Excursion report

Exkursionsprotokol­l Siebengebirge

2.093 Words / ~8 pages
<
>
swopdoc logo
Download
a) trade for free
b) buy for 5.70 $
Document category

Excursion report
Geo Sciences

University, School

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Author / Copyright
Text by Margarete C. ©
Format: PDF
Size: 0.30 Mb
Without copy protection
Rating [details]

Rating 4.5 of 5.0 (10)
Live Chat
Chat Room
Networking:
4/3|26.8[1.0]|2/5







More documents
Protokoll : Exkursion ins Siebengebirge Datum: 06.02.2010 1. Das Siebengebirge Das Siebengebirge ist ein Naturschutzgebi­et im Südosten von Bonn und liegt zwischen den Städten Bad Honnef und Königswinter. Es ist vulkanischen Ursprungs und vor etwa 25,5 Millionen Jahren im Oligozän entstanden. Der höchste Berg ist der Ölberg mit 460 Metern. Der Weg hinauf zum Drachenfels ist als Naturschutzgebi­et durch ein grün-weißes Schild (siehe Abb. 1) gekennzeichnet. Darauf abgebildet ist der amerikanische Weißkopfadler, der durch seinen…
Geländepraktiku­m – Modul: Erde I „Harz und HarzvorlandR­20;­ Exkursionsproto­kol­l (Exkursionszeit­rau­m: 06.04.2010 – 10.04.2010) Freie Universität Berlin / FB Geowissenschaft­en Studiengang: Geologische Wissenschaften (1. Fachsemester) Student: (Matr.-Nr. 43394883) Dozenten: PD Dr. Christoph Dobmeier Dr. Kai Rankenburg Inhaltsverzeich­nis­: 1. Aufschluss „Garkenho­lz&­#8220; . 1 1.1. Einführung . 1 1.2. Beschreibung und Interpretation 2 2. Aufschluss „Lerbach&­#82­20;…

Protokoll der Exkursion: „Siebengebirge“

Die Exkursion untersuchte den Bonner Raum auf die Fragestellung hin, wie das Siebengebirge entstanden und geformt wurde und in wie weit der Mensch in dieses Gebiet eingegriffen bzw. heute noch eingreift. Dieses sollten Untersuchungen an verschiedenen Standorten zeigen. Besondere Schwerpunkte wurden auf den Vulkanismus und dessen vorgebrachten Gesteinsarten gelegt, ebenso auf die Landschaftsnutzung und auf den Konflikt zwischen Naturschutz und Naherholung im Naturschutzgebiet eingegangen.

Die Exkursion führte vom Nachtigallental weiter zum Drachenfels. Von dort aus ging es in einem Mittelwald, das zwischen dem Drachenfels und dem Weilberg liegt.


Standort: Nachtigallental

Das Nachtigallental befindet sich am Fuße des Drachenfels, beideliegen im Naturschutzgebiet Siebengebirge. Auf der linken Seite des Wanderweges fließt ein Bach, der parallel zu einem einfallenden Hang verläuft. Da der Bach aus dem Siebengebirge kommt und über eine kurze Entfernung größere Höhen überwinden muss, hat er sich durch starke Erosionen in das Gelände eingeschnitten.

Auf dem Weg in das Tal kann man beobachten, dass der Bach Stufen aufweist, was auf einen anthropogenen Einfluss schließen lässt. Durch Menschenhand wurden Wehre gebaut, die durch Verringerung der Fließgeschwindigkeit weitere Einschneidungen des Baches hemmen sollen. Gegenüber dem Bach liegt ein steiler Hang, der aus mehreren einzelnen, schmalen Schichten besteht und sich eingekerbt hat.

In diesem Zusammenhang spricht man von einem Kerbtal. Kerbtäler kennzeichnen sich durch gerade und gestreckte Hänge und entstehen durch starke Tiefenerosion und Denudation an den Talhängen. Sie werden durch fließendes Wasser erodiert, können nur im festen Gestein entstehen und sind an einer V-Form zu erkennen.

Durch weitere Beobachtungen der näheren Umgebung stellt man fest, dass im Nachtigallental überwiegend Primärbuchen vorzufinden sind, allerdings auch falsche Akazien. Offene und geschlossene Höhlen deuten darauf hin, dass sie früher für Weinlagerung genutzt wurden.

Nach diesen Beobachtungen widmeten wir uns der Untersuchung des Aufschlusses der Steilwand.

Abbildung 1: Aufschluss im Nachtigallental

Wie in Abbildung 1 zu erkennen ist, lässt sich vom der Wand zwar abbrechen, aber man kann dennoch auf eine standfeste Eigenschaft schließen. Zwei Annahmen sind für die Erklärung der Materialart möglich. Entweder ist das Material aus verwittertem Gestein oder es sind Ablagerungen, die sich noch verfestigen werden.

Verwittertes Gestein konnten ausgeschlossen werden, da die Verwitterung noch vor der Einschneidung des Baches stattfand. Eine Einschneidung ist nicht nur abhängig vom Relief, sondern auch vom Gestein. Folglich handelt es sich hierbei hauptsächlich um Trachyttuff, der in Form von Aschen bei einer vulkanischen Explosion herausgeschleudert wurde und sic.....[read full text]

Download Exkursionsprotokoll Siebengebirge
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis
This page(s) are not visible in the preview.
Please click on download.
Download Exkursionsprotokoll Siebengebirge
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis

Die Gesteine, die in dieser Zeit der Verwitterung standhielten, hauptsächlich Quarzite aus der Devonzeit, sedimentierten im Meer.

Das Klima zu dieser Zeit war subtropisch, was als Ausgangsbedingung für die heute existierenden Kohleflöze in der Gegend ausschlaggebend war.

Im darauf folgenden Oligozän entstanden ein Flusssystem, breite Talmulden und flache Täler mit geringem Gefälle. Wegen der Hebung des Schiefergebirges brach die Niederrheinische Bucht zwischen der Eifel und dem Bergischen Land ein, so dass wegen Störungen noch heute Erdbeben vorkommen können. Mittlerweile liegen die Niederrheinische Bucht und das Rheinische Schiefergebirge weit auseinander.

Etwa zur gleichen Zeit begann auch der Siebengebirgsvulkanismus, bei dem besonders die Anfänge sehr explosiv waren. Der Vulkanausbruch kann mit einem Erdbeben beginnen. Im Untergrund entsteht Druck und es kommt zur Bildung einer Magmablase. Das Magma kommt aus einer Tiefe von ca. 40 bis 50 km langsam nach oben und zwängte sich durch das Gestein. Je höher das Magma kommt, desto geringer ist der Druck.

Bei etwa 2 bis 3 km Tiefe kommt es zu einer Ansammlung in der Magmakammer, die aus einem Gemisch von Gasen und Magma besteht. Das Material wird der nach Dichte sortiert, so dass sich die leichteren, sauren latitischen und trachytischen Teilschmelzen nach oben und die schwereren, basischen latit-basaltischen Teilschmelzen nach unten verlagern.

Der erste Ausbruch im Siebengebirge geschah durch eine Verbindung mit Wasserdampf und Gasen, wodurch es zu einer Druckerhöhung kam und die Ex.....

Download Exkursionsprotokoll Siebengebirge
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis
This page(s) are not visible in the preview.
Please click on download.
Download Exkursionsprotokoll Siebengebirge
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis

Dies führt zu den - für so niedrige Gebirge untypischen - engen Kerbtälern, die umgangsprachlich Sieffen genannt werden. Von diesem Wort leitet sich – zumindest einer Theorie nach - der Name des Siebengebirges ab, dass ursprünglich „Siefengebirge“ geheißen haben soll.[1]


Abbildung 2: Aktuelle Verbreitung der Trachyttuffe

Quelle: Burghardt, O. (1979): Siebengebirge. Landschaft im Wandel. Krefeld. S. 15.


Standort: Hauptweg zum Drachenfelsgipfel

An diesem Standort ist überwiegend Trachyt zu finden. Diese Beobachtung lässt sich mit der zweiten Ausbruchsphase, in Abbildung 3. zu sehen, erklären: Saures Magma/ Trachyte drangen nach oben, blieben jedoch in der Form der Quellkuppen im Trachyttuff stecken, so dass es zu einer Stauung kam. Der Drachenfels ist demnach eine Quellkuppe.

Der Ölberg ist ein weiteres Ergebnis der zweiten Eruptionsphase. Trachyte sind blaugrau oder gelbgrau und machen etwa 10% im Gesamtvulkangebiet aus.

Neben der geologischen Bedeutung hatte Trachyt lange Zeit auch eine wichtige Bedeutung für das Bauen von Burgen und Gotteshäusern, so wurden jahrhundertelang Vulkankuppen, insbesondere Trachyte abgebaut, um aus ihnen Steine z. B. für den Kölner Dom zu gewinnen. Nachdem im 19. Jahrhundert wegen des zunehmenden Abbaus von Trachyt Außenteile der Drachenburg ins Tal stürzten, wurde der Abbau verboten und der Drachenfelskegel von der preußischen Regi.....

Download Exkursionsprotokoll Siebengebirge
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis
This page(s) are not visible in the preview.
Please click on download.
Download Exkursionsprotokoll Siebengebirge
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis

Standort: Gipfel des Drachenfels

Da der Trachyt die Kammer oben verstopft hatte, erfolgte die nächste, dritte Phase südlich und nördlich der Durchbruchsstelle. Latittuffe und Latite wurden an die Oberfläche befördert. Dieses Material ist härter und besser formbar als Trachytgestein und war somit ein beliebter Baustein. Allerdings war der Rhein, der als Transportmittel diente, ungünstiger zu erreichen.


Standort: Mittelwald-Richtung Milchhäuschen

Der nächste Standort war in der Nähe von dem Milchhäuschen, das sich in einem Mittelwaldes befindet, eine Mulde zwischen dem Drachenfels und dem Weilberg. Auf dem Weg dorthin waren alte Abfuhr- bzw. Transportwege zu sehen, die noch gut erhalten waren. Die am häufigsten auftretenden Baumarten sind die Buche, der Ahorn, die Eiche und die Fichte, wobei die Fichte hier nicht ursprünglich vorkommt. 1820 wurde sie von den Preußen in das Rheinland eingeführt.

Sie ist ein Leitbaum des borealen Nadelwaldes und somit naturgemäß in Kanada und Skandinavien verbreitet. Die Eifel ist zu etwa zwei Drittel mit Fichten bedeckt. Einer von mehren Gründen für die Einfuhr der Fichte ist, dass sie aufgrund ihres schnellen Wachsens beliebt ist. Zudem sind Fichten sehr widerstandsfähig und sind in diesen Breiten nahezu konkurrenzlos. Durch ihre Nadelstreu nimmt der Boden allerdings ein saures Milieu an, lässt somit kein Licht für andere Pflanzen durch und diese können sich nur spärlich ansiedeln.

Fichten waren auch bedeutend für die Forstwirtschaft, die im Siebengebirge betrieben wurde: das Holz wurde in Möbeln, Gerüsten für Häuser und Bre.....

Download Exkursionsprotokoll Siebengebirge
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis
This page(s) are not visible in the preview.
Please click on download.

Dass es den Menschen trotzdem nicht völlig verwehrt bleiben sollte, die Landschaft zu sehen, soll ihm die Möglichkeit geben, die Natur (die wie in der Rheinromantik über die Grenzen hinaus bekannt ist) schätzen zu können. Aufgrund dieser besonderen Stellung kann man das Siebengebirge als gelungenen Kompromiss an der Schnittstelle zwischen Naturschutz und Tourismus sehen.


Einige Aufzeichnung von der Exkursion sind leider abhanden gekommen.




[1] Vgl. Grunert, J. (1988): Geomorphologische Entwicklung des Bonner Raumes. In: Mayer, E. u. Fehn, H et. al. (Hrsg.): Bonn. Stadt und Umland. Arbeiten zur Rheinischen Landeskunde Heft 58. Bonn. .....


Download Exkursionsprotokoll Siebengebirge
Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
Upload a document and get this one for free
• No registration necessary, gratis

Legal info - Data privacy - Contact - Terms-Authors - Terms-Customers -
Swap+your+documents