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Linguistics

University, School

Leopold-Franzens- Universität Innsbruck

Grade, Teacher, Year

Note: 1, Prof. Ortner, 2017

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Der Fitnessbegriff im Wandel.

Eine linguistische Untersuchung anhand der Wochenzeitung Die Zeit.


Seminararbeit zur Lehrveranstaltung

„Neuere Deutsche Sprache: Sprache und Sport“, WS 2016/17

xxx

Lehrveranstaltungsleiterin: xxx

Institut für Germanistik


Eingereicht im August 2017

Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung 4

2 Fitness im Fokus der Zeit 5

2.1 Zur Etymologie des Fitnessbegriffs 5

2.2 Kurzer Abriss über die Entwicklung der Fitnessbewegung in Deutschland ab 1960 7

3 Theoretische Grundlagen für die Analysen in vorliegender Arbeit 9

3.1 Inhaltsanalyse nach Mayring (2008) 10

3.2 Semantische Rollen und Rahmen (Frames) 12

3.2.1 Ausblick auf die Anwendung in vorliegender Arbeit 15

3.2.2 Vorgehensweise bei der Generierung von Kategorien für die Analyse von Konzepten von Fitness 16

4 Ergebnisse und Diskussion 18

4.1 Erschließung von Bedeutungswissen über Fitness 18

4.1.1 Beleg im DUDEN Deutsches Universalwörterbuch 18

4.1.2 Beleg im Sportwissenschaftlichen Lexikon 19

4.1.3 Zusammenfassung: Tendenzen des Gebrauchs 20

4.2 Vorgehensweise bei der Korpusanalyse zur semantischen Untersuchung von Fitness 21

4.2.1 Untersuchungszeitraum 21

4.2.2 Recherchebeschreibung 22

4.2.3 Erste Auffälligkeiten 23

4.3 Untersuchung von Konzepten von Fitness und der syntaktischen Besetzung von semantischen Rollen 23

4.3.1 Fitness als körperliche Leistungsfähigkeit 24

4.3.1.1 Analysezeitraum I (1960-1969) 25

4.3.1.2 Analysezeitraum II (1970-1979) 25

4.3.1.3 Analysezeitraum III (2003-2012) 26

4.3.2 Fitness im Beruf 27

4.3.2.1 Analysezeitraum I (1960-1969) 27

4.3.2.2 Analysezeitraum II (1970-1979) 28

4.3.2.3 Analysezeitraum III (2003-2012) 28

4.3.3 Fitness zur Erhaltung der Gesundheit 29

4.3.3.1 Analysezeitraum I (1960-1969) 29

4.3.3.2 Analysezeitraum II (1970-1979) 30

4.3.3.3 Analysezeitraum III (2003-2012) 30

4.3.4 Fitness gegen das Altern 31

4.3.4.1 Analysezeitraum I (1960-1969) 31

4.3.4.2 Analysezeitraum II (1970-1979) 31

4.3.4.3 Analysezeitraum III (2003-2012) 31

4.3.5 Fitness zur Erholung 32

4.3.5.1 Analysezeitraum I (1960-1969) 32

4.3.5.2 Analysezeitraum II (1970-1979) 32

4.3.5.3 Analysezeitraum III (2003-2012) 32

4.3.6 Fitness zur Selbstverwirklichung 33

4.3.6.1 Analysezeitraum I (1960-1969) 33

4.3.6.2 Analysezeitraum II (1970-1979) 33

4.3.6.3 Analysezeitraum III (2003-2012) 33

4.3.7 Fitness als Kontaktinstrument 34

4.3.7.1 Analysezeitraum I (1960-1969) 34

4.3.7.2 Analysezeitraum II (1970-1979) 35

4.3.7.3 Analysezeitraum III (2003-2012) 35

4.3.8 Erweiterung der Fitnesskonzepte 36

4.3.9 Zusammenfassung: Tendenzen des Gebrauchs 37

5 Zusammenfassung und Ausblick 39

6 Literaturverzeichnis 41

  1. Einleitung

In einer Gesellschaft, in der Fitness und Vitalität zur Leitkultur geworden sind, kann man auf Gummisohlen gar nichts falsch machen.1

Kann diesem Eingangszitat bedingungslos geglaubt werden, oder handelt es sich vielmehr um eine rein überspitzt formulierte Darstellung eines zeitlich begrenzten Phänomens? Der Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen über Fitness gilt es im Rahmen vorliegender Seminararbeit nachzugehen, mit dem besonderen Forschungsinteresse, die Gebrauchs- bzw. Verwendungsweise von Fitness zu unterschiedlichen Zeiträumen zu ergründen.

Unter der Annahme, dass sich gesellschaftliche Vorstellungen im Laufe der Zeit verändern, soll geklärt werden, ob bzw. inwiefern Konzepte von Fitness einem durch die Zeit hinweg feststellbaren Bedeutungs- bzw. Gebrauchswandel unterliegen. Vorrangiges Ziel ist es demnach, diesen möglichen Wandel mithilfe verschiedener Analysetechniken anhand von Texten aus der Zeitungsberichterstattung zu erschließen.

Aus dem geschilderten Erkenntnisinteresse ergeben sich folgende, für vorliegende Arbeit zentrale Forschungsfragen:

  • Mit welcher Frequenz und in welchem Zusammenhang tritt der Begriff Fitness in den 1960er und 1970er Jahren und in neuerer Zeit in der Wochenzeitung Die Zeit auf?

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Erst zu Beginn der 1960er Jahre breitet sich „die erste Fitnesswelle[, kommend] aus Amerika[, in der Bundesrepublik Deutschland aus, wobei sich bereits] mehrere [verschiedene Sportarten wie] Aerobic, Jogging, Walking […] u.a.m.]“ (Baumann 1996: 105) etablieren konnten.

Für das Entstehen und die weitere Förderung der Fitnessbewegung in der Bundesrepublik spielt vor allem der Deutsche Sportbund (DSB) eine große Rolle (vgl. Röthig et al. 1983: 135). Nachdem dieser und deutsche Ärzte Mitte der 1960er Jahre immer mehr Bewegungsmangelkrankheiten in der Bevölkerung feststellen konnten, wurde durch verschiedene Initiativen wie Zweite Weg des Sports oder Sport für alle dafür geworben, sich durch sportliche Betätigung gesund und fit zu halten (vgl. Dilger 2008: 41; Röthig et al. 1983: 135). „Der Sport erfuhr dadurch eine Struktur-, Angebots- und Sinnveränderung.“ (Dilger 2008: 41).

Durch die 1970 ebenfalls zur Krankheitsprävention gegründete Trimm-dich-Bewegung bzw. Trimm-Aktion gelang es schließlich, vor allem Minderheiten bzw. Personen, welche bis dahin vom Sport noch nicht erreicht wurden und sportlich nicht aktiv waren, anzusprechen (vgl. Dilger 2008: 238). Unter dem Motto Sport für alle und den verschiedensten Werbemaßnahmen, unter anderem in Rundfunk, Fernsehen und Presse, Zusammenarbeit mit Sponsoren während Sportveranstaltungen, zum Beispiel durch Werbeeinschaltungen während den Olympischen Spielen 1972, erreichte die Sportbewegung schließlich einen Bekanntheitsgrad von 93 Prozent in der Bevölkerung.

In der Zeit von 1970 bis 1988 konnte der DSB seine Mitgliederzahl sogar von ca. 10 auf 20,5 Millionen verdoppeln. Der große Erfolg wird einerseits auf den bis dahin ungewöhnlich hohen Einsatz von Werbeträgern für den Sport gesehen (vgl. Röthig et al. 2003: 621), andererseits basiert er „auf der Thematisierung von in der Bevölkerung latent vorhandenen Bedürfnissen, Interessen [und] Wünschen nach Wohlbefinden, Gesundheit, Fitness, sozialem Kontakt, Spaß usw. durch gezielte spielerisch-sportliche Maßnahmen […]“ (Röthig et al. 2003: 621).

Durch die verschiedensten Kampagnen: „Trimm Dich durch Sport (1970-1974); Ein Schlauer trimmt die Ausdauer (1975-1978); Spiel mit – da spielt sich was ab (1979-1982); Trimming 130 – Bewegung ist die beste Medizin (1983-1986); Gemeinsam aktiv – Im Verein ist Sport am schönsten (1987-1994)“ (Mörath 2005: 6) werden Fitness- und Trimm-Aktionen in nahezu allen europäischen Ländern und darüber hinaus bekannt und sind maßgeblich für die Ausbreitung des Sports für alle beteiligt (vgl. Röthig et al. 2003: 621).

Aktuell werden zahlreiche Trimm-Dich-Parks – vor allem in Deutschland – neu renoviert und mit der Revival-Kampagne Deutschland bewegt sich (Start 2003) aktiv Sportgeist betrieben (vgl. Barmer 2017).

Welche Konzepte und Vorstellungen von Fitness in der Vergangenheit vorherrschend waren und welche im heutigen Alltag relevant sind, ob und in welche Richtung sich die Bedeutung von Fitness verändert hat, soll in weiterer Folge in einer korpusbasierten semantischen Untersuchung von realen Sprachbeiträgen in der Wochenzeitung Die Zeit zu verschiedenen, vordefinierten Zeiträumen mit unterschiedlichen Analysemethoden erhoben und analysiert, und anschließend mit den Ergebnissen in aktueller Literatur verglichen werden.

  1. Theoretische Grundlagen für die Analysen in vorliegender Arbeit

Um einen etwaigen Bedeutungs- bzw. Gebrauchswandel des Fitnessbegriffs feststellen zu können, ist vorliegende Seminararbeit in drei Analysebereiche gegliedert. Als erster Zugang soll zunächst anhand von Wörterbucheinträgen und der Recherche des Fitnessbegriffs in einem sportwissenschaftlichen Lexikon – in zeitlich voneinander abgesetzten Zeiträumen – das jeweilige Bedeutungswissen über Fitness erhoben und miteinander in Beziehung gesetzt werden.

Als nächster Schritt werden die im sportwissenschaftlichen Lexikon angeführten Konzepte von Fitness dazu verwendet, die kontextuelle Einbettung des Fitnessbegriffs im zeitlichen Verlauf anhand von Zeitungstexten herauszuarbeiten, zu quantifizieren und im Anschluss vergleichend darzustellen. Da die Untersuchung aber nicht auf die Einteilung der gefundenen Fitness-Sätze in verschiedene Konzepte von Fitness beschränkt bleiben soll, werden diese zusätzlich einer Analyse im Sinne der Rahmengrammatik (Frame-Semantik) unterzogen, um so die an der Konzeption von Fitness beteiligten semantischen Rollen und deren Kodierung als grammatische Strukturen ermitteln zu können.

Als theoretischer Hintergrund dienen hierbei Anregungen aus der Qualitativen sowie Quantitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2008) sowie Vorgehensweisen in der Tradition und Weiterentwicklung der Konstruktionsgrammatik, der sogenannten Rahmensemantik. Bevor jedoch in Kapitel 4 Details zur Korpusanalyse und zu den gewonnenen Erkenntnissen vorliegender Untersuchung eröffnet werden, soll zunächst auf die der Analyse zugrunde gelegten theoretischen Hintergründe näher eingegangen werden.


    1. Inhaltsanalyse nach Mayring (2008)

„Ziel der Inhaltsanalyse ist […] die Analyse von Material, das aus irgendeiner Art von Kommunikation stammt.“ (Mayring 2008: 11). Um dieses sehr breit gefächerte Ziel systematisch organisieren zu können, bedarf es regelgeleiteten Vorgehensweisen, sowohl bei der Auswahl des zu untersuchenden Materials als auch den zugrunde gele.....

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Durch stetige Überarbeitung seines Basiskonzepts wurde dieses in der Folge angepasst, ergänzt und erweitert und sieht im Jahre 2003 (Fillmore 2003: 464) dementsprechend wie folgt aus: Agent, Instrument, Stimulus, Patient, Theme, Experiencer, Content, Beneficiary, Source, Goal und Path.

Im deutschsprachigen Raum ist hierzu das von von Polenz (2008: 167-174) generierte System zur Analyse von semantischen Kasus zu nennen, welches grundsätzlich auf den Ausführungen von Fillmore (2003) basiert, aber um einige Elemente ergänzt wurde. Zur Veranschaulichung des Modells zur Bestimmung semantischer Rollen sollen die ausgewählten Beispiele nach von Polenz (2008: 170-172) in folgender Tabelle dienen:


Tabelle 1: Das System der semantischen Kasus nach von Polenz (von Polenz 2008: 170-172)

Rolle

Erläuterung

Beispiel

Agens

Person, die eine Handlung ausführt.

Er nahm die Regenrinne.

Experiens

Person, die einen psychischen Vorgang oder Zustand an sich erfährt.

Er kann überrascht sein.

Patiens

Person als betroffenes Objekt einer Handlung.

Zum Schutze der Jugend

Instrument

Person, Sache oder Handlung2, die bei einer Handlung1 von Agens als Instrument (Werkzeug, Mittel, Methode, Verfahren) zur Erreichung des Handlungszwecks1 benutzt wird.

Kriegsdienst mit der Waffe

Locativ

Ort oder Raum, in/an dem ein Sachverhalt geschieht bzw. der Fall ist.

Oben im Himmel

Origativ

Ort oder Raum, von woher eine Handlung oder ein Vorgang geschieht.

Eine Bauerntochter aus Pommern

Direktiv

Ort oder Raum, wohin eine Handlung oder ein Vorgang geschieht.

Nach Frankreich fliehen

Temporativ

Zeitpunkt oder Raum, an/in dem eine Handlung oder ein Vorgang geschieht bzw. ein Zustand der Fall ist.

Sechs Tage sollst du arbeiten.

Um die Argumente, also die geforderten semantischen Kasus eines Prädikats fundiert beschreiben zu können, können die semantischen Rollen in den Kontext von semantischen Frames eingebettet werden. Diese Vorgehensweise hat zwar zur Folge, dass die endgültige Zahl der semantischen Kasus nicht benannt werden kann, da es eine Unmöglichkeit darstellt, „ein universelles System an semantischen Kasus auszuarbeiten, mit dem jedes Prädikat […] beschrieben [werden kann]“ (Matsekh-Ukrayinskyy 2015: 45), stellt aber für eine ausreichende Beschreibung von Form und Funktion einzelner Phrasen kein Hindernis dar (vgl. Matsekh-Ukrayinskyy 2015: 45f.).

„Im Rahmen der Sprachwissenschaft ermöglicht die Frametheorie unter anderem einen tiefen Einblick in die Fragen der semantischen und der syntaktischen Struktur von Sprache.“ (Matsekh-Ukrayinskyy 2015: 74). In diesem Zusammenhang wird „versucht, das menschliche Gedächtnis als eine netzwerkartige, aus Frames bestehende Struktur darzustellen[, welche] stereotypische Situation[en] der äußeren Realität widerspiegelt.“ (Matsekh-Ukrayinskyy 2015: 75).

Ein Frame kann somit als „kognitives Gebilde“ (Matsekh-Ukrayinskyy 2015: 75) gesehen werden, durch welches Zugang zu stereotypischem Wissen, welches an die jeweilige Lexik gebunden ist, ermöglicht wird (vgl. Fraas 1996: 16). Diese auf semantische Frames bezogene Erkenntnis kann nun mit der zuvor eingeführten Theorie zu semantischen Rollen wie folgt in Verbi.....

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      1. Ausblick auf die Anwendung in vorliegender Arbeit

Die vielfältigen, kontextuell abhängigen Verwendungsweisen von Fitness und die daraus resultierenden Möglichkeiten der Einbettung in verschiedene Konzepte, müssen zunächst sortiert bzw. kategorisiert werden, um sie im Anschluss analysieren und beschreiben zu können. Wie in Kapitel 4.3 dargestellt wird, sollen der kontextuellen Inhaltsuntersuchung, welche sich mit der Frage beschäftigt, in welchem Zusammenhang bzw.

Kontext der Begriff Fitness syntaktisch in den vordefinierten Zeiträumen auftritt, zunächst durch deduktives Vorgehen Konzepte von Fitness mithilfe eines sportwissenschaftlichen Lexikons (Röthig et al. 2003: 200) zugrunde gelegt werden, um so einerseits die Qualität als auch im Anschluss die Quantität des Auftretens des Wortes Fitness auswerten zu können.

Gegebenenfalls werden, wie bereits weiter oben erwähnt, die zugrunde gelegten Konzepte durch weitere, sich im Datenmaterial erschließbaren Konzepte ergänzt, um hier eine möglichst vollständige Datenauswertung erzielen zu können.

Um herauszufinden, welche semantischen Rollen jeweils in den zuvor konzeptuell kategorisierten Fitness-Sätzen besetzt werden, werden zunächst die am häufigsten verwendeten Prädikate und deren geforderten grammatischen und semantischen Kasus erschlossen. Im Anschluss wird jeweils erhoben, wie das Wort Fitness innerhalb der zuvor ermittelten semantischen Rollen verortet ist, um auf diese Weise übergeordnete Handlungsschema für die verschiedenen Konzepte von Fitness ausfindig machen zu können.

An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass „[d]er Konzept-Begriff […] in der Semantikforschung oft unreflektiert eingeführt und unmotiviert verwendet worden [ist].“ (Fraas 1996: 12). Vorliegende Arbeit sieht diesen in Anlehnung an Konerding und Fraas als kognitive Einheit, als „Kategorie[…] oder Zusammenfassung[…] von ‚Wahrnehmungen‘, ‚Erscheinungen‘, ‚Erfahrungen‘, ‚Objekten‘ etc.“ (Konerding 1993: 101), welche als mentale Struktureinheiten fungieren, mithilfe welcher „die mit der Umwelt gemachten Erfahrungen langfristig repräsentiert werden können.“ (Fraas 1996: 12, zit. nach Schwarz-Friesel 1992: 56).

In Hinblick auf den Fitnessbegriff bedeutet diese Annahme, dass durch die Implementierung bzw. Findung von abstrakten Konzepten von Fitness, in welche die zu untersuchenden Sätze eingeteilt werden können, diese dadurch analysierbar und vergleichbar gemacht werden, um Veränderungsphänomene der realen Sprachverwendung des Fitnessbegriffs u.....

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Zu Beginn sind es folgende Konzepte von Fitness, welche zur Einteilung der Fitness-Sätze herangezogen werden:

  • Gesundheit (Prävention gegenüber Krankheiten)

  • Altern (Retardation des Alterungsprozesses)

  • Beruf (Erhaltung und Steigerung der beruflichen Eignung)

  • Körperliche Leistungsfähigkeit (motorische Optimierung, Leistungssteigerung, Kondition)

  • Erholung (Wohlbefinden, Rekreation)

  • Selbstverwirklichung (über motorische Vollzüge; Freude, Lust, Vergnügen, Schönheit, Ästhetik)

  • Kontakt (über motorische Vollzüge; Geselligkeit, Anerkennung)


    Welche Konzepte von Fitness in den jeweiligen Zeiträumen dominieren und um welche Konzepte das zunächst zugrunde gelegte Konzept-Repertoire erweitert werden muss, ist einschließlich der semantischen Kasusuntersuchung im Analyseteil (Kapitel 4.3) dieser Arbeit zu finden.


    1. Ergebnisse und Diskussion

      1. Erschließung von Bedeutungswissen über Fitness

    „Bedeutungen, die in einer Sprachgemeinschaft etabliert sind, können in einem ersten schnellen Zugriff über Wörterbücher [bzw. Lexikoneinträge] erfragt werden.“ (Fraas 1996: 32). Auch wenn diese Vorgehensweise nicht ganz unproblematisch ist, da etwaige Änderungen in der Sprachverwendung oft erst sehr spät Berücksichtigung finden (vgl. Fraas 1996: 32), soll diese Vorgehensweise einer ersten Annäherung dienen, um einen Einblick in die Begriffsentwicklung von Fitness im Hinblick auf Bedeutung und Gebrauch zu erhalten.


        1. Beleg im DUDEN Deutsches Universalwörterbuch

    Wie bereits eingangs erwähnt, dient der Vergleich der Wörterbucheinträge zum Wort Fitness in unterschiedlichen Jahrgängen als ein erster Zugriff in vorliegender Analyse, um etwaige Entwicklungstendenzen im Gebrauch bereits an dieser Stelle der Arbeit erörtern zu können. Der DUDEN gibt dabei im Jahre 1983 (Deutsches Universalwörterbuch 1983: 414) für das Wort Fitneß [engl. fitness, zu fit], welches erstmals 1967 im Rechtschreibduden erfasst wurde (Dudenredaktion o. J.: „fitness“.....

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        1. Beleg im Sportwissenschaftlichen Lexikon

    Im Sportwissenschaftlichen Lexikon (Röthig et al. 1983: 134) wird der Fitnessbegriff wie folgt geführt:

    F. bezeichnet allgemein die Lebenstauglichkeit des Menschen sowie dessen aktuelle Eignung für beabsichtigte Handlungen. In diesem Sinne umfaßt die F. eines Menschen alle Persönlichkeitsdimensionen und Handlungsfelder. Präzisierungen dieser allgemeinen Zielsetzung sind abhängig von der Analyse der herrschenden Lebensbedingungen bzw. spez. Situationen und den Lebenskonzepten der Personen sowie der Gesellschaft.

    Im Sport hat die Dimension körperliche bzw. motorische Fitness (physical fitness, motor fitness) besondere Bedeutung. In Abhängigkeit von verschiedenen Situationsanalysen, Wertbezügen wie z.B. Gesundheit, Leistung, Wohlbefinden, Jugendlichkeit, Schönheit und Bezugsfeldern (z.B. Beruf, Freizeit) haben sich unterschiedl. Konzeptionen der körperlichen bzw. motorischen Fitness herausgebildet.

    Diese unterscheiden sich auf der gemeinsamen Grundlage der allg. körperl. Leistungsfähigkeit bzw. des motorischen Leistungsprofils durch die Art der Wichtung der Faktoren der Leistungsfähigkeit (Ausdauer, Kraft usw.), die Trainingsinhalte, Trainingsmethoden sowie ihrem Trend zu einem Minimal- oder Maximalprogramm.

    Beispiele für mögliche Fitnesskonzepte:

    • Prävention gegenüber Krankheiten (Gesundheitstraining),

    • Retardation des Alterungsprozesses (Gesundheitstraining),

    • Erhaltung und Steigerung der berufl. Eignung,

    • motorische Optimierung (die Steigerung der körperl. Leistungsfähigkeit wird hier als Anlage des Menschen als grundsätzl. sinnvoll angenommen – teilweise wird eine Beschränkung auf konditionelle Fähigkeiten im Sinne der allgemeinen Kondition vorgenommen),

    • körperliches Wohlbefinden, Rekreation (Erholung),

    • Beitrag zur Selbstverwirklichung über mot. Vollzüge (z.B. Freude – Lust – Vergnügen, emotionale Stabilität, eigenes Schönheitsideal),

    • Beitrag zum Kontakt mit der Umwelt über mot. Vollzüge (z.B. Geselligkeit, Anerkennung durch andere usw.).

    Die angeführten Aspekte sind in konkreten Programmen oft miteinander verbunden, aber auch in mehr oder weniger reine.....

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