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Interpretation
German studies

University, School

Schiller Gymnasium Bautzen

Grade, Teacher, Year

keine, Boes, 2015

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Friedrich Schiller: Die Räuber - Dialoginterpret­ati­on Franz Moor und Hausknecht Daniel Klasse 10c Der vorliegende Dialog stammt aus Friedrich Schillers 1781 erschienenen Drama „Die Räuber“, welches der Epoche „Sturm und Drang“ zuzuordnen ist. In dieser Szene, die erste Szene des fünften Aktes, befindet sich Franz Moor, welcher durch das plötzliche und unvorhergesehen­e Erscheinen seines Bruders Karls in panische Angstzustände versetzt ist sowie sein Hausknecht Daniel. Franz, von apokalyptischen Albträumen geplagt,…

Gestaltendes Interpretieren

Franz führt einen Dialog mit dem Pater. Durch ihn hat er akzeptiert, dass es einen Gott gibt und somit auch, dass seine Seele nach dem Tod weiterleben wird. Jetzt hat er allerdings Angst vorm Jüngsten Gericht und dort für schuldig erklärt zu werden. Diese Angst davor ist so mächtig und so tiefsitzend, dass er Gott mit der schlimmsten Sünde, die es gibt, erzürnen möchte, um vernichtet zu werden.

Denn, er will seine Taten nicht verantworten. Weder vor sich, noch vor einem Wesen, welches so hoch ist, dass es einer kompletten Demütigung für ihn gleich käme und der somit schlimmst mögliche Ausgang für ihn wäre. Da erklärt ihm Moser, die zwei größten Sünden seien Vater- und Brudermord.

Und jetzt bekommt es Franz mit der Angst zu tun. Ja, nahezu zur Verzweiflung führt ihn diese Aussage. Er weiß, dass sein Tod nahe ist (hört draußen die Räuberbande) und will mit seinen letzten Taten noch etwas Gutes für die Menschen tun, wenn diese im Gegenzug für ihn beten, um damit seine Seele zu retten.

Zum Schluss versucht er sich sogar selbst im Gebet, aber dieser Versuch scheitert ebenso wie der vorherige. Er ist zu stolz dafür und nach seinem Verständnis kommt er sowieso in die Hölle und dort würde ihn Satan für diese letzten Verzweiflungstaten nur auslachen.

Diesen Triumph will er ihm aber nicht gönnen. Außerdem gibt er Gott für seine Sünden die Schuld und die Bestrafung für etwas, was dieser aus ihm gemacht hat, will er nicht einfach so hinnehmen. Denn für ihn ist der Herr Schuld an Franz. Er hat ihn zu dem gemacht, was er ist, und ihm diese überaus gefährlichen Charaktereigenschaften gegeben, die ihm geholfen haben, die Taten so skrupellos begehen zu können.

Er akzeptiert und versteht nicht, dass sein Leben frei und er für all seine Taten selbst verantwortlich ist. Franz reagiert deswegen so stolz und verständnislos Gott gegenüber, da er sich selbst als ein Opfer der himml.....[read full text]

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Der erste Teil nimmt anfangs kurz Bezug auf die Vorgeschichte, um zu reflektieren, welche Situation im Moment vorliegt (1- 3). Hier ist Franz zum Teil betrübt und auch traurig. Er meint sein Ende zu kennen und stellt lediglich fest, wie es im Moment um ihn steht. Doch diese Stimmung schlägt schon in der nächsten Zeile in einen aggressiveren Tonschlag um.

Er verflucht und beschimpft sich selbst dafür, akzeptiert zu haben, dass es einen Gott gibt. Sein Lebensende wäre ohne dieses Zugeständnis viel besser geworden. Er nimmt hier, in Zeile 4, Bezug auf sein früheres Weltbild, welches besagt, dass jeder irgendwann einmal stirbt und es nach dem Tod kein Dasein für die Seele mehr gibt (S. 83 Z. 25- 29).

Da diese Theorie jetzt nichtmehr zutrifft, schiebt er Gott die Schuld zu (5). Er ruft es aus, als ob ihn das von all seinen S.....

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