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Sociology

University, School

MLU Halle-Wittenberg

Grade, Teacher, Year

2008, Dr. Sascha Trültzsch

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Text by Lieselotte K. ©
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Die Gleichstellung von Mann und Frau in der DDR und dem heutigen Ostdeutschland

Zwischen Propaganda und Wirklichkeit.


Inhaltsverzeichnis

1.  Einleitung. 2

2.  Frauen in der DDR. 4

2.1.  Erwerbstätigkeit und Familie. 4

2.2.  Bildung und Ausbildung. 6

2.3.  Arbeitsteilung im Haushalt 9

2.4.  Alleinerziehende. 10

2.5.  Frauenbewegung und alternative Lebensformen. 11

3.  Frauen nach der Wende. 14

3.1.  Bildung und Ausbildung. 14

3.2.  Familie und Hausarbeit 16

3.3.  Alleinerziehende. 17

4.  Frauenbilder in Film und Fernsehen. 19

5.  Fazit 22

6.  Quellen. 24


1.   Einleitung

Welchem Geschlecht jemand angehört, ist neben dem Alter das wichtigste zur allgemeinen Charakterisierung eines Menschen herangezogene Merkmal. Die Geschlechtszugehörigkeit wird im Paß festgehalten, sie geht in die soziale Anrede ein und bestimmt das menschliche Zusammenleben in vielerlei Hinsicht. Sie ist nicht nur für das Sexualverhalten im engeren Sinne und das Verhältnis der Geschlechter zueinander von Bedeutung.

Schon vor der Geburt eines Kindes beschäftigt die werdenden Eltern besonders die Frage, ob es ein Junge oder Mädchen wird.[1]

Die Kategorisierung von Menschen nach ihrem Geschlecht scheint nach wie vor eine entscheidende Rolle in der Bewertung des Menschen zu spielen. Dies ist problematisch, da einer Person aufgrund ihres Geschlechts spezifische Bewertungen wie „weiblich“ bzw. „männlich“ zukommen, was zur Folge hat, dass Personen allein aufgrund ihres Geschlechts einen unterschiedlichen Status im sozialen Gefüge erhalten, wobei der Status der Frau in der Regel niedriger ist als der des Mannes.

In keinem Land der Welt wird Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern real praktiziert. Manche Länder sind geradezu unfassbar rückständig: Es gibt noch immer zahllose Staaten, in denen Frauen kein Wahlrecht haben; in denen die weiblichen Geschlechtsorgane durch Beschneidung verstümmelt werden; Frauen werden im Namen abstruser Kriegsstrategien systematisch vergewaltigt. Noch immer dürfen Frauen nicht überall arbeiten oder Auto fahren; nicht selten werden sie getötet oder sterben nach illegalen Schwangerschaftsabbrüchen; bekommen keinen Zugang zu einer Ausbildung; werden zwangsverheiratet oder als Sklavinnen in die Prostitution oder an die Industrie verkauft.  Auch im Sozialstaat Deutschland, in dem die Gleichstellung von Mann und Frau im Grundgesetz verankert ist, besteht zwischen propagierter und teilweise realisierter Gleichberechtigung auf der einen Seite und tatsächlicher, individueller Lebenswirklichkeit auf der anderen Seite eine Kluft, die besonders in der ungleichen Lohnverteilung oder den höheren Ansprüchen an Mutterschaft im Gegensatz zur Vaterschaft deutlich wird. Straßen werden nach wichtigen männlichen Persönlichkeiten benannt, Denkmäler sind zu 95 Prozent Männern gewidmet.

Die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern wurden lange Zeit als naturgegeben und somit unveränderlich dargestellt. Erst mit Einsetzen der feministischen Bewegung wurde die gesellschaftliche Benachteiligung von Frauen thematisiert und die Naturgegebenheit ihrer Rolle kritisch hinterfragt.

Welchen Einfluss die Bestrebungen von Feministinnen auf die Gesellschaft Deutschlands hatten, soll diese Hausarbeit verdeutlichen. Im ersten Teil wird nun anhand einiger Beispiele die Rolle der Frau in der DDR untersucht und der BRD gegenüber gestellt. Weiterhin wird beschrieben, welche Veränderungen sich für Frauen in Deutschland nach der Wende 1989 vollzogen haben und im Anschluss werde ich noch kurz darauf eingehen, wie die Frau von heute im deutschen Fernsehen dargestellt wird.


2.   Frauen in der DDR

2.1.                 Erwerbstätigkeit und Familie

Während in der BRD das Ideal der Frau die treusorgende Mutter und Hausfrau war, sollte die DDR-Frau auch als Mutter einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Das Leitbild der erwerbstätigen Mutter wurde von der BRD kritisiert, mit der Begründung, die DDR entweibliche die Frauen durch den Zwa.....[read full text]

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2.2.                 Bildung und Ausbildung

Die Familienpolitik der DDR war Mütterpolitik, d.h., sie konzentrierte sich trotz der großgeschriebenen Gleichberechtigung fast ausschließlich auf junge Frauen. Männer spielten so gut wie keine Rolle. Der Mann galt als die verlässlichere Arbeitskraft, die Vereinbarkeit von Vaterschaft und Erwerbstätigkeit stand niemals zur Debatte.

Auch beim Grundwehrdienst in der NVA, der von nahezu jedem Mann mindestens 18 Monate lang geleistet werden musste, spielte die Vaterschaft keine Rolle.  Der Maßstab für Gleichberechtigung war männlich geprägt und orientierte sich vornehmlich an beruflichen Leistungen und Karrieren. Dass es auch im Bereich der beruflichen Möglichkeiten geschlechtsspezifische Unterschiede gab, wird nun im Folgenden gezeigt:

1988 waren 91% aller Frauen im erwerbsfähigen Alter berufstätig, davon hatten 87% eine abgeschlossene Ausbildung. Damit wies die DDR die weltweit höchste Beschäftigungsquote von Frauen auf. Frauen dominierten bestimmte Berufsfelder, so gab es beispielsweise einen überproportionalen Frauenanteil im Sozialwesen mit 91,8%, im Gesundheitswesen mit 83%, im Bildungswesen mit 77%, im Handel mit 72% und schließlich im Post- und Fernmeldewesen mit 69%.

Der Anteil der Frauen in leitenden Positionen betrug 1990 knapp ein Drittel, variierte aber nach Wirtschaftsbereichen und nahm generell mit der Höhe der Position ab. Ein Bereich, in dem leitende Positionen meist von Frauen ausgeführt wurden, waren z.B. Kindergärten und - krippen. Das Berufswahlfeld für Mädchen war wesentlich enger als für Jungen. Sie konnten sich unter anderem in Schreibtechnik, in der Textilindustrie, als Fachverkäuferin oder in pädagogischen und medizinischen Berufen ausbilden lassen, was in der Regel auch die am schlechtesten bezahlten Berufe waren.  Seit 1975 wurden für Frauen die Stellenangebote rückläufig, die sich im Bereich der Technikgestaltung und Technikbeherrschung befanden.

Im Bereich der Wissenschaft waren zwar fast die Hälfte des wissenschaftlichen Fachpersonals Frauen, von den DozentInnen und ProfessorInnen waren jedoch nur maximal 15% weiblich. Auf den obersten Leitungsebenen waren gerade mal 2 bis 3% Frauen. Innerhalb von 10 Jahren zwischen 1976 und 1989 wurde der Zugang zu lukrativen Lehrstellen (Elektronik-FacharbeiterIn, KFZ-SchlosserIn etc.) für Mädchen um die Hälfte reduziert oder ganz gesperrt.

Stattdessen nahmen für sie die schlechter bezahlten Lehrstellenangebote in Handel, Gastronomie, Verwaltung und Krankenpflege zu. Ähnlich wie im Westen galt die Frau als disponible Arbeitskraftreserve, mit dem Unterschied, dass sie nicht wie in der BRD entlassen, sondern umgeschichtet wurde.

Westdeutsche Feministinnen sahen die Erwerbstätigkeit von Frauen als Schlüssel zur Gleichberechtigung, da sie vom Partner ökonomisch unabhängig waren und  durch ihre Arbeit Bestätigung, Kontakt und Austausch hatten. Im Vergleich zur BRD, wo das Bild der isolierten Hausfrau vorherrschend war, einem Staat, in dem die Frau bis in die 1960er Jahre ihren Mann um Erlaubnis bitten musste, wenn sie einer Berufstätigkeit nachgehen wollte, war die Emanzipation durch die Erwerbstätigkeit der Frauen trotz allem in der DDR deutlich fortgeschrittener.


Tabelle 2:   Frauenanteil in Bildung, Beruf und Politik (Angaben in Prozent)


BRD

DDR

  Studierende an Hochschulen (1989)

41

59

  Promotionen (1988)

26

38

  Habilitationen (1988)

9

15

  RichterInnen (1989)

18

50

  SchuldirektorInnen (1988 bzw. 1982)

20

32

  Gewerkschaftsmitglieder (1989 bzw. 1988)

25

53

  Betriebsrat / BGL Vorsitz (1986 / 1987)

21

50

Quelle: Judt, Matthias (Hrsg.) 1989: DDR-Geschichte in Dokumenten, Bundeszentrale für politi.....

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Eine Befragung von 1982 ergab, dass mit zunehmenden Bildungsniveau zum Einen der Umfang der Hausarbeit abnahm und zum Anderen „war die Geschlechtsspezifik in der Arbeitsteilung wesentlich schwächer zu erkennen als beispielsweise in homogenen Arbeiterfamilien (beide Partner Facharbeiter). Dieser Zusammenhang hatte auch umgekehrt Gültigkeit: Je geringer die Frauen qualifiziert waren, desto mehr Hausarbeit verrichteten sie und desto traditioneller fiel die häusliche Arbeitsteilung aus.“ [4]

2.4.                 Alleinerziehende

In der DDR wurden allein erziehende Eltern, mehrheitlich waren es Mutter-Kind/er-Beziehungen,  als „allein stehend“ bezeichnet. Trotz des propagierten DDR-Familienleitbildes vom verheirateten Paar mit 2 bis 3 Kindern lebte etwa jedes fünfte Kind in dieser Familienform, was einen deutlichen Unterschied zur BRD darstellt, in der es wesentlich weniger allein erziehende Eltern gab.

Da das Hauptaugenmerk der Staats- und Parteiführung auf dem Ideal der Kleinfamilie lag, wird deutlich, dass der Begriff „allein stehend“ auf ein Defizit dieser Familienform verwies, nämlich dem Fehlen des Ehemanns. Dennoch war der Staat laut Verfassung der DDR, Artikel 38 verpflichtet, allein stehende Elternteile in besonderer Form zu unterstützen, vor allem bei der Vergabe von Wohnraum und Kitaplätzen[5].

Grundverständnis der DDR als Arbeitsgesellschaft war die materielle Existenzsicherung durch eigene Erwerbstätigkeit jeder einzelnen erwerbsfähigen Person. Daher waren Mütter in der DDR überwiegend erwerbstätig und unabhängig von einem Ehemann, der die Rolle des Ernährers ausführte. Diese finanzielle Unabhängigkeit führte wiederum dazu, dass Frauen wesentlich eher den Weg gingen, ihre Kinder allein groß zu ziehen, als es in der BRD der Fall war.

Zwar hatten allein stehende Mütter ein geringeres Einkommen als verheiratete Paare oder auch allein stehende Väter. Da aber, trotz der propagierten Gleichstellung von Mann und Frau, in der Regel patriarchale Familienverhältnisse herrschten, in denen sich die Frau ohnehin um Kinder und Haushalt allein kümmern musste, fiel die Entscheidung gegen eine nicht mehr zufriedenstellende Partnerschaft leichter.

Weiterhin war ein Krippen- bzw. Kindergartenplatz nach dem Babyjahr sicher und kostenlos, was die Entscheidung zur Kindererziehung ohne Partnerschaft erleichterte. Für Studentinnen gab es sogar Mutter-Kind-Wohnheime, was zudem noch den Vorteil brachte, dass sich die Mütter gegenseitig unterstützen konnten und jede einzelne dadurch wesentlich mehr Freiraum genoss als in den Mauern der Kleinfamilie.

2.5.                 Frauenbewegung und alternative Lebensformen

Wohngemeinschaften, Kommunen und Kleinfamiliengruppen existierten mit Ausnahme der bereits erwähnten StudentInnenwohnheime so gut wie nicht. Eine Befragung bei Jugendlichen im Jahr 1982 ergab, dass sich die meisten von ihnen ein Zusammenleben in einem größeren Verband nicht vorstellen können. Sie setzten solche Lebensformen mit Partnertausch .....

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Ihre Aktionen wurden mit Repressionen von Seiten des Staates beantwortet, u.a. in Form von Verhaftungen einiger prominenter Frauen.[9]

Eine dritte Interessenvertretung von Frauen in der DDR bildeten die „Lesben in der homosexuellen Selbsthilfe“. Auch sie trafen sich unter dem Dach der evangelischen Kirche zum einen in Selbsterfahrungs- und Coming-Out-Gruppen und zum anderen, um kulturelle Aktivitäten zu organisieren. Weiterhin wurden auch von der FDJ vor allem in Berlin Freizeit- und Begegnungsstätten für Homosexuelle geschaffen, um deren Akzeptanz und Integration in die sozialistische Gemeinschaft zu erreichen.

Auch in der DDR-Literatur gab es feministische Ansätze. Bekannte Vertreterinnen, deren Namen hier nicht unerwähnt bleiben sollen, waren Brigitte Reimann, Christa Wolf, Irmtraud Morgener oder Maxi Wander.

Wenngleich sich die Art der Frauenbewegung und vor allem auch die Anzahl der Akteurinnen stark von der Frauenbewegung im Zuge der 68er Studentenrevolution der BRD unterscheiden, so lässt sich doch nicht verleugnen, dass es Feminismus, auch wenn dieser so nicht benannt wurde, in der DDR gab. Die Arbeit der Gruppen und der erwähnten Schriftstellerinnen verdeutlicht den Widerspruch des weitverbreiteten Klischees der „Ost-Mutti“.


3.   Frauen nach der Wende

Die Veränderungen, die sich auf Frauen und ihr Verhältnis zu Gesellschaft, Beruf und Familie beziehen, sind die bedeutendsten, die sich nach der Wende vollzogen haben. Gegenwärtig sind fast die Hälfte aller 1990 existierenden Arbeitsplätze verschwunden, vor allem Frauen sind von Arbeitslosigkeit betroffen, sie stellen 64% aller Arbeitslosen.

Umfragen ergaben, dass der fehlende Arbeitsplatz bei ostdeutschen Frauen als großer Mangel empfunden wird, als ein Gefühl des „Nicht-Gebrauchtwerdens“. Die Berufstätigkeit und das Interesse an Kinderbetreuungseinrichtungen bei Frauen aus den alten Bundesländer ist jedoch gestiegen. Die Veränderungen nach 1989 beeinflussten Diskussionen um Ehe, Familie und die Rolle der Frauen in der Gesellschaft bundesweit.

3.1.                 Bildung und Ausbildung

Die Angebote des allgemeinen Bildungsangebots werden von Männern und Frauen in gleicher Weise wahrgenommen, es gibt kaum noch nennenswerte Unterschiede hinsichtlich des Bildungsniveaus zwischen den Geschlechtern. Mädchen sind an Sonder- und Hauptschulen weniger vertreten, den Realschulabschluss und die allgemeine Hochschulreifen absolvieren meh.....

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So sind zwar ein Drittel aller wissenschaftlichen MitarbeiterInnen weiblich, doch nur 15% davon sind ProfessorInnen.

3.2.                 Familie und Hausarbeit

Ein unverheiratetes Zusammenleben nimmt zu, trotzdem ist ein ein Großteil aller Paare verheiratet, wobei das in vielen Fällen aber nicht mehr auf alte Traditionen zurückzuführen ist, sondern neben der steuerlichen Bevorzugung verheirateter Paare auch auf die Tatsache, dass ca. ein Viertel aller Ehen binationale Ehen sind und teilweise geschlossen werden müssen, um eine Aufenthaltsgenehmigung des Partners bzw. der Partnerin in Deutschland zu erhalten.

Seit 1950 ist die Zahl der Eheschließungen deutlich zurück gegangen. Das durchschnittliche Heiratsalter liegt inzwischen bei 29,4 Jahren. An der häuslichen Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen hat sich nur wenig verändert. Den Kern der traditionellen Hausarbeiten, wie waschen, putzen und kochen, wird in 75 bis 90 Prozent der Familien von Frauen erledigt.

Weiterhin investieren Frauen, auch die Erwerbstätigen, doppelt so viel Zeit in die Kinderbetreuung wie ihre Männer. Bisher waren es auch fast ausschließlich die Frauen, die in Elternzeit gingen. In den ersten neun Monaten nach Einführung des Elterngeldes im Jahr 2005 hat sich der Anzahl der Väter, die im Beruf pausieren, um sich der Kinderbetreuung zu widmen, mit fast 9,6 Prozent fast verdreifacht.

Allerdings will die Hälfte der Männer nur zwei Monate zu Hause bleiben, während Frauen in der Regel zwei Jahre zu Hause bleiben.

3.3.                 Alleinerziehende

Im Jahr 2004 gab es rund 2,3 Millionen Alleinerziehende mit über 3,4 Millionen Kindern, d.h., etwa jede vierte Familie ist eine Einelternfamilie. An dem Geschlechterverhältnis alleinerziehender Elternteile hat sich bis heute wenig verändert. So sind 85% aller Alleinerziehenden Frauen. Ostdeutsche alleinerziehende Frauen waren von den gesellschaftlichen Veränderungen der Wende am gravierendsten betroffen, da die Sicherheiten, die ihnen unter dem SED-Regime gewährt wurden, von nun an wegfielen.

In neuer Weise stellten sich für sie als Alleinverdienende die Fragen nach existenzsichernder Erwerbstätigkeit, nach Höhe des Einkommens, der Anerkennung ihrer Bildungsabschlüsse und der Akzeptanz ihrer Lebensform. Die Selbstverständlichkeit öffentlicher Kinderbetreuung gehörte von nun an der Vergangenheit an, sowohl vom Preis als auch vom Umfang. Spezifische Schutzmechanismen für diese Familienform waren vom bundesdeutschen Sozialstaat nicht zu erwarten. „Besonders allein erziehende Frauen, die Erwerbs- und Familienarbeit in der Regel allein bewältigten, waren durch die bundesdeutsche Individualisierung der Lebensrisiken in völlig neuer Art gefordert und nicht selten überfordert.[12] Während ihnen die Erwerbstätigkeit und öffentliche Kinderbetreuungseinrichtungen in der DDR noch garantiert waren, so steht ihnen nun nur noch ein Minimum an sozialer Sicherheit, wie seit 2005 ALG II (v.....

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Einen besonders hohen Stellenwert haben Frauen im Krimi eingenommen. Während sie vor einigen Jahrzehnten in diesem Genre noch auf die Rollen der Geliebten, Sekretärinnen oder schönen Leichen reduziert wurden, so ermitteln heute mehr als 30 Kommissarinnen im deutschen Fernsehen, was einer fiktiven Frauenquote von etwa 40 Prozent entspricht, während Kommissarinnen im echten Kripo-Leben gerade mal 10 Prozent ausmachen.

Der öffentlich-rechtliche Sender ARD hat inzwischen fünf Tatort-Kommissarinnen. Besonders stolz zeigt sich ZDF für seine „Primetime-Kommissarinnen“ Bella Block und Rosa Roth (der Name spricht für sich). In der Rolle der Verbrecherinnen gibt es ebenfalls einen überproportionalen Frauenanteil. Real sind derzeit allerdings etwa 95 Prozent aller wegen Mordes Verurteilten männlich.

Durch Zielgruppenstudien fanden die Privatsender heraus, dass ein Großteil der Rezipienten dieses Genres weiblich ist und hat das Format dementsprechend angepasst. Auch ein Großteil der ProduzentInnen von Krimis sind weiblich, so beispielsweise die Krimimacherin Isabel Kleefeld, deren Hauptanspruch darin liegt „weniger Explosionen, mehr Charaktertiefe“ darzustellen.[17] „Die Programmplaner setzen auf die Personifikation weiblicher Primärtugenden wie Intuition und Emotion [ .]“[18], was die Fortsetzung traditioneller Geschlechterstereotypen belegt, wenn sie auch in oberflächlich betrachteten „Powerfrauen“ verpackt sind.

Auch in deutschen Arzt- und Anwalt-Serien findet man neue Geschlechterkonstellationen, wie zum Beispiel die selbstbewusste Rechtsanwältin Sandra Starck in „Edel & Starck“ (Sat.1) oder kompetenten Oberärztinnen in „Klinikum Berlin Mitte“ (Sat.1).

In ihrer Studie aus dem Jahr 1999 untersuchten Heike und Wolfgang Becker „Die Darstellung von Frauen und die Behandlung von Frauenfragen im Fernsehen“. Während Erich Küchenhoff in seiner gleichnamigen Studie noch zu dem generellen Fazit kam: „Männer handeln, Frauen kommen (auch) vor“, zeigt die Nachfolgeuntersuchung von Becker und Becker, dass sich das Spektrum unterschiedlicher Frauenbilder erheblich erweitert hat.[19] So sind weibliche Dienstvorgesetzte, Anwältinnen, Richterinnen, Ärztinnen, Journalistinnen und Kommissarinnen keine Seltenheit mehr im deutschen Fernsehen, sowohl in Serien als auch in Filmen.

Dennoch definieren sich die Filmfrauen am häufigsten über private Lebensbeziehungen. Die berufstätige Frau als handlungstragende Figur spielt nur eine Nebenrolle, Männer hingegen definieren sich vorrangig über ihren Beruf. Die Aufgaben der Frauen sind die einer Freundin, Mutter, Tochter oder Ehefrau, ihr Beruf erscheint als modernes, dem Zeitgeist entsprechendes Beiwerk.

Frauen sind in erster Linie für das Private und damit verbunden für die Gefühlswelt zuständig. Sie sind überwiegend ledig und alleinstehend. Menschen, egal welchen Geschlechts, in unteren Schichten kommen allgemein gar nicht vor, am häufigsten sind Menschen der Mittelschicht vertreten. Die Filmfrauen haben einen gehobenen bis luxuriösen Lebensstandard. Ihrem Äußeren nach entsprechen sie dem klassischen Schönheitsideal der Industrieländer, sie sind überwie.....

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