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Die Verwandlung von Franz Kafka

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German studies

University, School

Georg-August-Universität Göttingen

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Die Verwandlung – Franz Kafka Interpretation der Kurzgeschichte Die Verwandlung, das zu einer Franz Kafkas bekanntesten Geschichten gehört, entstand im Jahre 1912 und erschien 3 Jahre danach. Der jüdische Schriftsteller, der 1883 in Prag als Sohn eines wohlhabenden Kaufmannes geboren wurde, absolviert 1901 sein Abitur und studierte auf Wunsch seines Vaters Rechtswissensch­aft­. Die meisten seiner Werke sind beeinflusst von Konflikten und Auseinandersetz­ung­en zwischen seinem Vater und ihm. Gregor Samsa, ein Reisender,…
Zusammenfassung Die Verwandlung von Franz Kafka 1. Teil Gregor Samsa, ein Reisender in Tuchwaren, hat eines Morgens den Wecker überhört und findet sich als ungeheures Ungeziefer vor. „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.“ Während er versucht, das Bett zu verlassen und die Eltern und seine Schwester Grete durch die verschlossene Tür wegen seiner Verspätung zu beruhigen, kommt der Prokurist seiner Firma, um ihn zur Rede zu stellen.…

Georg-August-Universität Göttingen

Philosophische Fakultät

Seminar für Deutsche Philologie

Wintersemester 2014/2015

Vertiefungsseminar Neuere deutsche Literatur [4500870]: „Franz Kafka“

Dozent: Dr.

Protokollantin:

 

 

 

   Protokoll zur Sitzung am 04.12.2014

 

 

Themen der Sitzung:

- Besprechung der Protokolle

- Kafka „Die Verwandlung“

 

Organisatorisches:

Nach der Sitzung am 27.11.14 hat sich in einem Gespräch ergeben, dass einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars den Vortrag über ,,Die Verwandlung“ von Herrn gern noch einmal vorgetragen bekämen. Aufgrund der allgemeinen Zustimmung im Kurs wurde der Termin für die erste Seminarsitzung im neuen Jahr vereinbart. Zur Vorbereitung auf diesen Vortrag wird der Roman ,,Der Geschichtenerzähler“ von Mario Vargas Llosa empfohlen.

 

Diskussion über zukünftige Sitzungsverläufe:

Da sich die letzte Sitzung hinsichtlich ihres Verlaufs merklich von den vorherigen abgehoben hat und offener gestaltet war, sollten die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer ihre Meinung dazu äußern, wie man zukünftig weiter verfahren solle.

Die Idee war, dass man weg von der Hausaufgabenbesprechung, die von den meisten als eine Art ,,schulhaftes Disziplinierungsmittel“ empfunden wurde, hin zu einer offenen Diskussion kommt, wodurch sich der Verlauf der Sitzung freier entwickeln kann.

Zwar war man sich einig, dass die Hausaufgaben den Sinn und Zweck hatten, alle Teilnehmer auf einen ähnlichen Wissenstand zu bringen bzw. sie zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema und zu einer Vorbereitung auf die kommende Seminarsitzung zu bewegen, jedoch plädierten die meisten der Anwesenden für die Selbstverantwortlichkeit im Studium und wiesen darauf hin, dass der Anreiz zu einer aktiven Mitarbeit in einer offenen Diskussionsrunde oftmals mehr verspürt wurde.

Darüber hinaus würde so thematisch deutlich mehr zur Sprache kommen als durch bloßes, als recht stumpf und uninteressant empfundenes Hausaufgabenvergleichen.

 

Besprechung der Protokolle:

Die Herausforderung für die beiden Protokollantinnen bestand darin, die offene Diskussion der letzten Sitzung in eine Form zu bringen und zu ordnen. Dies ist ihnen gut gelungen. Trotzdem gab es einige Anmerkungen und Änderungsvorschläge von Herrn .

  • ,,Franz Kafkas Verwandlung“ ist doppeldeutig, da es zum einen das literarische Werk und zum anderen die Verwandlung der Persönlichkeit Kafkas bezeichnen kann. Deshalb wird empfohlen, es mündlich eindeutiger zu formulieren (z.B.: Kafkas Erzählung ,,Die Verwandlung“) oder es visuell durch Kursivschreibung oder doppelte Anführungszeichen kenntlich zu machen, wenn es in schriftlichen Zusammenhängen gebraucht wird. 

  • Die Begrüßung und Verabschiedung der Seminarteilnehmer durch Herrn muss nicht im Protokoll festgehalten werden. 

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Monologe:

Es wurde besprochen, dass die wörtlichen Reden und Gespräche in der Erzählung deutlich sichtbar und auffällig mit dem Besuch des Prokuristen auf S. 73 ff. einsetzen, welcher sich über den Grund für das Fernbleiben Gregors von der Arbeit informieren will. In dem Abschnitt auf S. 76, welcher mit den Worten ,,Herr Samsa, .“ beginnt, fällt insbesondere der vorwurfsvolle und apellartige Tonfall des Prokuristen auf, welcher Gregor unter Druck zu setzen versucht und ihm ein schlechtes Gewissen einredet, indem er ihn auf die Sorgen seiner Familie aufmerksam macht.

Der Prokurist als einflussreiche und Gregor übergeordnete Person spricht mit dem sich verbarrikadierenden Gregor wie ein Lehrer zu einem unartigen Kind und droht ihm mit einer möglichen Entlassung aus seiner Anstellung, da diese ohnehin nicht die festeste sei und seine Leistungen in der letzten Zeit sehr nachgelassen hätten (vgl. S. 77 oben).

Bereits vor dieser beschriebenen Textstelle sind zahlreiche Passagen in erlebter Rede zu erkennen. Gleich zu Beginn der Erzählung erfährt man etwas über die Gedanken, die sich Gregor nach seiner Verwandlung macht, und erlebt in gewisser Weise die ersten Minuten des zum Ungeziefer verwandelten Gregors nach dessen Erwachen aus dem Schlaf gedanklich mit (,,»Wie wäre es, wenn ich noch ein wenig weiterschliefe und alle Narrheiten vergäße?«, dachte er, aber .“, S. 67):

Auf diese Weise wird einige Sätze später auch deutlich, dass er seine derzeitige Arbeit regelrecht hasst und gerne aufgeben würde, wenn er sich durch die Schulden der Eltern nicht dazu gezwungen sähe, Geld zu verdienen (,, Wenn ich mich nicht wegen meiner Eltern zurückhielte, ich hätte längst gekündigt, .“, S. 68).

Die erlebte Rede stellt zwar keinen reinen Monolog dar, aber steht den Formulierungen sehr nahe, die man für einen inneren Monolog wählen würde (,, Sollte der Wecker nicht geläutet haben? Man sah vom Bett aus, daß er auf vier Uhr richtig eingestellt war; gewiß hatte er a.....

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Eine Teilnehmerin fügte hinzu, dass dieses Wohlbehagen dadurch zustande kommen könnte, dass er sich durch das Kriechen artgerecht verhält und sich seine triebhaften Ansprüche zugesteht, anstatt zu versuchen, sich weiterhin wie ein Mensch zu verhalten. Wenn man sich in diesem Zusammenhang die Textstelle auf S. 104 anschaut, in der Gregor ,,von Selbstvorwürfen und Besorgnis bedrängt“ durch das ganze Zimmer zu kriechen beginnt, kann man den Vorgang des Kriechens auch als ein Zeichen seiner Unsicherheit und Unterwürfigkeit deuten, da er sich für die Ohnmacht der Mutter verantwortlich fühlt und mithilfe des tierischen Bewegungsdrangs versucht, auf andere Gedanken zu kommen oder gar seine ,,Schuld abzulaufen“.

Ein anderer Teilnehmer erinnerte an die vorherigen Sitzungen, in denen besprochen wurde, dass Gregor zwar eine gewisse Stellung innerhalb der Familie und der Arbeit einnimmt, aber das Gefühl hat, den damit verbundenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden und stattdessen nach Anerkennung strebt. In diesem Sinne verdeutliche das Kriechen, also ein nicht in einer aufrechten Körperstellung ablaufender Fortbewegungsvorgang, einen Zustand, der Gregor glücklich macht und ihm das Gefühl von Freiheit vermittelt.

Auffällig wird hier die Mehrdeutigkeit des Begriffs ,,Stellung“.

Das Kriechen wird von Gregor selbst zunächst als etwas Positives angesehen, da er es als etwas Gutes und Erleichterndes kennenlernt. Jedoch zieht es ebenso Konsequenzen mit sich, wie beispielsweise die verschreckten und ablehnenden Reaktionen der Mitmenschen oder das Ausräumen seines Zimmers auf S. 99 ff.

Die Schwester, die den Bewegungsdrang ihres Bruders bemerkt hat, will ihm auf diese Weise mehr Freiraum verschaffen und eine Freude bereiten, aber dem verwandelten Gregor kommen bald erste Bedenken zu diesem Vorhaben. Man könnte vermuten, dass das Ausräumen seines Zimmers für ihn gewissermaßen einen Schritt aus der Menschlichkeit heraus bedeutet und mit der Angst verbunden ist, völlig zum Tier zu werden und nur noch seinen animalischen Bedürfnissen und Trieben erlegen zu sein.

Die Tatsache, dass die Schwester und Mutter sich zu diesem Schritt entschlossen haben, könnte verdeutlichen, dass die Familie bereits die Hoffnung auf eine Rückverwandlun.....

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Er stimmt der Mutter zwar zu und meint, dass die zurückliegende Zeit in der Gestalt eines Ungeziefers ,,seinen Verstand hatte verwirren müssen, denn anders konnte er es sich nicht erklären, daß er ernsthaft darnach hatte verlangen können, daß sein Zimmer ausgeleert würde.“, S.100).

Doch welcher Teil von Gregor denkt das? Wäre es nicht auch möglich, dass das, was er dort äußert, nicht seinem eigenen Willen entspricht, sondern er sich vielmehr den Willen der Mutter zu eigen macht und seine tatsächlichen, tierischen Bedürfnisse unterdrückt? Bisher hatte er immer die Lust verspürt, zu krabbeln, jedoch kann man sich fragen, inwiefern diese Lust als gut erachtet werden kann.

Ist es gut, sich und seine Wünsche zu verwirklichen oder bedeutet das Tiersein in Gregors Fall eher eine Form von Regression und einen Rückschritt aus der Welt der Verpflichtungen?

Mit dieser Thematik des Rückschrittes haben sich sowohl Rousseau, welcher sich mit der Rückkehr zu einem Urzustand beschäftigte, als auch die Vertreter der Romantik, welche nach einer Rückkehr zu einem Kindheitszustand strebten, auseinandergesetzt und lieferten Modelle des positiven Rückschritts.

Während diese Theorien eindeutig dazu dienen sollen, den Menschen zu einem Rückgang in einen früheren Zustand anzuleiten, ist die Bedeutung des Rückschritts in der Erzählung eher ambivalent, da es hier jemanden gibt, nämlich Gregor Samsa, der zwar zu seinen eigenen Wünschen zurückzugehen scheint, aber zeitgleich zum negativ konnotierten Tier bzw. Ungeziefer wird.

Eine mögliche Erklärung für Gregors Zustand liefert Sigmund Freud, der davon ausging, dass eine zu starke Unterdrückung der alltäglichen Wünsche und Sehnsüchte zu einer Psychose führen kann. Solch einer Psychose könnte .....

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