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Geo Sciences

University, School

Philipps-Universität Marburg

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2,0 , Prof. Müller, 2007

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Text by Otmar W. ©
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ENTSTEHUNG DER ALPEN 1. Geosynklinalpha­se:­ Zu Beginn des Mesozoikums (Trias – vor 250 Mio. Jahren) waren alle Kontinente im Superkontinent Pangäa vereint. Der heutige Alpenraum war ein Teil davon und lag im Bereich der Tropen. Die Basis der Alpen bildet ein Sockel, der aus Gesteinen des variszischen Gebirges besteht. Das ist jenes Gebirge, das vor den Alpen existierte und noch im Perm wieder weitgehend abgetragen wurde. Die Böhmische Masse im Mühl- und Waldviertel ist der nach weitgehender Abtragung verbliebene Rest…
Referat Caspar Wolf Caspar Wolf wurde am * 3. Mai 1735 in Muri, in der Schweiz, geboren. Aufgewachsen ist er als „Sohn eines Tischlers“ und stammte aus armen Verhältnissen, denn die Familie hatte insgesamt 7 Kinder. Der Ort Muri war damals für Kunsthandwerker sowie für Künstler interessant, da sie dort Beschäftigung fanden. In diesem Klima wächst Caspar Wolf auf. Im Alter von 14 Jahren kann er dank der Unterstützung des Abtes von Muri eine Lehre beim bischöflichen Hofmaler Johann Jakob Anton von Lenz als Kirchen- und Landschaftsmale­r…

Das Relief der Alpen


Inhaltsverzeichnis


  1. Einleitung

  2. Gliederung der Alpen

  3. Entstehung der Alpen

  4. Reliefentstehung der Alpen

    1. Eiszeitalter in den Alpen

      1. Ältestpleistozän

      2. Altpleistozän

      3. Mittelpleistozän

      4. Jungpleistozän

      5. Holozän

    1. Fluviale Abtragung in den Alpen

  1. Relief der Alpen

5.1. Relief der Westalpen

5.2. Relief der Ostalpen

  1. Die Schweizer Alpen

    1. Geographische Einordnung

6.2. Geologische und geomorphologische Übersicht

6.3. Gletscher in den Alpen

6.4. Gletscherentwicklung von 1850 bis heute

6.5. Ausblick

  1. Zusammenfassung

  2. Literatur

1. Einleitung


Die Alpen stellen das größte Gebirge in Europa dar und bilden mitten im Herzen dieses Kontinents eine wichtige Klima- und Wasserscheide. Sie trennen den zentralen Mittelmeerraum vom atlantisch beeinflussten nördlichen Mitteleuropa. Genauer gesagt gehören sie zu einer langen Kette von Gebirgen, die im Känozoikum entstanden sind. Dieser Gürtel erstreckt sich von Nordafrika und Spanien bis nach Indien und ist entstanden durch nördliche Plattenverschiebungen von Bruchschollen des ehemaligen Gondwanakontinents (vgl. Stanley, 1994, S. 205).

Auch heute noch verändert sich dieser Gürtel und die Europäischen Alpen befinden sich somit in einem ständigen Veränderungsprozess. Es lässt sich also keine zeitlose, gültige Definition für sie bestimmen, sondern immer nur einen momentanen Ausschnitt der Erdgeschichte. Die derzeitigen Gipfelhöhen der Alpen liegen im westlichen Teil zwischen 3000 - 4000 Meter über NN (Mt.

Blanc 4809 Meter). Im östlichen Teil der Alpen ist die charakteristische Höhe etwas niedriger anzusiedeln (ca. 2000m). Ihre West- Oststreckung beträgt ca. 950 km und einen Süd- Nordumfang mit ca. 300 km (vgl. Kerschner, Reuther & Co. 2008, S. 560). Während die Alpen nach Norden allmählich abfallen, sind sie im Süden steiler begrenzt. Umgeben sind sie vom Rhonetal, dem Schweizer Mittelland, dem Oberlauf der Donau, der kleinen ungarischen Tiefebene, der Po- Ebene und dem Golf von Genua.

Das heutige Bild der Alpen ist vor allem durch unterschiedliche Prozesse und Formenbildungen, im Pleistozän ablaufender Kalt- und Warmzeiten, bestimmt worden, die das heutige Gesicht der Alpen maßgeblich prägten. Unterschiedliche Relikte und Hinterlassenschaften, wie z. B. Moränenzüge, Schotterflächen oder Sedimentablagerungen werden dabei in Beziehungen gesetzt und verschiedene Gletschervorstöße werden ermittelt.

Diese bieten wichtige Anhaltspunkte um auf klimatische Veränderungen zu schließen, welche auch mit der heutigen Zeit in Vergleich gesetzt werden. In der folgenden Ausarbeitung soll nun ein Überblick über die Entstehung und das Relief der Alpen gegeben werden. Im zweiten Teil dieser Arbeit wird der Focus auf die Schweizer Alpen und den Aletschgletscher im Speziellen gelegt.

Neben der Entstehungsgeschichte, stehen hier die reliefbildenen Prozesse und ein Ausblick in die Zukunft im Vordergrund.


  1. Gliederung der Alpen


Die Alpen strecken sich über 1200km in Ost-West-Richtung und bis zu 250km in Nord-Süd-Richtung aus. Daher macht es Sinn, die Alpen in kleinere Gebiete zu gliedern. Bei den europäischen Geologen werden die Alpen in zwei unterschiedlichen Varianten unterteilt. In Frankreich und Italien bestimmt man drei Abschnitte der Alpen: West-, Zentral- und Ostalpen. Dabei reichen die Westalpen von der Mittelmeerküste bis zur Linie Aostatal - Mont-Blanc, östlich davon befinden sich die Zentralalpen, die zwischen dem Mont-Blanc und dem Brennerpass, liegen und weiter östlich bis nach Slowenien sind die Ostalpen.

In Deutschland und Österreich hingegen teilt man die Alpen nur in zwei Abschnitte ein: die Westalpen und die Ostalpen. Die Grenze zwischen den beiden Gebieten befindet sich auf der Grenzlinie zwischen Österreich und der Schweiz, bzw. auf der Linie Rheintal - Comer See. Diese Zweiteilung ist in .....[read full text]

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Als dann die Eurasische und der Afrikanische Platte, zwei Kontinentalplatten mit gleicher Dichte, auf einander treffen, entsteht ein so hoher Druck, dass die zwischen den Platten liegenden Insel, die heutigen Ostalpen, in eine Tiefe von bis zu 60km subduziert wurden. Als der Pinninische Ozean völlig verschwunden war und die Platten sich trafen, schob sich die Afrikanische Platte auf die Eurasische und es kam zu einer Krustenverdickung.

Durch anhaltende, gegeneinander gerichtete Plattenbewegung wurde das Gestein so stark zusammengeschoben, dass sie sich zu falten begannen und immer mehr in die Höhe wuchsen. Dieser Vorgang führte dazu, dass manche Falten zerreißen oder so weit über einander schieben, dass jüngere Gesteinsschichten unter Älteren liegen. Parallel dazu begann die Metamorphose der untersten Gesteinsschichten im Erdinneren durch Druck und hohe Temperaturen.

Vor etwa 30 Millionen Jahren verursachte dies eine Hebung der zentralen Alpen, indem das Magma durch Gesteinsrisse bis an die Oberfläche gelang und so die Südalpen von den Nordalpen trennte und die Zentralalpen in Höhe schossen. So entstand das heutige Bild der Alpen: Süd- und Nordalpen aus Kalkstein und dazwischen die Zentralalpen aus Vulkangesteinen und Granit (vgl.

Die Alpen wachsen stetig weiter in die Höhe, zwar nicht besonders schnell (1mm pro Jahr), aber konstant. Ohne die Abtragung durch exogene Prozesse, könnten die Spitzen der Alpen heute ca. 10.000Meter über dem Meeresspiegel liegen. Auf der anderen Seite: wenn die Afrikanische Platte sich nicht mehr auf die Eurasische Platte bewegt, würde das Höhenwachstum der Alpen stagnieren und die Alpen immer weiter abgetragen werden.


  1. Reliefentstehung der Alpen


Seitdem sich die Alpen hervorheben, werden sie durch exogene Prozesse wieder abgetragen. Dieses Zusammenspiel von Hebung und Abtragung, lässt in den Alpen unterschiedliche Reliefformen entstehen. Die größten Formveränderungen gab es durch glaziale und semiglaziale Prozesse vor allem in den Eiszeiten.


    1. Eiszeitalter in den Alpen


Die Eiszeiten des Quartärs stellen in das Bild der Alpen einen bedeutenden Eingriff dar. Die Arbeit der Gletscher führte dazu, dass Täler erweitert und verbreitert wurden. Die quartäre Eisbedeckung in den Alpen war deutlich kleiner als die nordische Inlandvereisung. Es gab keine einheitliche Eisdecke. Das Eisstromnetz, wurde immer wieder durch Berge unterbrochen.

Erkennbar sind diese heute an ihrem spitzen, eckigen und kantigen Relief im Vergleich zu Gipfeln, die von Eis überprägt worden sind. Diese wurden abgerundet, die Oberflächen geglättet und ihre Passübergänge ausgehobelt. Die klassischen Trogtäler von heute sind durch den Fluss des Eises entstanden. Viele Berge waren Kare, an denen sich weitere Gletscher bildeten.

Das Eis floss von den höchsten Partien in verschiedene Richtungen ab. Generell war die Eisscheide der Alpenvergletscherung im Vergleich zur heutigen Wasserscheide nach Norden verschoben, so dass Eis über die Pässe des Hauptkamms, nach Süden fließen konnte (z. B. St. Gotthard- Pass oder Brenner- Pass). In der Höhe lag die Eisscheide ca. bei 3000m (vgl. Thome, 1998, S. 112).

Die Gletscherausdehnung nach Süden wurde durch die Po-Ebene begrenzt. Auf Grund der stärkeren Sonneneinstrahlung der Südhänge, gab es keine zusammenhängende Vorlandvergletscherung und die Gletschervorstöße erfolgten in separaten Talgletschern. In den durch Glazialerosion entstandenen Becken innerhalb der Endmoränenbögen der nördlich- italienischen Randalpen, stauten sich Seen, wie z. B. der Lago Maggiore und der Lago di Garda.

Die Alpennordseite hingegen, die im Gegensatz zur Südseite, ein kühleres Klima aufweist und die Hänge stärker geneigt waren, ist durch eine weite Alpenvorlandvergletscherung gekennzeichnet. Zwar befand sich die Nord- östliche Gletscherausdehnung, ebenfalls innerhalb der Gebirgsketten und verlief in engen, hohen Tälern, im Nord- Westlichen Teil jedoch vereinigten sich die ins Vorland hinunter fließenden Gletscher zu gro.....

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Sie markiert eine Umpolung des Erdmagnetfeldes. Kurz oberhalb der paläomagnetischen definierten Gauss- Matuyama- Grenze fand eine deutliche Abkühlungsphase statt, was zu einem markanten Umbau der Flora und Fauna führte. Es kam z. B. zum Aussterben typischer Tertiärgehölze wie Sequoia, Nyssa oder Liquidambar (vgl. Litt, 2007, S. 2). Mit dem Einbruch der Kaltzeiten war es vielen Pflanzen und Tieren nicht mehr möglich zu überleben.

Zwischen dem Nordischen Eisschild und der alpinen Vergletscherung herrschte ein frostiges Periglazial- Klima. Die quer verlaufenden Gebirge, Alpen, Pyrenäen und Kaparten, sowie die Trockengebiete Zentral-Spaniens und das Mittelmeer erschwerten ihnen das abwandern und zurückziehen. Abwandern konnten sie, im Osten, durch das Wiener Becken und der panonischen Ebene ins östliche Mittelmeergebiet, längs des Karpatenbogens in den Schwarzmeerraum.

Im Südwesten bestand die Möglichkeit durch das Rhonetal bis ans westliche Mittelmeer zu gelangen. Zwischen nordischem und alpinem Vereisungsgebiet, im Tundrengebiet, überlebten nur an härteste Umweltbedingungen angepasste Lebensformen. In Gletschergebieten war eine Existenz lediglich an steilen Sonnenhängen über dem Eisstromnetz möglich. In den Warmzeiten kamen wärmeliebende Floren und Faunen wieder zurück.

In jeder Warmzeit kamen andere Rückwanderer zusammen. Unterschiedliche Wander- und Ausbreitungsgeschwindigkeiten prägten somit kalt- und warmzeitliche Floren und Faunen. Vielen gelang mit Einbruch der Kaltzeiten auch kein rechtzeitiger Rückzug in wärmere Gebiete, was zum Aussterben führte. Somit stellt der fossile Nachweis bestimmter Arten wichtige Daten zur Gliederung des Eiszeitalters dar.

Abbildung 4

Quelle: Heuberger, H, 1994,S. 146


In Abb. 4 ist die Gliederung des Quartärs dargestellt. Das Pleistozän ist gegliedert in das Ältestpleistozän, das Altpleistozän (ab Matuyama- Brunhes- Grenze vor ca. 780.000 Jahren), das Mittelpleistozän und das Jungpleistozän. Die klassische alpine Quartärstratigraphie stellt eine Morphostratigraphie dar, was auf der Vorstellung von der Ausbildung einer Glazialen Serie basiert.

Im alpinen Vereisungsgebiet besteht diese aus einer Abfolge Zungenbecken mit Drumlins, Moränengürtel und Schotterfeld. Entwickelt wurde diese Methode im nördlichen Alpenvorland durch Penck und sein Schüler Brückner (1909) (vgl. Ehlers, 1994, S. 222). Diese stellten zunächst einmal, vor allem durch Ausbildung verschiedener, glazial- fluvialer Schotter unterschiedlicher Höhenlagen mehrere, zeitlich verschiedene Eiszeiten fest.

Ihre Betrachtung basierte, den Zusammenhang zwischen kaltzeitlichen Schottern und zugehörigen Endmoränen nachzuweisen. In dem Faziesmodel „Glaziale Serie“ stellen die unterschiedlichen Schotterterassen Schmelzwasserbildungen dar, die verknüpft mit den jeweiligen Moränen als Einheiten gesehen werden können und einen Indiz für Bildungen unterschie.....

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      1. Ältestpleistozän

Die ältestpleistozänen Biber- und Donau-Kaltzeiten sind nur durch typische kaltzeitliche Schotter belegt, nicht aber durch sichere Moränenfunde“ (Heuberger, 1994, S. 145). Im süddeutschen Alpenvorland wies Eberl 1930 die Donau- Eiszeit nach. Alte hochgelagerte Schotter im Riß- Iller- Lechgebiet stellte er vor die von Penck und Brückner benannte Günz- Eiszeit. 1953 bestätigte Schäfer das Existenzvorkommen der Donau- Eiszeit und erweiterte das eiszeitliche Grundgerüst um die Biber- Eiszeit.

Diese wird noch einmal unterschieden in eine Jüngere und eine Ältere Phase. Sie zählt als die älteste nachgewiesene Eiszeit im Pleistozän und beruht auf Schottern am Staufenberg und im höchsten Niveau der Aidlinger Terrassentreppe auf der Riß- Iller- Lechplatte (s. Abb. 3) (vgl. Becker- Haumann, 2001, S. 58). Diese glaziofluvialen Formen wurden von einem nach Nord- Ost fließenden Vorläufer der Iller abgelagert und werden der Älteren Biber- Eiszeit zugeordnet.

Der Jüngeren Biber- Eiszeit- Phase entsprechen Schottervorkommen auf der Staudenplatte, auf dem Hochfirst bei Arlesried, im Batzengehau und auf dem Stoffersberg (westlich von Landsberg) (vgl. Ehlers, 1994, S. 225). Auch im Bereich der italienischen und französischen Alpen sind Hinweise auf frühe Kaltzeiten bekannt. Die Donau- Kaltzeit lässt sich ebenfalls in eine Obere und Untere gliedern (vgl. Ehlers, 1994, S.224).

Ihre formgebenden Prozesse überprägten großteils die Hinterlassenschaften der vorangegangenen Biber- Eiszeit. Man geht jedoch bei ihr von keiner ausgeprägten Alpenvorlandvereisung aus, sondern vermutet Vorstöße einzelner Gletscherzungen (vgl. Albert- Ludwigs Universität Freiburg, 2009). Untere Deckschotter der Zusam- Platte im Riß- Iller- Lechgebiet werden der Älteren Donau- Kaltzeit zugeordnet. (s.

Abb. 5) Nach Löscher (1976) sind diese zweigliedrig. d. h. sie umfassen mindestens zwei Schüttungs- (Kalt-) Phasen und siebengliedrig nach Becker- Haumann (1998) (vgl. Habbe, 2007, S.72). Ebenso gibt es Schottervommen bei Eppihausen, Kellmünz, Buch, Eisenburg und Inneberg- Reisensburg. Bei den Schotterablagerungen der Jüngeren Donau- Eiszeit handelt es sich um Vorkommnisse, die zwischen den donauzeitlichen Deckschottern und den älteren Deckenschottern der Günz- Eiszeit befinden.

Diese Zwischenterrassenschotter glaubt man bei Birkenried- Irsee und bei Königsried- Stocken mit Moränen in Verbindung bringen zu können. Diese sind jedoch in ihrer zeitlichen Einstufung relativ problematisch und äußerst umstritten (vgl.....

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Im Grenzbereich des Iller- zum Wertachgletscher befindet sich eine Glaziale Serie, die einen günzeiszeitlichen Gletschervorstoß ins Vorland wiederspiegelt (vgl. Habbe, 2007, S. 74).

Abb. 6
Quelle: verändert nach Albert- Ludwigs Universität Freiburg (2009)


Die Haslach- Eiszeit ist die jüngst eingefügte Eiszeit in die Gliederung Pencks & Brückners und benannt nach einem Tal, in dem der Schotter gut aufgeschlossen ist. Bereits 1956 gliederte Schädel, ein von Penck & Brückner der Mindel- Kaltzeit zugesprochenes Schottervorkommen im württembergischen Rottal (südlich von Ulm), in zwei getrennte Schotterkörper. 1981 untersuchten Schreiner und Eberl die in der Höhenlage und in der Geröllzusammensetzung sich unterscheidenden Schotterkörper auf ihren Kristallingehalt und stellten fest, dass die westlich, höher liegende, als Haslacher Schotter bezeichnete Ablagerung, einen erheblich niedrigeren Kristallingehalt aufweist (3,5% Kristallingerölle), im Vergleich zum tiefer gelegenen, jüngeren, östlich anschließenden Tannheimer Schotter (9,5% Kristallingerölle) (vgl. Schreiner, 1997, S. 210 und Ehlers, 1994, S. 229).

Begrenzt wird die Haslach- Akkumulationsphase durch Erosions- und Verwitterungsphasen, wobei das Interglazial von Unterpfauzenwald zwischen Mindel- und Haslach- Eiszeit gestellt werden muss. Ein bei Unterpfauzenwald entnommenes Pollendiagramm weist verstärkt Nadelwald mit Fichte- und Tannenanteilen sowie Pterocarya auf, was auf ein wärmeres und niederschlagreicheres Klima hinweist als heute im Holozän (vgl. Schreiner, 1997, S. 212).

Abb. 7
Quelle: verändert nach Albert- Ludwigs Unive.....

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Prägend für das Doppel- Interglazial sind Eichenmischwälder mit Buchen, Fichten, Hasel und Weißtannen. In der dazwischen liegenden Kältephase ist ein Fichtenrückgang zu verzeichnen und eine Dominanz von Kiefer und Birke (vgl. Albert- Ludwigs Universität Freiburg 2009). Die Riß- Eiszeit erreicht in weiten Teilen des Alpenvorlandes die größte Ausdehnung der alpinen Vereisungen (vgl. Burga & Perret, 1998, S. 605).

Dies wird durch Glaziale Serien und Hochterrassen nachgewiesen. Als Typusregion gilt das Rißtal bei Biberach im nördlichen Rheingletschergebiet, ergänzt durch Befunde aus den übrigen Vorlandgletschergebieten (u. a. Salzach-, Inn- und westlicher Rheingletscher) (vgl. Habbe, 2007, S. 80). Sedimente und Reliefformen sind heute noch gut ausgebildet, da die nachfolgende Würm- Eiszeit nicht mehr so weit verbreitet war.

Die rißzeitlichen Vorstoßschotter sowie die freien Schotterfelder der Rißeiszeit (Hochschotter) liegen im Vergleich zu den würmzeitlichen Schottern deutlich höher, so dass die würmzeitlichen Niederterrassen in die Hochterrassen eingeschachtelt sind.

Abb. 8
Quelle: verändert nach Albert- Ludwigs Universität Freiburg (2009)


Über die in der Riß- Eiszeit zwischengeschalteten Gletscherschwankungen ist man sich noch nicht ganz einig. Im östlichen Rheingletschervorland sind die Bildungen der Riß- Eiszeit in drei wesentliche Vorstoßphasen gegliedert, welche durch Interstadiale getrennt werden. Die Älteren Riß- Relikte zeichnen sich durch eine starke und intensive Verwitterung aus. Man geht davon aus, dass dieser erste Riß- Eisvorstoß auf einzelne zungenförmige Vorstöße beschränkt war und wird deshalb als Zungenriss bezeichnet (vgl. Ehlers, 1994, S. 234).

Der größte Teil der rißeiszeitlich zugeordneten Relikten gehört zum Mittleren Riß- Eisvorstoß. Im Bereich des östlichen Rheingletschers wurde zwischen Biberach Leutkirch ein Endmoränen- Doppelwall kartiert. Dieser weist eine Höhe von bis zu 30 Meter auf, der in einem Abstand von drei bis sechs Kilometer die Grenze des Mittleren Riß im östlichen Randbereich zeigt (vgl. Ehlers 1994, S. 234).

Ein Interstadial zwischen Mittlerer Riß und Jüngerer ist bereits durch eine bei Saulgau durchgeführte Pollenanalyse bestätigt. Dies räumte weitgehend die Schotter des Mittleren Riß vor die Ablagerung des Jüngeren Riß- Schotters (vgl. Schreiner, 1997, S. 200). Die Endmoränen des Jüngeren Riß sind vergleichsweise lückenhaft ausgebildet. Im östlichen Randbereich des Rheingletschers gehören dazu Moränenwälle bei Ingoldin.....

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