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E.T.A. Hoffmann und das gefährliche zweite
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German studies

University, School

BORG Dreierschützengasse Graz

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Warum verwendet Hoffmann die Liebe als Mittel der Kunst? Die Dichotomie zwischen liebe und Kunst bei e.t.a. Hoffmann an drei ausgewählten werken. (der goldene topf- der sandmann- Elixiere des Teufels) Gliederung: Einleitung Liebe in der Romantik Ehe als bürgerliche Institution der Liebe Die zwei Arten der Liebe 3.1. Am Beispiel „Der goldene Topf“ 3.2. Am Beispiel „Der Sandmann“ 3.3.  Am Beispiel „Elixiere des Teufels“ Die Geliebte (Heilige vs. Hure) Fazit Literatur Einleitung: Die Liebe ist seit Beginn der Neuzeit ein immer wichtiger…
Deutsch 4W Die Elixiere des Teufels Links: Interpretation: Personen Hauptfigur: Franz, Franziskus, Bruder Medardus (F) Fürstin: liebevoll, nett, kümmert sich um F. Mutter & Vater: Pfarrer im Nonnenkloster: Konzertmeister: Hat eine Tochter Pior Leornadus: Mentor/Lehrer, Leiter eines Klosters (L) Bruder Cyrillus: Ist der ehemalige Bewacher der Reliquien Die verliebte Unbekannte: Hermogen: Adliger, der zum Weltgeistlichen wird. Reinhold: Alter Mann im Schloss, steht dem Barron sehr nahe, hat ein gutes Gefühl, Aurelien:…

E.T.A. Hoffmann und das gefährliche zweite Ich.


Romantische Motive in den Werken

„Der Sandmann“ und

„Die Elixiere des Teufels“


Fachbereichsarbeit aus Deutsch am BORG Dreierschützengasse


vorgelegt von Müller, 8c

bei Mag. Gertrud Kerschbaumer


Graz, am 27.02.2009

Einleitung

Ziel dieser Arbeit ist es, dem Romantischen auf die Spuren zu kommen. Speziell wird die Schauerromantik bearbeitet, die man zur Spezialität E.T.A. Hoffmanns zählt. Um auf den Autor näher einzugehen, findet man in der Arbeit eine Biographie, die das fassadenreiche Leben E.T.A. Hoffmanns widerspiegelt.

Neben der Biographie befasst sich die Arbeit mit einem literaturhistorischen Rückblick in die Romantik, damit man etwas über Zeit und Epoche erfährt und um behandelte Motive besser verstehen bzw. um sie sich besser Vorstellen zu können.

Weiters wird das schauerromantische Werk „Der Sandmann“ zusammengefasst und die im Text vorkommenden Personen charakterisiert. Auch dazugehörige, in der Romantik auftauchende Motive werden bearbeitet, um das Werk richtig zu deuten und zu verstehen. Neben „Der Sandmann“ wird das Werk „Die Elixiere des Teufels“ in der Arbeit untersucht.

Mit einer Zusammenfassung versucht man für den komplexen und verstrickten Inhalt Verständnis zu schaffen. Dabei hilft auch die Stammtafel des Protagonisten.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Motiv des Doppelgängers. Und da sich der Roman „Die Elixiere des Teufels“ perfekt dazu eignet, wird die Motivik anhand des Inhalts untersucht und gedeutet. Die Arbeit soll zum Nachdenken über Rationales und Irrationales anregen und zeigen, wie E.T.A. Hoffmann gedacht hat und was er mit seinen Werken ausdrücken wollte.

Außerdem soll die Behandlung des Doppelgängermotives mehr über die Psyche des Menschen, was er sieht und was er sich einbildet, aufzeigen.


Inhaltsverzeichnis

Seite

Einleitung . 2


1. Biographie von E.T.A. Hoffmann . 4


2.Literaturhistorischer Rückblick in die Romantik 9


3. „Der Sandmann“ . 12

3.1. Inhaltsangabe zu „Der Sandmann“ 13

3.2. Deutung der Charaktere

3.2.1. Nathanael 15

3.2.2. Clara . 17

3.2.3. Coppelius . 18

3.3. Rücksichtnahme auf romantische Motive in „Der Sandmann“ . 20


4. „Die Elixiere des Teufels“ . 23

4.2. Inhaltsangabe zu „Die Elixiere des Teufels“ 24

4.3. Stammtafel des Medardus´ 29


5. Das gefährliche zweite Ich oder das Motiv des Doppelgängers . 30


Zusammenfassung . 36


Literaturverzeichnis . 37


1. Biographie von E.T.A Hoffmann

E.T.A Hoffmann, Komponist, Kapellmeister, Zeichner, Karikaturist, Musikkritiker und Schriftsteller der Romantik. Ein Genie in vielen Künsten, das nicht an Bedeutung verloren hat. Er begeistert noch heute durch seine fantastischen Werke. Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, eigentlich Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann –, die Namensänderung vollzog er wegen seiner Hingabe zu Wolfang Amadeus Mozart -, wurde am 24. Januar 1776 in Königsberg, Berlin in einem gut bürgerlichen Haus geboren. [1]Es war ein Jahr, das viele weltliche Ereignisse mit sich brachte: James Cook machte beispielsweise seine 3. Weltumsegelung, in den U.S.A. wurde die Unabhängigkeitserklärung deklariert, Goethe wirkte in der Weimarer Klassik, in Österreich wurde ein für allemal die Folter abgeschafft und Mozart und Haydn begeisterten das Volk mit ihren schönen Klängen.

In dieser Zeit regierte König Friedrich II. von Preußen das Land, der die Kunst und Literatur verabscheute und Preußen als Militärstaat aufbaute. Ernst Theodor Amadeus war neben seinen zwei Geschwistern das dritte und daher jüngste Kind der Familie Hoffmann. E.T.A. wuchs in einem gut bürgerlichen Haus auf, sein Vater, Christoph Ludwig Hoffmann, war Advo.....[read full text]

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Eine Liebe, die eher unglücklich für den Verliebten verlief.


„Da ich sie einmal nicht durch die Annehmlichkeit meines Äußeren interessieren kann, so wollt´ ich, daß ich ein Ausbund von Häßlichkeit wäre, damit ich ihr auffiele, damit sie mich wenigstens ansähe.“[11]


1790 lernte er Dora Hatt, Frau des Kaufmannes Johannes Hatt kennen. Sie waren Eltern von fünf Kindern, sie 26 Jahre, er 45 Jahre alt. Ebenfalls wohnte sie wie Hoffmann in der Junkergasse und bald zogen sie ins Haus Doerffer ein, was durch die Freundschaft zwischen beiden Familien möglich war. Als sie bei ihm einzog, versuchte er sie mit seinen musikalischen Fähigkeiten zu imponieren.

Ob sie wirklich aus Begeisterung für seine Musik, oder nur unter einem Vorwand, zu seinen Hörstunden kam ist fraglich. Jedenfalls, so berichtete Hoffmann seinem Freund Hippel, war sie die große Liebe für ihn. Er nannte sie liebevoll Cora, aufgrund einer gleichnamigen Oper. Er träumte von ihr, ist jedoch sehr verzweifelt und gekränkt, da sie schon einen anderen zum Gatten hatte.

In Briefen an Hippel beklagte er sich über diese Ungerechtigkeit und bei einer Veranstaltung kam es beinahe zu Ausschreitungen zwischen dem glücklichen Gatten und Hoffmann, was den Doerffer kein besonders gutes gesellschaftliches Ansehen gebracht hätte. Hoffmann schien mehr und mehr melancholisch zu werden.

So beschloss Hoffmann sich nach Glogau aufzumachen, um dort bei Verwandten seines Onkels zu leben. Dort fand Hoffmann ein für ihn intaktes Familienleben vor, was ihn in Königsberg so sehr gefehlt hat. Er beendete schließlich sein Studium und wurde im Mai 1800 Gerichtsassessor in Posen. Dort lernte er seine neue Geliebte Maria Thekla Michalina Rorer – Trzynska kennen, welche er 1802 heiratete.

Dort war er, jedoch ohne ausschlaggebende Beweise, für die Mithilfe an einem geschmacklosen Karnevalsscherze, der die Lächerlichkeit von hohen Staatsbeamten in Form von Karikaturen beinhaltete, angezeigt worden[12]. Daraufhin fiel die Sanktion so aus, dass er nach Plotzk, eine kleinere, dem Osten zugewandte Stadt, strafversetzt worden war.

Dort und dann später in Polen (Warschau) versuchte er sich als Komponist, wo er auch Lorbeeren ernten konnte. Als jedoch die Grande Armée in Polen einmarschierte, stellte man ihn vor die Wahl entweder Napoleon Bonaparte zu huldigen oder zu emigrieren. Hoffmann entschied sich für Letzteres und emigrierte nach Berlin, wo er sein Dasein als Jurist endgültig beenden wollte und seine Existenz durch Kunst und Musik sichern wollte.

Er schaffte es allerdings nicht Fuß zu fassen, da sich niemand für seine Kreationen in der Kunst und in der Musik interessierte. Hoffmann war am Ende. Er war finanziell total pleite. So verfasste er in Verzweiflung an seinen Freund Hippel[13]:

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Er war ein Fantast, dessen Ideenreichtum man mit einer sprudelnden Quelle vergleichen kann. Am 25. Juni 1822 fand der nur 46 Jahre alt gewordene Ernst Theodor Amadeus Hoffmann seine letzte Ruhe. [16] Schließlich wurde er auf dem Friedhof vor dem Halleschen Tor in Berlin zu Grabe getragen. Auf seinem Grabstein findet man die Worte:

E.T.W. Hoffmann

geb. Königsberg in Preußen

den 24 Januar 1776

gest. Berlin den 25 Juni 1822.

Kammergerichtsrat

ausgezeichnet

im Amte

als Dichter

als Tonkünstler

als Maler

Gewidmet von seinen Freunden.[17]


2. Literaturhistorischer Rückblick in die Romantik

Was würde man heutzutage mit dem Wort „Romantik“ in Verbindung bringen? In erster Linie wahrscheinlich etwas, das mit Liebe zu tun haben könnte. Romanze, romantische Musik, etc. Doch auf die Literatur bezogen ist die Romantik ein komplexes Kapitel in der deutschen Literaturgeschichte, das sehr schwer zu definieren ist. So sagte einst Friedrich Schlegel, dass er es nicht versuchen würde, da man mehr als 2000 Seiten benötigen würde.[18]

Jedoch kann man etymologisch den Begriff „Romantik“ von „Roman“ oder „Romanze“ herleiten und von volkssprachlichen Versepen ausgehen, die im Mittelalter die heroische Liebesgeschichten und die gesamte ritterliche Welt beinhalteten.[19] Als kulturgeschichtliche Epoche kann man die Romantik am Ende des 18. Jahrhunderts bis ca. in

die Mitte des 19. Jahrhunderts datieren. Die Literatur der Romantik hatte ihre Anfänge 1795 und ihr Ende 1848. Für eine neue kulturgeschichtliche Epoche braucht man meist ein Ereignis, das die Bevölkerung in Umschwung versetzt bzw. zum Andersdenken anregt. In diesem Fall war es die Französische Revolution, die Europa in einen Wandel versetzte.

Dieser Impuls war für Lyriker sehr wichtig, denn sie sahen, dass die untere Klasse, die Bauern, sich gegen den Adel und den damaligen absolutistischen Herrscher auflehnten und ihre Rechte als Menschen verteidigten. Daher reagierten viele Dichter und Intellektuelle, wie z.B. Friedrich Hölderlin, Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Gottlieb Klopstock, sehr positiv auf die Französische Revolution.[20] Außerdem zeigte die Revolution einen Kontrast zur Hierachievorstel.....

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sich diese Phantasten auf eine ganz andere Epoche in ihren Werken und Absichten beziehen. Sie verwendeten als Fundament ihrer Poesie das Mittelalter, was man in den Werken anhand von Landschaftsbildern wie: Felsen, Burg(-ruinen), Täler, Wasserfälle etc. sehr gut sehen kann. Grob gesagt, wird die Natur sehr hervorgehoben.[24] Schlichtweg war in der Romantik nicht viel Platz für etwas Rationales.

Man befasste sich eher mit dem Phantastischen bzw. manchmal mit dem Zusammenspiel von Fassbarem und Unfassbarem. Denn man war der Meinung, dass „Vernunft“ und „Wahrhaftigkeit“ schnell als Instrument der Gesellschaft missbraucht werden kann. So war auch die Motivik jener Epoche bestimmt, wobei man leichte Abweichungen zwischen der Frühromantik und der Spätromantik

feststellen kann. Die Frühromantik hatte ihre Zentren und ihre Blüte in Jena und in Berlin, und befasste sich stark mit der neuen Lebensansicht bzw. Lebenshaltung. Ebenfalls spricht man hierbei vom freien Spiel des Geistes und von viel Phantasie. [25] Weiters definierte Johann Gottlieb Fichte die romantische Ironie, die besagt, dass das Ich im Zentrum allen Schaffens seiner eigenen Umwelt steht.

Darüberhinaus besagt die romantische Ironie, dass der Autor, also der Erschaffer seiner eigenen durch Phantasie hervorgerufenen Welt, den Leser aus dieser Welt nach Belieben herausreißen kann, indem er den Leser im Text direkt anspricht.[26]

Etwas anders wird es in der Spätromantik. Sie wirkte in der Zeit nach den napoleonischen Kriegen, genauer in der Restaurationsepoche. Viele Länder und deren Bevölkerung sahen den Schrecken des Krieges und die Grausamkeiten, die er mit sich brachte. Die Stimmung ist dementsprechend getrübt und düster. So auch die Literatur. E.T.A. Hoffmann und Josef Eichendorff sind typische Lyriker für diesen Teil der Romantik.

Man befasst sich mit den Abgründen der Seele, mit dem Schaurigen, Grotesken, Übernatürlichen. Auch die Nacht hatte mit ihrem Verehrer Novalis ihren Ehrenplatz in der Literatur gefunden.[27]

Ähnliche Züge weist auch die sogenannte Schwarze Romantik oder auch Schauerromantik auf. Diese Unterströmung kam ca. 1793 auf und hatte in England ihre Wurzeln. Die Stilrichtung, welche dort entstand, nennt man Gothic – Novel und beeinflusste auch die Gesellschaftsszene Gothic- und Dark – Wave. Ein bekanntes Werk, das für jene Unterströmung der Romantik beispielgebend ist, ist „The Monk“ von Matthew Lewis.

Bekannte Motive, die für die Schauerromantik stehen, ist beispielsweise die Nacht, Verzweiflung, Wahnsinn, Doppelgängertum, das Dämonische oder Böse, Traum und Albtraum etc.[28]

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Das Trauma prägt Nathanaels weiteres Leben. Seine verlobte Clara hat dafür kein Verständnis und teilt ihm in einem Brief mit, dass dies alles nur Schwachsinn und Phantasie sei.

Nathanael ist nun, nach einigen Jahren in einer anderen Stadt Student an der Universität bei Professor Spalanzani und wohnt gegenüber von Spalanzanis Haus, mit Blick auf das Fenster seiner Tochter Olimpia, der er viel Zeit durch Beobachtungen verbringt.

Eines Tages besucht ihn ein Wetterglashändler Namens Coppola, der nach Nathanaels Angaben, gleich wie Coppelius aussieht. Nathanael denkt, es sei jener und er hätte nur seinen Namen geändert und schmeißt ihn aus der Wohnung, Doch später, nachdem er sich besonnen hat, dass dieser eine nicht Coppelius sein hätte können, öffnet er ihm bei einem weiteren Besuch die Tür und lässt sich ein Objektiv andrehen.

Mit diesem Objektiv beobachtet er Olimpia weiterhin. Durch dieses Objektiv sieht sie besser aus als je zuvor, und so entwickelt er Gefühle für sie und vergisst seine Clara.

Bei einem Ball von Spalanzani, bringt er seine Tochter Olimpia mit und der eingeladene Nathanael tanzt, plaudert und gesteht ihr seine Liebe. Olimpia antwortet allerdings auf jede gestellte Frage oder Liebesbekennung von Nathanael nur mit „Ach, Ach“. Jedenfalls hat Nathanael Spalanzanis Segen für die Liebe und so kommt es, dass Nathanael oft zu Olimpia auf Besuch kommt und ihr seine Gedichte vorliest.

Bei einem Besuch von ihm, hört er aus dem Zimmer Olimpias die streitenden Stimmen von Spalanzani und Coppelius. Er stürmt in das Zimmer und sieht, dass Olimpia nur eine Maschine bzw. ein Automat gewesen ist, zudem keine Augen hatte. Coppelius schlägt Spalanzani zu Boden und stürmt, mit Olimpia über die Schultern geworfen, aus dem Zimmer.

Nathanael steht fassungslos da und versucht dann aufgebracht, Spalanzani zu erwürgen. Dieser Lärm bleibt nicht unbemerkt und so kommen die Bürger zu Hilfe und reißen den wütenden Nathanael von Spalanzani weg, der dann in die Irrenanstalt kommt. Nach ein paar Jahren wird er entlassen und kehrt zu seiner geliebten Clara und Familie in die Heimat zurück, wo er ein friedliches Leben mit ihr leben möchte.

Als sie den Markplatz besuchen, steigen Clara und Nathanael auf einen Kirchturm, um von dort aus die Landschaft zu genießen. Als Nathanael allerdings einen Blick durch sein Objektiv, das er von Coppola gekauft hat, wirft, fängt er an durchzudrehen, als er am Markplatz Coppelius, lachend, gesehen hat und springt in den Tod.[30]

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Der neugierige Nathanael will der Sache auf den Grund gehen und versteckt sich hinter dem Vorhang in des Vaters Arbeitszimmers. Er wird allerdings von den Forschenden entdeckt und Advokat Coppelius will ihm die Augen entnehmen. Der Vater appelliert an die Vernunft, sie soll den Grausamen davon abhalten, aber Coppelius martert den jungen Nathanael. Nathanael ist ab diesem Augenblick völlig traumatisiert.

Tage danach kam auch sein Vater durch den fürchterlichen Coppelius ums Leben. Das Trauma wird Nathanael in seinem späteren Leben verfolgen und aus der gutherzigen, anfangs vernünftigen Person wird ein Wahnsinniger. Denn als er von Zuhause weggezogen war, um in einer fremden Stadt zu studieren, platzten die alten Wunden seiner zerrütteten Seele wieder auf. Er begegnet nämlich, so scheint es ihm, Coppelius´ Doppelgänger Guiseppe Coppola, einen Wetterglashändler.

Deswegen auch der Brief an Lothar.[33] Nathanael hegt Rachegefühle. Seit dem Wiedersehen mit dem unscheinbaren Coppelius, ist Nathanael fest von dem Irrationalen und Unglaublichen überzeugt, was man auch in seinen späteren Gedichten, die er Clara vorließt, entnehmen kann. Denn zuvor beinhalteten seine Gedichte freudige Themen und Aspekte und nicht düstere und dämonische.[34] Nathanael veränderte sich also von einem rationalen in einen irrational denkenden Menschen, der vom Wahnsinn befallen ist.

Dadurch kommt es auch zum Streit zwischen den sich einst so liebenden Menschen Nathanael und Clara. Nathanael verliebt sich auch in die Tochter seines Professors Spalanzani namens Olimpia, die er vom ersten Augenblick an unglaublich schön findet und nicht bemerkt, dass sie einer Puppe und keinem Menschen gleicht. Nathanael vergisst also seine einst geliebte Clara, was darauf schließen lässt, dass sich Nathanael, der Wahnsinnige, von Clara, der Vernünftigen, immer weiter distanziert. [35] Der vom Irrationalen geblendete Nathanael verliert ganz den Verstand, als ihm klar wird, dass es Olimpia nur in seiner Phantasie gibt und sie nur ihm als Mensch erscheint.

Auch das Wiedersehen mit Coppelius tut seiner Psyche nicht gut und so stirbt er am Ende des Romans an seinen Wahnvorstellungen und an seiner psychischen Labilität. [36] Nathanael ist also vom Kindesalter an traumatisiert gewesen, hat wegen seiner Gespenster im Kopf seine große Liebe Clara verloren und obwohl er gebildet gewesen ist, er hat Gedichte und anderer Schriftstücke verfasst, bewirkte die Intelligenz nichts gegen sein gestörtes Sein.


3......

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