Discussion / Argumentative Essay

„Ernährung und Flüssigkeit am Lebensende“ - Palliative Care

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Discussion
Health and Human Development

University, School

FOM München

Grade, Teacher, Year

1,0 , 2014

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Hausarbeit

    1. „Ernährung und Flüssigkeit am Lebensende“

Palliative Care


Inhaltsverzeichnis


Aufgabe 1

S. 1

1.1

Vorüberlegung zur ersten Fragestellung

1

1.2

Formulierung der ersten Ausgangsfragestellung .

1

1.3

Vorüberlegung zur zweiten Fragestellung .

2

1.4

Formulierung der zweiten Ausgangsfragestellung .

2

















































Einleitung:

In der Palliativmedizin der letzten Jahre hat sich viel in der Grundeinstellung und der Behandlung und Begleitung der Patienten und deren Angehörige verändert. Ein zentrales Thema der Therapie ist auch die Ernährung und Flüssigkeitssubstitution am Lebensende.

Das Wort Therapie ist hier aber nicht gleichzusetzen mit dem Versuch der Heilung sondern im ursprünglich griechischen Wortsinn dem „Dienen“.

Dies zu erkennen, auszuhalten und zu vermitteln sind schwierige Aufgaben in unserem klinischen Arbeitsumfeld. Hier stellt sich auch immer wieder die Frage mit was wir eigentlich dem Patienten und dessen Angehörigen dienen und nicht nur unserem Gefühl des machtlosen Akzeptierens der Tatsache des nahen Todes durch Handeln ausweichen.

Wir verbinden Essen und Trinken nicht nur mit der nötigen Kalorien- und Flüssigkeitszufuhr sondern Nahrungsaufnahme ist auch ein wichtiger Bestandteil von Genuss, Emotion, sozialem Kontakt und kulturellen Verhalten. Diese Aspekte finden in dem normalen Klinikalltag auch in der Kurativmedizin eine eher untergeordnete Rolle und brauchen daher im Extremfall der Palliativen Versorgung ein besonderes Gespür der Begleitenden.

In dieser Arbeit soll auf die unterschiedlichen Aspekte und Blickwinkel dieser Problematik eingegangen werden. Teilweise wirken einzelne Aspekte wohl auf den Einen oder Anderen auch verstörend aber genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich Pflege jeden Tag.


Hauptteil:

Ernährung und Flüssigkeitssubstitution aus Sicht des Patienten:

Abhängig von der Persönlichkeit und der Erkrankung des Sterbenden ist die Nahrungsaufnahme häufig eher eine Belastung als Genuss und Bedürfnisbefriedigung. Bei vielen Sterbenden dominieren Übelkeit und Erbrechen, Abgeschlagenheit, Schmerz, Einsamkeit, Niedergeschlagenheit das Grundbedürfnis des Lebens n.....[read full text]

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Daher ist die Nahrungsaufnahme immer auch diesen Aspekten anzupassen und beispielsweise auf kleine aber häufige, leicht verdauliche, kühlende, weiche Konsistenz, nicht scharf Gewürzte Speisen umzustellen.

Anders als bei der fehlenden Kalorienzufuhr leiden Patienten oft an einem Durstgefühl das nur schwer zu beheben ist. Hier gilt ebenfalls, dass eine orale Flüssigkeitsaufnahme immer vor einer parenteralen bzw. Flüssigkeitssubstitution über PEG oder PEJ zu bevorzugen ist.

Dies hilft in besonderem auch gegen eine typische Mundtrockenheit und Entzündungen der Mundschleimhaut (z.B. Soor). Gerade dieses Gefühl bereitet der Patienten häufig die größten Beschwerden und vermittelt ein Durstgefühl. Daher gilt immer, dass eine gute Mundpflege und konsequentes feucht halten der Mundschleimhaut die beste Prävention des Durstgefühls darstellt.

Hier eignen sich im besonderen Tees zur Mundpflege (z.B. Salbei oder Thymian), Eiswürfel aus Lieblingssäften o.ä., und zudem ist das Feuchthalten der Atemluft mittels Zerstäuber o.ä. angezeigt. Oberste Priorität hat auch hier der Wunsch des Patienten und eine gute Biografiearbeit ist die Grundvoraussetzung für eine Patientenorientierte Pflege.

Auch Angehörige sind hier oftmals eine gute Ressource der Patienten und sollten aktiv in die Pflegehandlungen eingebunden werden.

Leider finden wir im Klinikalltag auch heute eher noch eine zu exzessiv betriebene Infusionstherapie. Hier gilt meist weniger ist mehr und nur selten sollte eine höhere Infusionsmenge als 500ml/Tag erfolgen. Ausnahme ist hier beispielsweise plötzlich auftretender Verwirrtheitszustand aufgrund einer Exsikkose.

Zu bevorzugen ist hier im Regelfall ein Infusionsmix aus 66% Glucose 5% und 33% NACL 0,9%. Hier sei aber nochmals darauf verwiesen, dass viele Komplikationen und zusätzliches Leid oft erst durch eine zu hohe Infusionstherapie entstehen. Dazu gehören im besonderen Dyspnoe durch pulmonale Stauung, vermehrter Aszites und Anasarka bis hin zu größeren Schmerzen aufgrun.....

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Ernährung und Flüssigkeitssubstitution aus Sicht der Angehörigen:

Sie können Ihn doch nicht verhungern lassen.“ Dies ist eine oft geäußerte Angst von Angehörigen die einer derart schwierigen Situation gegenüber stehen. Das Gefühl der Macht- und Hilflosigkeit ist verständlich und kann kaum relativiert werden. Zudem kommt, dass Angehörige teilweise Jahre der intensiven Pflege des jetzt Sterbenden geleistet haben und es demzufolge schon häufiger schwierige Situationen gab die aber bis dahin immer überstanden wurden.

Diesen Ehepartnern oder Kindern fällt das, aus ihrer Sicht, tatenlose zusehen beim Sterben so schwer, dass Ihnen der Blick auf ihre oft wichtigen Leistungen für den Palliativen Patienten unmöglich ist.

Leichter fällt es vielen Angehörigen wenn die Situation im Vorfeld des Sterbeprozesses mit dem Patienten abgesprochen und auf einen derartigen Fall abgestimmt werden konnte. Hier ist auch eine Patientenverfügung ein wichtiges Dokument das Angehörigen als wichtige Legitimationsgrundlage für das unterlassen oder Reduzieren von Nahrung- und Flüssigkeitssubstitution dient.

Das Gefühl der Tatenlosigkeit ist meist geringer wenn Angehörige in die Pflegehandlungen eingebunden werden können. Hier eignet sich besonders die Mundpflege die sehr gut übernommen werden kann. Dies hilft nicht nur gegen das Durstgefühl sondern ist auch eine Tätigkeit die von Sterbenden oft als besonders invasiv empfunden wird und hier besser durch vertraute Personen akzeptiert wird.

Palliativpatienten haben teilweise auch in der Terminalphase noch bestimmte Essenswünsche die dann meist nur durch Angehörige zu erfüllen sind. Hier ist im besonderen darauf zu achten, dass diese Essenswünsche oft nicht durch eine Nahrungsaufnahme des Sterbenden bestätigt werden was auch zu frustranen Situationen bei den Ang.....

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