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Sociology

University, School

Universität Konstanz

Grade, Teacher, Year

2006, Pietrow-Ennker, 2,0

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Text by Jens L. ©
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Die Rolle der Frauen in der französischen Revolution Inhaltsverzeich­nis Einleitung. 1 Französische Revolution Allgemein. 2 Die Rolle der Frauen während der Französischen Revolution. 3 Frauen Clubs 4 Olympe de Gouges 4 Charlotte Corday. 5 Marie Antoinette. 6 Zug der Marktfrauen. 7 Die Forderung nach rechtlicher Gleichstellung. 7 Schluss 7 Quellenangabe : 8 Einleitung Meine Präsentation befasst sich mit der Frage welche Rolle die Frauen während der Französischen Revolution spielten. Ich habe das Thema ausgewählt, weil ich mehr darüber erfahren wollte und ich es interessant finde, wie sich die Frauen an der Französischen Revolution beteiligten. Die Frauen waren rechtlos, Männer bestimmten über sie, in der Ehe mussten sie gehorchen, die Frauen des dritten Standes mussten oft für Brot stundenlang anstehen, die Hausarbeit begann mit dem ersten Tageslicht und endete spät abends. So kam es das Frauen sich dagegen auflehnten. Zunächst habe ich einen kurzen Ausschnitt über die Französische Revolution allgemein  zusammengefasst­, anschließend etwas über die Rolle der Frauen und über die Frauen Clubs. Daraufhin sage ich etwas über drei berühmte Frauen der Französischen Revolution nämlich Charlotte Courday, Olympe de Gouges und Marie Antoinette. Alle drei starben durch das Fallbeil. Dann folgen Informationen über den Zug der Marktfrauen und über die Forderungen der
Inhaltverzeichn­is Genealogie (Stammbaum) 1.1 Erläuterung Wiedergabe der Geschichte 2.1 Anhänger Rotte Korachs 2.2 Das Zelt der Offenbarung/Beg­egn­ung Landverteilung zur Zeit der Töchter Zelofhads Charakterisieru­ng Das Problem 5.1 Früher 5.2 Heute Quellenangabe Internet Bibel Bibelstellen Literatur 1.Genealogie (Stammbaum) Sonnenpriester Potiferas von On Asenath..verh. ...Joseph Ephraim Manasse..verh. Makir. verh. Gilead..verh. Hefers..verh. Zelopfad..verh. . Noa.verh. Milka.verh. Tirza..verh. Hogla.verh. Malcha..verh. 1.1 Erläuterung Die Töchter Zelofhats stammen vom Geschlecht Manasses ab und sind jeweils immer mit den Söhnen ihrer Onkel verheiratet. Das Geschlecht Mannasses geht zurück auf den Sonnenpriester Potiferus von On. Manasse selber ist der Sohn von Asenath (Tochter des Sonnenpriesters­) und Joseph (Sohn Jakobs). Er hat noch einen Bruder namens Ephraim. Manasses Sohn ist Makir und dessen Sohn ist Gilead. Gileads Sohn ist Hefers und dessen Sohn ist Zelofhad. Zelopfhad selber hat keinen Sohn, sondern nur die fünf Töchter Noa, Hogla, Milka, Malcha, Tirza. 2.Wiedergabe der Geschichte Die Töchter Zelofhads (Machla, Noa, Hogla, Milka und Tirza) wollen den Namen ihres verstorbenen Vaters erhalten. Dieser war in der Wüste gestorben, weil er dem Herrn ungehorsam war. Zelofhad hatte keinen Sohn, sondern nur fünf Töchter. Dies war seine Sünde. Die
, Q1d wörter: 799 Bedeutung der Frauen in der Weimarer Klassik Die Weimarer Klassik wird oft mit Dichtern wie Goethe oder Schiller assoziiert. Es gab jedoch fünf Frauen, die diesen Künstlern halfen so viel zu erreichen, durch Beeinflussung ihrer Gefühle. Einer dieser Frauen war Anna Amalia (1739-1807), welche oft als Mutter der Klassik bezeichnet wird. Sie war Herzogin von Weimar und somit eine wichtige Person in der Politik, sie nahm sich allerdings trotzdem noch viel Zeit für die Kultur. Sie war künstlerisch begabt, zum Beispiel musizierte sie, komponierte, zeichnete und hatte eine große Liebe zum Theater. So veranstaltete sie regelmäßig eine so genannte „Gesellschaft“ in denen man vorlas, musizierte oder Laientheater spielte. Wegen ihrer großen Liebe zur Kultur verteidigte sie 1775 Goethe, wessen Talent sie erkannte, vor den Angriff der Hofleute, welche Goethes Benehmen für unmöglich hielten. Ebenfalls wurde Goethe von Charlotte von Stein (1742-1827) in Schutz genommen. Sie war laut Goethe eine Frau von Verstand, Wahrheit und Gefühl. Sie hatte ein Art geschwisterlich­e Liebe für Goethe, welche von Zurückhaltung und Dezenz geprägt war, war jedoch in einer Ehe mit Kindern. Allerdings war Charlotte in dieser Beziehung unglücklich, da sie rein emotionale Zuneigung bevorzugte. Goethe hingegen liebte sie aufrichtig, was sich an ein paar ihr gewidmeten Gedichts Zeilen erkennen

Universität Konstanz

Geisteswissenschaftliche Sektion

Fachbereich Geschichte und Soziologie

Seminar: Kinder, Küche, Kommunismus.

Frauen in der Sowjetunion.

Dozent: Prof. Dr.

Sommersemester 2006


Die Selbstwahrnehmung der sowjetischen Frauen

in der Stagnationszeit


Verfasser:

10

Tel.:

Matrikelnummer:

Studiengang B.A.

Soziologie (8. Semester)

Nebenfach: Gender Studies (5. Semester)

Datum: 10.05.2008

_@email.de

Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung

2. Politische und soziale Rahmenbedingungen der Stagnationszeit (1977-1985)

3.1. Weiblichkeit

3.2. Kinder

3.3. Haushalt

3.4. Mann/Partner

3.5. Arbeit

4. Schluss

Literaturverzeichnis


1. Einleitung


Diese Hausarbeit widmet sich den sowjetischen Frauen und deren alltäglichem Leben in der kommunistischen Sowjetunion.

Von vorrangiger Bedeutung für die Arbeit war der Zeitraum zwischen den Jahren 1977 bis 1985, der gerne als Stagnationszeit bezeichnet wird. Begonnen wird mit einem Abriss über die politische und soziale Situation in dieser von Stillstand gekennzeichneten Periode. Daran schließt sich der eigentliche Hauptteil an. Vorrangig wird die individuelle Wahrnehmung der persönlichen Situation von sowjetischen Frauen untersucht.

Um die Selbstwahrnehmung zu Untersuchen wurden im Wesentlichen Interviews von Hansson und Liden, Zeitungsanouncen und literarische Erzählungen zu Hilfe genommen. Die jeweiligen Zitate wurden bestmöglich in Bezug zur in der Sowjetunion propagierten Meinung gesetzt oder wurden an die von westlichen Wissenschaftlern faktischen Ergebnisse angehängt. Aus Gründen der Knappheit und Übersichtlichkeit wurde versucht überwiegend Ansichten und Stellungnahmen zu rezitieren, die als typisch für die sowjetische Frau gelten dürften.

Keinen Eingang in die Arbeit fand die Fremdwahrnehmung, insbesondere die Wahrnehmung des kapitalistischen Westens und die Einstellungen von Männern zur Rolle der Frau. Problematisch erwies sich manchmal die Platzierung einzelner Zitate. Es wurde versucht eine subjektive Aussage so zu platzieren, dass sie größtmögliche Aussagekraft im und durch den Kontext erhält.

Einige Meinungen hätten an anderen Stellen genauso gut aufgeführt werden können, es wurde jedoch darauf verzichtet.

Gegliedert wurde der Abschnitt über die Selbstwahrnehmung in die Punkte Weiblichkeit, Kinder, Haushalt, Mann/Partner und Arbeit. Der Begriff der Weiblichkeit ist von zentraler Bedeutung in der sowjetischen Gesellschaft.

Eng verstrickt mit ihm waren die Stereotypen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Es soll geklärt werden inwieweit die verschieden Rollen auf genetische Bedingungen oder die Sozialisation rückgeführt wurden, ob sie begrüßt wurden und ob die Eltern sie an die nächste Generation weitergaben. In enger Verbindung mit der Weiblichkeit stand der Wunsch nach eigenen Kindern.

Bereits die Ein-Kind-Familie stellte für die Frau eine große Belastung dar und wie wir sehen werden ist die staatlich erwünschte Mehrkinderfamilie, trotz verbesserter sozialer Bedingungen, aus Sicht der Frau nicht zu realisieren. Neben der Zeit, die für die Versorgung der Kinder aufgewendet wurde, bestand ein wesentlicher Teil des Alltags aus der F.....[read full text]

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Im konservativen russischen System bildete sich ein wachsender Kreis von nicht Systemkonformen Personen, der besonders in der zweiten Hälfte der 70er Jahre sichtbar wurde.

In Samizdat-Werken gaben sich SchriftstellerInnen systemkritisch und verliehen ihrer Unzufriedenheit Ausdruck. Die Partei reagierte hierauf mit einem ideologischen Gegenangriff; die Propagandatätigkeit wurde verstärkt und die neue Verfassung verabschiedet, in der den Bürgerrechten größere Bedeutung beigemessen wurde. Der Konflikt zwischen DissidentInnen und der Regierung verschärfte sich nach der Unterzeichnung der KSZE-Schlußakte von Helsinki, mit der Russland sich verpflichtete die Menschenrechte zu respektieren.

MenschenrechtlerInnen begannen von nun an die in der KSZE-Schlussakte aufgeführten Rechte einzufordern. Beantwortet wurden diese Ansprüche mit dem Exil des Menschenrechtlers Andrej Sacharov und dem Einmarsch in Afghanistan. Mit Beginn der 80er Jahre kam es zu gesteigerten Repressionen seitens des KGBs und Ausweisungen von DissidentInnen.3

Die Gesellschaft veränderte sich auch dahingehend, dass sich die „soziale Schere zwischen Intelligenz und einfacher ArbeiterInnenschaft“ deutlich öffnete.

Die Schicht der FacharbeiterInnen verschmolz mit der Schicht der technischen Intelligenz, die nicht der Machtelite angehörte, zu einer neuen Mittelschicht, die von nun an eine tonangebende Rolle innehatte. Der seit den 50er Jahren steigende Lebenstandart der Bevölkerung stagnierte in den 70er sowie 80 Jahren und die Stimmung innerhalb der Bevölkerung war gekennzeichnet von Desillusionierung und Pessimismus.

Vermehrt wurde deshalb das Glück im privaten Bereich gesucht.4


3.1. Weiblichkeit


Sowjetische Psychologen und Pädagogen begrüßten die Aufrechterhaltung von spezifischen Frauen- und Männerbildern.

Die Überwindung von Geschlechterdifferenzen stand für sie außer Frage. Sowjetische Forscher gingen davon aus, dass „weibliche Schwäche“ wichtig und notwendig sei und dass „weibliche Vornehmheit, wenn man so sagen darf, anzuerziehen, ist notwendig. Parallel zu ihr soll sich ein ritterliches Verhalten der Jungen zu den Mädchen herausbilden.“5 Weiterhin sei es Aufgabe der „geschlechtlichen Erziehung“ dem Mädchen anzugewöhnen, „daß es auf sich, seine Kleidung, die Sauberkeit und Gefälligkeit derselben, auf seine Manieren und die Weiblichkeit dieser Manieren achtet.“6

In der Stagnationszeit herrschte ein biologischer Ansatz, demnach die angeborenen Anlagen der Frau für ihr Verhalten in der Gesellschaf.....

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Wenn er Lust hat, schläft er mit ihr, wenn er keine Lust hat, läßt er es bleiben. Natürlich könnte eine Frau auch so leben, aber ich glaube, daß die meisten Frauen ein Heim wollen, eine Familie und Kinder. Von alters her versorgen die Frauen ihre Familie und bedienen ihren Mann, nähen und waschen. Der Mann soll das Essen herbeischaffen, und die Frau das Feuer im Herd hüten.

Das ist bei den Frauen schon so tief eingewurzelt, daß es nicht mehr zu ändern ist.“12

Die Direktorin Natalija schrieb den Frauen größere Emotionalität und Trivialität zu, den Männern hingegen Rationalität und den Blick für das Ganze, aber nicht für Details: „Die Sache ist die [d.h.

Männer und Frauen] vor allem eine Unterschiedliche Haltung zur Familie haben, wir haben eine sehr unterschiedliche Haltung zur Politik, wir haben eine unterschiedliche Haltung zur Umwelt. Der Mann das ist immer…, sagen wir e so: Vor allem hat der Mann mehr den Blick fürs ganze. Er sieht sofort, so, … die Frau, sie sieht sofort die Details, die Einzelheiten.

Sie nimmt alles sehr emotional auf, sie versucht sofort, so, alles mit dem Inneren, mit dem Herzen zu begreifen. Das ist offensichtlich so, weil sie eine Frau ist. Der Mann sieht zuerst alles…, zuerst alles mit dem Verstand. er hat sofort eine kritische Haltung zu allen Ereignissen. Das…, das ist offensichtlich die Spezifik des Mannes. Und im Haus hat der Mann andere Interessen: er freut sich über das Kind, aber er kann nicht bemerken, daß, sagen wir, das Geschirr nicht gespült ist.

Das interessiert ihn nicht. Die Frau bemerkt es sofort. Er schenkt der Tatsache, daß, sagen wir, seine Frau eine neue Frisur hat, keine Aufmerksamkeit, er bemerkt es nicht, das ist völlig normal. Aber gleichzeitig hört er, was sie im Radio über das, sagen wir, Weltgeschehen berichten. was dort alles vorgeht, in Jugoslawien, in Polen… (…)Die Frau handelt mehr im konkreten Leben.

Aber der Mann handelt mehr in der dieses Leben umgebenden Außenwelt.“13

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Er darf nicht feige sein. Man darf ihn nicht verwöhnen. ( .) Zu seinem eigenen Schutz braucht er eine gewisse Härte, besonders im Beruf. Und er muß sehr, sehr früh selbständig werden. Das ist für einen Jungen viel wichtiger als für ein Mädchen. Ein Mädchen kann man natürlich ruhig ein bißchen verwöhnen. Es braucht nicht nur hübsche Kleider, sondern auch ein wenig Flitter.

Es muß ja später nett und modisch angezogen sein, und das kann es nicht früh genug lernen. Man muss ein Mädchen so erziehen, daß es lieb und nett wird. Es muß auch sanft sein und darf sich nicht prügeln. Dagegen muss ein Junge unbedingt lernen, sich zu wehren.“…Ein Mädchen soll doch weiblich sein, d.h. brav und sanft. Wenn es sich mit Jungen prügelt, behandelt man es automatisch wie einen Jungen.

Es wird hart und bleibt es auch als erwachsene Frau. Damit hat es seine Weiblichkeit verloren, und es kann dann noch so hübsch sein, seine Härte verscheucht alle Männer.“17


3.2. Kinder


Mit der Wiederzulassung der Soziologie kam die prekäre demographische Lage zum Vorschein.

Man sah sich dem Problem ausgesetzt im eigenen Land zur Minderheit zu werden. Während die Geburtenrate in der RSFSR sank, nahmen die Geburten, außer in Georgien, in den zentralasiatischen und transkaukasischen Sowjetrepubliken rapide zu. Das Bevölkerungswachstum war dort in etwa drei mal so hoch. Bedrohlich war die Situation da dies zu einem Fachkräftemangel hätte führen können und dies bei gleichzeitigem Anstieg schlecht ausgebildeter Arbeitskräfte.

Der Mangel an Spezialisten und Sprachprobleme hätte zu einer Destabilisierung der Armee führen können.18 Überwiegend wünschen sich Frauen eine Familie mit 2 Kindern, die Demographen hielten die Drei-Kind-Familie für erforderlich. Entsprechend einer Moskauer Untersuchung lebte in 17% der Familien kein Kind, in 64% ein Kind, in 18% lebten zwei Kinder und in weniger als einem Prozent drei Kind.19

Um der fallenden Geburtenrate in Russland entgegenzuwirken wurden die Frauen nach dem XXV.

Parteikongress zum Kindergebären angeregt. Dies geschah einerseits durch das Vorhaben die Arbeitsbedingungen der Frauen zu verbessern und andererseits durch das Bestreben die Arbeit und den Beruf leichter zu vereinbaren. Die von Breznev geforderte Erleichterung der Lage der Frau erfuhr eine praktische Umsetzung im Beschluss aus dem Jahr 1977. Innerhalb des Gesundheitswesens sollte den Ausgaben für Mutterschaftsvorsorge und Kinderkrankenhäusern eine höhe.....

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Die Kinderkleidung ist bei uns furchtbar teuer. Man muß enorm viel Geld ausgeben, denn ein kleines Kind wie Danilo wächst nicht nur jeden Tag, nein, der wächst fast jede Stunde. Er braucht ständig neue Schuhe, neue Hemdenneue Hosen. Auch das essen für ein Kind ist sehr teuer. (…) Wegen solchen Dingen kann sich fast niemand mehr als ein Kind leisten. Ich glaube nicht, daß jemand freiwillig ein zweites Kind bekommt.“23

Die Anzahl der Kindergärten wuchs seit der Stalinzeit stetig an.

Im Jahre 1928 standen nur rund 2500 Kindergärten zur Verfügung, 1932 waren es knapp 20000 und 1975 knapp 100000. Genügend Einrichtungen standen dennoch nicht zur Verfügung: Nur etwa 40% der Mütter fanden für ihre Kinder einen Kindergartenplatz im Jahr 1980.24 Die restlichen Kinder mussten während der Arbeitszeit der Mutter in der Obhut einer Babuschka oder Njanja oder standen unter Aufsicht älterer Geschwister.25 Über die desolaten Zustände in den Tagesstätten äußerte sich die Romaistin Sonja kritisch: „Die Tagesheime sind unter aller Kritik.

Mir hat einmal ein Vater erzählt, wie es einem Sohn in Tagesheim erging. Der Junge war drei Jahre alt und die Gruppe, in der er war, war viel zu groß. Um die Gruppe zu verkleinern, öffnete das Personal absichtlich die Fenster, damit sich die Kinder erkälten. Ich habe Ähnliches schon mehrfach gehört.“26 Die Friseurin Anna wollte ihr Kind in kein Tagesheim geben, weil, so sagte sie: „Und die Tagesheimstätten sind bei uns so miserabel, daß die Kinder ständig krank sind.“27

Kindererziehung blieb weiterhin Aufgabe der Mütter.

Jede siebte Mutter war 1977 allein erziehend. Gehörte der Vater noch zur Familie hielt dieser sich von der Kindererziehung fern, so blieb die Erziehung Frauensache und Russland bewegte sich auf einen Zustand der vaterlosen Gesellschaft hin.28 Problematisch wirkte sich die Zeitnot unter der Mütter litten aus. Ihnen blieb nur wenig Zeit sich den Sorgen den Kinder zu widmen und so empfanden nur 25% der befragten Jugendlichen ihr Verhältnis zu den Eltern als zufrieden stellend.29 Die Vertragsangestellte Lisa konnte ihrem Kind nicht so viel Zeit widmen wie sie für richtig erachtete: „Nein, ich bin eine ganz schlechte Mutter.

Ich erziehe meinen Sohn nur so nebenbei, ich werde müde, wenn ich mich mit ihm beschäftigen muß. Ich gebe ihm dann einen Bleistift, damit er irgend etwas zeichnet und sich selbst beschäftigt, aber ich versuche, ihm doch Freude an der Arbeit beizubringen, das ist fast das Wichtigste, was man einem Kind beibringen kann.“30

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Aspirin, das manche verwenden, und dann die Pille, die nur wenige nehmen. Auch ich tue das nicht. Und dann gibt es ja noch, wie nennt man das, ja, Kondome. Aber die sind so widerlich und schlecht, daß wir lieber abtreiben.“33 Früher stellte Sex ein Tabuthema für die Friseurin Anna dar: „Anfangs, als ich noch zu Hause, wussten meine Eltern von unserem Verhältnis nichts.

Ich hätte es nie gewagt mit ihnen über Verhütungsmittel zu sprechen. (…) denn in der Schule sagen sie einem ja nichts, und ich schäme mich übrigens, mit fremden Leuten über so etwas [über Sex und die Regel] zu reden, es ist mir zu intim.“34 Eine fragen nach den gängigen Verhütungsmitteln beantwortete sie wie folgt: „Ich glaube die einheimischen Kondome.

Aber ich will nur die importierten. Sie sind wesentlich besser. Dann gibt es natürlich die Pillen. Der Arzt erlaubt mir aber keine Pillen. Meist kommt man ohne jedes Mittel aus, denn jede Frau hat ja sichere Tage. Es geht also einigermaßen, und es geschieht ja auch nicht jeden Abend.“35

Um die Frau als Mutter zu würdigen wird der 1944 eingeführte Mutterorden weiterhin verliehen.

Durchwegs wird von sowjetischen Wissenschaftlern die Berufstätigkeit von Frauen nicht in Frage gestellt(synonym?), der Rolle als Mutter gilt jedoch höchste Priorität. Es wurde betont, dass die Mutterrolle selbst bei erfolgreichen Frauen im Vordergrund stehe, sie aber nicht auf den Beruf verzichten wollen, da dieser das Leben abwechslungsreicher und harmonischer werden lasse.

Ferner hätte man erforscht, dass Frauen Aufgrund ihrer spezifischen psychischen Fähigkeiten einen besseren Kontakt zu Kindern aufbauen können, als dies bei Männern der Fall sei. Der Mutterkult nahm bei einigen Forschern noch extremere Ausmaße an. Kinderlosen Frauen wurde die Schönheit abgesprochen, die ihnen in der Mutterschaft zu eigen sei, und es wurde betont, dass durch die Mutterschaft die Frau schön, weise und reich an Erfahrung werden würde.36

Das zum Idealbild der sowjetischen Frau gilt auch für die gewollte kinderlose Künstlerin Viktorija.

Auf die Frage nach der idealen Frau antwortet sie: „Nicht wie ich wahrscheinlich! (…) Eine Frau sollte natürlich vor allem eine gute Frau und Mutter sein.“ – „Ist es wirklich Ihre Überzeugung, daß sie so sein sollte, oder bloß ein Stereotyp?“ – „Hm, schwer zu sagen, wissen Sie, ich habe immer das Gefühl, nicht daß ich, wie soll ich sagen, eine Art Schmarotzerin wäre, sondern, daß meine Art zu leben nicht zum Gesetz werden sollte. (…)“ - „Aber Sie haben doch gesagt, daß es für sie die richtige Entscheidung war, keine Kinder zuhaben?.....

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