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Term paper
Educational Science / Pedagogy

University, School

Universität Hildesheim

Grade, Teacher, Year

2012, Kirk

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Hausaufgaben einfach abschaffen? Der Tagesablauf von Schülern ist meistens sehr eintönig. Im Wesentlichen besteht er aus dem Aufstehen, die Zeit von ca. 8-13 Uhr in der Schule verbringen und nachmittags zum Teil auch Nachmittags Unterricht haben oder Hausaufgaben machen. Viele Schüler stören die fast täglich zu erledigenden Hausaufgaben. Doch sollte man sie deswegen gleich abschaffen? Nun, mit Hausaufgaben verbinden viele Schüler mittlerweile eine Strafe, nach einem langen Tag/Vormittag in der Schule, wo die volle Konzentration‭¦

Hausaufgaben

Erziehungs- und Sozialwissenschaften

Abteilung Angewandte Erziehungswissenschaften

Seminar: Erziehungspartnerschaften in einem Netzwerk

Marienburger Platz 22

31141 Hildesheim


Professorin: Frau Dr. phil. Sabine Kirk

Semester: Wintersemester 2011/2012


Name:

Studiengang: Lehramt an Grund- und Hauptschulen

Semester: 1. Semester M.Ed.


Inhaltsverzeichnis Seite

Einleitung. 3

Vor- und Nachteile von Hausaufgaben. 4

Möglichkeiten Hausaufgaben sinnvoll zu gestalten. 5

Literaturangaben. 6

Quellen. 6

Internet 6

Einleitung


Schon im 15. Jahrhundert gab es Hausaufgaben. Damals dienten sie noch der Förderung und Differenzierung einzelner Schüler, doch seit dem 18. Jahrhundert und der Einführung der Schulpflicht gibt es zusätzlich eine politische Funktion.

Liberale und soziale Ideen sollte entgegengewirkt werden, indem man beispielsweise Bibeltexte aufgab. Auch die später einsetzende Reduzierung des Unterrichts führte dann zu einer gänzlich anderen Sicht auf die Hausaufgaben. Ergänzung zum Unterricht, Festlegung und Übung wurden zentrales Thema der Hausaufgaben.[1]

Heute gehören Hausaufgaben (bis auf wenige Ausnahmen) zum Schulalltag dazu. Jedoch gibt es immer wieder Probleme und Diskussionen. Manche Kinder fühlen sich überfordert und gelangen dadurch in einen Teufelskreis aus Motivationslosigkeit und schlechten Leistungen.

Andere benötigen zu viel Zeit und haben nur noch wenig Freizeit, wieder andere fühlen sich unterfordert. Auch Eltern sind oft mit der Situation überfordert, will man doch immer nur das Beste für das Kind.[2] Aktuell sorgt ein Beschluss einer Niedersächsischen Grund- und Hauptschule in Meckelfeld für Aufsehen: Die Hausaufgaben in der bisherigen Form wurden abgeschafft, Kontrollen existieren nicht mehr.

Kritiker meinen die Faulheit der Schülerschaft wird dadurch noch bestärkt, doch die Schulelternratsvorsitzende Stefanie Schulz meint "Es ist nicht so, dass die Kinder jetzt an jedem Nachmittag zu Hause sitzen und nichts zu tun haben.". Ein Wochenplan für die Schüler wurde statt der täglich zu errichtenden Hausaufgaben eingeführt.

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Eine „To-Do-Liste“ hängt im Klassenzimmer aus, auf der alle Aufgaben der Woche aufgelistet sind, die in beliebiger Reihenfolge und Zeit bis zum Wochenende erledigt sein sollen. Der Anlass sei gewesen, dass Hausaufgaben unvollständig, oder gar nicht erledigt worden seien, außerdem habe die Hausaufgabenkontrolle täglich in jeder Stunde 10-15 Minuten Zeit gekostet, die nun für neue Themen, oder Vertiefungen, sowie Fragen zur Verfügung stehe.[3] In den Medien sorgte diese neue Art zu lernen für sehr viel Gesprächsstoff und Diskussion.

Doch was ist richtig? Hausaufgaben haben seit je her Vor- und Nachteile, diese sollen im weiteren Verlauf näher erläutert werden.

Vor- und Nachteile von Hausaufgaben


Hausaufgaben sollen für die Schüler Übung, Wiederholung, Sicherung und Kontrolle bieten sowie Lernimpulse und Motivation schaffen. Weiterhin führen Hausaufgaben innerhalb des Unterrichts bestenfalls zu mehr Zeit, da das Üben etc. aus dem Unterricht herausgelagert und auf zu Hause verlegt wird.

Das Durchhaltevermögen und die Konkurrenzbereitschaft soll genauso erhöht werden, wie die Bereitschaft übertragene Aufgaben zu erfüllen.


Doch können Hausaufgaben all das wirklich erfüllen? Was ist mit den Schülern, die die Hausaufgaben aus verschiedenen Gründen nicht machen? Sei es aus Faulheit, wegen Zeitmangel,geringer Kompetenzen, oder aus anderen Gründen.

Diese Schüler haben große Nachteile gegenüber denen, die den gelernten Stoff zu Hause festigen. Hausaufgaben können eine psychische und physische Belastung darstellen. Weiterhin gibt es die Elternproblematik: Manchen Kindern stehen die Eltern bei den täglichen Hausaufgaben bei, kontrollieren, berichtigen, erklären.

Bei anderen wiederum nicht. Einige Kinder benötigen für die gleiche Aufgabenstellung einen geringen Zeitaufwand, einige einen sehr hohen. Es leidet die Freizeit darunter, die für Kinder egal welchen Alters sehr wichtig ist. Weiterhin gelten Hausaufgaben immer als Pflicht, die man bearbeiten muss, was zu Widerstand führen kann.

Welche Möglichkeiten hat man also als Lehrkraft Hausaufgaben ausführen zu lassen, doch den Schüler nicht unnötig zu belasten, ihn sogar zu fördern? Dieser Frage wird im Verlauf nachgegangen.

Möglichkeiten Hausaufgaben sinnvoll zu gestalten

Die grundsätzliche Diskussion, welche Art von Hausaufgaben gegeben werden sollen und inwieweit dies in den Unterricht involviert wird (Klärung von Fragen, Prüfung und Kontrolle etc.) wird in einer Gesamtkonferenz der Schule entschieden, in der beteiligte Lehrer und eine bestimmte festgelegte Anzahl an Elternvertreter (i.d.R. zwei) abstimmen und sich beratschlagen, was für die Schüler relevant ist und wie die Durchführung bestmöglich geplant wird. [5]

Sicherlich sollten Fragen und Aufgabenstellung vorher im Unterricht geklärt werden, eine gestellte Aufgabe die nicht verstanden wird, verschafft (wie oben erwähnt) einen Kreislauf aus Unlust, Resignation und Demotivation.

Jüngere Schüler benötigen länger und sollten somit weniger umfangreichere Hausaufgaben aufkriegen. Zentrales Thema sollte bei Bedarf auch ein Fächerübergriff sein, so dass ein Thema (oder mehrere) in den verschiedenen Fächern miteinander verzahnt werden können. Differenzierung und offene Aufgabenstellungen sollten als langfristiges Ziel gelten.

Für die individuellen Schüler sollte gewährleistet sein, dass die Hausaufgaben ohne fremde Hilfe ausgeführt werden und die Lernvoraussetzungen berücksichtigt werden. Weiterhin benötigen die Schüler Feedback und Reflexion auf die gemachten Hausaufgaben und verschiedene Aufgabenstellungen und Themenbereiche, damit sich keine Eintönigkeit einstellt. [6]

Hausaufgaben sind und bleiben wohl immer eine notwendige Ergänzung zum Unterricht. So lange wie es Hausaufgaben gibt, gibt es Diskussionen über Art, Umfang, Möglichkeiten, Abschaffung etc. Wenn man diese Zusatzleistungen sinnvoll einsetzt, den Schüler einbezieht und die Individualität eines jeden Schülers so gut es geht mit beachtet wird, können Schüler nur von den Aufgaben, die außerhalb der Schule gemacht werden, profitieren.

Literaturangaben


Quellen


Drack, Claudia (Gruppenleiterin)(WS 2011/ 2012): Erziehungspartnerschaften in einem Netzwerk. Handout: Hausaufgaben.

Kohler, Britta(2003): Hausaufgaben. Helfen-aber wie? 6. Auflage. Beltz Verlag: Weinheim und Basel.

Niedersächsisches Kultusministerium(1998): Niedersächsisches Schulgesetz. Nichtamtliche Fassung. Zuletzt geändert 09.12.2011.

Reinert, Gerd-Bodo(Hrsg.),(1990): Hausaufgaben. Ein Überblick über die didaktische Diskussion in Elternhaus und Schule.


Internet

Hamburger Abendblatt: Letzter Aufruf: 23.02.2012, 12.49 Uhr.



[1] Reinert, Gerd-Bodo, S. 14-22

[2] Kohler, Britta, S. 9f

[3] Hamburger Abendblatt, Internetrecherche

[4] Drack, Claudia, S. 1f.

[5] Niedersächsisches Kultusministerium, S. 22

[6] Drack, Claudia, S. 2ff.


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