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German studies

University, School

Bergische Universität Wuppertal

Grade, Teacher, Year

2 (2012)

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Analyse zu ausgewählten Szenen in: Mit den Waffen einer Frau mit Brigitte Bardot Szenenanalyse Der Film „Mit den Waffen einer Frau“ vermischt unterschiedlich­e Motive zu einer zusammengesetzt­en Handlung, welche in erster Linie eine dramatische Geschichte um Leidenschaft, Liebe und Eifersucht erzählt. Evident im Film ist aber auch Brigittes Leinwandpräsenz insbesondere in Form der Zurschaustellun­g ihres Körpers. In dem nun folgenden Teil dieser Hausarbeit wird, unter Berücksichtigun­g der Darstellungswei­se Brigitte Bardots,…
Gedichtanalyse und Vergleich Bertolt Brecht „Entdeckungen an einer jungen Frau“ Martin Opitz „Ach Liebste lass uns eilen“ Analyse „Entdeckungen an einer jungen Frau“ von Bertolt Brecht und Vergleich mit Martin Opitz „Ach Liebste lass uns eilen“ Bertolt Brecht: Entdeckungen an einer jungen Frau Das Gedicht schildert eine Abschiedssituat­ion am Morgen nach einer „Liebesnacht“ „zwischen Tür und Angel“ (verabredete Trennung am Morgen: „so war’s gedacht; „kühle“ Wahrnehmung der Frau); keine dauerhafte, emotional intensive…

Brigitte Bardot in
„Mit den Waffen einer Frau“

- eine Analyse ausgewählter Filmszenen -


Kombinatorischer Bachelorstudiengang Germanistik


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Brigitte Bardot

1.1 Wie man ein Sexsymbol erschafft

2 Mit den Waffen einer Frau (1958)

2.1 Zusammenfassung des Filminhalts

2.2 Szenenanalyse

2.2.1 „Der Überfall“

2.2.2 „Besuch bei Anwalt Gobillot“

2.2.3 „Zwischen zwei Liebhabern“

2.2.4 „Das Spiel mit dem Feuer“

2.2.4.1 Standbildanalyse „Im Bett mit Mazetti“

Resümee

Literaturverzeichnis

 

Einleitung

„Ich kenn’ mich, ich bin dafür nicht geschaffen mit einem Mann zu leben!“[1]

Brigitte Bardot ist heute, fast vierzig Jahre nach ihrem letzten Film, noch immer berühmt als die Sexbombe der 50er Jahre. Marlene Dietrich verkörperte in den 20er Jahren das androgyne Ideal: ein flacher Busen, ein blasser Teint, kurze Haare und eine schlanke Taille. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde dieser Frauentyp durch Leinwanddiven wie Marilyn Monroe abgelöst.

Stark geschminkt und mit auffälligem Schmuck, schwebten diese über ihrem Publikum und wirkten unnahbar. An ihre Stelle trat das ;Mädchen von nebenan’ – natürlich und ungeschönt – das dem Leben der Zuschauer nicht unähnlich sein sollte und damit zur Identifikation einladen sollte. Diesen Typ verkörperte Brigitte Bardot. Durch ihre Verkörperung als selbstbestimmte, erotische Frau wurde Brigitte Bardot zur Ikone einer kulturellen Umbruchsituation in den 50er und 60er Jahren und wird als das neue weibliche Sexsymbol verkauft.

In ihren zahlreichen Filmen dienen die Handlungen dazu, Brigitte als den erotischen wahr gewordenen Männertraum, zu präsentieren. Die vorliegende Hausarbeit widmet sich dem Interesse für Brigitte Bardots Virtuosität als Verführerin, ihrer Darstellungsfähigkeit als Schauspielerin und der Person, die sich hinter dem Star verbirgt. Das Starimage ist heute wie auch früher ein wesentlicher Bestandteil der schauspielerischen Karriere.

Vor allem auf die Kontinuität zwischen dem inner- und außerfilmischen Image kommt es an. Roger Vadim, Regisseur und späterer Ehemann Brigitte Bardots arbeitete kontinuierlich an Starimage seiner jungen, hübschen Ehefrau und lancierte sie zum bekanntesten weiblichen Sexsymbol nach Marilyn Monroe.[2] Das nachfolgende Kapitel beschäftigt sich zunächst damit, wie das Starimage Brigitte Bardots im kulturellen Diskurs der 50er Jahre, insbesondere durch Roger Vadim, durch den Einbezug der Presse in den privaten Bereich und optische Perfektionierung, systematisch aufgebaut wurde.

Es geht der Frage nach den Wirkungsweisen und Bedingungen dieses neuen Weiblichkeitsentwurfs nach und erläutert, wie es dazu kam, dass Brigitte Bardot ein ganz spezifisches Rollenimage verkörperte. Die allgemein beschriebenen Weiblichkeitsmerkmale sollen dann im Hauptteil dieser Arbeit genauer betrachtet werden. Nach einer Zusammenfassung des Films „Mit den Waffen einer Frau“ aus dem Jahr 1958, folgt anschließend die Untersuchung einzelner Filmszenen und eines Standbildes.

Es soll veranschaulicht werden wie Brigitte Bardot in ihren Filmen dargestellt wird und damit einen spezifischen Typ Frau charakterisiert. Ein abschließendes Resümee bewertet, ob die Weiblichkeitsmerkmale valid im Film zur Geltung kommen und ob Brigitte Bardot als Sexsymbol hinreichend dargestellt wird.


1 Brigitte Bardot

1.1 Wie man ein Sexsymbol erschafft

Die Filmkarriere von Brigitte Bardot begann als Ballerina und Fotomodell. Mit fünfzehn erscheint sie auf der Titelseite der Zeitschrift Elle. Roger Vadim, der gerade erst begonnen hatte, Drehbücher zu schreiben sowie sein Chef Marc Allégret erkannten sofort, dass über Brigittes Ausstrahlung und Sinnlichkeit das Publikum an ihre Filme zu binden war.

Um das Phänomen Filmstar näher zu ergründen bedarf es, den zentralen Aspekt, d.h. das Starimage, näher zu betrachten. Das Starimage wird geprägt durch das Wechselspiel zwischen inner- und außerfilmischen Elementen. „Das innerfilmische Image wird durch narrative Rollen, filmische Präsentation, Schauspielstil, äußere Erscheinung und persönliche Ausstrahlung bestimmt.“[3] Vadim war stets bemüht grandioser und herausragender zu sein als andere Regisseure, sodass seine Idee, sich dabei auf Brigitte Bardot zu fokussieren, genau das richtige Mittel darstellte, um das Publi.....[read full text]

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Daraufhin sucht Yvette bei dem berühmten Rechtsanwalt André Gobillot (Jean Gabin) Hilfe. Dieser manipuliert, mit seiner berüchtigten zynischen Arroganz, das Verfahren zum Vorteil seiner Mandantin und erwirkt auf diese Weise einen Freispruch.

Da Yvette jedoch das Honorar ihres Anwalts nicht zahlen kann, gedenkt sie diesen in ‚Naturalien’ zu bezahlen und bietet ihm, durch eine eindeutige Geste, ihren Liebesdienst an. Obwohl Gobillot nach außen glücklich, wenn auch leidenschafts- und kinderlos mit Viviane (Edwige Feuillère) verheiratet ist, lässt er sich auf das Angebot ein und gibt sich Yvettes Charme hin.

Er, der alles besitzt: Geld, Ansehen, Ehre und eine glänzende Karriere als renommierter Anwalt, gibt für das ‚junge Ding’ fortan nicht nur seine beruflichen Prinzipien auf, sondern auch seine Ehe, sein Haus und schließlich sein gesellschaftliches Ansehen.

Yvette zerstört im Vorübergehen, mit ihrem halbherzig empfundenen Verhältnis zu Gobillot, nicht nur dessen Ehe, sondern führt parallel dazu noch eine leidenschaftliche Affäre zu dem jungen Medizinstudenten Mazetti (Franco Interlenghi). Mit ihrem doppelten Spiel treibt sie nach und nach ihre beide Liebhaber in rasende Eifersucht.

Yvette folgt allein ihrem Trieb und lässt sich von Impulsen des Augenblicks leiten. Sie betrügt den einen mit dem anderen und umgekehrt und belügt unter Zwang quasi sich selbst. Nachdem sie Gobillot immer mehr um den Finger gewickelt hat, letztlich von ihm schwanger ist und im Begriff ist sich für ein abgesichertes, wohlhabendes Leben zu entscheiden, entschließt sie sich aus einer Laune heraus, ihren Ex-Liebhaber noch einmal aufzusuchen und mit ihm zu schlafen.

Ihr Spiel mit dem Feuer wird bestraft. Ihr Streben nach Eifersucht und dem Anheizen des Wetteifers zwischen ihren beiden Liebhabern, treibt Mazetti dazu, sie nach dem letzten Liebesakt zu erstechen.


2.2 Szenenanalyse

Der Film „Mit den Waffen einer Frau“ vermischt unterschiedliche Motive zu einer zusammengesetzten Handlung, welche in erster Linie eine dramatische Geschichte um Leidenschaft, Liebe und Eifersucht erzählt. Evident im Film ist aber auch Brigittes Leinwandpräsenz insbesondere in Form der Zurschaustellung ihres Körpers.

In dem nun folgenden Teil dieser Hausarbeit wird, unter Berücksichtigung der Darstellungsweise Brigitte Bardots, der Inhalt ausgewählter Szenen analysiert. Insbesondere wird ein Schwerpunkt auf die Hervorhebung der Weiblichkeitsattribute im Film gelegt.


2.2.1 „Der Überfall“[13]

Die Szene wird durch die Kameraeinstellung Totale[14] eingeleitet. Zunächst sind die Silhouetten von Yvette und ihrer Freundin nur als dunkle Schatten (00:07:03) zu erkennen. Anschließend werden durch die Kamerabewegung Zoom (00:07:10), Yvette und Noémie sichtbar. Dies wird zudem durch das Frontlicht (00:07:11), welches ihre Gesichter beleuchtet unterstützt.

Die beiden jungen Frauen beobachten den alten Uhrmacher bei der Arbeit. Dies erfolgt aus der halbnahen Einstellung (00:07:16 – 00:07:43). Es folgt ein Schnitt. Die folgende Einstellung ist Amerikanisch bzw. Nah, dabei wird Yvette Maudet von Kopf bis etwa Mitte des Oberkörpers gezeigt. Yvette zieht die Pistole, die sie sich für den Überfall besorgt hat (00:07:44). Anschließend nimmt die Kamera Yvettes Blickrichtung ein.

Dies ist besonders daran zu erkennen, dass die rechte Hand, welche die Waffe hält direkt auf den Uhrmacher gerichtet ist (00:07:45). Im Anschluss zoomt die Kamera zurück und vergrößert den Bildausschnitt. Die Einstellung ist Halbnah und zeigt Yvette, Noémie und den Uhrmacher von der Hüfte aufwärts. Auf diese Weise wird ein unmittelbarer Überblick über die Situation d.....

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Vogelperspektive (00:09:00) gefilmt. Der Zuschauer erhält auf diese Weise einen erhöhten Blick über das Geschehen. Außerdem versinnbildlicht diese Perspektive, dass sich Yvette mit dieser Tat zunächst in eine Misslage bzw. einen Abgrund begeben hat.

In dieser Szene ist deutlich zu erkennen, dass Regisseur Claude Autant-Lara, deutlich mit Bardots Reizen in der Rolle der Yvette Maudet zu spielen versucht. Durch die Kameraeinstellungen setzt er sie so in Szene, dass das Lustempfinden – vor allem beim männlichen Publikum – gesteigert wird.

Die Akzentuierung auf die Beine, die vor allem in den 40er und 50er Jahren als Schönheitsmerkmal der Frau[16] galten sowie die Fokussierung auf die langen blonden Haare, die zunächst mittels eines Tuchs zusammengebunden sind und kurze Zeit später gelöst werden, steigern den Erotikfaktor um ein Vielfaches. Die konzentrierte Einstellung auf die Beine ist ein Anblick der die Sinne erregt und an dem das Publikum gebannt jede Bewegung verfolgt.

Festzuhalten ist, dass die Szene stark auf visuelle Elemente basiert, die den Körper so darstellt, dass je nach Einstellung eine imaginäre Nacktheit unterschwellig suggeriert wird. Gerade die Ambivalenz in der Rolle als Diebin und zugleich als unschuldiges Blondchen bringt die Bardot effektvoll zur Geltung.

So wird sie als Objekt der Schaulust visualisiert, und zugleich erhalten ihr Körper und ihre Bewegungen eine aktive Qualität, die ihren Status als Lustobjekt verstärken.


2.2.2 „Besuch bei Anwalt Gobillot“

Yvettes Anwalt André Gobillot und Yvette selbst sind in der Halbtotalen dargestellt (00:12:48). Auf Gobillots Frage, wo Yvettes Eltern lebten, entgegnet diese, dass sie keinen Menschen habe und fügt hinzu, dass sie gehört habe, dass Gobillot manchmal auch Fälle übernehme ohne Geld dafür zu verlangen (00:12:50 – 00:12:58).

Die Blickrichtung ist im sogenannten Schuss-Gegenschuss-Verfahren gelenkt. Dabei blicken Gobillot und Yvette abwechselnd in die Zuschauerrichtung (00:12:58 – 00:13:01), wobei zu betonen ist, dass Yvette hier einen kindlichen Gesichtsausdruck besitzt, um auf diese Weise womöglich die Gutherzigkeit des Anwalts zu erreichen.

Wichtig ist dabei zu erwähnen, dass die Blicke stets mit einer leichten Abweichung in Richtung des Publikums verlaufen, um auf diese Weise im innerfilmischen fiktionalen Raum zu verweilen. Dennoch erzeugt diese Blickstrategie, die jeweilige Identifikation mit der gezeigten als au.....

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Schon in dieser Szene wird Brigitte Bardot als Yvette Maudet dem Zuschauer als eine selbstbewusste Frau präsentiert, die mit ihren Reizen nicht geizt und bewusst mit ihnen zu spielen versucht.


2.2.3 Zwischen zwei Liebhabern

Nach einem abendlichen Restaurantbesuch mit seiner Frau geht Gobillot zu Yvettes Hotel, in dem sie seit dem Gerichtsverfahren wohnt. Gobillot wartet in ihrem Zimmer auf sie (00:39:54).

Es folgt eine längere Halbnaheinstellung (00:39:58 – 00:40:11), die Gobillot auf Yvettes Balkon zeigt. Die Kameraperspektive ist dabei eine Untersicht bzw. Froschperspektive, wodurch die erhöhte Position auf dem Balkon besser zur Geltung kommt. Aus dem Off (00:39:56) hört man Trompetenklänge und das laute Gelächter der angetrunkenen und gutgelaunten Yvette.

Mit grimmiger Miene beobachtet Gobillot die Ankunft seiner jungen Geliebten. Yvette, die bemerkt, dass am Schlüsselbrett der Hotelrezeption ihr Zimmerschlüssel fehlt, realisiert sofort, dass ihr Anwalt – jetzt Liebhaber – auf dem Zimmer wartet und wimmelt ihren anderen Liebhaber mit einer kurzen Ausrede ab (00:40:51). Die nächste Einstellung zeigt wieder Gobillot, der im dunklen Zimmer auf Yvette wartet.

Dabei wird aus dem Off das Gelächter von Yvette eingespielt, die im nächsten Augenblick das Zimmer betritt.

Aus dem Off hört man noch einmal die Trompetenmusik des Liebhabers, der sich nun auf den Heimweg macht. Yvette wirft sich lasziv auf ihr Bett und erzählt Gobillot - der bereits eifersüchtig genug scheint - über ihren Abend (00:41:09). Yvette trägt einen hellen Trenchcoat, einen schmal geschnittenen Rock und eine enge Bluse. Ihre schmale Taille wird noch zusätzlich durch einen breite.....

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2.2.4 Das Spiel mit dem Feuer

Nachdem Yvette mehr und mehr mit dem Feuer spielt, die Männer um sie wetteifern und Liebhaber Mazetti ihr bereits aus Eifersucht und Wut alle Kleider zerschnitten hat, entscheidet sich Gobillot dazu sie an einem anderen Ort unterzubringen.

In einer Verhandlungspause bei Gericht ruft Gobillot Yvette in der neuen Wohnung an. Diese Einstellung ist in Groß (01:09:46) gezeigt. Dabei konzentriert sich der Zuschauerblick ganz auf das Gesicht Gobillots. Durch den mimischen Ausdruck der Freude wird Gobillots emotionale Regung erkennbar, die Stimme seiner jungen, hübschen Frau zu hören.

Er teilt ihr mit, dass er an diesem Tag noch zwei Verhandlungen habe und daher nicht vor fünf Uhr zuhause sein werde! Es folgt seinerseits die Nachfrage, ob Mazetti Yvette noch immer bedränge und vor dem Haus auf sie warten würde (01:09:46 – 01:10:20). Es folgt ein Schnitt. Yvette wird in der Einstellung Nah (01:10:19) gezeigt.

In einem weißen Spitzennachthemd steht sie in ihrem Zimmer und hält den Telefonhörer ans Ohr. Mit ängstlicher, unsicherer und leicht dümmlicher Stimme antwortet sie Gobillot auf die Frage: „IchIch weiß nicht“ (01:10:20). Sie macht dabei eine kurze Sprech- bzw. Gedankenpause und fügt anschließend hinzu „gutich seh’ mal nach“ (01:10:24).

Musik aus dem Off (01:10:30) setzt ein und Yvette lässt den Hörer ohrabwärts gleiten. Sie hält die Sprechmuschel zu und hält ein. Dabei lässt sie ihre Augen kreisen, so als zähle sie innerlich vor sich hin. Nach einigen Sekunden nimmt sie den Hörer wieder ans Ohr und sagt laut und deutlich: „Er ist nicht mehr da, ich seh’ ihn jedenfalls nicht“ (01:10:37).

Ihr Blick gleitet dabei langsam zur Seite (01:10:40), dies wird technisch an der Kamerabewegung, Schwenk, deutlich. Begleitet wird diese Gestik durch eine dramatische Musikuntermalung. Im nächsten Augenblick sieht man in der Halbnaheinstellung ihren Liebhaber Mazetti im Bild, der mit freiem Oberkörper auf dem, noch vom Liebesakt, zerwühlt.....

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Auch bei diesem Bild ist evident, dass die Imagemerkmale - ihr blondes lässiges Haar, der kindliche Schmollmund und auch die Pinup-Pose – bewusst aufgegriffen werden und sich wie ein roter Faden durch alle Szenen ziehen.



Resümee

Fragt man sich nun, was das Besondere an Brigitte Bardot ist, scheint sich die Antwort fast von selbst zu geben: Ihr Charisma.

Ihre Art Weiblichkeit wirkt fast schon einschüchternd auf das männliche Geschlecht. Brigitte Bardot ist die Projektionsfläche zahlreicher Fantasien und wurde zur Symbolfigur für die neue Freizügigkeit der 50er und 60er Jahre. Durch ihren erotischen und sinnlichen Ausdruck und durch ihr konsequent und homogen aufgebautes Image avancierte Brigitte Bardot zur internationalen Sexbombe und zum fleischgewordenen Männertraum.

Kein Mann kann ihr widerstehen. Zu ihren Waffen gehörte neben ihrem umwerfend attraktiven Aussehen auch ein ausgefeiltes Repertoire rein weiblicher Verhaltensweisen. So setzt sich Brigitte als Yvette Maudet mal naiv und unschuldig, dann wieder berechnend und kühl in Szene.

Durch ihren kindlichen Charme verkörperte Brigitte Bardot einen fast unschuldigen Eindruck des sexuellen Verlangens, doch ist sie auf der anderen Seite die Frau, die sich nimmt was sie will. Brigitte Bardot, die Kindfrau, mit Schmollmund und Schlafzimmerblick symbolisierte ein neues Frauenbild der Nachkriegszeit, welches konträr zu dem Frauenbild war, welches ihre Vorgängerinnen wie Greta Garbo oder Marlene Dietrich verkörperten.

Sie besaß schlichtweg einen ungehemmten Sinn für Erotik. Sie symbolisierte den Beginn einer kulturellen Regulierung der Sexualität, welche in gewisser Weise die 60er und 70er Revolution vorwegnahm.[19]

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