Discussion / Argumentative Essay

Der Verlust der Zeit: Matthias Drobinski - Textgebundene Erörterung

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Discussion
German studies

University, School

Zabergäu-Gymnasium Brackenheim

Grade, Teacher, Year

12, 2014

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Super Text, einfach hervorra­gend formulie­rt. Kernauss­agen wurden richtig getroffe­n. Die Zietieru­ng wurde eingehal­ten. Klasse. Es wurde nichts vergesse­n oder überseh­en. Einleitu­ng, Haupttei­l und Schluss sind jeweils sehr gut geschrie­ben.

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Matthias Drobinski – Der Verlust der Zeit

TEXTGEBUNDENE ERÖRTERUNG


Matthias Drobinski erörtert in seinem Essay „Der Verlust der Zeit“, der im Januar 2007 in der Süddeutschen Zeitung erschien, die heutige gesellschaftliche Haltung und Achtung der Zeit. Drobinski fechtet den Umgang der Menschen mit der Lebenszeit an und geht dabei auf die Themen Zeitnot und Zeitverschwendung ein.

Anlass zu seinem Bericht ist die Ruhezeit in Bayern zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest. Sie ruft ihm jährlich ins Gedächtnis, wie angenehm ruhige und zwecklose Zeit sein kann und wie selten dies in der Gegenwart geworden ist. Er ist nicht der einzige Vertreter dieser Gesellschaftsgruppe, die zunehmend Zuspruch und Zustrom erhält und die diese Position vertritt.

Sie begründen ihre Ansichten mit Statistiken und Umfragen, die beweisen, dass im Allgemeinen der Druck auf Berufstätige zunimmt und dadurch die Zahl der an Burn-out und ähnlichen Erscheinungen Leidenden rasant ansteigt. Die Frage ist, ob die Ursache hierfür tatsächlich in unserem heutigen Lebensstil und Zeitempfinden liegt.

Drobinski identifiziert die technischen Fortschritte der Gegenwart wie „Taschencomputer“ (Z.21) und „selbstkochende Tiefkühlkost“ (Z.22f) als negativen Aspekt. Er sieht sie als eine weitere Belastung  in den „industrialisierten Gesellschaften“ (Z.16).

Da alles zu jeder Zeit möglich sei (vgl. Z. 25ff), gehe die Zeit verloren, in der man nichts tun kann. Ruhezeiten wie die stade Zeit in Bayern gehen verloren, da stets versucht wird, den zweckfreien Raum mit „neue[n] zeitverbrauchenden Zweck[en]“ (Z.34) zu füllen.

Diese Überhäufung mit Aktivitäten ohne Berücksichtigung ehemaliger Zeitfenster – „man kann schon jetzt ungeachtet aller Ladenschluss-Debatten zu beinahe jeder Zeit einkaufen, Sport treiben, sich zerstreuen.“ (Z.26f).

Diese Lebensweise sei laut Drobinski Ursache für die Entstehung von „Multitasking-Existenzen“ (Z.31), die „von der Wirtschaft gewünscht“ sind (Z.33) und „dem Idealbild vom flexibilisierten Menschen [entsprechen]“ (Z.34). Diese Verflechtung von Prozessen sorge dafür, den Blick für das Wesentliche zu verlieren (vgl. Z.63, Z.59ff) und das Leben dadurch nicht einfacher, sondern sogar schwerer machen (vgl. Z.28).

Auf jeden Fall sei diese neue Art zu leben nicht positiv. Denn die zahlreichen „Zeit-Ratgeber“ (Z.19) auf Amazon seien Beweis dafür, dass die Gesellschaft „Zeitnot“ (Z.17) hat. Sie fühle sich gehetzt (vgl. Z.63) und sei auf der Suche nach der Urs.....[read full text]

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Diese wird durch selbstironische Äußerungen, wie dass flexible Arbeitszeiten vor allem bei Journalisten, und somit womöglich auch bei ihm selbst, üblich sind, verstärkt.

Des Weiteren verwendet er wiederholt Substantive, die zur Wortfamilie der „Zeit“ gehören – wie zum Beispiel die „Zeitnot“, den „Verlust der Zeit“ (beides Z.17), die „Zeitarmut“ (Z.46) und so weiter – und geht in Zeile 18 sogar noch genauer durch eine umgedrehte Klimax auf sie ein, indem er sie „Monate, Tage, Stunden“ (Z.18) unterteilt.

Hiermit bleibt sein Thema zentral und zieht sich wie ein roter Faden durch seinen Bericht; eine mögliche Verwirrung des Lesers über das Thema wird unterbunden.

Auch durch mehrfache Betonung der Allgemeingültigkeit seiner Beispiele beispielsweise durch Wiederholungen („jeder kann jeden zu jeder Zeit anrufen“ (Z.25f)) oder Anaphern („Man kann []; man kann []“ (Z.26f)) oder schlichtweg durch die Aneinanderreihung zahlreicher Beispiele (vgl. Z.25ff) fördert Drobinski die Identifikation des Lesers mit dem Rollenbild, anhand dessen der Autor die negativen Auswirkungen des Zeitumgangs verdeutlicht.

Zur Untermauerung seiner Argumente verwendet Drobinski zumeist Normative Argumente oder Faktenargumente, wo der Bogen zu der Allgemeingültigkeit seiner Aussage geschlagen werden kann. Er bezieht sich auf gesellschaftliche Normen und Werte, nachvollziehbare Gedankengänge und spricht damit eine Breite von Lesern, eine Breite von Gesellschaftsgruppen an.

Nur an einer Stelle, an der er auf die längere Lebenserwartung zu sprechen kommt, bekräftigt er seine Aussage durch Heranziehen von „Statistiker[n]“ (Z.15). Möglicherweise kristallisiert sich an dieser Stelle heraus, dass die Fakten zwar andere Töne sprechen, tatsächlich aber – und so kann es jeder Leser sinnvoll verfolge.....

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Auf der anderen Seite, stellen diese Erfindungen aber auch Vorteile für die Gesellschaft dar. So wie Drobinski es nämlich sogar erwähnt, befähigen sie uns zu mehr Flexibilität („Idealbild vom flexibilisierten Menschen“ Z.34) und Mobilität (vgl. Z.25ff). Meiner Meinung nach, hat sich die Gesellschaft aber schon so sehr an diesen Luxus gewöhnt, dass dessen positiver Wert gar nicht mehr berücksichtigt wird, sondern stattdessen nach Nachteilen gesucht wird.

Des Weiteren verfängt sich Drobinski in seiner Thematik, indem er von zweckbefreiter Zeit im Sinne von Ruhezeit (vgl. Z.2ff) auf sogenannte „kollektiv[e] Auszeiten“ (Z.28) zu sprechen kommt (vgl. Z.68ff). An was fehlt es uns denn nun – an Zeit, in der keine Arbeit verrichtet wird, oder an sozialer Zeit?

Um ersteres zu entschärfen, möchte ich auf die von ihm kritisierten „Beschleunigungsprozesse“ (Z.55, vgl. auch Z.21) eingehen. Genau diese sorgen nämlich im Grunde für mehr „stade Zeit“ (Z.2). Sie lassen uns - gepaart mit technischen Entwicklungen (vgl. Z.22f)zur Vereinfachung und Überlagerung von Aktivitäten - Zeit sparen.

Und diese freie Zeit lässt dann Platz für soziales Zusammensein und für Gespräche über gesellschaftswissenschaftliche Thematiken (vgl. Z.69).

Außerdem möchte ich dem Autor dahingehend widersprechen, dass „stade Zeit“ (Z.2) von der Gesellschaft gefordert werden. Die „Zeit-Ratgeber“ (Z.19) von Amazon, die seine Aussage untermauern sollen, beweisen zwar, dass man das Gefühl von „Zeitnot“ (Z.17) verspürt, sie mögen aber eventuell auch nur darauf hinweisen, dass noch nicht jeder seinen Platz in dieser flexibilisierten Gesellschaft gefunden hat.

Nicht zuletzt demonstrieren sie nämlich, dass es auf den Umgang mit der Zeit ankommt, darauf, wie man Prozesse verflechten und kombinieren kann, um Zeit für anderes zu sparen. Und obwohl Drobinski Arbeitslose von der „Jagd nach der verlorenen Zeit“ (Z.19f) ausschließt (Z.17f), muss man deren Zeitgefühl nur als übertriebene Empfindung ansehen.

Wie viele haben nach Feiertagen und verlängerten Wochenenden die Nase voll von der Ruhe und der Abgrenzung vom Rest er Welt? Man hat sich an die permanente Konfrontation mit „zeitverbrauchende[n] Zweck[en]“ (Z.24) gewöhnt und wil.....

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Letztendlich gilt es die Balance zu halten und sich sein Zeitmanagement so zu Recht zu legen, dass man am Ende des Tages mit seinen Aktivitäten zufrieden sein kann. Jeder hat es selbst in der Hand, seine.....

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