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Miscellaneous
Philosophy

University, School

TU Dresden

Grade, Teacher, Year

2,0 / 2013

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Das überall Umgreifende des Lebens, das nicht wir sind, kann uns nur als Grenze, als Grund und Ursprung bewusst, aber nicht erforschbar werden. 3. Dasein in Gleichnissen: als Zeiger auf das Umgreifende hin. Im Widerhall der besonderen Erkenntnisse aber hören wir das Eine als ein ungeheures, ungeschlossenes Leben, dessen Woher und Wohin verschwindet in dem Grundwissen: Leben ist ein Auf-anderes-hin­-le­ben, ein in sich nicht genügendes Geschehen. 4. Dasein in philosophischer Erhellung: Dasein wird sich in mir seiner inne…
Was bedeutet Weisheit? Für Karl Jaspers sind Weisheit (sophos) und Philosophie (philosophos) Gegensätze, da Philosophie das „Suchen nach der Wahrheit“ sei, bei der der Hinterfragung neu entstandener Fragen und sogar Antworten eine größere Rolle zukomme als den entsprechenden Antworten selbst, und somit Weisheit als nüchternen Besitz dieser Antworten ohne Reflexion und Forschung kontrastiere. Die Autoren des Metzler Philosophie Lexikons gehen dabei noch weiter und definieren nur die Götter als allwissend…

Essay zum Thema:

Karl Jaspers: „Einführung in die Philosophie“


Der vielfach zitierte Philosoph und Psychiater Karl Jaspers, geboren am 23. Februar 1883 und verstorben am 26. Februar 1969, wurde vor allem durch seine Werke zur Religions-, Geschichts- und Intellektuellen Philosophie weltbekannt. Sentenzen wie „Der Schmerz wird zur Geburtsstätte des Menschen, der Geschichte will.

Nur der Mensch, der sich innerlich dem Unheil aussetzt, kann erfahren, was ist, und den Antrieb gewinnen, es zu ändern.“ (Böck o. J.) deuten auf seine Tiefgründigkeit im Bezug auf Problematiken wie die Demokratieentwicklung und Wiedervereinigung in Deutschland oder die menschenverachtende Verwendung atomarer Waffen, hin. Jaspers wurde u.a. 1947 in Frankfurt mit dem Goethe-Preis und 1958 mit dem "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels" geehrt.

Im Jahre 1919 baute er durch sein Werk „Psychologie der Weltanschauungen“ die Überleitung von der Psychologie in die Philosophie und damit den Grundstein für die moderne Existenzphilosophie (d.h., im Zentrum des Denkens steht das menschliche Individuum in seiner existentiellen Form). In seinem Werk „Einführung in die Philosophie“, welches mir aus dem Jahre 1953 vorliegt, beginnt Jaspers zunächst mit der Frage „Was ist Philosophie?“, um im Folgenden zu beschreiben, welche Wurzeln die Philosophie als solches hat, wie sich bekannte Philosophen diesbezüglich und zu Gott, dem Tod oder dem Freiheitsgedanken äußern und wie man die Verständlichkeit auch für den nicht philosophisch versierten Menschen schaffen kann.

Nachstehend werde ich mich in dieser Arbeit mit oben genanntem Buch befassen, um Begriffe wie die Subjekt-Objekt-Spalte und das Ganzheitliche zu definieren und die geforderten ethischen Maximen der philosophischen Grundsätze zu nennen und zu erläutern.


Der Mensch ist allgemein geprägt durch Grenzsituationen höherer Gewalt, wie Krankheiten, Tod oder nicht beeinflussbare Leiden. Jaspers bedient sich einem vierstufigen anthropologischen Bild, in dem sich ein Organismus vor allem qualitativ durch seine Persönlichkeit von anderen Individuen unterscheidet.

Ein Mensch sei folglich zunächst geprägt durch sein regelrecht egoistisches biologisches Dasein, sein objektiv denkendes Bewusstsein und dem daraus resultierenden Geist als einem Teil von totalitären und sinnhaften Ideenkomplexen, welche eine Verwirrung von Wissen und Erfahrungen verursacht, sowie der Existenz als ein solches, was ein Mensch nur darstellen kann.

Da nun der wissenschaftsgläubige Mensch beglaubigte Resultate benötigt, um Antworten auf metaphysische Fragen zu bekommen, versucht er diese in der Philosophie zu finden. Hierzu ein kurzes Zitat Jaspers:

„Was aus zwingenden Gründen von jedermann anerkannt wird, das ist damit eine wissenschaftliche Erkenntnis geworden, ist nicht mehr Philosophie, sondern bezieht sich auf ein besonderes Gebiet des Erkennb.....[read full text]

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"Was hat dieses jeden Augenblick gegenwärtige Geheimnis der Subjekt-Objekt-Spaltung zu bedeuten? Offenbar doch, dass das Sein im Ganzen weder Objekt noch Subjekt sein kann, sondern das »Umgreifende« sein muss, das in dieser Spaltung zur Erscheinung kommt." (Jaspers, S. 30)

Grundlegend muss man somit davon ausgehen, dass es zwischen Subjekt und Objekt keine merkbare Differenz geben kann, da der Mensch naiv ist und das Sein ein Teil eines jeden ist, welches Jaspers als das Umgreifende betitelt. Erich Fromm sagte einmal treffend: „Bei der Kunst des Lebens ist der Mensch sowohl der Künstler als auch der Gegenstand seiner Kunst.

Er ist der Bildhauer und der Stein, der Arzt und der Patient.“ (Erich Fromm Archiv o. J.)

Es ist mir trotz allem nur schwer erklärbar, wie der Autor zu diesem resultierenden Begriff gelangt. Leicht verständlich könnte man es womöglich folgendermaßen erklären: Der Mensch handelt sinngemäß nach Empfindungen und Erfahrungen, die normalerweise durch Dinge angeregt und beeinflusst werden.

Im Kontext könnte man jedoch davon ausgehen, betrachtet man es aus einer metaphysischen Sicht, dass der Mensch durch seine Sinne auf Dinge zugeht und diese damit in seinen Focus aufnimmt. Damit wäre das Umgreifende, simpel umschrieben, der besagte Moment, in dem das Individuum subjektiv nach einem Begriff greift.

Am Beispiel einer destruktiven Beschreibung des Verhaltens eines Baumes wird dies wie folgt erklärt: Ein Baum auf einer Weide war bekanntermaßen früher eine Frucht bzw. ein Samen. Letzterer wurde aus undefinierten Gründen zum jetzt bestehenden Platz getragen, wo er durch dynamische Ereignisse wie Wasser, Sonne und Wind keimt und wächst.

Er wächst weiter, trägt Früchte und dies ist auch sein Endziel. Wir Menschen benutzen unsere Sprache, um die Art der Beschreibung adäquat zu vollziehen und tun dies in eigenem Ermessen. Im Beispiel definieren wir den Wachstumsprozess als etwas, das durch Fortpflanzung immer wieder Neues hervorbringt. Diese Feststellung, dass ein Schluss für diesen Prozess vorhanden sein muss, bringt den Menschen zum Stutzen und Vorstellungen werden in unserem sch.....

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Sie bilden gemeinsam eine totalitäre Gesamtheit an Teilen, welche in irgendeiner Weise in Beziehung zueinander stehen (Ganzheitlichkeit). Exemplarisch an der Fortpflanzung des Baumes erkennt man u.a., welche Rahmenbedingungen (Regen, Wind, Sonne), Ziele (Bildung neuer Früchte), Regeln und Normen (einer Pflanze bedarf es an den genannten Rahmenbedin­gungen um zu wachsen und zu gedeihen), Folgewirkungen des Umweltsystems (Unwetter könnten Baum entwurzeln oder Eis die empfindlichen Wurzelsysteme durch Frost sterben lassen) und der Schluss auf die zukünftigen Reaktionen dieses Organismus (weitere Früchte tragen, Samen bilden um sich fortzupflan­zen) zusammenspielen.

Jaspers unterscheidet hierbei zwei Möglichkeiten, diese Ganzheitlichkeit zu betrachten: Zum einen gibt es die Synthese, welche die zusammensetzende Beobachtungsweise beschreibt. Der Mensch erkennt hierbei die verschiedenen Teile einer Gesamtheit und kann diese mithilfe von Pro und Contra miteinander verknüpfen. Die zweite Möglichkeit bildet die Analyse. Hierbei wird die Gesamtheit in ihre Einzelteile zergliedert, geordnet und untersucht.

Ist die Summe aller Teilerkenntnisse somit die Erkenntnis des Ganzheitlichen und damit ein Prozess ohne Ende? Vermutlich, denn jede Teilerkenntnis ist im Rahmen ihrer Wissenschaft vertiefbar. Wir als denkende Individuen können systematisch beschreiben, reproduzieren, manipulieren (…), aber nicht verstehen, da es eine Erkenntnisgrenze in Form unseres Bewusstseins gibt.

Z.B. bei der Beantwortung der Frage nach dem Wunder des menschlichen Lebens kann man nur spekulieren, denn es erscheint uns wie ein Moment, der für uns nicht greifbar und daher nicht erklärbar ist. Wir verstehen das Ganzheitliche nicht (Subjekt-Objekt-Spaltung). Nach Jaspers ist selbst die Naturwissenschaft nicht in der Lage, solch eine Erkenntnis zu liefern, ohne manipulierbare Eingriffe in das „System“ durchzuführen.

Der Autor lehnt dies ab.

Auch ich bin der Meinung, dass manche Rätsel des Lebens ungelöst bleiben sollten. Z.B. ist es Forschern bis heute noch nicht gelungen zu erklären, warum und wie Katzen schnurren. Grundsätzlich ist es meines Erachtens auch nicht relevant, solange es den Tieren gut geht.

Wieso sollten also für solch eine Erkenntnis Tiere zu Forschungszwecken missbraucht werden? Wie Jaspers in Kapitel 8 über den Glauben und die Aufklärung schreibt: Gott ist der Administrator hinter der Grenze des Zugriffs auf das Ganzheitliche und bildet damit die Antwort auf all das Unerklärliche. Der Transzendenzakt[2] soll hierbei den gottlosen Spekulanten zeigen, dass es diese Grenzen gibt und man die.....

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Damit versucht Jaspers dem menschlichen Individuum augenscheinlich klar zu machen, dass nur er (das Individuum) allein für seine Taten verantwortlich ist und dafür auch mögliche Konsequenzen in Kauf nehmen muss.


Schlussendlich ist zu sagen, dass Jaspers für mich wohl immer ein Kapitel für sich sein wird. Er wird in der Öffentlichkeit, gerade was die Einführung in die Philosophie angeht, als mühelos verständlich deklariert, was ich so nicht  übernehmen kann.

Meines Erachtens könnte das, was er dem nicht versierten Leser vermitteln möchte, in weniger als der Hälfte des Buches kund getan werden. Jaspers führt seine Beschreibungen mal sehr prägnant und ausladend, mal sehr trivial an, was voraussetzt, dass man sich bereits vorher mit den Standpunkten des Autors auseinander gesetzt haben muss. Die Wahl der Worte halte ich nicht dauerhaft für durchdacht und verständlich, und doch befand ich insbesondere die bildhaften Beispiele als gut gewählt und überzeugend.

Dies ist augenscheinlich ein Werk, zu dem meine Hand nicht in erster Linie gegriffen hätte. Wahrscheinlich könnte meine Meinung durch einen weiteren Leseversuch in ein paar Jahren revidiert werden, da ich bereits jetzt schon ein paar aufschlussreiche Sichtweisen Jaspers zu schätzen und nachzuvollziehen weiß.

            Einen interessanten Einblick bietet die Ausführung über die Subjekt-Objekt-Spaltung. Zunächst waren vordergründig Fragen aufgekommen, ob es beispielhaft ein Subjekt als solches überhaupt gibt. Hier half mir vor allem die beispielhafte Erklärung mit dem kleinen Jungen, der sich in die Rolle eines heldenha.....

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Anschließend ist meinerseits noch anzumerken, dass das Buch nicht so „inhaltsleer“ ist, wie es gerne durch Erstleser dargestellt wird. Ich finde durchaus hilfreiche Tendenzen in diesem Werk, welche einen bestimmten Weg hin zur Philosophie verfolgen. Inmitten meiner vorherigen Naivität muss ich jedoch empfehlen, diesen Weg nicht ohne Vorwissen zu bestreiten, da es hierbei zu allerlei Ratlosigkeit kommen kann.


Hierzu ein letztes Zitat des römischen Philosophen und Dichters Lucius Annaeus Seneca: „Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind ein günstiger.“ (Geyer o. J.)


Literatur- und Quellenverzeichnis

BÖCK, Hans (o. J.): Karl Jaspers. URL: – Download vom 26.09.2013.


ERICH FROMM ARCHIV (o. J.): Erich Fromm Glossar. URL: - Download vom 26.09.2013.


GEYER, Steffen (o. J.): Weisheiten, Sprichwörter und Zitate. Eine Sammlung von Steffen Geyer. URL: - Download vom 27.09.2013.


ILLAPO, Xenia (2013): Lichtquelle. Transzendenz: "Oculus non vidit, nec auris audivit". URL: - Download vom 27.09.2013.


JASPERS, Karl: Einführung in die Philosophie. Zwölf Radiovorträge. München: R. Piper & Co. Verlag 1953.




[1] Das Subjekt ist der Raum, in dem ich mich als eine eigene Persönlichkeit bewege.

[2] Der Transzendenzakt ist ein Akt des Geistigen und soll den Gottesbegriff retten, indem es den Menschen ein neues Seinsbewusstsein vermittelt.

[3] Eine Forderung ist ein Wunsch oder ein Verlangen, welches aus einer bestimmten Si.....

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