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Sociology

University, School

Karl-Franzens-Universität Graz - KFU

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Unabhängigkeit ohne Freiheit? Die Auswirkungen der Kolonialzeit auf die Entwicklung des Staates Äquatorialguine­a. Facharbeit am Carl-von-Ossiet­zky­-Gymnasi­um, Bonn eingereicht bei Frau E. von Q1/Geschichte GK1 im Schuljahr 2011/2012 Inhaltsverzeich­nis 1. Einleitung ...............­...­........­....3 2. Kolonialgeschic­hte 2.1 Portugal bis 1777 ...............­...­..... 4 2.2 Wechselnde Kolonialmächte bis 1854 ..............6 2.3 Spanischer Einfluss bis 1968 ............... ...7 3. Entkolonialisie­run­g 3.1 Erreichen der Unabhängigkeit ...............­.. 10 3.2 Die Diktaturen von Nguema und Obiang .............12 4. Zusammenfassung ...............­...­........­.14 5. Literaturverzei­chn­is ...............­...­........­15 6. Erklärung des Verfassers ...............­...­..... 16 - 3 - 1. Einleitung Äquatorialguine­a, ein kleiner Staat, entstanden durch den europäischen Tauschhandel mit afrikanischen Kolonien, ist eher unbekannt, außenpolitisch unauffällig, und bis zu Erdölfunden gegen Ende des vergangenen Jahrtausends war es auch wirtschaftlich unbedeutend. Durch die Funde hat das Land heute das höchste BIP pro Kopf in Afrika. Trotzdem müssen 60% der Bevölkerung mit unter einem US-Dollar pro Tag auskommen. Der Grund heißt Teodoro Obiang, offiziell gewählter, Präsident des Landes. 80% der Einnahmen Äquatorialguine­as
Die Entstehung der Erde Ursprung des Sonnensystems: Die Entstehung von Sternen in unserer Galaxie, der Milchstraße, ist ein völlig normaler Vorgang. Sterne bilden sich durch Kollaps einer dichten, interstellaren Dunkelwolke, vielleicht ausgelöst durch eine Supernovaexplos­ion­. Unsere Sonne hat sich so vor 4,6 Milliarden Jahren durch Kontraktion des solaren Nebels gebildet. Der solare Nebel ist eine rotierende, scheibenförmige Struktur, die aus einem Gemisch von interstellarem Staub und wasserstoffreic­hem Gas besteht. Fast die gesamte Masse des solaren Nebels wurde von der Sonne “aufgesaugt”. Ein geringer Bruchteil verblieb aus ungeklärten Gründen in der rotierenden Scheibe. Daraus entstanden dann die Planeten, Asteroiden und Kometen unseres Sonnensystems. Astronomische Beobachtungen unterstützen dieses Bild. Junge Sterne sind in vielen Fällen von Staubhüllen umgeben, die durch den Zentralstern aufgeheizt und dann dur..

Seminararbeit


Michael Mann- Die Entstehung des modernen Staates (Band 3, Teil II)

Der Ursprung des Wohlfahrtsstaates


Im Rahmen der Lehrveranstaltung

Aktuelle soziologische Literatur (Sozialer Wandel und Historische Soziologie)

319.333 SS

abgegeben am 08. September 2016


Inhaltsverzeichnis



Abbildungsverzeichnis


Einleitung

In der vorliegenden Arbeit soll, ausgehend von Michael Manns „Die Geschichte der Macht“, die Entstehung des modernen Staates (Band III, Teil 2) ausgearbeitet werden.

Besonderer Fokus soll hierbei auf die historische Entwicklung des Wohlfahrtsstaates, bzw. die Umstände und die Situation dessen Ausgangspunkt, gelegt werden. Nachdem die Vorgehensweise von Manns Gesamtwerk kurz vorgestellt wird, widmet sich ein Großteil dieser Arbeit mit der Frage, wie sich im 19. Jahrhundert die modernen Staaten herausgebildet haben. Hierzu soll ganz nach Mann auf die vier Wachstumsprozesse staatlicher Modernisierung (Umfang des Staates, sein Funktions- und Aktionsradius, die verwaltungsmäßige Bürokratisierung und die politische Repräsentation) eingegangen werden.

Zentrale Fragestellung dieser Arbeit lautet: Welche Entwicklungen und Machtnetzwerke waren entscheidend für die Herausbildung der ersten Formen des modernen Sozialstaates? Dazu sollen die zentralen sozialwissenschaftlichen Theorien der Entwicklung des Wohlfahrtstaates, sowie zentrale Aspekte der Entwicklung des Sozialstaates erarbeitet werden.

Zudem folgt eine kurze Beschreibung der Anfänge des Wohlfahrtsstaates in Deutschland und Österreich.


Michael Mann: Die Geschichte der Macht

Der britisch-amerikanische Soziologe Michael Mann hat in seinem dreibändigen Werk „Die Geschichte der Macht“ eine historisch-soziologische Analyse von Machtstrukturen in der Entwicklung der Menschen vorgelegt.

Der Zeitrahmen der von ihm untersucht wird ist der Anfang der Zivilisation bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die einzelnen Epochen werden anhand des von Mann entwickelten IEMP-Modell, also den vier Quellen der Macht: ideological, economic, military und political power analysiert. Von großer Bedeutung bei dieser Herangehensweise ist die Betrachtung dieser vier Machtquellen als „sich überlagernde und gegenseitig beeinflussende Machtgefechte“ und nicht als einzelne getrennte Systeme (vgl.

Mann: 2001:203). So lautet auch die Grundthese von Mann wie folgt:

Gesellschaften sind keine Systeme. Es gibt kein endgültiges Sozialgefüge für die menschliche Existenz. Was wir als Gesellschaften bezeichnen sind nur lockere Aggregate vielfältiger, sich überlappender oder überschneidender Machtnetzwerke“ (Mann .....[read full text]

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Die Daten für Großbritannien und Preußen zeigen sogar (siehe Abbildung 1), dass die staatlichen Pro-Kopf-Ausgaben schrumpften (vgl. ebd.: 202ff.).

Abbildung 1: Staatsausgaben in Relation zum Bevölkerungswachstum und zur Inflation



Quelle: Mann 2001:204


Mann hat in seiner Analyse weiters bedacht, dass dies die Zeit der industriellen Revolution war und in diesen Ländern ein massives Wirtschaftswachstum herrschte.

So sagt Mann, dass die Volkswirtschaften schneller wuchsen als die Staaten. Und das die wirtschaftliche Bedeutung des Staates sogar abnahm. Denn der Anteil der staatlichen Aktivitäten an den volkswirtschaftlichen Gesamtaktivitäten (Abb. 2) ist von der Mitte des 18. Jh. bis ins frühe 20. Jh. sogar rückläufig. Er spricht sogar von einem Niedergang des Staates im 19. Jh. (vgl. ebd.: 203).


Abbildung 2: Anteil staatlicher Aktivitäten an der Volkswirtschaft

Quelle: Mann 2001:206


Für diese Rückläufigkeit nennt Mann drei Gründe.

Zum einen variierten die Staatsausgaben je nachdem ob Krieg oder Frieden herrschte. Von 1815-1914 beispielsweise gab es weniger und kürzere Kriege und somit auch weniger Staatsausgaben. Zudem haben militär-taktische, organisatorische und technische Erneuerungen die Armeekosten und infolgedessen auch die Staatsausgaben verringert. Des Weiteren gilt es die häufig aufgenommen hohe Kredite für Kriege zu beachten.

So kam es dazu, dass es zu Beginn des 19. Jh. vermehrt militärische Staatsausgaben gegeben hat. Mann betont zudem, dass die Staatsausgaben nicht weiter gesunken sind, weil es erstmals vermehrt Zivilausgaben gab. Diese stiegen von etwa 25% um 1760 auf etwa 75 % um 1900 und definieren einen einschneidenden Wandel bei der Entstehung des modernen Staates. Krieg war eben nicht mehr der einzige Auslöser staatlichen Wachstums.

Dieser Zeitpunkt wird als Beginn der Wandlung zu einem halbmilitärischen und halb zivilen dimorphen Staat bezeichnet. Diese Wandlung ist eine der Kernthesen von Mann, auf die er immer wieder zurückkommt und mit verschiedensten Aspekten erneut beschreibt. Durch diese vermehrten zivilen Ausgaben weitete sich der Aktionsradius, also die Funktion des Staates aus. Im Zuge der zivilen Ausweitung gab es vermehrt Arbeitsteilung, welche ein Heer aus Zivilbeamte schaffte, die für die Verwaltung verantwortlich .....

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Zum einen gab es eine (1) Schaffung neuer materieller und symbolischer Kommunikationsstrukturen (Infrastrukturen: Eisenbahn, Kanäle etc.), (2) gab es vermehrte staatliche Eingriff in die Wirtschaft sowie Privatisierungen und (3) ganz am Ende der Periode, entwickelten sich moderne Formen der Sozialfürsorge. Diese drei starken Veränderungen kennzeichnen nach Mann einen eindeutigen Übergang des Staates zu einem halb-militärischen, halb-zivilen, also einem „diamorphen Staat“. Dieser Gesamttrend hin zu einem modernen, diamorphen Staat entstand aus drei Prozessen: der vermehrten Eigenständigkeit des Militärs, der zunehmenden Bürokratisierung, und der Übernahme von sozialen Funktionen des Staates.

Dies Themen bzw. diese Entwicklungen werden in den nächsten Kapiteln noch näher beschrieben (vgl. ebd.: 240f.).


Der Funktions- und Aktionsradius

Das Kapitel zuvor hat mittels Analyse quantitativer Daten aufgezeigt, das die Funktion des Staates vor allem zu Beginn stark von seinen militärischen Aktivitäten dominiert war.

Diese Dominanz des Militärs ist der Ausgangspunkt des modernen Staates. Aber auch noch 1910 wurde die Hälfte der zur Verfügung stehenden Mittel für das Militär aufgewendet. Es wird also sehr deutlich welche Bedeutung das Militär für die Entstehung des modernen Staates gehabt hat und soll im Folgenden genauer betrachtet werden (vgl. Mann 2001:249).


Die Autonomie militärischer Macht

Der Staat, der zu Beginn auf die Funktionen des Militärs reduziert war hatte zudem eine Doppelfunktion: den Militarismus im Inneren und den geopolitischer Militarismus.

Der Militarismus im Inneren war dafür dar, Unmut und Unzufriedenheit im inneren des Landes ruhig zu halten. Die Funktion des Militarismus im Inneren war Repression, also Machtdemonstration, und kann in vier Stufen unterteilt werden. (1) Keine Repression (2) Bekämpfung von Verbrechen und Unordnung durch Polizeigewalt (3) paramilitärische Formationen gegen Aufruhr (4) Ausgewachsene militärische Repression.

Die Aufgabe des Militarismus wurde durch die mitunter wichtigste Schaffung im 19. Jahrhundert, der Schaffung kommunaler, regionaler und nationaler Polizeikräfte, stark reduziert (vgl. ebd.: 251). Zudem betont Mann, dass durch die routinemäßige Polizeiüberwachung nicht eine Pazifizierung der Zivilgesellschaft stattgefunden habe, sondern lediglich eine „internalisierte Disziplin“ vorangetrieben wurde (siehe Fauc.....

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Mann 2001:270ff.). Die stetig voranschreitende Bürokratisierung, Demokratisierung und Professionalisierung führte jedoch zu entscheidenden Änderungen in der Organisation des Militärs. Durch die Demokratisierung und humanitären Gebote änderte sich die Beziehung zwischen den Offizieren und den Mannschaften. Die Kluft verringerte sich und es entwickelte sich ein Ehrgefühl einfacher Soldaten.

Sie wurden auch nicht mehr herablassend als einfache Soldaten, sondern als Nationalstaatsloyalisten angesehen. Zudem kamen sich die Offiziere und Mannschaften näher und verstärkten so die Herausbildung einer Militärkaste. Die Militärstruktur war gekennzeichnet durch einen unfreiwilligen Rückgang der Dominanz vom Adel, da einfach die Anzahl der Offiziere aus anderen Schichten, besonders auch durch das Bevölkerungswachstum stieg.

Somit gestaltete sich eine Hierarchie bei der primär nur die Spitze durch den Adel geprägt war (vgl. ebd.: 279ff.). Die Technokratisierung und Industrialisierung führte zu einer wachsenden Feuerkraft und somit wurde weniger Ausbildung benötigt. Die Folge waren deutlich mehr mobilisierbare Streitkräfte, aber auch ein Rückgang der Bürgerarmeen, da man Angst hatte einem freien Volk Feuerwaffen in die Hand zu geben.

Dies führte zu einer deutlichen Professionalisierung der Armee und einer größer werdenden Berufsarmeen. Das Eigenleben als Kaste, entwickelte zudem, vor allem auch durch die Technokratie und die Feuerwaffen, ein übersteigertes Selbstvertrauen (vgl. ebd.:286ff.). Mann bezeichnete dies als verborgene Zeitbombe, da es zu einer internen Ausbildung einer Taktik führte, welche den Angriff und die Mobilmachung in den Mittelpunkt rückte und Verteidigung eher vernachlässigte.

Das sieht er als sehr bedenklich, besonders auch im Hinblick auf den 1. Weltkrieg. Mann kommt zum Fazit, dass die Autonomie und Macht der Militärkaste nicht ab nahm sondern eher zunahm, da die Organisation straffer wurde und sich vermehrt vom Staat und der Zivilgesellschaft isolierte (vgl. ebd.:290f.).


Die verwaltungsmäßige Bürokratisierung

Im Abschnitt über die Bürokratisierung stellt sich Mann die Frage, welchen Einfluss die Bürokratisierung auf die Entstehung des modernen Staates hat und stellt beginnend fest, dass Modernisierung und Bürokratisierung immer einhergehen.

Mann fokussiert sich darauf wann und in welcher Form die Bürokratisierung in den westlichen Ländern vorangeschritten ist und somit zur Entstehung des modernen S.....

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Dadurch, dass es den Regimen gelang zentrale Parteidemokratien zu institutionalisieren konnten, besonders auch mithilfe von der Errichtung staatlicher Infrastrukturen, die unteren und mittleren Verwaltungsebenen strukturiert und vorangetrieben werden (vgl.ebd.:317f.).

Nach Mann durchlieg die Bürokratisierung einen Wandel von einer partikularen, also teils unvollständigen, dezentralisierten Amtsführung hin zu einer universalen, nationalen Meritokratie, also eine auf Leistung beruhende Verwaltung und wurde zentraler Bestandteil des modernen Staates (vgl. ebd.:319).


Die politische Repräsentation

Der vierte Wachstumsprozess staatlicher Modernisierung ist die politische Repräsentation.

Hierbei bezieht sich Mann vor allem auf die Ausweitung des Staates auf den zivilen Bereich. Hauptursache dieser Ausweitung war, wie zuvor beschrieben der geopolitische Militarismus mit der gleichsam voranschreitenden Bürokratisierung. Konkrete Auswirkungen beziehungsweise diese neuen Zivilaufgaben des Staates hat Mann schon anhand der Analyse der quantitativen Daten formuliert, sollen an dieser Stelle jedoch nochmals erwähnt werden.

Zum einen kam zu einer massive Ausweitung der Infrastrukturen der materiellen und symbolischen Kommunikation. Dies bedeutet es wurden Straßen, Kanäle, Eisenbahnen, die Post, Telegrafie ausgebaut. Besonders wichtig wurde aber auch das Erziehungswesen samt aller Einrichtungen. Zudem wurden Staaten Direkteigentümer von materiellen Infrastrukturen und Fertigungsindustrien und verstärkten die Privatisierung.

Eine weitere Ausweitung des Staates auf den zivilen Bereich ist die zunehmenden Wohltätigkeitspraxis und die langsame Entwicklung eines Sozialstaates (vgl. Mann 2001:324).

Die Durchdringung des Staates in das soziale Leben wurde immer intensiver, und somit einhergehend auch die Poli.....

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Er wollte die Arbeiter für sich gewinnen bzw. mit Rechten bestechen. Dazu gehörte beispielsweise zuerst die gesetzliche Krankenversicherung, dann auch das Unfallversicherungsgesetz und Rentenversicherung. Zudem wandelten sich die Bürgerrechte von Rechte für nur fix angestellte Arbeiter hin zu einem allgemeinen Staatsbürgerrecht. Dies ist für Mann ein entscheidender Beweis für die Entwicklung des dualen militärischen und zivilen Staates (vgl. ebd.:351ff.).

Aber welchen Einfluss hatte diese gesteigerte Macht des Staates aufgrund der Ausweitung auf den zivilen Bereich für die Zivilgesellschaft? Mann kommt in seiner Analyse zum Ergebnis, dass obwohl der Staat in seinem Umfang und seinem Aktionsradius, also seinen Funktionen, gewachsen ist, sich aber dadurch weder die autonome noch die despotische Macht des Staates vergrößerte hat.

Das Gegenteil war der Fall. Die Staaten entwickelten einen dualen Charakter. Er beschreibt, dass durch die Politisierung des sozialen Lebens die Parteien mehr Bedeutung als die Eliten erlangten. An die Stelle von elitistischen Staatsaktivismus trat eine Art kollektiver Parteienaktivismus. Damit einhergeht zum Beispiel dass die Gesetzgebung ihren Ad-hoc Charakter verliert und sich auch vermehrt öffentlichen Anträgen widmet.

Somit war der Staat beides, Eliten und Parteien. So beschreibt er das Verhältnis der Macht des Staates hin zur Zivilgesellschaft (vgl. ebd.:325).


Fazit über die Entstehung des modernen Staates

Abschließend definiert Mann zwei entscheidende Wandlungen bzw.

Modernisierungen, die ausschlaggebend für die Ausweitung und Entstehung des modernen Staates waren. Zum einen ist dies das enorme, hauptsächlich militärisch begründete Wachstum des Umfanges des Staates bis in das Jahr 1800. Dadurch werden die Funktionen des Staates auf das Militär konzentriert und die beginnende Politisierung des sozialen Lebens beginnt. Die zweite entscheidende Wandlung ist das enorme Wachstum des Aktionsradius des Staates im späten 19. Jh.

Diese Ausdehnung der zivilen Funktionen des Staates führte letztendlich zur Entstehung des dual militärisch-zivilen Staates (vgl. ebd.: 357f.).


Die Entstehung des Wohlfahrtsstaates

Definitionen

Im folgenden Abschnitt rückt die Entstehung des Wohlfahrtstaates in den Fokus.

Für eine genaue Analyse dessen, sollen zuerst einige wichtige Begriffe, besonders Sozialpolitik, Sozialstaat und Wohlfahrtsstaat, definiert werden. Hierbei ist vorerst anzumerken, dass eine Definition dieser Begriffe teils umstritten ist. Besonders weil es sich auch um Begriffe aus dem Politikbereich handelt und immer mit bestimmten Wertungen verbunden ist. Zudem ändern sich Ziele und Instrumente der staatlichen Sozialpolitik aufgrund des sozialen Wandels und haben somit nur räumlich und zeitlich begrenzte Gültigkeit (vgl.

Althammer 2014:3). Dennoch kann man Sozialpolitik so definieren, dass sie allgemein gült.....

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