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Dürrrenmatts Dramentheorie im Werk Theaterprobleme

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Friedrich Dürrenmatts Dramentheorie erläutert am Werk
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German studies

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Zinzendorfschule Königsfeld

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Friedrich Dürrenmatts Dramentheorie
erläutert am Werk „Theaterprobleme“


Inhalt

1.     Einleitung. 2

2.     Analyse des Textauszugs aus Dürrenmatts Aufsatz „Theaterprobleme“. 3

3.     Das Verhältnis von Tragödie und Komödie in Dürrenmatts Aufsatz. 8

4.     Umsetzung der Dramentheorie in „Der Besuch der alten Dame“. 9

5.     Erläuterung zu Dürrenmatts: „Uns kommt nur noch die Komödie bei“. 12

6.     Schlussgedanken. 13

7.     Literatur-und Quellenverzeichnis 14

 

1.   Einleitung

Seit der Antike, denn bereits aus dem fünften Jahrhundert v. Chr. sind uns Tragödien von Aischylos, Sophokles und Euripides bekannt und mit Platons Schüler Aristoteles auch dramentheoretisch erfasst, setzt sich die Dramentheorie wegweisend für die europäische Dramengeschichte mit der Frage auseinander, was ein Schauspiel ausmacht und wie es betreffend Inhalt, Aufbau und Darstellungsform idealerweise aussehen soll. Über seitdem mehr als zwei Jahrtausende hinweg hat sich aber im Grunde wenig Grundsätzliches daran geändert: Zumeist setzen sich Dramen, die Welterfolge geworden sind und werden sollen , mit den ethischen und politischen Themen ihrer Epoche auseinander und häufig verfassen deren Autoren auch theatertheoretische Texte begleitend zu ihren Stücken und deren Entstehungsprozess, die einserseits ihre persönlichen Ziele widerspiegeln, meist aber programmatisch zu lesen sind. Dabei stellen sich die Autoren sowie Dramaturgen immer neu die Frage, wie ein Drama inhaltlich und strukturell Antworten auf aktuelle Entwicklungen geben oder diese aufgreifen kann und jeder Schriftsteller hat dafür in seiner Zeit eine für ihn spezifische Methode und meist eine eigene, unverwechselbare Handschrift entwickelt.

Wäre nicht durch Aristoteles´ Grundlagenwerk, der “Poetik”, eine Unterscheidung der Dramentypen in Tragödie und Komödie vorgegeben gewesen, wie hätten z.B. in der Epoche der Klassik Lessing, Schiller und Goethe das Schauspiel in seiner Gestalt wohl weitergedacht? Braucht es nicht gerade die Kontrastfolie des “Klassischen” für die Enwicklung einer Gegenbewegung, wie sie uns beispielsweise das “Bürgerliche Trauerspiel” Lessings oder ein Jahrhundert später das sogenannte “Soziale Drama” Hauptmanns vorführt? Die Liste der Beispiele ließe sich sicherlich bis in unsere Gegenwart fortsetzen. Der Schweizer Autor Friedrich Dürrenmatt, geboren 1921 in einem kleinen Ort im Kanton Bern und gestorben 1990 in Neuenburg/Schweiz, hat ähnlich stark wie Bertolt Brecht (1898–1956), dessen Theorien zum „Epischen Theater“ ihn besonders interessierten, die Form des deutschsprachigen Gegenwartsschauspiels beeinflusst.

Wie Brecht war es ihm ein Anliegen, beim Zuschauer Distanz zum Geschehen auf der Bühne zu erzeugen und damit den Zuschauer von seiner Rolle eines passiven Konsumenten des Bühnengeschehens wegzuführen und ihn zum eigenständigen Nachdenken anzuregen. Für seine Dramen verwendet er häufig den Untertitel “tragische Komödie” wie auch für sein Schauspiel „“Der Besuch der alten Dame“, das am 29. Januar 1956 in Zürich uraufgeführt und seinen Weltruhm begründete. In seinem programmatischen Aufsatz “Theaterprobleme” , den er 1955, also im Jahr der Entstehung der “Alten Dame”, verfasste, erläutert Dürrenmatt seine persönliche Konzeption des Theaters, angepasst an die kritische Analyse seiner Zeit, und formuliert äußerst darin sehr zugespitzt seine These zur Funktion des Gegenwartstheaters: “Uns kommt nur noc.....[read full text]

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Seine Behauptung, dass Schillers Drama kein Abbild der heutigen Zeit herstellen könne, begründet er mit der Feststellung, dass Schiller nur Tragödien geschrieben habe, „ .die von Weltmetzgern inszeniert und von Hackmaschinen ausgeführt werden.“(Z. 22-23) und keine tragischen Helden vergegenwärtigten.

Nachfolgend behauptet Dürrenmatt, dass nach Hitler und Stalin keine Wallensteine mehr hervorgehen könnten. Dabei stellt er nochmals einen Bezug zu Schiller und dessen gleichnamigem Dramen-Protagonisten „Wallenstein“ her.

Friedrich Dürrenmatt bezieht sich oftmals auf Schillers Dramen, um damit kontrastiv seine eigenen Vorstellungen und Thesen zum Theater besser verdeutlichen zu können. Er vergleicht immer wieder die heutige Zeit und Schillers Epoche miteinander.

Dabei verlangt er besondere geschichtliche und auch dramaturgische Kenntnisse, insbesondere von Schillers Dramen.

Den geschichtlichen Kontext stellt er hierbei durch den Verweis auf Hitler und Stalin heraus. Er meint, dass Hitlers und Stalins Totalitarismus sehr gewaltige Mächte dargestellt hätten, die zwar in vielem unsichtbar wirksam, aber äußerst grausam gewesen seien, und verdeutlicht dies durch ein Beispiel: „ .wie bei einem Eisberg ist der größte Teil im Gesichtslosen, Abstrakten versunken.“ (Z.33 f.) Im Gegensatz zu Hitlers und Stalins Macht sei aber die der Wallensteine noch sichtbar.

Schiller setze daher eine sichtbare Welt voraus wie die griechische Tragödie.

Das Sichtbare in der Kunst definiert er durch das Überschaubare. Heutige Staatsaktionen seien hingegen sehr unüberschaubar, anonym und bürokratisch. Dürrenmatt führt hierzu Beispiele an, die zeigen sollen, dass dies sich nicht nur in Moskau oder Washington so vollziehe, sondern auch in Bern, der Hauptsadt seines Heimatlandes Schweiz.

Dabei seien die heutigen Staatsaktionen „ .nachträgliche Satyrspiele .“(Z. 42), so Dürrenmatt. Hierbei erkennt man wieder, dass der Verfasser des Aufsatzes von seinen Lesern bestimmte dramaturgische Vorkenntnisse verlangt. Tragische Helden seien in der heutigen Welt nicht mehr zu realisieren. Die echten Repräsentanten fehlten und die tragischen Helden seien ohne Namen.

Dürrenmatt schlägt vor, dass die heutige Welt durch Kanzlisten und Polizisten besser dargestellt werden könne als mit einem Bunde.....

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Dürrenmatt ist der Meinung, dass es keine Schuldigen und keine Verantwortlichen gebe. Alle seien an den Vergehen mitbeteiligt gewesen, daher sei man „ .zu kollektiv schuldig, zu kollektiv gebettet in die Sünden unserer Väter und Vorväter.“(Z. 81f.).

Jedoch distanziert er sich und die Menschen, die noch Kinder oder überhaupt noch nicht im nationalsozialistischem Staat geboren waren, von den Sünden, da sie das Pech hätten, Kindeskinder der Täter zu sein. Er schließt diesen Gedanken mit der pointierten Feststellung, uns komme„.nur noch die Komödie bei.“(Z.85), weil allein durch die Komödie eine Distanz aufgebaut werden könne.

Dürrenmatt betrachtet die Groteske als einzig adäquate Form, um die Entwicklung der Atombombe darzustellen.

Dabei meint er, dass diese durch Vergehen und Verbrechen herbeigeführt wurde. Auch die apokalyptischen Bilder von Hieronymus Bosch seien Grotesken. Zum Verständnis dieses Gedankens sind bestimmte Vorkenntnisse im Bereich der Kunst notwendig. Die apokalyptischen Bilder des niederländischen Malers Hieronymus Bosch (geb. um 1450, gestorben 1516) an der Schwelle zwischen dem ausgehenden Mittelater und der Neuzeit,. stellen ein „Gottesgericht“ bzw. einen „Weltuntergang“ bildlich dar.

Das Groteske definiert Dürenmatt hierbei als ein Paradox, eine Ungestalt und als ein Gesicht einer gesichtslosen Welt, daher könne man ohne den Widerspruch nicht mehr zurechtkommen. Die Groteske diene hierbei als ein Mittel der Komödie.

Obwohl die Tragödie heute, wie es noch bei den Schillerschen Dramen der Fall war, kein Abbild zu unserer Welt mehr darstelle, könne man das Tragische immer noch in die Komödie einbauen. Dies sei auch dem englischen Dramatiker William Shakespeare (vermutlich geboren 1564 in Stratfod-upon Avon , gestorben im April oder Mai 1616 ebenda) gelungen.

Das Tragische könne man auch durch einen schrecklichen Moment in die Komödie einbauen. Die Komödie stelle hierbei die Verzweiflung dar als eine mögliche Antwort auf die Welt. Eine weitere mögliche Antwort wäre das Nichtverzweifeln. Dabei führt Dürrenmatt das Beispiel von Gulliver an, der Hauptfigur aus “ Gullivers Reisen” , dem bekanntesten Werk des irischen Schriftstellers, Priesters und Politikers Jonathan Swift aus dem Jahre 1726 , der unter den Rie.....

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Dürrenmatt meint, dass man in unserer Welt die Freiheit beweisen müsse, daher wendet er sich an das Lachen, das durch die Komödie hervorgerufen werden kann. Diesen Gedanken belegt er durch ein Beispiel, wobei er auf die Willkür einstiger Tyrannen zurückgreift.

Er meint, dass diese durch die Werke von Dichtern nicht gerührt, ja sogar bei deren Klageliedern gähnen würden, die Heldengesänge für alberne Märchen halten und bei religiösen Dichtungen einschlafen würden. Sie fürchteten sich nur einzig und allein davor, ins Lächerliche gezogen werden, daher sei die tragische Komödie ein Abbild der Welt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Friedrich Dürrenmatt in dem vorliegenden Text dem Leser verdeutlichen will, dass die tragische Komödie das einzige probate Mittel dazu ist.

Seine Thesen belegt er durch geschichtliche, dramaturgische und auch durch künstlerische Verweise. Daher verlangt Dürrenmatt von seinen Lesern bestimmte Vorkenntnisse. Er bezieht sich immer wieder auf Schillers Dramen, um einen deutlichen Gegensatz zum Schauspiel unserer Tage aufzuzeigen. Dürrenmatt erklärt seine Sichtweise sehr ausführlich und versucht somit den Leser davon zu überzeugen, seine Meinung zu teilen, dass die tragische Komödie als einziges heutzutage geeignetes dramaturgisches Mittel dazu anzuerkennen sei, um die Wirklichkeit darzustellen.

Dies gelingt ihm, da er verschiedene Aspekte miteinander vergleicht, wie z.B. die geschichtliche Lage mit der Funktion von Komödie und Tragödie.


3.   Das Verhältnis von Tragödie und Komödie in Dürrenmatts Aufsatz

In dem vorliegenden Textauszug stellt Friedrich Dürrenmatt die dramaturgischen Mittel Tragödie und Komödie in einem Verhältnis dar. Die Tragödie repräsentiere ein Individuum sehr deutlich. Daher setze dies eine gestaltete Welt, wie Schuld, Not, Maß, Übersicht und Verantwortung voraus.

Jedoch reiche die Tragödie nicht mehr aus, um unsere Welt zu veranschaulichen. Unsere Welt sei im Gegensatz zu der in den Tragödien der Antike dargestellten Wirklichkeit sehr kompliziert geworden. Der Staat repräsentiere sich nicht mehr etwas Konkretes, sondern eher etwas sehr Unüberschaubares. Daher eigne sich die Tragödie, wie es noch bei Schillers Dramen der Fall gewesen sei, nicht mehr, um ein Abbi.....

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4.   Umsetzung der Dramentheorie in der tragischen Komödie „Der Besuch der alten Dame“

Friedrich Dürrenmatt setzt seine Thesen, dargestellt in dem oben inhaltlich erfassten Textauszug aus seinem Aufsatz “Theaterprobleme, überschriebens mit dem Titel “,Uns kommt nur noch die Tragödie bei´- zu Dürrenmatts Dramentheorie, in seiner tragischen Komödie „Der Besuch der alten Dame“ aus dem Jahr 1956 um.

In einer Tragikomödie wird die Komödie durch das Einbringen tragischer Situationen in das dramaturgische Mittel der sogenannten “tragischen Komödie umgewandelt. Lediglich zu Beginn der Handlung des Stückes über das Wüten der Rachegöttin in harmlos scheinender Gestalt, “Der Besuch der alten Dame”, verwendet der Autor eine komische Begrüßungsszene. Dies deutet zu Beginn des Stückes schienbar auf eine Komödienhandlung hin.

In der Erwartung ihrer milliardenschweren Gönnerin am verwahrlosten Bahnhof ihrer Stadt werden die Güllener von der Ankunft Claire Zachanassians, von der sie sich ein pekuniäres Engagement für einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung Güllens erhoffen, überrascht. Die Vorbereitungen für die Begrüßung der harmlos scheinenden “alten Dame” sind in dem Moment noch nicht vollendet, daher versuchen die Güllener durch Improvisieren den missglückten Empfang wiedergutzumachen.

Jedoch scheitert dies. Weiterhin wird das Komische der Situation durch Claires vage Andeutungen zu Ills Tod grotesk konterkariert. Dabei fragt Claire, ob der Arzt Totenscheine verfertige oder ob der Turner schon einmal jemanden erwürgt habe. Dies führt zu einer Distanz der Zuschauer oder Leser zum Bühnengeschehen, was auch in dem oben analysierten Textauszug als typisches Mittel der Tragikomödie erläutert wird.

Das Grotesk-Komische setzt Dürrenmatt auch kurz vor dem zweiten Akt nochmals ein. Dabei erläutert die Zachanassian ihre einstigen Absichten und Gründe, warum sie für die Witwe Boll Kartoffeln gestohlen habe. Es stellt sich heraus, dass sie, die früher Clara Wäscher hieß, dies nur getan hat, um mit Ill einmal in einem bequemeren Bett liegen zu können.

Hier entgegnet ihr jedoch der Bürgermeister, dass sie die Kartoffeln nicht gestohlen habe, sondern durch ihr Taschengeld die Witwe Boll vor dem Verhungern habe bewahren wollen. Die laute Verkündung ihrer damals wahren Absichten führen schließlich zum Komischen. Das Komische fällt hierbei, wie in dem Textauszug erläutert wird, „wie Geschosse, die, indem sie einen Trichter aufwerfen, die Gegenwart ins Komische, aber dadurch auch ins Sichtbare verwandeln“(Z. 64-66).

Ebenso meint Dürrenmatt in seinem Textauszug, dass die heutige Welt sei „ .mit einem Kanzlisten, mit einem Polizisten […] besser wiedergeben .“(Z. 45-46) werd.....

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Schließlich kann man feststellen, dass Dürrenmatts eigene Dramentheorie in seiner Tragikomödie „Der Besuch der alten Dame“ stringent umgesetzt wurde.


5.   Erläuterung der Festststellung Dürrenmatts: „Uns kommt nur noch die Komödie bei“.

In dem bearbeiteten Textauszug aus “Theaterprobleme” (1955) beschreibt Dürrenmatt, wie unsere Welt aufgebaut ist. Hierbei deutet er an , dass wir an den Folgen des Zweiten Weltkriegs keine Schulden haben, weil wir nur Kindeskinder der Täter seien. Es gebe keine individuell fassbaren Verantwortlichen und keine Schuldigen mehr. Wir seien alle „ .kollektiv schuldig, zu kollektiv gebettet in die Sünden unserer Väter und Vorväter“(Z.81 f.). Heutige Staatsaktionen seien sehr komplex und unüberschaubar.

Das Unüberschaubare wäre in den Tragödien von Schiller nicht möglich gewesen, da die Tragödie eine Sichtbarkeit schaffen kann. Sie Tragödie überwindet Distanz und erregt Mitleid bei den Zuschauern oder Lesern. Der Zuschauer bzw. der Leser kann sich durch die Tragödie mit den Figuren oder Charakteren identifizieren. Jedoch will Dürrenmatt dies verhindern. Er möchte, dass die Zuschauer über das Geschehen nachdenken.

Nur die Komödie schaffe eine Distanz beim Publikum. Deshalb greift er zu den Mitteln der Komödie, um den erwünschten Effekt des Bühnengeschehens, das Nachdenklichwerden, Innehalten des Publikums in Selbsterkenntnis und-zweifeln, zu erzwingen Die Komödie soll hierbei als eine Mausefalledienen, mittels derer man als Autor die Zuschauer mit etwas konfrontieren könne, vor dem sie normalerweise ausweichen würden.

Daher stelle die Komödie die heutige Staatsaktion deutlicher dar und führe zum Nachdenken bei den Zuschauern, wodurch sie aber auch überlistet würden. Dürrenmatts dramaturgische Konsequenz lautet daher: „Uns kommt nur noch die Komödie bei“ (Z. 85 f.).



6.   Schlussgedanken

In meiner Ausarbeitung habe ich mcih zunächst inhaltlich mit dem vorgelegten Textauszug aus Dürrenmatts Aufsatz “Theaterprobleme” auseinandergesetzt, darin insbesondere das Verhältnis und die dramentechnischen Funktionen von Tragödie und Komödie herausgearbeitet und anschließend deren Wirkungsmöglichkeiten in Dürrenmatts tragischer Komödie „Der Besuch der alten .....

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Christoph Gerken: Der Begriff der Katharsis in Aristoles´Tragödientheorie. in: (Auszug vom 7.12.2011

Graf, Markus: Friedrich Dürrenmatt, Romulus der Große. in: Romulus_der_Grosse/ (Auszug vom  3.12.2011)

Wunderlich, Dieter: Der Besuch der alten Dame. Rezension. ‘ in: Durrenmatt_besuch.htm
 (Au.....

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