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Sociology

University, School

Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

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Unabhängigkeit ohne Freiheit? Die Auswirkungen der Kolonialzeit auf die Entwicklung des Staates Äquatorialguine­a. Facharbeit am Carl-von-Ossiet­zky­-Gymnasi­um, Bonn eingereicht bei Frau E. von Q1/Geschichte GK1 im Schuljahr 2011/2012 Inhaltsverzeich­nis 1. Einleitung ...............­...­........­....3 2. Kolonialgeschic­hte 2.1 Portugal bis 1777 ...............­...­..... 4 2.2 Wechselnde Kolonialmächte bis 1854 ..............6 2.3 Spanischer Einfluss bis 1968 ............... ...7 3. Entkolonialisie­run­g…
Die Entstehung der Erde Ursprung des Sonnensystems: Die Entstehung von Sternen in unserer Galaxie, der Milchstraße, ist ein völlig normaler Vorgang. Sterne bilden sich durch Kollaps einer dichten, interstellaren Dunkelwolke, vielleicht ausgelöst durch eine Supernovaexplos­ion­. Unsere Sonne hat sich so vor 4,6 Milliarden Jahren durch Kontraktion des solaren Nebels gebildet. Der solare Nebel ist eine rotierende, scheibenförmige Struktur, die aus einem Gemisch von interstellarem Staub und wasserstoffreic­hem Gas besteht.…

Diese Theorien entstammen verschiedenen Traditionen sowie soziologischen Klassikern und können zudem durch unterschiedliche politische Auffassungen getrennt werden. Es kann zwischen „pluralistischen“ und „marxistischen“ Erklärungsmodellen unterschieden werden (vgl. Alber 1987:73ff.). Die pluralistische Theorie sieht in der staatlichen Sozialpolitik ein „allgemeines Produkt der Wachstums- und Differenzierungsprozesse im Rahmen der Modernisierung“ (ebd.:73ff.). Die Marxisten hingegen sehen sozialstaatliche Wohlfahrtsinstitutionen als eine spezielle, kapitalistische Entwicklung, die zur Sicherung der Kapitalverwertung einerseits und der Kontrolle der Klassenkonflikte andererseits, unumgänglich ist.

Diese beiden Erklärungsmodelle können desweitern in funktionalistische und konflikttheoretische Ansätze unterteilt werden. Die funktionalistischen Ansätze gehen von einem sozio-ökonomischen Erfordernis der Sozialpolitik aus. Die konflikttheoretischen hingegen verweisen deutlich darauf, dass der Wohlfahrtsstaat Resultat sozialpolitischer Forderungen, zum einen aufgrund der Zunahme von Organisations- und Koalitionsrechten, andererseits aufgrund kollektiver Proteste und Klassenkämpfe (vgl. ebd.:74).

Abbildung 4: Sozialwissenschaftliche Theorien der Entwicklung des Wohlfahrtsstaates


Funktionalistische

konflikttheoretische



Sozialpolitik von unten

Sozialpolitik von oben

pluralistische

Reaktion auf neue Lebensformen/Probleme im Rahmen der Modernisierung einhergehend mit Funktionsverlust traditioneller Sicherungsformen

Reaktion auf Demokratisierung und Organisation der Arbeiter

Reaktion auf Legitimierungsdefizite der politischen Elite

(neo)marxistische

Sicherung der Kapitalakkumulation und staatliche Reparaturversuchte ihrer negativen Effekte

Pazifizierungs- (und Kontroll-) Programme infolge verschärfter Klassenkämpfe

Pazifizierungsprogramme infolge des Interesses des Staates

Quelle: Alber 1987:76f.


Entscheidende Aspekte bei der Entstehung der Sozialpolitik


Entstehung des Nationalstaates und der societas civilis

Bei Michael Manns Analyse über die Entstehung des modernen Staates, sind besonders auch für die Entwicklung des Sozialstaates, die Aspekte der Bildung von Staaten sowie der Zivilgesellschaft bzw. dem Bewusstsein für eine solche Zusammengehörigkeit äußerst relevant. Mann betont die gesellschaftlichen Veränderungen, die zur Staatsbildung beigetragen haben und verweist darauf, dass die Herausbildung eines territorialen Nationalstaates eng mit dem Entstehen einer Zivilgesellschaft verknüpft ist (vgl. Mann 1991:423).

Michael Mann schließt sich bei der Entstehung der Nationalstaaten an die bekannte Typologie von Theodor Schieder an und beschreibt den Prozess wie folgt. Ab 1840 haben sich die Nationen entlang von drei verschiedenen Ebenen entwickelt. Den Staat stärkende (Frankreich, England), als staatsbildende (Deutschland) und staatszersetzende und von ihm abtrennende Gemeinschaft.

Die Nationenbildung in Frankreich und England fand vor allem durch innerstaatliche Revolutionen statt, die zur Stärkung des Staates beigetragen haben. Der staatsbildende Typus kennzeichnet sich dadurch, dass sich staatlich getrennte Territorien aufgrund ihrer sprachlichen und kulturellen Ähnlichkeiten (z.B. Deutschland) zusammengeschlossen haben. Der dritte Weg zur Entstehung von Nationen verlief über die Abspaltung von nationalen Großmächten (vgl. Mann 1998:118f.). Entscheidenden Einfluss in den Prozess der Staatsbildung hatten die starken kriegerischen Handlungen, sprich di.....[read full text]

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Ausgehend von dieser Situation entstanden auch viele neue Probleme, die als Arbeiterfrage bzw. als soziale Frage bezeichnet werden und somit als entscheidender Wandel oder Beginn der neuzeitlichen Sozialpolitik angesehen werden kann. Vorwiegend sind es die Lebens- und Arbeitsumstände der Arbeiterschaft im 19. Jahrhundert die im Folgenden zu sozialpolitischen Entwicklungen geführt haben.

Folgende Missstände waren ausschlaggeben: Die Arbeitszeiten waren extrem lang (Deutschland 1860: 78 Stunden pro Woche) und gesundheitsschädlich. Zudem waren die Umweltverhältnisse am Arbeitsplatz (Licht, Lärm, sanitäre Bedingungen) ebenfalls gesundheitsschädlich und die Unfallschutzvorrichtungen waren äußerst bedenklich bzw. kaum vorhanden. Besonders zu Beginn waren auch Frauen und Kinder diesen enormen Arbeitszeiten- und Bedingungen ausgesetzt, da das Einkommen eines Alleinverdieners nicht ausreichte.

Diesen materiellen Umständen folgt die Belastung der Arbeitsverträge ohne Kündigungsfrist (employment at will). Entschädigung gab es, besonders auch zu Beginn, in Form von Existenzminimumlöhnen. Weitere Probleme waren das Fehlen von Sicherungseinrichtungen bei etwaiger Arbeitslosigkeit, Krankheit etc. sowie die missliche Wohnsituation der Bevölkerung (vgl. Althammer 2014:19ff.). Durch diese Missstände ergaben sich zahlreiche sozialpolitische Aufgaben, die in ihrer Dringlichkeit von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen unterschiedlich bewertet wurden.

Dies verzögerte die Umsetzung der ersten Maßnahmen deutlich. Die anfängliche Ignoranz der Problematik der Arbeiterschaft wurde, wie es auch Mann beschrieb, begleitet von der Meinung, dass die Arbeiterklasse geistig und politisch unreif sei und der herrschenden Gruppe zu Dank und Gehorsam verpflichtet sei (vgl. ebd.:40f.). Der Erfolg der sozialpolitischen Maßnahmen liegt zu einem großen Teil auch im Zusammenspiel von einzelnen Persönlichkeiten und sozialen Bewegungen, die in Abbildung 5 zu sehen sind (vgl. ebd.:43).

Quelle: Althammer 2014:43

Abbildung 5: Triebkräfte der sozialpolitischen Entwicklung im 19. Jh.


Wohlfahrtstaatliche Entwicklung in Deutschland und Österreich

Alle westeuropäischen Länder haben Sozialversicherungssysteme eingeführt, aber sowohl bezüglich des Zeitpunkts der Gesetzgebung sowie bezüglich des Typs der errichteten Programme, zeigen teils große Unterschiede (Jens 1987: 195). In der folgenden Analyse soll, angelehnt an Michael Mann, der Ursprung der Sozialpolitik in Deutschland und Österreich kurz skizziert werden.

Ein einheitliches Element der Entstehungsphase des Sozialstaates liegt im Zeitpunkt der Entwicklung. Zwischen 1880 und dem Zweiten Weltkrieg, werden einhergehend mit der Industrialisierung und der Urbanisierung, überall die ersten Sozialversicherungsgesetze eingeführt. Zudem war es die politische Mobilisierung der Bürger bzw. Arbeiter, durch die sozio-ökonomische Probleme überhaupt erst sozialpolitisch relevan.....

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Der monarchistische, deutsche Staat versuchte mit einer ersten umfassenden Arbeiterversicherung die Arbeiter von der Sozialdemokratie fern zu halten und an die Monarchie zu binden. Dies verdeutlicht wie in der Analyse zuvor, dass die Entstehung des deutschen Sozialstaates primär mit der Arbeiterfrage einhergeht. Zudem werden durch diese Interventionspolitik, die primär aus Furcht vor einem Umsturz zustande gekommen ist, die wahren Entstehungsgründe deutlich (vgl. ebd.:127f.). Staatliche Sozialpolitik war demnach nie Selbstzweck, sondern erfüllte Funktionen von Herrschaftssicherung und Gesellschaftskonsolidierung (ebd.:128).

Dennoch war trotz dieser beiden Gründungsgesetze die anhaltende Arbeiterfrage nicht gelöst. Es war Otto von Bismarck, Reichskanzler unter Kaiser Wilhelm I und II, welcher diesem Problem mit einem systematischen Geflecht aus Sozialversicherungen entgegengetreten ist. Beginnend mit dem Gesetz der Krankenversicherung für Arbeiter 1883 setzte er auch das Unfallversicherungsgesetz von 1884 und das Gesetz betreffend der Invaliditäts- und Altersversicherung von 1889 durch.

Dieses Bündel aus Sozialversicherungen war zunächst bei weitem nicht für alle galt und teils schwer umsetzbar. Dennoch wurde dieses Modell von vielen anderen Ländern nachgeahmt. So gilt Deutschland auch als Pionier staatlicher Sozialpolitik (vgl. ebd.:128).

Beispiel: Österreich

Die Entstehung des österreichischen Wohlfahrtsstaates hängt primär mit der an Bedeutung steigenden Arbeiterbewegung sowie dem Einfluss des beginnenden Wohlfahrtsstaates in Deutschland zusammen. Wobei besonders die Einführung der Sozialversicherung unter Bismarck dazu führte, dass auch in Österreich erste Formen einer Unfall- und Krankenversicherung implementiert wurden.

Damalige Prinzipien der österreichischen Sozialversicherung, die heute noch gültig sind, sind „die Ausgestaltung als Pflichtversicherung, die Verknüpfung von Beschäftigungsdauer, Arbeitseinkommen und Versicherungsleistung und die Selbstverwaltung“ (ebd.:47). Die Erweiterung des Sozialsystems in Österreich umfasst die 1907 eingeführte Pensionsversicherung sowie die 1920 eingeführte Arbeitslosenversicherung.

Die erste Phase der wohlfahrtstaatlichen Entwicklung in Österreich, bis in die 1930er Jahre ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die soziale Sicherung sowohl auf verschiedene Personengruppen als auch auf verschiedene Leistungen ausweitete (vgl. ebd.:47f.).

Fazit

Wie Michael Mann in seiner Analyse richtig betont, hat die Entstehung des Wohlfahrtsstaates verschiedene ineinandergreifende Ursachen. Die Entstehung bzw. der Beginn des neuzeitlichen Sozialstaates hängt, wie nun erörtert, stark mit der Bildung der Nationen und der Herausbildung einer Zivilgesellschaft zusammen. Hierfür ist es besonders entscheidend, dass sich der Umfang des Staates, ausgehend von seinen militärischen Funktionen auf den zivilen Be.....

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Alber, Jens (1987): Vom Armenhaus zum Wohlfahrtsstaat. Analysen zur Entwicklung der Sozialversicherung in Westeuropa. Campus Verlag: New York.

Althammer, Jörg (2014): Lehrbuch der Sozialpolitik. Berlin: Springer Verlag.

Cormier, Jeffrey J. (2006): An Anatomy of Power: The Social Theory of Michael Mann. In: Canadian Journal of Sociology. Verfügbar über: Zugriff am: 1.09.2016

Esping-Andersen, Gøsta (1990): The Three Worlds of Welfare Capitalism. Polity Press: Cambridge.

Hegelich, Simon/ Meyer, Hendrik (2008): Konflikt, Verhandlung, sozialer Friede: Das deutsche Wohlfahrtssystem S.127-148 In: Bazant, Ursula (2008): Europäische Wohlfahrtssysteme. Ein Handbuch. VS Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden.

Kaufmann, Franz-Xaver (1997): Herausforderungen des Sozialstaates. Suhrkamp: Frankfurt am Main.

Mann, Michael (1998): Geschichte der Macht, Bd. 3, Die Entstehung von Klassen und Nationalstaaten (Teil I). Campus Verlag: Frankfurt a. M.

Mann, Michael (2001): Geschichte der Macht, Bd. 3, Die Entstehung von Klassen und Nationalstaaten (Teil II). Campus Verlag: Frankfurt a. M.

Marshall, Thomas H. (1992): Bürgerrechte und soziale Klassen: zur Soziologie des Wohlfahrtstaates. Campus Verlag: New York.

Schieder, Theodor (1991): Nationalismus und Nationalstaat: Studien zum nationalen Problem im modernen Europa. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen.

Schmidt, Manfred G. (2005): Sozialpolitik in Deutschland. Historische Entwicklung und internationaler Vergleich. VS Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden.


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