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Emmanuel-Lévinas: Seine Philosophie - Die Alterität

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Handout
Philosophy

University, School

Landesgymnasium Afra zu Meißen

Grade, Teacher, Year

13 Punkte, 2016

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Emmanuel-Lévinas: Seine Philosophie - Die Alterität

Notizen

1. Emmanuel Lévinas – Biographie

2. seine Philosophie, die Alterität

3. Diskussion


Biographie:

  • französisch-litauischer Philosoph und Autor,

  • geb. 1906 in Kaunas, Litauen, gest. 1995 in Paris

  • Sohn eines strenggläubigen jüdischen Buchhändlers, wächst mit jüdischer Tora auf, aber auch mit russischer Kultur

  • erste Resie nach Frankreich, Studium Philosophie in Straßburg ab 1923, später ab 1928 Studium in Freiburg bei Heidegger, Husserl, erwirbt französische Staatsbürgerschaft

  • 1934-1939 Arbeit in Paris an einem Ausbildungsinstitut für jüd. Lehrer mit dem Ziel gegen den Antisemitismus zu arbeiten

  • 1939 Einberufung Militärdienst

  • 1940 gerät in Deutsche Kriegsgefangenschaft

  • erfährt 1945, dass seine Eltern und Brüder in Litauen der dt. Ausrottungspolitik zum Opfer gefallen sind

    → schwört, nie wieder Fuß auf deutschen Boden zu setzen

  • die Grausamkeit, die ihm durch den Holocaust und den Juden in Europa widerfuhr, prägte seine Philosophie stark

  • ab 1945 lehrt er Philosophie und wird Direktor einer internationalen Schule in Paris

  • 1970, 1973 erhält er jeweils einen Ehrendoktor von zwei Universitäten in Frankreich

  • 1985 7. Nietsche-Preis der italienischen Nietzsche Gesellschaft

  • 1989 ausgezeichnet mit Balzan Preis für Philosophie

  • berühmtestes Werk: „Totalität und Unendlichkeit“


seine Philosophie:

  • bevor wir zur Alterität, zu seinem extremen Humanismus kommen:

  • Beeinflusst durch

    • Phänomenologie Edmund Husserls, Schüler Heidegger

      (Lehre von Erscheinungen im Sinne einer reinen Wesensanschauung)

    • basiert auf dem in der Bibel und der Thora angelegten extrem jüdischen Humanismus

  • Levinas möchte sich von klassischen Philosophien wie der Erkenntnistheorie/Metaphyik lösen

    → ersetzt diese Grundlagen der Ethik mit grundlegen Verpflichtung/Verantwortung, die jeder Mensch in sich trägt (näheres dazu später)

  • kritisiert Zentralstellung des Ichs und damit verbundenes menschliches aktives Subjekt, welches Maß für Angemessenheit, Unangemessenheit, Recht und Unrecht darstellt

    → stattdessen ersetzt er Zentralstellung des Ichs mit der eben benannten Verantwortung, welche der Grundbaustein seiner Ethik ist, zu der wir gleich kommen

  • dabei spricht er stets vom Anderen


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  • das Antlitz nach Lévinas ist nicht das, was man auf der Oberfläche des Gesichtes sieht, sondern eine Verbindung zur Existenz und zu den Bedürfnissen des Anderen

  • das Antlitz soll einem auch übermitteln: Du sollst mich nicht töten, hier erste Verbindung zu Gott

  • Beziehung:

    • der Fremde, der Andere ist dem passiven Subjekt übergestellt, es herrscht eine Asymmetrie

  • der Fremde ist in seiner Würde und in seinem Wesen unantasbar, das passive Subjekt hat kein Recht, den Anderen in seinem Wesen zu erreichen, denn er ist unendlich anders

  • Unterschied Buber: Ich und Du sind auf einer Ebene, bei Lévinas steht der Andere im zentralen Punkt, das passive Ich ist dem Anderen untergeworfen, nicht mal annähernd dialogisch

  • Was bedeutet es, in einer Beziehung zum Anderen zu stehen?

    • Ihn zu akzeptieren

    • man entsubjektiviert die Person, die der Andere ist (beurteilt ihn nicht, fässt die Person nicht mit eigenen Wahrnehmungen subjektiv auf)


    Handout: Zitat zu Festigung des Verständnis


    • liegt in der Verantwortung und Pflicht des passiven Subjekts, den Anderen zu bewahren, der Andere und seine Notwendigkeiten liegen im Allgemeinen in seiner Verantwortung

    • liegt in der Verantwortung, bzw. jeder Mensch ist gegenüber der Andersartigkeit eines jeden Menschen verpflichtet.....

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    • Vorursprünglich (vor Existenz des Ichs) ist das Sich (ist aber kein fester Zeitpunkt, zeitlos)

      • es gab mich, bevor ich wurde

      • auf das Sich, oder auf mich wirkt das Gute

      • das Gute wirkt auf mich und bildet in mir die Güte

        → der erste Wert, der mich dazu bringt, mich für Andere aufzuopfern, mich preiszugeben

    • nachursprünglich kommt das Ich, das Sich wird jetzt zum Ich, zum sogenannten inkanierten Subjekt (Inkarnation nicht als Materialisierung, sondern als Ausgesetztheit, Verwundbarkeit und Verantwortung zum Anderen)

      • durch Ausgesetztheit vom Sich zum Anderen, also durch das Ich kommt es zu einer Annäherung zum Anderen

      • das Ich steht hierbei nicht für Ich-für-mich Beziehung sondern für eine Ich-für-Andere Beziehung

      • außerdem wird durch Inkarnation des Subjekts das Sich zum Träger der Eigenschaft des Guten, welches vorursprünglich auf ihn wirkte

    • somit: das Ich, der Eine beginnt nicht im Bewusstsein, sondern der Anfang liegt immer bei der Einwirkung des Guten auf das sich, wobei diese Einwirkung stets älter ist als die Gegenwart, älter als jeder Beginn, bevor ein Mensch einem anderen begegnet → Einwirkung hat auch etwas göttliches, denn Gott war vor allem, vor jeglichem Beginn oder vor jeglicher .....

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    • es ergibt sich ein Problem:

      • es gibt viele Andere, mehrere Personen in unserem Umkreis, schwer, alle als „Anderen“ zu behandeln, bzw. eine Beziehung zu ihm aufbauen

      • es gibt Nächstenliebe und Gerechtigkeit, die bei Levinas eine wichtige Rolle spielen

    → er sagt, man müsse für sich Individuell einen Mittelweg zwischen Gerechtigkeit und Nächstenliebe finden

    → teilweise müsse man aus der daraus resultierenden Priorität, sich von einem Anderen zum Wohle eines anderen Anderen differenzieren


    Interessant:

    • über die Alterität auf Levinas Biographie zurückzuschließen

      • grausame Erfahrungen durch die Nationalsozialistischen Deutschen

      • seine Philosophie ist gegensätzlich zu der Auffassung der Nationalsozialisten, die sich selbst den Anderen Kulturen/Religionen herüberstellen

      • komplettes Gegenteil zu „Nach Ihnen mein Herr“

    • Ziel der Alterität: gegen das Unmenschliche/Gegenmenschliche vorzugehen, gegen den Egoismus und den Drang eines Menschen, sich selbst zu verwirklichen und dabei möglicherweise den anderen Menschen zu schaden

    • die anderen Menschen sind zerbrechlich und benötigen deshalb de.....

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  • Pro:

  • Grundgesetz: Die Würde jedes Menschen ist unantastbar

    • Gerechtigkeit, alle sind gleichberechtigt vor dem Gesetz

    • keine Differenzierung zwischen Kultur, Religion, etc.

  • Gerechtigkeit nach Levinas → Bedürftigere vor

  • in der heutigen Gesellschaft: inwieweit Alterität vorhanden, inwiefern kann man Alterität integrieren um eine bessere Gesellschaft zu erschaffen (wie alltagstauglich ist die Ethik des Fremden?)

    • Nein, man wird heute immer auf seine Erscheinung herabgestuft; das Fremde wird oftmals nicht respektiert, sondern ausgestoßen (Flüchtlingsprobleme, Heidenau) → keine Liebe zum Fremden, sondern eher Angst vor dem Anderen → Rassismus

    • Gegenbewegungen gegen Faschismus, viele wollen aus Nächstenliebe, Liebe zur Gerechtigkeit den Fremden helfen, nehmen teilweise auch Flüchtlinge auf und geben ein teil ihres Lebens für Andere auf; trotzdem würde niemals jemand das Fremde über sich selbst stellen

    • durch den menschlichen Egoismus eher untauglich → man müsste Mittelweg zwischen Alterität und Egoismus finden → Gleic.....

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