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German studies

University, School

Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

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WS 2012/13

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Text by Heidelinde H. ©
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Inhaltli­ch fundiert­e Arbeit zu Franz Kafkas "Ein Brudermo­rd", inklusiv­e Biograph­ie und Inhaltsa­ngabe zum Werk.

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Die Merkmalskategor­ie der Isolation und Allverbundenhei­t kann somit in Kafkas „Die Verwandlung“ nicht gefunden werden. Gregor handelt nicht aus seiner Isolation heraus, sondern reagiert lediglich auf die Reaktionen seiner Umwelt. Man kann sogar eine konträre Darstellung von Lüthis Beschreibung dieser Charakteristik feststellen. Selbst während Gregors Sterbeprozesses­, welcher von seinen Angehörigen noch voran getrieben wird, „dachte er mit Rührung und Liebe“ (KV 193) an seine Familie zurück. Auch hat Gregor keine Gabe…
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Karl-Franzens-Universität -Institut für Germanistik

Franz Kafka - Ein Brudermord

Eine formale Analyse


Inhaltsverzeichnis

1.      Einleitung. 2

2.      Biographie des Autors. 2

3.      Inhaltsangabe. 5

4.      Formale Analyse. 5

5.      Zusammenfassung. 8

6.      Literaturverzeichnis. 9

1.     Einleitung

Franz Kafka zählt heute zu einem wichtigen Bestandteil der Weltliteratur. Von dem deutschsprachigen Autor geht zweifellos eine gewisse Faszination aus, was nicht zuletzt die Flut an Büchern und Aufsätzen zu Kafkas Werken und seiner Person zeigt. Sein Hauptwerk reicht von Romanen wie Das Schloss oder Der Prozess bis hin zu Erzählungen wie Die Verwandlung  oder Das Urteil. Aber auch seine Briefe, die größtenteils nicht zur Veröffentlichung gedacht waren, nehmen einen wichtigen Platz im Lebenswerk des deutschsprachigen Autors ein.

Neben diesen zuvor genannten weltbekannten Werken existieren aber noch zahlreiche kurze Erzählungen und Prosastücke, die zum Teil bereits zu Lebzeiten, zum Teil aber erst nach seinem Tod veröffentlicht wurden. Zu diesen Erzählungen gehört auch der Text Ein Brudermord, welcher bereits 1917 unter dem Titel Der Mord entstand und später neben 13 anderen Texten in der Sammlung Ein Landarzt veröffentlicht wurde.[1] Von Ein Brudermord und vier weiteren Erzählungen Kafkas existieren keine Manuskripte, was eine genaue zeitliche Einordnung schwierig macht.[2] Viele der Erzählungen aus dieser Sammlung, darunter beispielsweise Ein Landarzt oder Vor dem Gesetz waren bereits in verschiedenen Zeitschriften publiziert worden und entstanden in einer Zeit, in der sich „Kafka mit kleinen Formen zufriedengab.“ [3]

Die Arbeit soll zunächst einen kurzen Einblick in das Leben des Autors geben. Die anschließende erzähltheoretische, formale Analyse basiert auf der Terminologie, die in Einführung in die Erzähltheorie von Martinez und Scheffel[4] verwendet wird.

2.     Biographie des Autors


Die folgende Biographie stützt sich hauptsächlich auf Hartmut Binders „Kafka Kommentar zu sämtlichen Erzählungen.“[5] Weitere Werke, die ich herangezogen habe, werden in den Fußnoten angegeben.

Am 3. Juli 1883 wird Franz Kafka als erstgeborener Sohn des Kaufmannes Hermann Kafka und seiner Frau Julie in Prag geboren. Hermann sowie Julie, geborene Löwy, sind jüdischer Herkunft. Hermann Kafka stammt aus ärmlichen Verhältnissen und wächst als Sohn eines Fleischhauers in Südböhmen auf. Mit vierzehn Jahren verlässt er seinen Heimatort Wossek bei Strakonitz und schlägt sich als Wanderhändler durch, bis er nach absolviertem Militärdienst nach Prag übersiedelt, wo es ihm mit 30 Jahren schließlich gelingt, mit seinem Galanteriewaren-Handel bescheidenen Wohlstand zu erlangen. 1882 heiratet er Julie Löwy in Prag.

Im Gegensatz zu Hermann Kafka stammt Julie Löwy aus einer wohlhabenden, gelehrten Familie. Franz Kafkas Mutter wird als zarte, empfindliche Frau beschrieben. Unruhig und zurückhaltend und ganz anders als Hermann Kafka, der als leicht reizbar und jähzornig gilt. Franz Kafka, der im Charakter seiner Mutter ähnelt, hatte Zeit seines Lebens ein schwieriges Verh.....[read full text]

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1912 lernt er die in Berlin lebende Felice Bauer kennen, mit der ein intensiver Briefwechsel entsteht. Die beiden verloben sich zwei Mal, jedoch wird die Verlobung 1917 endgültig gelöst.

1917 bekommt Kafka die Diagnose Lungentuberkulose. Die Zeit von September 1917 bis Mai 1918 verbringt er einen Erholungsurlaub auf einem Bauernhof in Nordwestböhmen, den seine Schwester Ottla bewirtschaftet. In dieser Zeit enthält er sich jeder schriftstellerischen Tätigkeit und widmet sich stattdessen philosophischen Fragen.

Im Mai 1918 muss er seinen Dienst bei der Versicherung wieder antreten, jedoch mehren sich die Krankenurlaube – er erkrankt zusätzlich an der Spanischen Grippe – bis er schließlich 1922 endgültig pensioniert wird.

Während seines Aufenthalts in der Pension Stüdl in Schelesen, lernt Franz Kafka 1919, also ein Jahr nach der Trennung von Felice Bauer, Julie Wohryzek kennen und verlobt sich bereits einige Monate später mit ihr.[7] Doch auch diese Verbindung scheitert. Lange Zeit wusste man fast nichts von Kafkas zweiter Verlobten, da kaum Briefe oder Postkarten gefunden wurden. Hingegen haben sich hunderte Briefe von Kafka und Felice Bauer erhalten.

Die Beziehung zwischen Kafka und Julie scheiterte nicht zuletzt wegen dem Einfluss von Milena Jesenská, einer Journalistin, die er in einem Kaffeehauskreis kennenlernte. In der Zeit, die Kafka in Meran zur Erholung verbringt, entsteht in reger Briefwechsel zwischen ihm und der Journalistin.

Bereits im Jahre 1921 verfügt Kafka in einem Testament darüber, dass Brod nach seinem Tod alle Tagebücher, Briefe und Manuskripte verbrennen solle. Mit seiner Helferin Dora Diamant verbringt er seine letzte Lebenszeit in Berlin. 1924 begleitet Brod ihn zurück nach Prag. Der Schwerkranke wird in die Anstalt Wiener Wald in Niederösterreich gebracht, wo sich der Verdacht auf Kehlkopft.....

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Offenbar kennen sich Täter und Opfer, denn Schmar spricht sein Opfer mit seinem Namen an und ersticht es anschließend mit drei Messerstichen. Pallas und die Frau des Wese kommen herbeigeeilt. Schmar wird von einem Schutzmann abgeführt.

4.     Formale Analyse


Bei meiner Analyse stütze ich mich auf die Werke von Gérard Genette Die Erzählung[9] und Matias Martinez und Michael Scheffel Einführung in die Erzähltheorie.[10] Dabei analysiere ich den Text hinsichtlich der fünf Kategorien Ordnung, Dauer, Frequenz, Modus und Stimme. Mit den ersten drei Begriffen versucht Genette das Verhältnis zwischen der „Erzählzeit“ und der „erzählten Zeit“ näher zu erklären.[11] Mit Erzählzeit ist die „Zeit der Erzählung im engeren Sinne“ gemeint, also die Zeit, die man benötigt um eine Geschichte zu erzählen, während die erzählte Zeit die Dauer der erzählten Geschichte meint.[12]

In  Bezug auf die Ordnung handelt es sich bei Ein Brudermord grundsätzlich um einen chronologische Erzählung, jedoch finden sich auch Anachronien. Eine Anachronie kann in zwei unterschiedlichen Formen auftreten: In der Form einer Prolepse oder einer Analepse.[13] Einer Analepse beschreibt ein Geschehen, das vor dem gerade Erzähl.....

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In der Brudermord lässt sich viel zeitdehnendes Erzählen feststellen, wie  anhand folgendem Beispiel veranschaulicht werden kann:

Betrachtete das Messer gegen das Mondlicht; die Schneide blitzte auf, nicht genug für Schmar; er hieb mit ihr gegen die Backsteine des Pflasters, daß es Funken gab; bereute es vielleicht; und um den Schaden gutzumachen, strich er mit ihr violinbogenartig über seine Stiefelsohle, während er, auf einem Bein stehend, vorgebeugt, gleichzeitig dem Klang des Messers an seinem Stiefel, gleichzeitig in die schicksalsvolle Seitengasse lauschte.[18]

Beim zeitdehnenden Erzählen wird das Geschehen wie in Zeitlupe dargestellt. Die Erzählzeit ist demnach deutlich länger, als das Ereignis selbst.[19]

Die Erzählung ist ein moderner Text, insbesondere in Hinblick auf den Aufbau und den Satzbau. Es finden sich häufig unvollständige Sätze und Ellipsen. Durch den Strichpunkt wird die Unvollständigkeit der Sätze zusätzlich hervorgehoben. Dieses Stilmittel der Auslassung ruft eine eindringliche Wirkung hervor und betont die zu Anfang stehenden Wörter. Ein Bespiel dazu: „Kalte, jeden durchschauernde Nachtluft.“

Mit Frequenz ist die „Wiederholungsbeziehung“ einer Erzählung gemeint, also wie oft sich „ein Geschehen in einer Erzählung präsentiert.“[20] Beim vorliegenden Text Ein Brudermord handelt es sich um eine singulative Erzählung, da alles was einmal geschieht auch nur einmal erzählt wird. Zwischen dem Ereignis und seiner Erzählung besteht demnach ein „Abbildungsverhältnis von eins zu eins.“[21] Das Gegenteil einer singulativen Erzählung ist die repetitive Erzählung, bei der ein Geschehen, das sich einmal ereignet hat, wiederholt erzählt wird.

Der Wissenshorizont des Erzählers lässt auf eine Nullfokalisierung schließen. Das bedeutet, der Erzähler „weiß mehr bzw. sagt mehr, als irgendeine der Figuren weiß oder wahrnimmt.“[22]

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Die Erzählung selbst erfolgt singulativ, was bedeutet, dass alles was sich einmal ereignet hat, auch nur einmal erzählt wird.


6.     Literaturverzeichnis


Kafka, Franz: Ein Brudermord. In: Franz Kafka: Sämtliche Erzählungen. Hrsg. Von Paul Raube. Frankfurt/Main, Hamburg: S. Fischer 1970, S. 162-164.


Binder, Hartmut: Ein Brudermord. In: Hartmut Binder (Hrsg.): Kafka-Kommentar zu sämtlichen Erzählungen. München: Winkler 1975, 214- 216.


Binder, Hartmut: Ein Landarzt. In: Hartmut Binder (Hrsg.): Kafka-Kommentar zu sämtlichen Erzählungen. München: Winkler 1975, S 208- 210.


Binder, Hartmut: Lebensgang Franz Kafkas. In: Hartmut Binder (Hrsg.): Kafka-Kommentar zu sämtlichen Erzählungen. München: Winkler 1975, S. 22- 34.


Genette, Gérard: Die Erzählung. Aus dem Französischen übersetzt von Andreas Knop. 2. Auflage. München: Fink 1998 (= UTB für Wissenschaft).


Kafka, Franz: Brief an Oskar Pollak. In: Max Brod (Hrsg.): Gesammelte Werke. Briefe 1902– 1924. Frankfu.....

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[4] Matias Martinez und Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 8.Aufl. München: Beck 2009.

[5] Vgl. Binder, Hartmut: Lebensgang Franz Kafkas. In: Hartmut Binder (Hrsg.): Kafka-Kommentar zu sämtlichen Erzählungen. München: Winkler 1975, S. 22- 34.

[6] Binder, Hartmut: Lebensgang Franz Kafkas. In: Hartmut Binder (Hrsg.): Kafka-Kommentar zu sämtlichen Erzählungen. München: Winkler 1975, S. 25.

[7] Vgl. Wagenbach, Klaus: Julie Wohryzek, die zweite Verlobte Kafkas. In: Jürgen Born (Hrsg.): Kafka- Symposium. Berlin: Klaus Wagenbach 1965, S. 39.

[8] Vgl. Kafka, Franz: Ein Brudermord. In: Franz Kafka: Sämtliche Erzählungen. Hrsg. Von Paul Raube. Frankfurt am Main, Hamburg:  Fischer 1970, S. 162.

[9] Vgl. Gérard Genette: Die Erzählung. Aus dem Französischen übersetzt von Andreas Knop. 2. Auflage. München: Fink 1998.

[10] Martinez, Matias/ Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 7.Aufl. München: Beck 2009. S.32. Im Folgenden zitiert als: Martinez: Einführung in die Erzähltheorie.

[11] Vgl. Martinez: Einführung in d.....

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