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History

University, School

Gymnasium Lübeck

Grade, Teacher, Year

Dr Ibs 2018

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Das deutsche Reich als Kolonialmacht Gliederung: 1. Die Gründe und Entstehung der Deutschen Kolonien 2. Kolonien des Deutschen Reiches 3. Die Aufstände gegen die Kolonien 4. Der Untergang des Deutschen Kolonialreiches im ersten Weltkrieg 5. Bilder von der ehemaligen deutsch-südwest­afr­ikanisch­en Kolonie Swakopmund 6. Quellen Die Gründe und Entstehung der Deutschen Kolonien Während andere europäische Mächte schon ab dem 15. Jahrhundert begannen, Kolonien in Übersee zu gewinnen, trat Deutschland erst im 19. Jahrhundert…
Analyse des Zitates von Richard von Weizsäcker Der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker sagte 40 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in seiner Rede zum 8. Mai 1945: „Die Jungen sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird.“ Wie verstehst du diese Sätze? Bei diesem Zitat handelt es sich um einen Auszug aus der viel beachteten Rede, die Richard von Weizsäcker, der sechste deutsche Bundespräsident­, am 8.5.1985 vierzig Jahre nach dem…

Geschichte Facharbeit: 31.05.2018

„Unrecht, aber kein Völkermord“ – Wiedergutmachung für die Hereros?

Unrecht, aber kein Völkermord?“ –Wiedergutmachung für die Hereros?

War die Auseinandersetzung zwischen der deutschen Kolonialmacht und dem Stamm der Herero ein Völkermord nach Völkerrechtlichen Bestimmungen?

Geschichtsfacharbeit

Q.1-G


Inhaltsverzeichnis:

Einleitung S.3

1. Quellenarbeit S.3-9

1.1 Zusammenfassung/Analyse Quelle: Material 1 J.A. Kämmerer: Spätfolgen des Imperialismus (gekürzt) S.3-7

1.2 Zusammenfassung/Analyse Quelle 2: Konventionen über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes (UN-Generalversammlung, Resolution260 A vom 9 Dezember 1948. Inkrafttreten: 12 Januar 1951) S.7-8 1.3 Zusammenfassung/Analyse Quelle 3: H.Wiedow: Alien Tort Claim Act S.8-9


2. Das Herero Volk S.9

2.1 Wer sind die Herero? S.9

2.2 Geschichte der Herero S.9-12

2.2.1 16. bis 19. Jahrhundert S.9-10

2.2.2. Deutsche Kolonialzeit S.10-11

2.2.3. Weiter Maßnahmen gegen die Herero-Bevölkerung S.11

2.2.4. Deutschland und Namibia heute S.11

2.2.5. Heiße Debatte in Namibia, kein Thema in Deutschland S.11-12


3. Interpretation der Situation der Herero, Völkermord oder kein Völkermord? S.12-13

4.1. Wertung S.13

4.2. Sachurteil S.14

4.3. Werturteil S.14


5.1 Verweise S.15

5.2 Quellen S.15


„"Die aufständischen Stämme werden mit Strömen von Blut untergehen, ein Krieg in Afrika lässt sich nun mal nicht nach den Gesetzen der 'Genfer Konvention' führen." General Lothar von Trotha, Kommandant im Krieg gegen die Herero Nama, der 1904 den berüchtigten Befehl zum Völkermord gab.“1

In dieser Hausarbeit soll durch die Analyse der zu Verfügung gestellten Quellen und eine Kontextualisierung, geklärt werden, ob die Taten des deutschen Kaiserreiches in der Kolonialzeit gegen das Herero Volk als Völkermord zu werten sind, und, ob ihnen auf rechtlicher Ebene eine Entschädigung zusteht. Die erste Quelle die es in dieser Arbeit zu analysieren gilt ist ein Auszug aus dem Zeitungsartikel „Spätfolgen des Imperialismus“ verfasst von Professor Jörn Axel Kämmerer, welcher am 06.08.2004 in der Frankfurter Allgemeinen erschienen ist.

Professor Dr. Kämmerer belegt derzeit den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Bucerius Law School in Hamburg und befasst sich schon seit vielen Jahren ausgiebig mit dem Völkerrecht zur Kolonialzeit. Im Jahr 2004 veröffentlichte Kämmerer zusammen mit dem Historiker Jörg Föh einen Artikel mit dem Titel „Das Völkerrecht als Instrument der Wiedergutmachung?“2 eine kritische Betrachtung am Beispiel des Herero-Aufstandes, in welchem sie sich mit dem Völkerrechtlichen Aspekt des Herero-Aufstands in Afrika auseinandersetzten.

Die zweite Quelle welche zur Analyse zur Verfügung gestellt wurde ist ein Gesetztes Auszug aus der „Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermords“ von der UN-Generalversammlung, Resolution 260 A (III) erschienen am 9. Dezember 1948, inkrafttreten am 12 Januar 1951 und beschreibt den Begriff „Genozid“ (für „Völkermord“) und wurde 1944 von der polnischen Juristin R. Lemkin eingeführt. 1947 definierte erstmalig ein US-Militärgericht im Urteil des Nürnberger Juristen-Prozesses Völkermord als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. „Genozid“ ging daraufhin als qualifizierter Begriff in die Rechtsprechung ein.

Die dritte Quelle welche zur Analyse zur Verfügung gestellt wurde ist ein Beitrag „Alien Tort Claim Act“, der von H. Wiedow für diesen Beitrag verfasst wurde. Danach befasst sich diese Hausarbeit mit der Geschichte der Herero und der Debatte zwischen Deutschland und Namibia. Am Ende dieser Hausarbeit steht eine Interpretation und als Schluss eine Wertung, ein Sachurteil und ein Werturteil.

1.1 Zusammenfassung/Analyse Quelle: Material 1 J.A. Kämmerer: Spätfolgen des .....[read full text]

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Den Eingeborenen wurden außer in Äthiopien und Liberia Vorzüge vorenthalten.

Die Dezimierung der Hereros hat keine internationalen Proteste ausgelöst. Erst durch eine Neuauflage des Blaubuchs, einer britischen Propagandaschrift von 1918, wird von den Deutschen eine Entschuldigung verlangt. Durch wie behauptete schlechte Verwaltung Deutschlands und Ächtung, wollte sich England Südwestafrika selber zu Eigen machen. Dieses Buch kann aber nicht als Beleg für das Unrecht genutzt werden.

In der Jahrhundertwende sind die Klassenstrukturen der europäischen Gesellschaft ausschlaggebend. Aus diesem Grund sollte auch nur den zivilisierten Völkern das Recht vorbehalten sein. Es ging in Afrika ausschließlich um Gebietsaufteilungen und Kolonialhandel der Westmächte. Die Schutzverträge der unzivilisierten Völker, wie z.B. der Hereros mit den Kolonialmächten, sind demnach wertlos.

Mittlerweile sind die Neustaaten formal gleichberechtigt. Dadurch wird die Rechtsordnung verändert. So müssen auch neue Staaten sich damit abfinden, dass das Völkerrecht nicht universell ist und historische Ereignisse nur aus der jeweiligen Zeit erhoben beurteilt werden können.

In der Quelle Spätfolgen des Imperialismus geht J.A. Kämmerer darauf ein, dass Zivilklagen auf völkerrechtlicher Ebene von einer Bewertung der Geschehen Ereignisse abhängt. „Ereignisse determiniert“ Z.2 Da diese Geschehen in der Vergangenheit liegen, ist es schwer eine solche Klage durchzubekommen, da das „Völkerrecht“ Z.2 bei solchen „Klagen Grenzen“ Z.2 hat.

Es wird sich darauf berufen, dass „staatliche[] Immunität“ Z.4 herrscht. Deswegen können keine Zivilklagen erhoben werden, sondern der geschädigte Staat muss klagen, da ein Staat nur gegen einen Staat klagen kann. „als Anspruchsteller tritt der Heimatstaat der geschädigten Person auf“ Z.6-7 Denn aus diesem Grund muss „völkerrechtlich vorgegangen werden“ Z.6 Deshalb gehen diese „Kolonialkonflikt[e] ins Leere“ Z.8 denn durch die Vertretung vor dem Völkerrecht „Mediatisierung“ Z.7, zu dieser Zeit waren die eingeborene Bevölkerung „indigen Gemeinwesen“ Z.13 nicht eigenständig organisiert sondern Kolonialmächten unterworfen, somit keine Staatsbürger sondern „Rechtssubjekte der Völkerrechtsfamile zugeordnet“ Z.14 Aus diesem Grund konnten die Kolonialmächte „ganz Afrika“ Z.15 unter sich aufteilen „herrschaftsfreier Raum, aus dem sich Europa nach Belieben Stücke herausschneiden durfte“ Z.16-17 und den Landgewinn durch „Schutzverträge“ Z.17, die nicht wirklich eine Auswirkung sondern nur zum Schein „als Dekor“ Z.17 geschlossen wurden, um das Land auf „völkerrechtlich legalem Wege“ Z.21 zu erschließen „Annexion fremden Gebiets“ Z.17 Dies führte dazu, das „die Rechtsbeziehungen“ Z.22 zwischen den Kolonialmächten und der einheimischen Bevölkerung auf Verträge beruhte und somit diese „der staatsrechtlichen Ebene zugeordnet“ Z.23 ist.

Dieses änderte sich erst, als die Kolonialzeit zu Ende ging und die Staaten nicht mehr unterdrückt wurden. „erst im Zuge der Dekolonialisationsphase“ Z.24 Somit entstanden „dekolonialisierte Neustaat[en]“ Z.26 Diese Neustaaten können gegen den „Schädigerstaat“ Z.24 klagen, da er durch das neu „geknüpfte Staatsangehörigkeitsband“ Z.26, dazu berechtigt ist für seine Bürger völkerrechtlich vorzugehen. „durch andere Staaten eigene völkerrechtliche Ansprüche geltend zu machen“ Z.27-28 Doch das Problem bei so einer Klage ist, dass das vorgeworfene Verbrechen nicht geltend gemacht werden kann, da zu dem Zeitpunkt des Verbrechens noch keine Staatsbürgerschaft im Neustaat vorlag. „wenn zum Tatzeitpunkt noch kein Neustaat und demzufolge auch keine Staatsangehörigkeit gab“ Z. 29-30 Die einzige Möglichkeit ist, dass der Neustaat versucht darzulegen, dass ihn „das Völkerrecht schon damals etwas anging“.

Z.33-34 Auch wenn die Kolonialstaaten die damaligen Bürger nicht als Staatsbürger ansahen, sind die Nachfahren zum heutigen Zeitpunkt Staatsbürger des neuen Staats und somit ist der Neustaat dazu verpflichtet durch sein Vorrecht des Monarchen, die Rechte einzuklagen. Auch der Ort des Verbrechens liegt in seinem Territorium. „Prärogative des Neustaat fallen, ihre Verletzungen geltend zu machen […] nicht nur die Tatopfer beziehungsweise ihre Nachfahren seine Staatsbürger, sondern auch der Ort der Unrechtshandlung liegt heute auf seinem Gebiet“ Z.34-37. Doch ein Problem in diesem Fall ist, dass Kriegsverbrechen nachgewiesen werden müssen, es aber aus jener Zeit kaum aussagekräftige Aufzeichnungen von den Kolonialmächten gibt „Dokumente der Kolonialverwaltungen, soweit überhaupt vorhanden, schildern die Geschehnisse gern einseitig“ Z.40-41 und die eingeborene Bevölkerung zu dieser Zeit nicht ausreichend gebildet war und deswegen keine eigenen Dokumente vorweisen kann. „Indigene Gemeinschaften waren vielfach illiterat“ Z.40 Dadurch herrscht relat.....

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Vielmehr müsste eine kriegsähnliche Situation herrschen, in der beide Parteien bewaffnet gewesen sein müssen, und somit um das Land gekämpften. „ hätte unter damaligen Verhältnissen um einen internationalen bewaffneten Konflikt handeln müsse, ganz Südwestafrika stand 1904 aber unter deutscher Herrschaft“ Z.83-85

Es handelt sich bei dem Völkerrecht um ein Recht, das sich weiterentwickelt hat, „der unverkennbare Wandel des Völkerrechts ist ein Ausdruck eines Wertewandels“ Z.93-94, weil sich auch die Werte der menschlichen Gesellschaft weiterentwickelt haben. Doch wieso besteht die Möglichkeit, nur weil es damals rechtens gewesen sei, diese Verbrechen zu begehen, dass dies auch heute rechtens ist, obwohl sich unser Wertesystem weiterentwickelt hat.

„positivistische Entschuldung von Untaten – Leitsatz: Was einmal Recht gewesen sei, könnte nicht ex post als unrecht betrachtet werden“ Z. 87-89 Das Recht zur damaligen Zeit der Kolonialmächte war auch durch das „Völkerrecht des Fin de Siècle“ Z.98 geschützt, der einen Fokus darauf hatte „die Interessen der Kolonialmächte“ Z.100 und der „elitären Minderheit des „europäischen Konzerts“ Z.99 zu schützen.

Denn dadurch, dass Europa viele Kolonien besaß war, es wichtig diese zu schützen. Die Kolonien hatten keinerlei Rechte und ihnen wurden jegliche Vorzüge von Staatsangehörigen „allenfalls als Objekte wahrgenommen. „Eingeborenen“ wurden alle Vorzüge vorenthalten, die Staatsangehörige verwehrt. „zivilisierter“ Staaten genossen“ Z.102-104 Das einzige mit dem sich die Europäer als Kolonialmächte beschäftigten waren „Schutzverträge“ Z.118, um die Macht über die Kolonialstaaten zu bekommen und der Handel dieser untereinander.

Auch wurden so die Gebietsaufteilungen beschlossen, welche zwischen Europa und Amerika verhandelt wurden. „Staaten Europas und Amerikas vorbehalten“ Z.114 „das Völkerrecht Afrikas beschränkte sich auf Vereinbarungen über Gebietsaufteilungen und den Kolonialhandel unter diesen Mächten.“ Z.114-116

Auch wurde kein internationaler Protest bei den Verbrechen erhoben. „Kein internationaler Protest regte sich wegen der Dezimierung der Herero“ Z.105 Die Verbrechen gegen die Hereros wurde von den Deutschen und der Welt weitestgehend ignoriert und wenn überhaupt, zu Propaganda „ „Blaubuch“, eine britische Propagandazeitschrift“ Z.106 oder zum Versuch sich Ländereien anzueignen benutzt „verfemt und Südwestafrika dem Empire einverleibt werden.“ Z.109 Solche Unterlagen können aber auch nicht als Beweise für die Verbrechen gegen die Herero genutzt werden. „nicht als Beleg für die Völkerrechtslage 10 Jahre Weltkriegsbeginn herangezogen werden“ Z. 111

Heutzutage sind die „souveräne[n] Neustaaten als formal gleichberechtigte Mitglieder der Völkerrechtsgemeinschaft “ Z.122 zusehen, das heißt sie haben dieselben Rechte und Pflichten wie andere Staaten. „Abkehr von einer Rechtordnung, die koloniale Ethnien von der Mitwirkung an der Formung transnationaler Rechtsregeln ausschloss und damit diskriminierte“ Z.123-124 Die Neustaaten mussten hiermit das Recht zur Klage aufgeben, um in die Völkerrechtsgemeinschaft aufgenommen zu werden. „nicht mit rechtlichen Hypotheken aus kolonialer Vergangenheit belastet werden.“ Z.127-128 Somit müssen sie akzeptieren, dass das Völkerrecht nicht „stets universell“, also nicht für sie galt und auch die Verbrechen nur an den „rechtlichen Maßstäben ihrer Zeit gemessen werde können“ Z.130-131. Somit haben sie gar keine Grundlage mehr zu Klagen, um gegen den Schädigerstaat von da.....

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Damit wird versucht jeglichem Vorgehen gegen eine bestimmte Gruppierung, einen Riegel vorzuschieben.

1.3 Zusammenfassung/Analyse Quelle 3: H.Wiedow: Alien Tort Claim Act

Der Bericht von H.Wiedow „Alien Tort Claim Act wurde für den Artikel „„Unrecht, aber kein Völkermord?“ –Wiedergutmachung für die Hereros?“ verfasst und handelt davon wie es möglich ist in den Vereinigten Staaten eine Zivilklage einzureichen, auch wenn man kein amerikanischer Staatsbürger ist.

Der Paramount-Chief der Herero reicht im September 2001 in New York eine Zivilklage gegen die Deutsche Bank und die Reederei Woermann ein, in der er ihnen vorwirft, mit der Kolonialmacht sich zusammen bereichert zu haben. Es wird auf eine Entschädigung von insgesamt 4 Mrd. US Dollar geklagt. Die Klage richtet sich auch gegen die deutsche Bundesregierung, da sie der Nachfolger des Kaiserreiches ist.

Die Klage beruft sich auf ein amerikanisches Bundesgesetz von 1789. Aus heutiger Amerikanischer Sicht ist damit ein universelles Völkergewohnheitsrecht gemeint. Der Ort und auch das Geschehen braucht keine Beziehung zur USA und somit kann jedes Land einen Schadensfall vor einem US-Amerikanischen Gericht verhandeln. Solch eine Klage hatte auch schon Erfolg. 2003 wird die Klage der Herero jedoch wegen ablehnender Haltung der Regierung in Windhoek und direkten Verhandlungen mit der Bundesregierung zurückgezogen.

In der Quelle geht der Autor darauf ein, dass gegen deutsche Unternehmen und gegen den Deutschen Staat Klage, auf je „2 Mrd. US $“ Z.6 erhoben wurde, da Deutschland als „rechtliche Nachfolgerin des Kaiserreichs“ Z.9 mit der „Reederei Woermann“ und „ Deutsche[r] Bank“ Z.3 mit verantwortlich für die Geschehen gegen die Herero gemacht werden. „sich in Zusammenarbeit mit dem Kolonialregime bereichert und von Plünderungen und Enteignungen profitiert zu haben“ Z.4-5

Da dieses Geld zum „Ankauf von Farmland“ Z.9 genutzt werden soll, versuchen die Kläger sich auf den „Alien Tort Claim Act“ Z.10 zu beziehen, ein Gesetz, das es möglich macht, auch als nicht Amerikaner in Amerika zu klagen auch wenn das Verbrechen nicht auf Amerikanischen Boden stattfand. Der Klagepunkt muss sich auf das „universelle Völkergewohnheitsrecht“ Z.16 beziehen, auch wenn sich manche im Wortlaut nicht genau einig sind. „“law of nations“ bereitet dabei Schwierigkeiten, es kann sowohl „Völkerrecht“ wie auch „Menschenrecht“ bedeuten. […] ,sodass Völkermord und faktisch Sklaverei als „tort“ angesehen werden. […] Da weder Ort noch Beteiligte eine Beziehung zu den USA haben müssen […], jeden Schadensfall in irgendeinem Land der Welt vor einem US-amerikanischem .....

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Die im Betschuanaland verbleibenden zogen an die äußerste Westgrenze, die bist an den Ort Okahandja reicht. Im 18. Jahrhundert wurde Okahandja (2) zum Zentrum des Hererovolks.

1830 verlagerten die Hereros, wegen einer Dürreperiode, die Weidegebiete ihrer Rinder immer weiter nach Süden aus und verdrängten so das Volk der Nama, die dort seit 1700 siedelten, welche zu Beginn des 19. Jahrhunderts Hilfe aus der südafrikanischen Kapkolonie, von den Orlam, bekamen. Aus diesem Grund wurden die Herero bis etwa auf die Höhe Windhuck (3) zurückgedrängt.

In Namibia war das 19. Jahrhundert durch gegenseitige Raubzüge auf der einen Seite die Herero und auf der anderen die Nama und Orlam, geprägt. Durch Alkohol und Schusswaffen, die Händler, welche über Missionare ins Land kamen, gegen Rinder tauschten, wurden die Auseinandersetzungen immer kriegsähnlicher. Die Stämme verarmten durch die hohen Kreditzinsen und Handelsspannen, welche den Konflikt weiter vorantrieben, weil alle versuchten, durch Raubzüge ihre Schulden zu bezahlen.

Dadurch wurden die Herero Mitte des 19. Jahrhundert durch die Orlam-Afrikaner fast ausgerottet. Erst im Jahr 1861 gelang den Herero, durch den Tod des Afrikaner-Häuptlings Jonker Afrikaner und durch die Hilfe der Nama und eines schwedischem Unternehmer Karl Johan Andersson mit seiner Privatarmee die Rückkehr zur alten Stärke und die komplette Unterwerfung der Orlam-Afrikaner.“ 7

2.2.2. Deutsche Kolonialzeit

„Ende des 19. Jahrhunderts starteten die ersten Europäer die Besiedlung, zum Beispiel im Damaraland (4) sowie auch im zentralen Hochland. Um die Stadt Windhuk erwarben deutsche Siedler Land von den Herero um ihre Farmen aufzubauen. 1883 wurde ein Vertrag zwischen den einheimischen Stammesältesten und Franz Adolf Eduard Lüderitz geschlossen, welcher die Grundlage für die spätere Kolonialherrschaft war.

So wurde Südwest-Afrika 1884 deutsche Kolonie. Am Anfang herrschte ein gutes Verhältnis zwischen den Herero und der deutschen Kolonialverwaltung, doch schon nach kurzer Zeit entstanden Konflikte. Die Ursachen waren Land- und Wasserrechte die zum Beispiel beim Bau der Otavi-Bahn, oder unklare Landrechtsverkäufe, welche den Herero nicht wirklich klar waren entstanden.

Auch Diskriminierung, Missionierung, Unterdrückung und Ausbeutung schürten die Konflikte. 1897 setzte die aus Südafrika kommende Rinderpest und Heuschreckenplage den Herero stark zu und sie verloren 70% ihres Viehbestandes. All diese Faktoren führten zur Verarmung der Herero und die forcierten Kreditverkäufe der Händler zwangen die Herero zu weiterem Landverkauf und zur Arb.....

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"Innerhalb der deutschen Grenze wird jeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen, ich nehme keine Weiber und Kinder mehr auf, treibe sie zu Ihrem Volk zurück oder lasse auf sie schießen."9

2.2.3. Weitere Maßnahmen gegen die Herero-Bevölkerung

„Im November 1905 wurden die Truppen von Trotha zurückgerufen. Sie standen in starker öffentlicher Kritik wegen der Brutalität, die sie gegen die Herero gerichtet hatten, um den Aufstand niederzuschlagen. Die Überlebenden wurden in Konzentrationslager geschickt und zur Zwangsarbeit gezwungen. Von 60.000-80.000 überlebten nur knapp 16.000, genaue Zahlen sind nicht bekannt.

Die Diskriminierung und Unterdrückung ging bis zum Ersten Weltkrieg weiter. Die Kolonialherrschaft endete erst 1915, als die deutschen kaiserlichen Schutztruppen vor den südafrikanischen Truppen des britischen Empires kapitulierten.“10

2.2.4. Deutschland und Namibia heute

„Heute leben 120.000 Menschen vom Volk Herero in Namibia, Botswana und Angola. Deutschland versucht seit der Unabhängigkeit Namibias, die 1990 als letztes afrikanisches Land nach fast 25 Jahren Freiheitskampf gegen die Mandatmacht folgte, verstärkt Entwicklungsarbeit zu betreiben. Seit 1990 hat Deutschland über 700 Millionen Euro Hilfeleistungen gezahlt. Auch hält Deutschland politisch Kulturelle Beziehungen zu Namibia“11

2.2.5. Debatte in Namibia, kein Thema in Deutschland

„Seit ungefähr drei Jahren wird über die Aufarbeitung des Kolonialgenozid zwischen Deutschland und Namibia verhandelt. Doch in Deutschland ist dies kaum ein Thema, während in Namibia die Wut wächst. Die Verhandlungen sind nicht transparent, selbst die Bundestagsabgeordneten wissen nicht genau wieweit die Gespräche sind. Dabei galt es als wichtiges Prestigeprojekt.

Nach langen Gesprächen im In- und Ausland haben sich alle großen Parteien dafür ausgesprochen, dass sie sich für den Völkermord in Deutsch-Südwestafrika entschuldigen müssen. Doch Namibia wartet immer noch auf eine Entschuldigung. Auch im aktuellen Koalitionsvertrag ist über das Thema nichts zu finden. Das Auswärtige Amt beantwortet Fragen immer .....

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