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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

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2009/Giessauf

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Wenn man sich an dieser Stelle wundert, dem sei gesagt, dass der Artikel aus dem Buch „Sowjetsy­ste­m und demokratische Gesellschaft­220­ entnommen ist. Methodische Vielfalt in der gegenwärtigen Geschichtsforsc­hun­g Das abschließende Kapitel des texte behandelt wie schon in der Überschrift erwähnt die verschiedene Methoden der momentanen Forschung. So wird wieder auf Karl Marx, Sigmund Freud, Lévi-Strauss zurückgegriffen – es werden auch versuche gemacht das noch nicht klar umrissene Gebiet…
Vor allem propagiert durch „Deutsche­n Verein“ = wird zu neuem Standard sozialer Hilfen. Während des Krieges setzte sich auch der Gedanke durch, dass Frauen sehr wohl Arbeitsplätze in der Industrie oder in öffentlichen Ämtern einnehmen können. 4.6 Die Entwicklung der Handlungsfelder Entwicklung zwischen 1914 und 1918 = Differenzierung der Handlungsfelder 4.6.1 „Jugend unter der Siegessäule.­220­ Die Entwicklung der Jugendfürsorge. Schon vor dem Beginn des Krieges ist eine Militarisierung der…

Einführung zur Geschichte des Mittelalters


3. Einheit 21. Oktober 2009


Die Person des Konstantin und die Entwicklung des Reiches, Christentum Theodosius, das Zurückdrängen der Altgläubigen. Theodosius hat das Gesamtreich noch einmal in einem Reich vereint. Dann erfolgt die Trennung in Ost- und Weströmisches Reich. Das Phänomen der Barbaren an den Grenzen des Reiches. Seit Konstantin geschieht eine Barbarisierung des Reiches als immer mehr Personen im Reichsverband Bedeutung erlangten.

Leute, die nicht zur römischen Provenienz gehörten, waren hier tätig. Vor allem in der Funktion eines Obersten Befehlshabers.


Das Zeitalter der barbarischen regna


Zwei Kunstgegenstände, die gotisch sind:

1. Westgotisch rituell gebrauchte Krone

2. Fibeln, also Gewandspangen.


„Völkerwanderung“


• Die „Völkerwanderung“ fasst in klassischer Definition eine Vielzahl von Wanderbewegun
gen zusammen, die zwischen dem Auftauchen der Hunnen (375) und der Gründung des
Langobardenreiches in Oberitalien (568) zur Verwandlung der römischen Welt führten.

• Wolfgang Lazius: de gentium aliquot migrationibus (1557)

• Der Begriff blickt durch eine „römische Brille“

• Romanischer Sprachraum: Invasioni dei barbari

• Besser: Transformation of the Roman world


Völkerwanderung: Aus dem angloamerikanische Sprachraum kommend. Man spricht von einer Transformation des Imperiums. Diese Zeit wird als Völkerwanderung in den Schulbüchern bezeichnet. Grenzen werden gesetzt mit 375, wo die Hunnen in das europäische Weltbild eintauchen und 568, am Ende der Völkerwanderung, als sich die Langobarden zu einem eigenen Herrschaftsbereich hocharbeiten, indem sie in Italien einwandern und langobardische Herrschertümer gründen.

Die Völkerwanderung erhebt den Anspruch, dass Völker unterwegs sind. Volk ist eindeutig national konodiert. Etwas, was als Denkschema der Menschen noch nicht existiert hat. Dass man von einer Völkerwanderung sprach, verdankt man Ferdinand ???? de gentium aliquot migrationibus - Die Wanderung der Völker. Daraus entstand die Völkerwanderung, die einen sehr einseitigen Blick verfolgt und zwar durch die römische Brille, die mit den Barbaren konfrontiert sind und in den wirtschaftlich unruhigen Zeit von diesen Barbaren aufgesucht werden.


Senceca


Mit dem Auftauchen der Hunnen 375 ist nicht etwas völlig Neues aufgetaucht. Schon Seneca beschreibt Menschen, die migrieren aus unterschiedlichen Gründen. Auch in seiner Zeit ist das nichts Neues und er ist der Erste, der darüber schreibt. Seneca beobachtet die ganz wesentlichen Eckpunkte, die Migration ausmachen, die Ursachen und auch die Konsequenzen. Warum sich jemand aufmacht und welche Schicksale dahinterstecken.


„Völkerwanderung“


Spätantike Völker nach Pat Geary:

– People by constitution (römische Bürger)

– People by descent (Goten etc.)

– Dichotomie populus - gens


Den Zustand des Staates sehen: Das tat Pat Geary. Er sah, dass es einen Spannungszustand zwischen Populus und Gens gibt. Der Populus ist ein durch Verfassung konstituierter Verband von Menschen, in diesem Fall gilt das für die römischen Staatsbürger. Pat nennt sie People by constiution. Dem steht eine Masse von Menschen gegenüber, die sich zu immer wieder wechselnden Einheiten zusammengefunden hat, die sich als Gens definieren, das sind People by descent, die eine gemeinsame Herkunft haben.

Dazu gehören Goten, Vandalen etc.

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Wer wandert also?


• Nicht Völker im modernen Sinn wanderten, sondern Personenverbände, die sich aus viel
fältigen Gründen formierten, nach einiger Zeit wieder auseinanderbrechen oder verkleinern
konnten und sich in veränderter Zusammensetzung rund um eine Kerngruppe (= Traditions
kern: R. Wenskus
) neu bildeten.

• Die am besten geeignete Bezeichnung für diese Gruppen ist der zeitgenössische lateinische
Begriff „gens“ (Pl.: gentes)

• Gründe und Charakter ihrer Wanderungen waren von Fall zu Fall unterschiedlich: – ver-
schlechterte Lebensbedingungen (Hunger, Überbevölkerung, interne Konflikte)

– „Mangelgesellschaften“

– Streben nach Integration in die reichere und differenziertere Kultur des Imperium Roma-
num


Nicht Völker in unserer modernen Vorstellung, sondern wandernde Personenverbände. Diese wandern aus den unterschiedlichsten Gründen und haben eine durchaus variable Größe und Zusammensetzung. Bei deren Wanderung passiert es, dass Teile von ihnen sich abspalten oder neue Gruppen dazugekommen. Wir haben es sich nicht mit ethnisch homogenen Gruppen zu tun.

Was sie vereint, ist in der Regel ein gemeinsames Interesse. Diese Personen formieren sich auf einen Kernverband (als Traditionskern) vereinen. Um einen Personenverband mit variabler Zusammensetzung zu beschreiben, spricht man von Gens oder Gentes. Dass es unterschiedliche Gründe sein können, beschrieb schon Seneca (Begehrlichkeit, heute als Wirtschaftsflüchtlinge, Krieg etc.). Der Wohlstand des Imperiums war natürlich sicher für einige ein Grund.


Gens = Volk (?)


Gens kann sowohl die Bezeichnung für eine Sippe, wie auch für den Zusammenschluss
mehrerer ethnischer Gruppen sein.

Gens = „Identitätsmodell“, das militärische und soziale Verbände um einen Stammesführer
oder Heerkönig schart.

• Der Name der jeweiligen gens geht zumeist vom Clan des Stammesführers aus, muss aber
nichts mit der Masse der Mitziehenden zu tun haben.

• Im Vordergrund steht das Erreichen gemeinsamer Ziele (Beute, Gewinnung von Land), das
durch Loyalität zum Anführer garantiert wird.

• Abstammung und persönliche Verwandtschaft spielen eine untergeordnete Rolle.

Vandale, Gote oder Franke zu sein = in erster Linie ein militärisch-politisches Be
kenntnis


Es sind nicht alles Goten, sondern sie gehen mit einem gotischen Anführer hier ein Loyalitätsverhältnis ein und haben auch Verpflichtungen ihm gegenüber. Das ist zu einer Zeit passiert, wo es ihm nicht wichtig war, ob er Vandale oder Gote ist, sondern dass jemand da, der mir gewährleistet, dass es mir gut geht und mir Rechtssicherheit gibt. Unter dem Namen einer Gens, die sich herleitet unter dem Namen des Anführers.

Ethnische, verwandtschaftliche Verbindungen spielen eine untergeordnete Rolle. Der letzter Satz ist wichtig: Vandale, Gote oder Franke zu sein = in erster Linie ein militärisch-politisches Bekenntnis. Es hat nichts mit Nation, Volk oder Rasse zu tun.


Ethnogenese


• Die Entstehung von ethnischen Identitäten in der Spätantike ist nicht als biologische Katego-
rie (Blutsverwandtschaft, Rasse), sondern als historischer Prozess zu verstehen = Ethnoge-
nese

• Wesentliche Ethnogenesen (Goten, Franken, Langobarden) fanden auf dem Boden des römi-
schen Reichs statt – kein Einfall unveränderlicher „Völker“ ins Imperium, welche die „Rö-
mer“ verdrängten oder gar vernichteten.


Volkwerdung, ein Prozess, wo aus diesen herumstreifenden migrierenden Personenverbänden und meist um einem charismatischen Anführer (zeigt sich meist durch einen militärischen Heerführer oder Heerkönig) sich ein einigermaßen stabiles Herrschaftssystem bildet und damit auch eine Grundform von Staatlichkeit. Die, die sich mit der Staatlichkeit, diesem regnum, identifizieren können, wachsen zu einer ethnischen Identität zusammen.

Es entsteht ein Ethnos. Es bildet sich ein Reich rund um einen Personenverband. Die meisten sind auch zeitlich begrenzt, eine Staatlichkeit entwickelt sich. Die findet auf dem Boden des Imperiums bzw. auf den Resten statt. Die Ostgoten, Westgoten, Vandalen (in Nordafrika), die Langobarden (in Ober- bis Mittelitalien). Was nicht der Fall ist, ist, dass diese Wilden daherkommen und die Römer erschlagen, sondern es kommt zum Zusammenleben zwischen ansässiger Bevölkerung (in der Regel Romanen oder romanisch überlagerte Kelten, weil sie römische Bürger sind).


Ein Dominostein fällt


Wesentlich daran ist, dass es Ende des 4. Jh. zu einer verstärkten Migration kommt. Und zwar durch die europäischen Hunnen. Sie sind ein reiternomadischer Verband, polyethnischer Kultur (von der ethnischen Herkunft her können auch Germanen dabei sein). Sie waren in Zentralasien der chinesischen Reiche zu Hause und über Generationen in Asien tauchen sie in Europa dadurch auf, dass sie 370 die Alanen unterwerfen und diese sich den Hunnen anschließen.

Und das vermeintlich gut dastehende Reich des Ermanerich wird 375 von den Hunnen eingenommen. Ein Teil, der dort angetroffenen Bevölkerung stirbt, ein Teil wird von den Hunnen dazu überredet sich ihnen anzuschließen, ein Teil flieht.


Der Kaiser fällt


• Valens 364 – 378

• 9. August 378 Schlacht bei Adrianopel (Edirne, TR)

• Vor den Hunnen geflohene Westgoten (Terwingen) unter Fritigern sowie Ostgoten (Greu
tungen) unter Alatheus und Saphrax


Diese fliehenden und suchen Hilfe oberhalb der Grenzen bei Kaiser Valens. Bitten um Hilfe und ein Land. Er verspricht ihnen das. Die Goten werden schlecht behandelt, sodass diese rebellisch werden. Das veranlasst den Kaiser, den Rebellen entgegenzutreten. Mit Unterstützung des Westkaisers, den er aber nicht abwartet und damit die größte Katastrophe erlebt: Die Schlacht von Adrianopel.


Theodosius I. 379 – 395


382 Gotenfoedus“ mit Fritigern – Ansiedlung in Niedermösien. Steuerfreiheit; Leben unter eigenen Anführern und Gesetzen. Lediglich zu Grenzverteidigung und Waffenhilfe verpflichtet


Das zwingt den Nachfolger von Valens, Theodosius, mit den Goten einen Vertrag zu schließen, nämlich den „Gotenfoedus“. Den Goten wird zugestanden, dass sie sich unter ihrem Anführer - in diesem Falle Fritigern - ansiedeln dürfen, nämlich in Niedermösien. Ohne Zugriff der römischen Staatlichkeit. Das Einzige, was sie tun müssen, ist Waffenhilfe leisten gegenüber Barbaren, die ins Land wollen.


Der erste Fall Roms


• 410 Eroberung Roms durch die Westgoten unter König Alarich, drei Tage dauernde „ma-
nierliche Plünderung
(P. Heather)

• Paulus Orosius (385-420): Historia adversum paganos libri VII.: Bis 417 reichende, christ-
lich apologetische „Katastrophengeschichte“ gegen den Vorwurf, das Christentum trage
Schuld am Niedergang des Reiches

Es drängen immer weitere barbarische Gruppen auf das Reichsgebiet, die militärische Schwäche des Reiches wissend und nutzend. Unter Alarich und einem Gefolge der Westgoten kommt es zu einer Belagerung und Plünderung Roms. Alarich ist ein Christ hat seinen Truppen befohlen zu plündern, aber das Plündern von Kirchen z.B. unter Strafe gestellt und verordnet, Frauen auszulassen.

Er schreibt eine „Katastrophengeschichte“. Gleichzeitig zeigt er auf, wie Gott zugunsten der Menschen und der Reichsbevölkerung eingreift. Das Wirken Gottes in der Geschichte wird hier aufgezeichnet. Dieses Werk hatte Vorbildcharakter. Er selbst ist ein Schüler Augustinus und hat das Werk auch Augustinus gewidmet.


Hunnenzüge des 4. und frühen 5. Jahrhunderts


Bei den Hunnen sieht man diese Dynamik und erkennt, dass es nicht darum geht, das Imperium in seinen Grundfesten zu zerstören, sondern es geht darum, vom Wohlstand des Reiches zu genießen. Die Hunnen waren in allen damals prominenten Weltgegenden im Osten und Westen unterwegs. Das waren nicht die Hunnen, sondern einzelne Verbände, wir wissen auch nicht, ob die Hunnen einen König hatten.

Sie lassen sich nach ihrem Auftauchen „Jahrgelder“ zahlen, damit sie nicht mehr kommen.


Die „Hunnen“


Polyethnischer Verband mit steppennomadischem Kern aus Zentralasien Hoch spezialisierte Reiterkrieger; Reflexbogen


•Kein „Volk“ mit nationalen Eroberungsplänen – Zweckgemeinschaften für Eroberungszüge
unter Heerführern

•Lange Zeit keine Reichsbildung, erst in den 420er/430er Jahren


Sie sind in ihrem Kern zentralasiatischer Herkunft und steppennomadisch. Sie sind militärisch ein geradezu unbezwingbarer Faktor, weil sie den Angegriffenen überlegen sind. Sie sind keine Nation und verfolgen auch keine nationalen Interessen. Sie wollen nicht bleiben, sondern erobern. Man erkennt, dass man sie als Söldner sehr gut einsetzen kann zur Verstärkung der eigenen Truppen.

Auf beiden Seiten der Kontrahenten finden wir hunnische Verbände. Wichtig ist wer zahlt. Es keine klimatischen Veränderungen, warum sie wandern. Das gibt es auch bei den Goten und Vandalen. Sie sind eine permanente Bedrohung vom Schwarzen Meer aus über 50 Jahre in Richtung Westen. Sie bilden kein Reich aus. Sie reisen mit Familie und Viehherden. Das bedingt auch, warum sie nicht sesshaft sind.

Erst um 420.


Attila


Der Erste, der von der nomadischen Tradition nachweislich, gemeinsam mit seinem Bruder Bleda, abweicht und sich Anfang 430 im pannonischen Raum niederlässt. Dieser Raum kommt ihm von den geografischen Gegebenheiten entgegen. Von hier aus, nachdem sie eine Vielzahl von germanischen Stämmen Goten, etc. an sich gebunden haben.

Man weiß nicht, wo diese Residenz war. Attila und Bleda werden unangenehm für Rom. Die Jahrgelder werden jedes Jahr hochgeschraubt. Attila erkennt, dass einer zu viel ist, Bleda überlebt nicht. Attila ist Alleinherrscher.


Attila – Flagellum Die


• 445 Alleinherrscher über die Hunnen und deren germanische Gefolgschaft

• Reichsbildung im pannonischen Raum

• Hohe Tribute vonOstrom

• 451 Gallienfeldzug, Schlacht auf den Katalaunischen Feldern

• 452 Italienfeldzug


Attila hat ein enorm großes Gefolge, das seine Loyalität zu ihm äußert. Der Herrscher muss dafür sorgen, dass es ihnen gut geht. Er muss sie z.B. wirtschaftlich bei Laune halten. Ich muss mehr Leuten etwas wegnehmen, wenn ich selbst nichts produziere. Das war bei den Hunnen der Fall. Kaiser Markian sagt, ich zahle an Attila nichts mehr. Attila kämpft deshalb.


Attilas Feldzüge


Er wendet sich nach Nordwesten und zieht nach Gallien 451, ihm folgen Ostgoten, Sweben, Gebieden, also viele germanische Gefolgsleute. Auf der anderen Seite steht ein Heer, dass sich ebenfalls aus Hilfstruppen, Westgoten, Alemannen, etc. zusammensetzt, die sich messen. Bei dieser Schlacht geht kein Sieger hervor. Für Attila ist es eine Niederlage.


Die Protagonisten im Westen


• Flavius Aetius ca. 390-454, seit 429 magister militum per Gallias; 436 Burgunderreich mit
Hilfe hunnischer Truppen bei Worms zerschlagen

• Valentinian III. 419-455; Sohn der Galla Placidia und somit Enkel Theodosius I., Kaiser ab
424

• Justa Grata Honoria 418-455; Schwester Valentinians III.

– „Heiratsangebot“ an Attila


Sein Gegner im Westen war Aetius. Dieser war mit den Hunnen sehr eng verbunden. Aetius war als Garant für einen Vertrag auch einige Jahre bei den Hunnen in Gefangenschaft. Er bediente sich immer wieder hunnischer Truppen. Z.B. Das Reich der Burgunder hat er mit den hunnischen Truppen besiegt und zwar bei Worms. Aetius dient seinem Kaiser Valentinian (Enkel Theodosius).

Seine Schwester war als Vorzeigefrau gedacht, wurde aber vom Hofmeister schwanger. Sie trifft Attila und der glaubt, dass es ein Heiratsantrag ist. Als Mitgift würde im die Hälfte des Westreiches gefallen. Das wird abgelehnt. Deshalb unternimmt er einen Kriegszug auf den Katalaunischen Feldern. Das Reich in Pannonien stellt für Ost- und Westrom eine permanente Bedrohung dar.


Attilas Tod 453


Streit um die Nachfolge eskaliert

455 Schlacht am Fluss Nedao (wo?) sprengt das „Attilasystem“


Attila heiratet 453 Ildiko, Hildegard. Sie wird von den Hunnen dafür verantwortlich gemacht, dass Attila die Hochzeitsnacht nicht überlebt. Angeblich ist er an einer Leberzirrhose gestorben. Nach seinem Tod gibt es eine Vielzahl von Nachfolgern, die sich streiten und eine Vielzahl an Germanengruppen sah sich entbunden, den Hunnen weiter zu helfen.

Es entwickelt sich in 1,5 Jahren ein Krieg um die Vormacht. Die Schlacht am Fluss Nedao heißt, dass dieses Attila-Reich zusammenbricht und die sich Gefolgschaften auflösen. Rom war darüber ganz froh. Gleichzeitig entsteht an den Grenzen ein instabiles Machtgefüge.


Der zweite Fall Roms


Die Vandalen unter Geiserich plündern 455 Rom


Eine mittelbare Konsequenz daraus ist, dass am anderen Ende in Nordafrika etwas aufbricht. Die Vandalen versuchen, sich auf Italien auszubreiten. Unter Geiserich kommt es zu einer zweiten Plünderung Roms und folgenreicher als 410.




Aus O: die Hunnen 375, unter Attila nach W und Bleda nach S, Goten als Problem für die Osthälfte in Form der Ostgoten, Westgoten durch Alarich, er stirbt, seine Truppen gehen nach Südgallien und später nach Spanien. Die Vandalen kommen aus der Elbgegend und gehen über die Rheingrenze, gallischen Raum, Spanien und Nordafrika, um die Ethnogenese abzuschließen, dann Sizilien, Korsika und plündern Rom.

Im N. Angeln und Sachsen: Sie legen das Fundament für kleinteilige, lokale Königsteile, die England fundamentieren, das durch Wilhelm den Eroberer zu einem angelsächsischen England führt. Siehe Beschreibung unten. In der Realität war so ein Strich gezogen worden. Völker waren es nicht, sondern Personenverbände, Personengruppen, die sich um einen Traditionskern sammeln.

Ein Samenkorn der Vandalen kommt aus dem Elbgebiet. Die sind Bauern. Die in Nordafrika fahren schon seit Generationen zur See. Da haben die Vandalen natürlich Interesse, diese zu erobern.


Barbarische Königreiche = Regna


• Als Bündnispartner (foederati) des Imperium erlangten einzelne gentes unter ihren Heerkö-
nigen Unabhängigkeit, nachdem diese zuvor oft führende Positionen im römischen Heer
bekleidet hatten.

• In diesen regna werden römische Verwaltungsstrukturen und -einrichtungen (Bistumsorga-
nisation) übernommen, die vielfach von ansässigen römischen Fachleuten getragen werden.


Sehr oft beginnt der Aufbau einer Herrschaft zum Regnum in Form eines Födus oder man auf römischen Boden aktiv wird. Dazu kommt, dass die Anführer dieser Personenverbände in die römische Struktur und des Heerwesens eingebunden waren. Also Magister Militum, also Militärrang, im römischen Heer haben. Diese sich immer stärker verselbstständigen Herrschaftszentren der Barbaren auf den Territorien des römischen Reiches.

Was aber sehr wohl gepflegt wird, ist die angetroffene Verwaltungsstruktur der römischen Provenienz und der römischen Einrichtungen.


Alt und neu


Aus dem Verschmelzen römischen und christlichen Erbes des Imperium Romanum mit Elementen germanischer, steppennomadischer und wenig später hinzukommender slawischer Traditionen erwachsen die Fundamente des europäischen Mittelalters


Beispiel wäre das Ostgotenreich. Die Conlusio: siehe PP-Seite. Es entsteht etwas Neues, aber dass das nichts ist, was das Alte verdrängt, sondern eine Vermischung ist und die Fundamente herauskommen, was wir als europäisches Mittelalter bezeichnen im 5, 6. und auch noch im 7. Jahrhundert.




Das Westreich steht auf einmal ohne nominellen Kaiser da. Es gibt immer noch einen nominellen Kaiser, aber nur einen militärischer Machtführer. In der zweiten Hälfte 5. Jh. gibt es eher kurzlebige Kaiser. 476 zieht ein Germanenfürst, seiner Herkunft nach ein Skire, in Italien ein. Herrschaft des Kaisers ist nun Ravenna. Odoaker überredet Romulus Augustus, dass er dieser Position nicht gewachsen ist.

Der geht nach Unteritalien und dort in Pension. Odoaker setzt sich nicht die Kaiserkrone auf. Er meldet nach Ostrom, dass mit Westrom nichts mehr ist. Er macht jetzt, was er will in Westrom und treibt einen anderen Germanen aus und schickt ihn gegen Odoaker aus.



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