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History

University, School

Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium Chemnitz

Grade, Teacher, Year

2, Neumann, 2013

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Stille Nacht, nachhaltige Nacht Wie oft hört man das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“? Und wie oft kommt das Wort „Nachhaltigkeit­“ zum Vorschein? Ziemlich oft. Doch beides zusammen, hört man ganz selten. Eine sehr schöne Variation wäre zum Beispiel „Stille Nacht, nachhaltige Nacht“. Ich wette, das haben noch nicht viele Menschen gehört und somit können sich auch nur wenige Menschen etwas darunter vorstellen. Wenn man das so hört, denkt man vielleicht: Ach wie schön, oder Das Lied ist so super! Den meisten Leuten, kommt sofort nur…

Ausarbeitung zur Sonderausstellung


Durch Nacht zum Licht?

Geschichte der Arbeiterbewegung 1863-2013“


Name:


Kurs:


Datum: 02.12.2013

Die Arbeiterbewegung und die Sozialdemokratie vor und unter dem Sozialistengesetz (1863-1890)

1. Fassen Sie die wesentlichen Aussagen August Bebels zusammen (M2). Erklären Sie, weshalb die Zeit des Sozialistengesetzes (1878-1890) als „Heldenzeitalter“ in die Geschichte der Arbeiterbewegung eingegangen ist.

Die Quelle M2 stammt aus dem Buch „Aus meinem Leben“ von August Bebel und beinhaltet einen Rückblick auf das Sozialistengesetz von August Bebel selbst. Er bezieht sich dabei hauptsächlich auf die Jahre von 1878 bis 1881, also die Jahre nach dem Verabschieden des Sozialistengesetzes.

Zu dieser Zeit war August Bebel einer der schärfsten Kritiker im Reichstag über die politischen Zustände im Deutschen Reich. Die wesentlichen Aussagen August Bebels sind:

(1) Die wichtigste Aufgabe sei nun den Menschen wieder Selbstsicherheit zu geben. [Z.4-7]

(2) Die Spitze einer Partei ist auf ihre Anhänger angewiesen und ebenso die Anhänger auf

die Menschen in den Führungspositionen. [Z.12-14]

(3) Gerade in den kleineren Orten, gab es, aufgrund von Hoffnungslosigkeit, wenig Eigeninitiative der Menschen. [Z.17-19]

(4) Nur durch viele geheime Treffen gelang es die Menschen wieder zu motivieren. [Z. 19-23]

(5) Die Nachricht, dass Berlin in kleinem Belagerungszustand war und 67 der bekanntesten Politiker der SAPD aus Berlin ausgewiesen wurden, überraschte sehr. [Z.24-34]

(6) Niemand verstand die „Verkündigung des kleinen Belagerungszustandes über Berlin“ und viele Zeitungen, „bis weit nach rechts“, äußerten Bedenken. [Z.41-44]


Alle Mitglieder einer Partei oder einer Gewerkschaft wurden zu dieser Zeit politisch verfolgt. Sie gaben aber nie auf, ihre Ziele zu erreichen. Sie trafen sich im Verborgenen und entwickelten eine hohe Solidarität. Die Zeit der Verfolgung wurde gut überstanden und dem Staat getrotzt.


2. Werten Sie die Statistik aus (M4) und schätzen Sie den Kreis der Empfänger von staatlichen Rentenzahlungen ein.

Der Kreis der Empfänger war damals sehr klein. Gerade einmal 19,4% (1900) bzw. um die 13% (1905-1914) von den Versicherten erhielten Rente. Dabei war gerade einmal rund ein Drittel der Bevölkerung überhaupt versichert. Hinzu kam, dass das zu erreichende Lebensalter für Rentenzahlungen von kaum einem Arbeiter erreicht wurde.

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Durch Nacht zum Licht: GESCHICHTE DER ARBEITERBEWEGUNG 1863-2013“
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Die Arbeiterbewegung in der Phase des Imperialismus und am Vorabend des Ersten Weltkrieges

1. Vergleichen Sie die Wahlanteile und Parlamentsitze der Parteien im preußischen Abgeordnetenhaus und im Reichstag (M2, M3). Erklären Sie das Auseinanderfallen von Stimmenanteil und Anteil der Abgeordnetensitze auf der Grundlage selbstständiger Recherchen zum Wahlrecht in Preußen und im Deutschen Kaiserreich um 1900.

Die Verteilung der Sitze im preußischen Abgeordnetenhaus von 1908 und im Reichstag 1912 spiegelt nicht das eigentliche Wahlergebnis wieder.

Der eigentliche Wahlsieger der Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhaus 1908 sind die Sozialdemokraten mit 23.87% der Urwähler. Sie bekamen aber nach dem damaligen Wahlrecht nur 7 Sitze zu gesprochen. Die Freisinnige Vereinigung erhielt nur 0,88% der Stimmen, erreichte aber 8 Sitze im Abgeordnetenhaus.

Die Sozialdemokraten haben also 23% mehr Stimmen erzielt, aber bekamen einen Sitz weniger als die Freisinnige Vereinigung. Bei den anderen Parteien sah das ähnlich aus.Das Verhältnis zwischen den Anteilen an Urwählern und den daraus resultierenden Abgeordnetensitze war völlig verschieden und entsprach nicht dem eigentlichen Wahlergebnis.

Der Grund für diese ungleichmäßigen Verschiebungen der Stimmen war das damalige Dreiklassenwahlrecht. Dieses teilte die Wähler, gestaffelt nach ihrem Steueraufkommen, in drei Abteilungen ein. Jede Abteilung hatte ungefähr das gleiche Steueraufkommen und wählte jeweils getrennt ein Drittel der Wahlmänner.

In der 1.Abteilung waren die wenigen reichen Wähler mit hohem Steueraufkommen in der 3.Abteilung die ärmeren Menschen. Die Zuordnung zu den Abteilungen erfolgte relativ zu den Steueraufkommen in der Gemeinde oder Stadt. Ein Einkommen in einem kleinen Ort konnte für die Wahl in der 1.Abteilung berechtigen, hingegen in einem größeren und reicheren Ort nur zur Wahl in der 2. oder 3.Abteilung.


2. Erörtern Sie den Massenstreik als Lösungsversuch zur Durchsetzung der Forderungen von Arbeitern aus Sicht der Arbeiter, der Gewerkschaften und radikaler Linker. Nutzen Sie dazu neben eigenen Recherchen auch M4 und M5.

Gewerkschaften: Die Gewerkschaften waren eher gegen Massenstreiks. Sie fürchteten um ihre Existenz, denn sie rechneten mit starken Einschränkungen von der Regierung.

radikale Linke: Die radikalen Linken um Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht waren Befürworter der Massenstreiks. Sie argumentierten mit dem Beispiel der russischen Revolution, bei der sich die Gewerkschaften erst entwickelt haben.


Sieg der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik?

1. Skizzieren Sie auf Grundlage des Textes die Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik.

Die Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik spaltete sich in die Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands (MSPD) und die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) aus der sich 1918/19 die KPD bildete. Die KPD entwickelte sich schnell zur Massenpartei und stand von da an im Kampf gegen die SPD, welche sich durch ein Bündnis mit den alten kaiserlichen Eliten die konservativ-bürgerlichen Schichten als Anhänger sicherte.

Am 9.November 1918 wurde zwischen den Arbeitgebern und den Gewerkschaften das Stinnes-Legien-Abkommen unterzeichnet. Dieses regelte den Arbeitstag auf maximal 8 Stunden. Die Weimarer Republik setzte viel im Bereich der Sozialpolitik um, so wurde später auch die Arbeitslosenversicherung eingeführt.

Als im Jahre 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, waren auch alle demokratischen und sozialpolitischen Fortschritte zerstört und die Arbeiterbewegung, mit Gewerkschaften, Parteien und Arbeiterorganisationen, aufgelöst.


2. Diskutieren Sie abschließend den Titel der Ausstellung.

Der Titel der Sonderausstellung ist, wie ich finde, recht passend. Am Anfang der Arbeiterbewegung gab es noch keine Sozialleistungen, verbesserte Arbeitsbedingungen oder ähnliches. In den ganzen Jahren der Arbeiterbewegung entwickelten sich die sozialen Aspekte ins Positive.

Es gibt kaum noch inhumane Arbeitsbedingungen und die Sozialleistungen lassen kaum Wünsche übrig.

In den Entwicklungsländern steht die Arbeiterbewegung noch nicht im Licht. Diese Gebiete erleben gerade die Zeit der Revolutionen und Aufstände. Sie befinden sich frühestens beim Sonnenaufgang.


Arbeiterkultur: Buttons & Co. von früher und heute

Recherchieren Sie in der Ausstellung, um welche Gegenstände es sich handelt. Nennen Sie zusammenfassend mögliche Funktionen solcher „Abzeichen“.

a) Wintersportabteilung des Arbeiter-Turn- und Sportbundes, zw. 1919-1933

b) Arbeiter-Athleten-Bund Deutschlands, vor 1933

c) Arbeiterwohlfahr (AWO), zw. 1919 u. 1933

d) Medaille zum Tag der Arbeit: Plakette der Deutschen Arbeitsfront, 1934-1936

e) Badehose des Arbeitersportvereins „Fichte“, 1931/32, Stoff

g) Schokoriegel mit beklebter Packung zum Streik

i) Solidaritätsmarken gegen den KPD Verbotsprozess

j) Arbeiter-Abstinenten-Bund, vor 1933

k) DGB- europäischer Aktionstag

l) Anstecker IG-Metall/KBA Streik, 2011

m) „Eine andere Politik ist möglich“ der WASG 2005


Funktionen solcher „Abzeichen“: - Zugehörigkeitsgefühl

- Wiedererkennung der Organisationen


Quellen

Die Arbeiterbewegung und die Sozialdemokratie vor und unter dem Sozialistengesetz (1863-1890)

zu 2.:

Die Arbeiterbewegung in der Phase des Imperialismus und am Vorabend des Ersten Weltkrieges

zu 1.:

zu 2.:

massenstreik.html


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