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German studies

University, School

HTL Villach

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Bernhard Schlink: Der Vorleser - Interpretation Das Buch Der Vorleser , geschrieben von Bernhard Schlink, erschienen im Jahre 1995, handelt um die Geschichte des fünfzehnjährige­n Michael Berg und der deutlich älteren Hanna Schmitz, die eine Liebesaffäre haben und sich nach Jahren im Gerichtssaal wiedertreffen. Der damals minderjährige Michael Berg hat eine Affäre mit Hanna, die anfangs harmonisch verläuft und später mit Hannas plötzlichem Verschwinden endet. Nach vielen Jahren begegnet der Student, Michael seine Liebe…
DER VORLESER Bernhard Schlink Der 15 jährige Gymnasiast Michael Berg übergibt sich auf der Straße. Eine Frau hilft ihm und führt ihn zu sich nach Hause um ihn zu waschen. Noch am selben Tag wird bei Michael Gelbsucht diagnostiziert. Monate später rät Michaels Mutter sich bei der hilfsbereiten Dame zu bedanken und ihr Blumen zu kaufen. Michael befolgt den Rat und sucht die Frau auf. Es handelt sich um Hanna Schmitz, eine Straßenbahnscha­ff­nerin die 36 Jahre alt ist. Michael klingelt und die beiden unterhalten sich. Michael fühlt…

Der Vorleser (Von Bernhard Schlink)


Der Autor:

Bernhard Schlink wurde am 6.Juli 1944 in Bielefeld geboren.

Er arbeitet als Professor für Rechtswissenschaften und ist auch Autor.

Literarisch hat er sich zunächst an Kriminalromane erfolgreich versucht. Erschienen sind 1987 der Roman Selbs Justiz, 1988 Die gordische Schleife und 1992 Selbs Betrug.

Mit dem Vorleser gelang Bernhard Schlink im Jahr 1995 sein großer Durchbruch.

Er erhielt für den Roman mehrere literarische Auszeichnungen.

Der Roman wurde in 26 Sprachen übersetzt und wurde auch im Ausland sehr gut aufgenommen. Vor allem in den USA erklomm er die Bestsellerlisten. Der Vorleser wurde bereits auch verfilmt und erschien Ende 2008 in den Kinos.


Hauptpersonen:


Michael Berg: Er ist am Anfang des Buches 15 Jahre alt und macht mit Hanna seine ersten sexuellen Erfahrungen.


Hanna Schmitz: Sie ist am Anfang des Buches 36 und somit um 21 Jahre älter als Michael. Sie arbeitet als Eisenbahn-Schaffnerin und ist Analphabetin, was sie jedoch um jeden Preis zu verheimlichen versucht.


Inhalt:


Teil 1:

Als Michael Berg 15 war hatte er Gelbsucht. Es war Oktober und er war auf dem Weg von der Schule nach Hause. Er übergab sich am Straßenrand und eine Frau half ihm.

Diese Frau war Hanna Schmitz.

Als er wieder gesund wurde war es bereits Februar und Michaels Mutter wollte, dass er einen Blumenstrauß kauft und damit zu Hanna geht um sich bei ihr zu bedanken. was er auch tat. Die Begegnung mit ihr ruft in ihm unerwartete Reize hervor.


Ich konnte die Augen nicht von ihr lassen. Von ihrem Nacken und von ihren Schultern, von ihren Brüsten, die das Unterkleid mehr umhüllte als verbarg, von ihrem Po an dem das Unterkleid spannte, als sie den Fuß auf das Knie stützte und auf den Stuhl setzte, von ihrem Bein, zuerst nackt und blaß und dann im Strumpf seidig schimmernd.

Sie spürte meinen Blick. Sie hielt im Griff nach dem anderen Strumpf inne, wandte sich zur Tür und sah mir in die Augen. Ich weiß nicht, wie sie schaute – verwundert, wissend, tadelnd. Ich wurde rot. Einen kurzen Augenblick stand ich mit brennendem Gesicht. Dann hielt ich es nicht mehr aus, stürzte aus der Wohnung, rannte die Treppe hinunter und aus dem Haus.


Eine Woche später stand er wieder vor ihrer Tür, weil er nicht aufhören konnte an sie zu denken. Er wollte sich bei ihr entschuldigen um von seinen Phantasien loszukommen. Doch sie war nicht zu Hause und daher wartete er auf der Stiege auf sie. Als sie endlich kam hatte sie in jeder Hand einen Kübel voll mit Koks und befahl Michael die restlichen zwei im Keller aufzufüllen und zu holen.

Dabei kam der Koksberg in Bewegung und Michael wurde überall schwarz.

Daraufhin ließ ihm Hanna ein Bad ein und klopfte sein Gewand aus. Nach dem Baden kam es dann zur er.....[read full text]

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Von da an wollte Hanna, dass er ihr vorlas bevor sie sich liebten.


„Lies es mir vor!“

„Lies selbst, ich bring’s dir mit.“

„Du hast so eine schöne Stimme, Jungchen, ich mag dir lieber zuhören als selbst lesen.“

„Ach, ich weiß nicht.“

Aber als ich am nächsten Tag kam und sie küssen wollte, entzog sie sich. „Zuerst musst du mir vorlesen.“

Sie meinte es Ernst. Ich musste ihr eine halbe Stunde lang „Emilia Galotti! volesen, ehe sie mich unter die Dusche und ins Bett nahm. Jetzt war auch ich über das Duschen froh. Die Lust, mit der ich gekommen war, war über dem Vorlesen vergangen. Ein Stück so vorzulesen, dass die verschiedenen Akteure einigermaßen erkennbar und lebendig waren, verlangt einige Konzentration.

Unter der Dusche wuchs die Lust wieder. Vorlesen, duschen, lieben und noch ein bißchen beieinanderliegen – das wurde das Ritual unserer Treffen.


Eines Tages verschwindet Hanna ohne etwas zu sagen.

Michael gibt sich daran die Schuld, denn am selben Tag bevor sie verschwand tauchte sie noch im Freibad auf wo er mit seinen Freunden war, aber er ist nicht zu ihr gegangen und hat sie verleugnet. Jetzt denkt er, dass sie zur Strafe dafür gegangen ist, doch in Wirklichkeit ist sie ausgezogen weil sie zur Büroangestellten befördert wurde und ihr Geheimnis das sie Analphabe.....

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Nur zwei Frauen, Mutter und Tochter, haben den Brand überlebt. Sie waren bei dem Prozess anwesend und sagten aus.

Die Tochter hatte ein Buch über ihre Zeit im Krieg und über die schrecklich Nacht geschrieben.

Sie erzählte auch von den Selektionen im Konzentrationslager und das dabei vor allem eine Wächterin auffiel und zeigte auf Hanna. Sie hatte Lieblingshäftlinge denen sie zu essen gab und die am Abend zu ihr kommen und ihr laut vorlesen mussten. Die Gefangenen dachten zuerst Hanna wäre eine humanere Aufseherin, aber bei den Selektionen schickte Hanna dann ihre zuvor gewesenen Lieblinge in den Tod.

Und das nur um geheim zu halten dass sie ihr vorlasen.

Am Tag nach dem Brand der Kirche mussten die Aufseherinnen einen Bericht schreiben, indem stand dass sie erst von dem Brand erfahren hatten als es bereits vorbei war. Die anderen Angeklagten hatten ausgesagt, dass Hanna den Brief geschrieben hat und daher wollte der Richter eine Schriftprobe von ihr um ausfindig zu machen ob das auch stimmt. Aber Hanna verweigert das und gibt zu ihn geschrieben zu haben um ihren Analphabetismus zu verbergen.

Hier wird Michael das erste Mal bewusst wieso er ihr immer vorlesen sollte.

Hanna konnte nicht lesen und schreiben.

Deswegen hatte sie sich vorlesen lassen. Deswegen hatte sie sich der Beförderung bei der Straßenbahn entzogen; ihre Schwäche, die sie als Schaffnerin verbergen konnte, wäre bei der Ausbildung zur Fahrerin offenkundig geworden. Deswegen hatte sie, um der Konfrontation mit dem Sachverständigen zu entgehen, zugegeben, den Bericht geschrieben zu haben.

Hatte sie sich deswegen im Prozess um Kopf und Kragen geredet? Weil sie das Buch der Tochter wie auch die Anklage nicht hatte lesen, die Chancen ihrer Verteidigung nicht hatte sehen und sich nicht entsprechend hatte vorbereiten können? Hatte sie deswegen ihre Schützlinge nach Auschwitz geschickt? Um sie, falls sie was gemerkt haben sollten, stumm zu machen? Und hatte sie deswegen die Schwachen zu ih.....

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Nach seiner Trennung von Gertrud plagen Michael viele schlaflose Nächte und daher beginnt er für Hanna Kassetten aufzunehmen auf denen er ihr vorlas.

Er schickte ihr die Kassetten und einen Radio ins Gefängnis, worüber sich Hanna sehr freute. Über Jahre schickte Michael ihr Kassetten bis er irgendwann ein Brief von der Leiterin bekam. Darin stand das er der einzige sei der mit Hanna in Kontakt ist. Und da sie nach 18 Jahren Haft bald entlassen werden wird, wird Michael gebeten für sie eine Wohnung und eine Arbeit zu besorgen und ihr beim Weg zurück ins normale Leben beizustehen und zu erleichtern.

Was er dann auch tat, aber am Tag ihrer Entlassung hatte sich Hanna bei Tagesanbruch in ihrer Zelle erhängt. Sie hatte nur einen Brief hinterlassen in dem stand das er die 7000 Mark die sie in einer Teedose aufbewahrte der Tochter geben sollte die den Brand der Kirche überlebt hatte.

Die Tochter lebte in New York und Michael brachte ihr das Geld als er wegen beruflichen Gründen in der Nähe war. Die Tochter wollte nur die Teedose behalten. Mit dem Geld beschlossen die beiden es einer jüdischen Stiftung gegen Analphabetismus zu spenden.


Interpretation:


Bei dem Buch „Der Vorleser“ von Bernard Schlink handelt es sich um einen in der Ich-Perspektive verfassten Entwicklungsroman der Ende der 50er Jahre zu erzählen beginnt.

Der 15 jährige Michael Berg erzählt von seiner zufälligen Bekanntschaft mit der wesentlich reiferen Hanna Schmitz und ihrer gemeinsamen he.....

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