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Die frühen Gräber - Friedrich Gottlieb Klopstock Gedichtanalyse Das Gedicht „Die frühen Gräber“ von Friedrich Gottlieb Klopstock, welches 1764 erschienen ist, handelt von der Erinnerung an die Toten. Das Gedicht ist in drei Strophen mit jeweils vier Versen aufgebaut. Bei den ersten beiden Strophen ist eine Antithetik vorhanden, da die erste Strophe von der Nacht, die zweite Strophe hingegen vom Tag handelt. Die dritte Strophe ist eine Synthese, da die Nacht und der Tag in dieser Strophe zusammengebrach­t werden. So erhält das Gedicht…
G9c Freiarbeit zum Judentum Bericht über die jüdischen Friedhöfe Auf hebräisch gibt es mehrere Bezeichnungen für das Wort „Friedhof“. Zum Beispiel, Haus der Ewigkeit, Haus des Lebens, Stätte der Gräber, Guter Ort oder Stätte der Eltern. Der Name Haus der Ewigkeit drückt auch schon. einen sehr wichtigen Unterschied, zu einem christlichen Friedhof aus. Ein Grab und ein Grabstein bleiben für immer bestehen und das Grab wird nicht, wie auf einem christlichen Friedhof, nach einigen Jahren aufgelöst, sondern es bleibt wirklich für…

Friedhöfe (und Gräber) als touristische Attraktionen

Was hat ein Lorbeerzweig mit der Route der Europäischen Friedhofskultur zu tun? Die Antwort: Ein solcher Zweig war das wahrscheinlich älteste taphophile Souvenir, das Reisende aus Italien mitgebracht haben; abgesehen natürlich von den Heiligenreliquien, also jenen sakralen Erinnerungsstücken von Märtyrern, die im Christentum hoch begehrt waren. Taphos heißt übrigens griechisch einfach Grab oder auch Grabstein.

Man versteht unter "Taphophilen" oder auch Friedhofs-Enthusiasten, "Grabjäger" oder Grabstein-Touristen; also Personen, die eine Passion für und Freude an Friedhöfen haben.

1: Lorbeerzweig

Bevor ich aber den Lorbeerzweig noch näher erläutere, ein kurzer Überblick über die Gliederung dieses Textes. Ich beginne mit dem den Besuch berühmter Gräber und der Grand Tour beginnen, werde dann die im 19. Jahrhundert publizierten Friedhofsführer betrachten, um darüber zum neu auflebenden Interesse an historischen Friedhöfen am Ende des 20. Jahrhunderts zu kommen, in dessen Rahmen die „Route der Europäischen Friedhofskultur“ eine besondere Stellung einnimmt.

1.Der Besuch berühmter Gräber

2: Vergils Grab, Holzschnitt aus "Sito et antichità della città di Pozzuolo" von Scipione Mazella, Neapel 1594. (Veröffentlicht über Bayrisches Staatsbibliothek digital, Permalink: . , Scan 301)

Dieser Holzschnitt aus einem Buch über Neapel aus dem Jahr 1594 trägt den Titel „Della Grotta che si và da Napoli à Pozzuolo, della sepoltura di Virgilio“. Dargestellt ist nicht nur den Eingang zu der berühmten „Grotte“, der Crypta Neapolitana – einem antiken Tunnel, der den Hügelzug des Posillip durchquert. Sondern auch ein kleines Gebäude daneben, das einem Lorbeerzweig auf dem Dach trägt.

Dort hatte man schon seit der Antike die Grabstätte das berühmten Dichters Vergil1 verortet und dieses Grabmal bildete Jahrhunderte lang das Ziel von Reisenden aus ganz Europa, die es meist mit besonderer Ehrfurcht besuchten. Allerdings gab es unter ihnen auch Zweifler, die nicht an die Zuschreibung glaubten. Trotzdem: Die populären Reisebücher vom 16. bis zum 19. Jahrhundert enthielten Beschreibungen und Abbildungen dieses Monumentes2, das heute als anonyme Familiengrabstätte aus augusteischer Zeit gilt.

Schon in der Antike war es zu einem Wallfahrtsort geworden und mit der Renaissance lebte diese Tradition wieder auf. Boccaccio berichtete 1339 in einem Brief an Petrarca von seinem Besuch und seitdem erfuhr die Verehrung dieses Ortes immer wieder neue Schübe. Noch die adeligen und bürgerlichen Reisenden, die im 18. Jahrhundert die „Grand Tour“ unternahmen, besichtigten diesen sepulkralen Ort.

Zugleich wurde das Grabmal im Norden Europas in die neu entstehenden Landschaftsgärten des integriert: Landgraf Friedrich II. von Hessen ließ es in seinem Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel nachbauen; Prinz Heinrich von Preußen, der Bruders Friedrichs des Großen, verfügte 1771 seinen Bau – allerdings nur aus Holz –am Rande des Schlossparks von Rheinsberg. Die ruinösen Überreste in Neapel stehen heute übrigens inmitten eines kleinen Parks, den die Stadt 1930 zur 2000jährigen Wiederkehr von Vergils Geburtstag anlegen ließ.

3: Vergils Grab in Neapel

4: und sein Nachbau in Kassel, Wilhelmshöhe

Von dem Lorbeerbaum schrieb allerdings schon Gottfried Seume 1802 in seinem Spaziergang nach Syrakus: ihn „suchst du nun umsonst; die verkehrten Afterverehrer haben ihn so lange bezupft, dass kein Blättchen mehr davon zu sehen ist, … Der Gärtner beklagte sich, daß die gottlosen Franzosen ihm den allerletzten Zweig des heiligen Lorbeers geraubt haben.“3 Ein prominentes Beispiel für diese Sitte war übrigens die Markgräfin Wilhelmine, die 1755 einen Zweig für ihren Bruder, Friedrich den Großen brach.

Sie notierte dazu in ihrem Tagebuch: " . hoch oben die Spuren des Grabes Virgils. Die Urne ist von dort entfernt, aber der Zufall hat dort einen Lorbeerbaum wachsen lassen, um ihn noch nach seinem Tode zu krönen."4

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Ihr Grab wurde in der Folgezeit zum Wallfahrtsort der Liebenden.

Im selben Jahr erschien eine erste Publikation über insgesamt vier Pariser Friedhöfe, in der die Beschreibung des damals noch Cimetiére de Mont-Louis genannten Friedhofes und seiner Grabmäler den meisten Raum einnimmt. Da in diesem Buch neben den Zeichnungen der beschriebenen Grabmäler auch ein etwas älterer Plan mit der Einzeichnung der bis dahin aufgeführten Grabmale, sowie eine ausführliche Beschreibung des Begräbnisplatzes zu finden ist, kann man es wohl mit Fug und Recht als ersten Friedhofsführer der Stadt bezeichnen.

Dieses Werk ist in den folgenden Jahrzehnten immer wieder erweitert und neu aufgelegt worden und hat sicher auch zu der wachsenden Beliebtheit dieses Friedhofes bei den Bewohnern und den Besuchern der Stadt beigetragen.

11: Plan du Cimetiére de Mont-Louis dit du Père la Chaise tel quìl est actuellement, Octobre 1815, eingezeichnet sind insgesamt 89 Stationen

12: Friedhofsansicht (Links siehe Folie 9, folgt direkt auf den Plan)

13: Kenotaph zur Erinnerung an Guillaume Lagrange, gefallen am 4. Februar 1807 in Polen

= stammen aus: Recueil de Tombeaux des quatre cimetières de Paris, avec leurs èpitaphes et leurs descriptions; mesurés et dessinés par C.-P. Arnaud, Paris 1817

bzw: Cimetiere Mont Louis (Pere Lachaise) Taf. 17, 5. Lieferung Tome I, von recuil de Tombeaux.

Die Idee einen Friedhofsführer mit der Beschreibung der wichtigsten Grabmale herauszugeben ist auf jeden Fall vielfach nachgeahmt worden. Wenige Jahrzehnte nach der Einweihung des Père Lachaise begann man im Osten Amerikas neue Friedhöfe anzulegen. New York war die erste Stadt der Vereinigten Staaten, die 1808 die innerstädtischen Begräbnisse verbot. Mit der Einrichtung des Bostoner Friedhofs Mount Auburn wurde dann erstmals das neue Konzept eines Friedhofes weit draußen vor der Stadt umgesetzt, der die veränderten Einstellungen zum Tod reflektieren und in dem die Natur den Trauernden und den Besuchern Trost und Inspiration spenden sollte.

Denn auch in Amerika wurde in dieser Zeit der schaurige Knochenmann von Thanatos, dem Bruder des Schlafes, ersetzt; begleitet nicht mehr von Schrecken und Furcht sondern von Melancholie und Sentimentalität. Für den neue Begräbnisplatz in Boston hatte man ein hügeliges Gelände mit Waldbestand und einen Netzwerk von Teichen und Feuchtgebieten ausgewählt, das in der Nähe des benachbarten Cambridge lag, dem Ort der berühmten Harvard University und des Massachusetts Institute of Technology.

Mount Auburn wurde 1831 eingeweiht und zog von Anfang an viele Besucher an, so dass schon bald Beschreibungen und Friedhofsführer veröffentlicht wurden.

14: Friedhofsführer Mount Auburn:

- Nathaniel Dearborn, A concise history of and guide through Mount Auburn with a catalogie of lots laid out in that cemetery, a map of the grounds and terms of subscription, regulations concerning visitors, interment & c. & c., Boston 1843


- Dearborns Guide through Mount Auburn, with seventy-six engravings for the benefit of strangers desirous of seeing the clusters of monuments with the least trouble with the established rules for the preservation of the cemetery, purchase of lots and other concerns, eigth edition, with an engraved plan of the cemetery, published by Nathan.....

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„Eltern und Lehrer forderten die Jugend auf den Friedhof zu besuchen um aus dem Leben der bemerkenswerten Persönlichkeiten, die dort bestattet waren, zu lernen und die richtigen Ambitionen und Hoffnungen für ihr eigenes Leben zu erwerben. Minister und Moralisten argumentierten, dass der Ort als Katalysator der Tugend diene. Er zeige die Werte der Familie und des dauerhaften sozialen Zusammenhalts.

Paare besuchten den Friedhof während der Brautwerbung und kultivierten melancholische Gefühle, indem sie die auf den Steinen eingravierten sentimentalen Verse lasen. Viele Leute gingen einfach zu Mount Auburn um Erholung von den zunehmend hektischen Leben der wachsenden Stadt zu finden.“ 7

Innerhalb von fünfzehn Jahren wurde Mount Auburn zum Vorbild für neun weitere große amerikanische Friedhöfe: Zu den bekanntesten unter ihnen gehören Laurel Hill in Philadelphia (1836)8 und Green-Wood in Brooklyn bei New York9, für die selbstverständlich eigene Führer erschienen.

Als in Deutschland mit dem 1877 eingeweihten Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg die Ästhetisierung der Begräbnisplätze von Amerika erstmals auf einen großen städtischen Zentralfriedhof in Deutschland übertragen wurde, dauerte es noch zwanzig Jahre bis der Friedhofsdirektor anläßlich einer allgemeinen Gartenbauausstellung in der Stadt einen schmalen Führer über seine Parkanlage herausgab, den er ebenfalls mit einem Plan und zahlreichen Fotografien versah.

16: Friedhof Ohlsdorf in Hamburg, Führer 1897, Titelseite und Foto des Südteiches (Nachdruck vom Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof 2009)

3.Das neue Interesse an historischen Friedhöfen am Ende des 20. Jahrhunderts

Im Prinzip ist in den hier erläuterten Friedhofsführern der neuen ländlichen Friedhöfe des 19. Jahrhunderts die inhaltliche Gestaltung dieser Publikationsform ausgereift. In ihnen wird auch immer das Interesse an Friedhöfen und damit ihr touristischer Besuch ausführlich begründet. Diese neuen dienten nicht nur zum Bestatten, sondern waren zugleich städtische Parkanlagen, die eine Reihe weiterer Aufgaben erfüllen sollten: Sie boten Erholung und Naturbetrachtung und konnten auf vielfältige Weise der Erziehung und Bildung dienen.

Nicht zuletzt aber waren immer mit dem Gedanken an den Tod verbunden; den Tod der anderen, aber auch dem eigenen und ermöglichten so das Nachdenken über die .....

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Auch sie bietet eine interaktive Friedhofskarte. Darin sind die Standorten von 236 berühmte Grabstätten verzeichnet. Klickt man auf einen Standort erscheint das Bild des Grabmals und der Text aus Wikipedia-Text. Dazu gibt es außerdem eine ebenfalls verlinkte alphabetische Namensliste. Interessant daran ist, dass drei junge Männer diese Anwendung aufgrund ihres privaten Engagements für den Friedhof aus öffentlich verfügbaren Internetquellen zusammengestellt und (open source) veröffentlicht haben.

19: App „Perdu au Père Lachaise?“

Eine ähnliche App ist auch für den historischen Friedhof Poblemou in Barcelona erschienen. Sie enthält ebenfalls eine interaktive Karte mit den Standorten und Informationen zu berühmten Gräbern und wurde von der Friedhofsverwaltung herausgegeben. Während die Pariser App nur auf Französisch zu lesen ist, bietet die App aus Barcelona auch eine englische Übersetzung an, die man sich auch vorlesen lassen kann.

Allerdings gibt es insgesamt nur 22 Stationen, die vorgestellt werden.

20: App „Cementiri de Poblenou“

4. Die Route der europäischen Friedhofskultur

An dieser Stelle fügt sich die Association of Significant Cemeteries in Europe (ASCE) sozusagen nahtlos ein.

21: Signet der Route der Europäischen Friedhofskultur

Diese europäische Organisation wurde 2001 in Bologna gegründet. Heute gehören ihr insgesamt 179 Friedhöfe in 22 Ländern an und es kommen immer noch neue hinzu. Diese Vereinigung will bewirken, dass historische Friedhöfe als Orte von besonderer Bedeutung in Europa größere Anerkennung finden. Das soll besonders durch eine erhöhte europäische Zusammenarbeit und verstärkte Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden.

Dazu hat man u.a. das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt der „Route der europäischen Friedhofskultur“ ins Leben gerufen. Seine Besonderheit liegt in dem Fokus auf dem touristischen Aspekt der Friedhöfe. Zugleich aber will man wie mit der Vereinigung insgesamt das bedeutende sepulkrale Erbe aufgrund seines künstlerischen und historischen Wertes fördern, öffentliche und private Aufmerksamkeit schaffen und den Kulturtourismus mit der Eröffnung neuer Räume stärken.

Außerdem soll die Zusammenarbeit im Rahmen der Entwicklung dieser Kulturroute den Europäischen Ländern und Regionen neue Möglichkeiten zum Austausch und damit neue transnationale Erfahrungen ermöglichen und zur Restaurierung der sepulkralen Landschaft anregen. Damit soll die Route der europäischen Friedhofskultur nicht nur eine Reiseroute für Touristen sein, sondern auch ein Werkzeug um Wissen und kontinuierliche For.....

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Die Friedhofskulturroute erhielt 2011 den UNWTO Ulysses Award. Dieser Preis der Welt Tourismus Organisation der Vereinten Nationen wird jährlich an besonders innovative Tourismusprojekte vergeben.

Blickt man noch einmal zurück auf die frühen touristischen Besuche von Gräbern berühmter Persönlichkeiten, so kann man feststellen, dass über die Zeiten hinweg nicht nur die Trauer um Verstorbene aus dem eigenen Lebensumkreis, sondern auch das Interesse am Leben und Wirken von Berühmtheiten ein Anlass zur Erhaltung von Grabstätten und zu ihrem Besuch war. Mit der Aufklärung hat dieser Grabbesuch neue Dimensionen angenommen.

Nun wurden die Friedhöfe selbst zu Orten der Erholung und der Bildung umgestaltet. Bemerkenswerterweise ergriff diese Bewegung der „rural cemeteries“ besonders die nordamerikanische Ostküste, wo man seit dem Unabhängigkeitskrieg die eigenen historischen Wurzeln zu suchen begann. Vorläufer bzw. Parallelerscheinungen dürften übrigens die Pilgerreisen von Amerikanern zu den Grabstätten ihrer Gründungsväter sein.

Sowohl zu der Gruft George Washingtons (+ 1799) auf dessen Farm Mount Vernon, als auch zu der Grabstätte Thomas Jeffersons (+1826) auf dessen Gut Monticello in Virginia kam amerikanische und ausländische Besucher in großer Zahl. Auch von dort wurden übrigens Reliquien und Souvenirs mitgenommen. So gab es in Mount Vernon die Tradition Zweige der dort wachsenden Rot-Zeder abzubrechen und auf den Sarkophag zu legen oder mit nach Hause zu nehmen.14

Die Steigerung der touristischen Attraktivität von Friedhöfen lässt sich dabei deutlich an der Veröffentlichung entsprechender Führer ablesen. Eine neue Entwicklung im Interesse an historischen Friedhöfen kann man nach der Blütezeit im 19. Jahrhundert erst wieder am Ende des letzten Jahrtausends feststellen. Historische Friedhöfe sind spätestens seit der letzten Jahrtausendwende – bei einem insgesamt deutlich gesteigerten Tourismusvolumen – zu einem mit anderen Kulturattraktionen gleichwertigen touristischen Ziel geworden, das im Rahmen von Städtereisen angeboten wird.

Touristisch anerkannte Friedhöfe werden nicht mehr nur regional, sondern auch national und europaweit immer mehr erschlossen. Sie kümmern sich zugleich selbst darum aktive Tourismuspartner zu werden und gehen dazu internationale Partnerschaften ein, wie die ASCE zeigt. Um den Besuch so einfach und attraktiv wie möglich zu gestalten werden inzwischen auch mo.....

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2 vgl. zum Thema insgesamt: Joseph Burney Trapp, „The Grave of Vergil“. In: Journal oft he Warburg and Courtauld Institutes 47 (1987), S. 1-31; Salvatore Pisani, Qui cineres? Vergils Grab am Posillip zwischen literarischer Erinnerung und politischer Mnemo-Topographie. In: Annette Dorgerloh, Michael Niedermeier, Marcus Becker [Hrsg.], Grab und Memoria im frühen Landschaftsgarten, Paderborn 2015, S. 39-59

3 Johann Gottfried Seume: Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802 - Kapitel 21

4 Zitiert nach Helke Kammerer-Grothaus: "Voyage d ' Italie" 1755. Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth in Neapel, in: dies. / Detlev Kreikenbom: Wilhelmine und Friedrich II. und die Antiken, Stendal 1998, 16.

5 Laut Wikipedia gab oder gibt es in folgenden Parks Rousseau-Inseln: Großer Tiergarten, Wörlitzer Park, Landschaftspark Althaldensleben-Hundisburg, polnischer Arkadia Landschaftspark, Landschaftspark von Schloss Herrnsheim, gestaltet von Friedrich Ludwig Sckell

6 Guide dans les cimetières de Paris. A. Faure, èditeur, Parils 1865, S. 26

7 „Parents and teachers urged youth to visit the cemetery to learn from the lives of notables interred there and to acquire proper ambitions and aspirations for their own lives. Ministers and moralists argued that the place served as a catalyst for virtue. It displayed family values and enduring social cohesion. Couples frequented the cemetery for courtship walks, cultivating melancholy emotions by reading sentimental verses engraved on the stones.

Many people went to Mount Auburn simply to find relief from the increasingly hectic life of the burgeoning city.” Aus: Blanche M.G. Linden, Silent City on a Hill: Picturesque Landscapes of Memory and Boston's Mount Auburn Cemetery, Amherst / Boston 1989, S. 237

8 Guide to Laurel Hill Cemetery, Near Philadelphia, .....

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