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Faust (Goethe)– Welche Funktion haben die drei Einleitungen in Faust, der Tragödie erster Teil? Faust – Welche Funktion haben die drei Einleitungen in Faust, der Trägodie erster Teil? Das Drama „Faust – Der Tragödie erster Teil“ entstand in der Klassik und wurde 1808 veröffentlicht, nachdem Goethe fast sein ganzes Leben an dem Werk gearbeitet hatte und handelt von dem Gelehrten Dr. Heinrich Faust, der unermüdlich nach einer höheren und absoluten Erkenntnis strebt und daran verzweifelt. Er geht daraufhin einen Pakt mit dem Teufel ein, der ihm zu neuen Lebenssinn verhelfen soll, im Gegenzug verspricht Faust ihm seine Seele. Für die Thematik ist die Entstehungsgesc­hic­hte des Werkes von großer Relevanz. Goethe begann zwischen 1793 und 1775 an Urfaust zu arbeiten, inspiriert von dem Fall der aus Frankfurt stammenden Kindsmörderin Magarete Brand, auf welcher die Gretchentragödi­e zu großen Teilen basiert. Auf Goethes Italienreise entsteht aus dem Urfaust Faust – ein Fragment, welche er 1788 veröffentlicht, da er nicht daran glaubte Faust beenden zu können. 1797, also 22 Jahre später, nimmt er die Arbeit an Faust schließlich wieder auf, motiviert durch Schiller, der ihn zur Vollendung des Werkes drängte. Goethe fügt dem Fragment nun die drei Einleitungen „Zueignung“, „Vorspiel auf dem Theater“ und „Prolog im Himmel“ hinzu. Welche Funktion diese drei Einleitungen haben, soll im Folgenden erörtert

Faust Tragödie Erster Teil


Das Drama ,,Faust’’, verfasst von Johann Wolfgang von Goethe, wird auch Tragödie Erster Teil genannt.

Der Autor Johann Wolfgang Goethe wurde am 28.August 1749 in Frankfurt am Main geboren. Er war ein Dichter, Dramatiker, Theaterleiter, Naturwissenschaftler, Kunsttheoretiker und Staatsmann einer der bekanntesten Vertreter der Weimarer Klassik. Johann W. Goethe gilt als der bedeutendste deutsche Dichter und herausragende Persönlichkeit der Weltliteratur. Er starb am 22.März 1832 in Weimar.

Die entscheidende Frage, die Goethe in dem literarischem Werk stellt, ist: „Was ist der Mensch?“ und „Was hält die Welt im Innersten zusammen?“

Das Drama wird in zwei Teile geteilt. Der Erste wird die Gelehrtentragödie genannt, indem Faust als Sinnsuchender dargestellt wird und der Zweite heißt die Gretchentragödie, da es sich um die Geliebte Fausts handelt.

Als erstes wird dem Leser die Titelfigur im „Prolog im Himmel“ vorgestellt. Der Herr nennt ihn seinen „Knecht“. Mephisto dagegen beschreibt ihn als „Tor“, der das Höchste vom Himmel und der Erde fordert, aber nie zufrieden ist. In der folgenden Szene lernt der Leser die Faust-Figur nun selbst kennen. Faust hat alle Fächer seiner Zeit studiert und zählt somit zu den gelehrtesten Männer, jedoch sind Faust die Grenzen der Schulwissenschaft zu wenig.

Entscheidend ist für ihn Verstand und rechter Sinn. Dieser Ausspruch ist in der Zeile 550 wiederzufinden. In gewisser Weise ist Faust auch arrogant, er bezeichnet sich selbst als „Gott“, das ebenfalls seine Überheblichkeit ausdrückt, in Zeile 614 zu erkennen.

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Ihm ist es jedoch nicht wichtig, ob er Anerkennung von den Bürgern genießt oder nicht, lieber möchte er seine Ruhe haben, um in eine höhere Sphäre zu gelangen. Er hofft, dass in der höheren Sphäre sein Wissensdurst gestillt werden kann und er damit erfüllt ist. In dieser Hinsicht lässt sich Faust von seinen Emotionen und seinem Drang zu Höheren leiten.

Seine Welt scheint sein Studierzimmer zu sein, in welchem er sich den größten Teil seines Lebens aufgehalten und studiert hat. Da Faust so verzweifelt ist, wendet er sich dem Mystischen zu. Er versucht also durch Geister in eine höhere Welt zu gelangen. Als sich ihm die Gelegenheit bietet, seiner verzweifelten Situation zu entkommen, nimmt er sie ohne Rücksicht wahr und verschreibt sich dem Teufel, Mephisto.

Der ist jedoch nur bestrebt Faust vom rechten Weg abzubringen und ihm die irdische Welt näher zu führen, dadurch möchte er dann seine Seele gewinnen, jedoch kann er Faust nur mit oberflächlichen Genüssen befriedigen. Der Pakt zwischen Faust und Mephistopheles ist eine sehr wichtige Stelle, da sich Faust bereit erklärt sich dem Bösen zu ergeben, denn er möchte schließlich die Genüsse der metaphysischen Kräfte erlangen, über das irdische hinausgehen.

Er betont aber auch, dass er nicht allwissend ist (Zeile 1583).

Während Gott ein sehr positives Menschenbild hat, denkt Mephisto genau das Gegenteil über sie. Seiner Ansicht nach haben die Menschen die Vernunft gar nicht verdient, zwischen den Zeilen 303 und 307 kann man es erkennen:

Er ist sich seiner Tollheit halb bewusst; Vom Himmel fordert er die schönsten Sterne, Und von der Erde jede höchste Lust, Und alle Näh und alle Ferne Befriedigt nicht die tiefbewegte Brust

Ich persönlich bin der Meinung, dass Faust einen gespaltenen Charakter beinhaltet, da er zum einen gut ist, aber sich dann von Mephisto und seinem Drang alles metaphysische zu verstehen zu bösen Taten verleiten lässt. Ich finde, dass diese Geschichte ein Problem beschreibt, das viele Menschen unserer Zeit auch haben, nach dem Sinn des Lebens zu streben.




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