbereich der Hörerziehung auch zum Arbeitsfeld in der frühen Kindheit: es sollten nicht mehr nur die Folgeschäden der Hörschädigung behoben werden, sondern möglichen Verzögerungen entgegengewirkt werden. Erst in der späten Periode wurde die Hörerziehung als Prozess verstanden, der vor Vollendung des ersten Lebensjahres einsetzen sollte. Außerdem geht die Förderung weg von Pädagogen, hinein in das Elternhaus, so dass Eltern zur spezialisierten Förderung ihrer Kinder befähigt werden; Gründung von Pädaudiologischen Beratungsstellen und Einführung der frühen Hausspracherziehung für hörgeschädigte Kleinkinder und dadurch Nutzung der Phasenspezifität der Sinnesentwicklung und die große Plastizität des kindlichen Gehirns und Schaffung der Voraussetzungen für einen späteren Besuch auf einer Regelschule (Vertreter: Ewing, van Uden, Löwe)
  2. seit ca. 1990: Hörerziehung für Kinder mit Cochlear Implantat: durch die CI- Versorgung und die frühe Hörerziehung haben nun auch die Kinder die Möglichkeit Lautsprache wahrzunehmen, die zuvor noch als gehörlos eingestuft wurden; außerdem Betonung der Bedeutung einer möglichst frühen Erkennung, Erfassung und Förderung von hörgeschädigten Kindern und Einführung einer flächendeckenden Frühförderung bzw. Hausspracherziehung, Einrichtung von Pädaudiologischen Beratungsstellen für hörgeschädigte Kinder, Versorgung aller hörgeschädigten Kinder mit zwei leistungsfähigen Hörgeräten oder CI, Ausstattung der Schulen für Hörgeschädigte mit modernen Klassen-Hör-Sprechanlagen (Vertreter: Diller, Horsch)


Zur Zeit lassen sich drei grundsätzliche Konzepte unterscheiden: der natürliche hörgerichtete Ansatz, die orale Methode und die auditiv- verbale Therapie! Der natürliche hörgerichtete Ansatz wird von unterschiedlichen Vertretern teilweise unterschiedlich ausgelegt.

- natürlicher hörgerichteter Ansatz (Diller, Horsch, Batlina, Clark)

-          basiert auf der Erfahrung, dass hörgeschädigte Kinder im Alltag über Kommunikation ganz generell und über die Hörerfahrungen im Besonderen zur sprachlichen Kommunikation kommen

-          Ziel und Aufgabe ist es, das hörgeschädigte Kind in die Lage zu versetzen, akustische Reize (Geräusche, Klänge, Laute, Sprache) zu registrieren, zu diskriminieren, zu identifizieren, wiederzuerkennen und zu verstehen

-          3 Tatsachen haben dazu geführt, dass hörgeschädigte und gehörlose Kinder heutzutage auf natürlichem Weg eine Hör- und Lautsprachkompetenz entwickeln können: - verbesserte Früherkennung

- neue technische Möglichkeiten

- genaueres Wissen über den natürlichen Erstspracherwerb bei Kindern

à „Praktisch können aus gehörlosen Kindern Kinder mit für die Lautsprache nutzbaren Hörfähigkeiten werden.“ (Diller, 2000)

-          der natürliche hörgerichtete Ansatz geht aus

- vom Ganzen (Kommunikation) zum Detail (Sprachlaut), nicht umgekehrt à

Interaktionsorientierung

- vom Hörvermögen, nicht von der Hörschädigung

-          „Hörgeschädigte Kinder brauchen nicht mehr vom Speziellen, sondern mehr vom Normalen.“ (Batlina)

-          ein hörgeschädigtes Kind ist kein Kind, das nicht hören kann, sondern eines, das dabei ist.....

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