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Essay
History

University, School

Internatschule Schloss Hansenberg - Johannisberg

Grade, Teacher, Year

Herr Knittel, 12, 2016

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Unterrichtsverl­auf­: Bau der Berliner Mauer Tägl. UV Klasse Fach Tag Lehrplan Zeit 9 A GSE 19.12.2011 9.1.3 8.45-9.30 Stundenthema: Der Bau der Berliner Mauer? Grobziel: Die Schüler sollen . auf das Ereignis Mauerbau aufmerksam gemacht werden und erläutern können warum die Berliner Mauer gebaut wurde. Feinziele: Die Schüler sollen . - erklären können, wie die Mauer in Berliner aufgebaut war. - die Einstellung der USA zum Bau der Berliner Mauer wissen.  - Beweggründe für die Flucht aus der DDR aufzählen. - sich bewusst werden, dass der Mauerbau einen tiefgreifenden Einschnitt in das Leben der Menschen bedeutete. Zeit Artikulation und geplanter Unterrichtsverl­auf Organisation 8.45 Einstieg Einstieg mit Folie 1 Ss äußern sich è die bauen eine Mauer, mitten durch eine Stadt, manche arbeiten – manche schauen nur zu, da sind Soldaten, Berliner Mauer HIMP 1: L: „Du weißt in welcher Stadt diese Mauer gebaut wurde.“ è Ss nennen Berlin L: „Formuliere bitte ein Stundenthema.“ è Ss formulieren: Der Bau der Berliner Mauer L schreibt Stundenthema an die Tafel HIMP 2: L: „Gab es die Mauer schon immer?“ STI 1: Folie 1 HIMP Zielangabe TA HIMP 8.47 Hinführung L: „Formuliere bitte W-Fragen darüber, was du nach der Stunde über die Berliner Mauer wissen möchtest.“ è Ss formulieren Wann, Warum, Wie, Wie lange, etc? L hält Wann, Warum, Wie an der Tafel fest UG TA 8.50; Organisation L: „Eure W-Fragen wollen wir jetzt klären.
Die Berliner Mauer 1961-1989 Inhaltsverzeich­nis Warum wurde eine Mauer durch Berlin gezogen? Der Bau der Berliner Mauer So verlief die Berliner Mauer Grenzsicherung der Berliner Mauer Reaktion auf den Mauerbau Der Mauerfall Warum wurde eine Mauer durch Berlin gezogen? Berlin wurde auf Grund seiner zentralen Lage zum Hauptaustragung­sor­t der Konflikte zwischen Ost (Sowjetunion) und West (USA, Großbritannien und Frankreich). 1949 wurde der sowjetische Teil Deutschlands zur DDR. Der Teil der im Westen herrschenden Mächte Deutschlands zur BRD. Berlin, das eigentlich unabhängig war, geriet trotzdem zwischen die Fronten und wurde in Ost- und Westberlin unterteilt. Wobei Westberlin von der DDR umschlossen wurde. Insbesondere die Ostseite sicherte ihre Grenzen. Von 1949 bis 1961 verließen über 2.5 Millionen Menschen, darunter auch viele gut ausgebildete Arbeiter die DDR über die wenig bewachte Grenze in der Berliner Innenstadt. Die meisten Menschen flüchteten im Jahre 1953 nach dem niederschlagen des Arbeiteraufstan­ds am 17. Juni. Weitere Gründe für die Massenflucht waren bessere Aussichten in beruflicher Hinsicht, Reisefreiheit, bessere Wirtschaftliche Verhältnisse, und freie Wahlen. Unter dieser Massenflucht litt vor allem die Wirtschaftskraf­t der DDR, und drohte sogar zusammenzubrech­en. Die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) beschloss darauf den Bau der Mauer.

Der Bau der Berliner Mauer 1961

.mehr als nur eine territoriale Begrenzung?

Soziale Konflikte in der Bundesrepublik Deutschland hervorgerufen durch den Bau der Berliner Mauer am Beispiel Peter Fechters (ca. 2000 Wörter)


1         Hyper-Emigration als Motiv für den Mauerbau und dessen Auswirkungen auf die Berliner Lebenswirklichkeit

Die Berliner Mauer sollte die DDR vor Abwanderung, Spionage und Aggression aus dem Westen schützen. Vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 trennte sie innerhalb der Stadt Berlin den Westteil vom Ostteil, sowie West-Berlin vom ganz Berlin umgebenden Gebiet der DDR.

Der Bau der Berliner Mauer war eine über Jahre andauernde Aktion. Mit der Positionierung von DDR-Grenzpolizisten und Soldaten an der innerstädtischen Demarkationslinie am Brandenburger Tor, begann in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 die Errichtung der Berliner Mauer. Die Demarkationslinie markierte die Staatsgrenze zwischen dem Gebiet der DDR und der Bundesrepublik Deutschland.

Zeitgleich wurden am Brandenburger Tor und an vielen anderen Orten in der Stadt Stacheldrahtbarrieren errichtet, Spanische Reiter als Barrieren aufgestellt und das Straßenpflaster aufgerissen. Auf diese Weise wurde die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin erstmals abgeriegelt. Im Zuge der Abriegelung sind die Straßenübergangsstellen an der Grenze gesperrt worden.

Gleichzeitig erfolgte die Unterbrechung des „S- und U-Bahn-Verkehr[s] zwischen beiden Teilen Berlins sowie ins Umland“[1].

Die Eindämmung der Massenfluchten, sowohl aus dem Ost-Berliner Gebiet als auch aus Ostdeutschland, stellte das Hauptmotiv für den Bau der Berliner Mauer dar.

Im Juli und August 1961 gelangten täglich bis zu 2.000 Flüchtlinge über West-Berlin in die Bundesrepublik Deutschland[2]. Durch die Errichtung der Mauer war der „Fluchtweg über die Berliner Sektorengrenze, auf dem in den vergangenen Jahren mehr als 1,6 Millionen DDR-Bürger“[3], insbesondere „qualifizierte junge Fachkräfte wie Ärzte, Lehrer, Ingenieure oder Wissenschaftler“[4], in den Westen gegangen sind, versperrt.

Gründe für die Fluchten waren der wachsende Wohlstand und die politische und kulturelle Freiheit des Westens im Gegensatz zur starken Reglementierung im Osten. Zudem arbeiteten etwa 53.000 Ost-Berliner als sogenannte Grenzgänger in West-Berlin. Sie lebten zu den finanziell günstigen Bedingungen in Ost-Berlin oder im Berliner Umland und verfügten zusätzlich über West-Geld.

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Vom 2. August an wurde diesen Grenzgängern jede weitere Tätigkeit im freien Teil der Stadt durch die sowjetzonalen Behörden untersagt. In der DDR galten sie als „Parasit[en], [die] von den Errungenschaften des Arbeiter- und Bauernstaates zehr[en], ohne an dessen Aufbau durch Arbeit in Ostberlin mitzuwirken“[5].

Rund 1.100 Schüler und mehr als 500 Studenten konnten ihre Ausbildung und ihr Studium in West- Berlin nicht mehr fortsetzen.

Die durch die DDR befürchteten territorialen Forderungen seitens der Bundesrepublik dienten als Rechtfertigung für den Mauerbau[6].

Die DDR fühlte sich durch den Revanchismus Westdeutschlands bedroht. Die Bundesrepublik verhalte sich aggressiv gegenüber der DDR. Als Beispiele nannte sie das Streben Westdeutschlands nach atomarer Bewaffnung und die gezielte Abwerbung von Menschen, um die DDR zu schwächen. Die Staatsführung der DDR wollte durch diese Argumentation ihren Absperrmaßnahmen einen defensiven Charakter verleihen und die Bundesrepublik als Feind darstellen.

Die Haltung der Westalliierten im Vorfeld der Grenzsperrung, insbesondere die der USA, zeigte sich anhand der Aussage des Vorsitzenden des Außenpolitischen Ausschusses im US-Senat James William Fulbright in einem Fernsehinterview im Juli: „I don’t understand why the East Germans don’t close the border because I think they have a right to close it.“[7] Das dringendste Problem des Ostens könne so gelöst werden.

Die Westalliierten nahmen die Abriegelung der Stadt in Kauf statt einen Krieg zu führen, da sie sich der Auswirkungen nicht bewusst waren. Die leichtfertige Aussage von Fulbright macht dies deutlich. Nach der tatsächlichen Schließung der Grenze begann ein Wettlauf zwischen lebensgefährlichen Fluchten und einer zunehmenden Ausweitung der Maueranlage. Um im Grenzgebiet eine lückenlose Kontrolle zu erreichen und den Fluchten endgültig Einhalt zu gebieten, erfolgte die Zwangsumsiedlung von Bürgern und der Abriss der grenznahen Bebauung.

Das Bauwerk Berliner Mauer wurde kontinuierlich undurchlässiger, was zu einer erheblichen Einschränkung im Alltag der Menschen führte.

„Die Mauer schnitt ins Fleisch einer lebendigen Stadt. Sie trennte Familien, Freundschaften, Liebesbeziehungen“[9].

Jegliche Kontaktmöglichkeit zwischen Westen und Osten war unterbrochen. Während zuvor wechselseitige Besuche zwischen Ost-Berlin und West-Berlin möglich waren, gehörten diese der Vergangenheit an. Täglich passierten Hunderttausende die Grenze, sei es zum Arbeiten, um Verwandte zu besuchen oder zum Einkaufen. Telefonverbindungen wurden unterbrochen, Briefe gelangten meist nicht beim Empfänger an und wenn doch, dann bereits von den DDR-Behörden kontrolliert.

Die Menschen mussten mit ansehen, wie ihr Leben durch eine Mauer bestimmt wurde. Eine Zeit lang bemühten die Menschen sich, ihre Zusammengehörigkeit zu pflegen[10].

Es wurde gewunken und gerufen; „Babys wurden über die Mauer hochgehalten, damit die Großeltern im Osten wenigstens aus der Entfernung einen Blick auf den Nachwuchs werfen konnten“[12].

Bald wurde diese Form der Kommunikation von den DDR-Truppen unterbunden. Während viele, insbesondere Bürger West-Berlins, zu Beginn des Mauerbaus noch protestierten und diese Kontaktsperre nicht dulden wollten, so begannen sie, sich damit abzufinden. „In der Tat hatten die Eingeschlossenen begonnen, sich auf ein Leben mit der Mauer einzurichten“[13].

Die Errichtung der Berliner Mauer traf die Bevölkerung dabei in ganz unterschiedlichem Maße. „Am stärksten die Ostdeutschen, besonders die Ost-Berliner, weniger die West-Berliner und am geringsten die Westdeutschen“[14].

2.2              Der paradigmatische Fall des Peter Fechter als Beleg für die bestehenden gesellschaftlichen Konflikte

Bis heute ist nicht geklärt, wie viele Todesfälle es an der Grenze gegeben hat, da die DDR-Staatsführung diese systematisch verschleierte. Eines der bekanntesten Maueropfer ist Peter Fechter.

„Im August 1962, ein Jahr nach der Grenzsperrung, führt[e] [sein] qualvolle[r] Tod [ .] die Monstrosität der Mauer aller Welt mit grausamer Deutlichkeit vor Augen“[16].

Der 18jährige Maurergeselle plante zusammen mit einem Arbeitskollegen die Flucht in den Westen am Grenzkontrollpunkt Checkpoint Charly.

Es gelang ihnen, den ersten Zaun zu überwinden, bevor die Grenzpolizisten das Feuer eröffneten, nachdem beide der Aufforderung zur Umkehr nicht folgten[17]. Dem Arbeitskollegen glückte die Flucht, während Peter Fechter, getroffen von den Schüssen, „unterhalb der Mauer auf östlicher Seite“[18] liegen blieb.

„Auch am Checkpoint Charly diensttuende amerikanische Soldaten schreck[t]en davor zurück, Ost-Berliner Gebiet zu betreten, um dem Verwundeten“[20] zu helfen.

Hunderte von Menschen sammelten sich auf West-Berliner Gebiet und beschimpften in ihrer Wut und Empörung die DDR-Grenzer und forderten sie sowie die Amerikaner zur Hilfeleistung auf. „Zwischen den Fronten lag Peter Fechter“[21]. Nach etwa einer Stunde warfen die DDR-Grenzposten Tränengaskörper in die Menschenmenge auf West-Berliner Seite und errichteten eine künstliche Nebelwand zwischen Peter Fechter und dem Gebiet von West-Berlin.

Der leblose Körper des Peter Fechter wurde im Schutz des Nebels auf brutalste Weise von den DDR-Grenzpolizisten abtransportiert. Peter Fechter verblutete am 17. August 1962 im Todesstreifen der Berliner Mauer aufgrund unterlassener Hilfeleistung.

„Es war nicht der erste Tote an der Mauer, aber der erste, der öffentlich starb. [ .] Eine Menschenmenge sah hilflos, amerikanische Militärpolizei tatenlos zu“[23].

Sein Tod bewirkte „bei der West-Berliner Bevölkerung und den Politikern eine Bewusstseinsänderung“[24]. Der durch die Westalliierten bislang unterschätzte Mauerbau zeigte mit aller Deutlichkeit, zu welcher Brutalität der Osten fähig war. Es folgte die Einsicht, dass die Zurückhaltung der Westalliierten nicht weiterhalf.

Am 18. August war Peter Fechters Tod das Thema Nummer eins im Westteil Berlins; sein Name wurde jedoch nicht genannt. Sämtliche Zeitungen, wie auch die Berliner Morgenpost, berichteten von ihm auf der Titelseite und zeigten Fotoaufnahmen.

Im Gegensatz dazu schenkten die DDR-Zeitungen dem Fall Fechter zunächst kaum Beachtung. Auf einer hinteren Seite druckte das Neue Deutschland am 18. August eine nur 17 Zeilen lange Erklärung des Innenministeriums ab, die nahezu alle Tatsachen verfälschte.

Angeblich hätten „zwei  flüchtende Verbrecher die Staatsgrenze der DDR nach West-Berlin in der Nähe der Zimmerstraße gewaltsam zu durchbrechen“[25] versucht, wobei sie von West-Berliner Polizisten aktiv unterstützt worden seien.

Da die Flüchtenden auf wiederholte Aufforderungen und Warnungen durch Angehörige der Grenzsicherungsorgane nicht reagierten, musste „von der Schusswaffe Gebrauch gemacht werden. Während einer der Verbrecher nach West-Berlin entkommen konnte, ist der andere seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen“[26].

Die Errichtung der Berliner Mauer und die Abriegelung West-Berlins wurden in Kauf genommen. Bei dieser Entscheidung dominierten politische Interessen vor menschlichen Bedürfnissen. Die wahren Konsequenzen dieser Entscheidung haben sich erst im Nachhinein gezeigt. Der Tod des Peter Fechter machte ein Jahr nach Errichtung der Mauer mit aller Deutlichkeit das Versagen der Westalliierten klar.

Die Westalliierten unterschätzten den Mauerbau und seine Folgen. Der Mauerbau verhinderte zwar einen neuen Krieg, bewirkte aber eine Vielzahl an gesellschaftlichen Konflikten, die für die Westalliierten nicht vorhersehbar waren. DDR-Bürger sahen keinen anderen Ausweg als eine Flucht vor dem Regime und riskierten es, dafür zu sterben. Die Westalliierten schienen den Ernst der Lage nicht zu begreifen.


Meiner Meinung nach wäre es Aufgabe der Alliierten gewesen, zeitnah nach der Absperrung der Grenze eine Lösung auf diplomatischem Wege zu finden. Die Westalliierten haben die Sowjetunion klar unterschätzt. Ihre Angst vor einem Krieg hat dazu geführt, dass ein Land 28 Jahre lang geteilt war.

Bei der Einschätzung der Reaktionen der Westalliierten ist zu berücksichtigen, dass es im Falle eines Krieges zu einer Auseinandersetzung mit atomaren Waffen gekommen wäre.

Dies hätte weitreichende Konsequenzen für die Weltbevölkerung gehabt. Die Folgen des Mauerbaus beschränkten sich auf die Bevölkerung Deutschlands. Weiterhin spielte der Aspekt, dass Deutschland Verursacher des zweiten Weltkrieges war eine entscheidende Rolle. Die gewisse Gleichgültigkeit der Westalliierten und ihre rigorose Vermeidung eines Krieges sind auf diese Vergangenheit zurückzuführen.

·        

Berliner Morgenpost 18.08.1962

·         Wolfrum, Edgar: Die Mauer: Geschichte einer Teilung. München, 2009. S.65.


Information und Zitate

·         Lendzian, Hans-Jürgen u.a.: Zeiten und Menschen 2. Paderborn, 2006. S. 376-384.

·         Münger, Christof: Kennedy, die Berliner Mauer und die Kubakrise. Die westliche Allianz in der Zerreißprobe 1961-1963. Paderborn 2003.

·         Gerlach, Heribert: Die Berlinpolitik der Kennedy-Administration. Eine Fallstudie zum außenpolitischen Verhalten der Kennedy-Regierung in der Berlinkrise 1961. Frankfurt am Main 1977.

·         Schmid, Thomas u. a.: Mord an der Mauer: Der Fall Peter Fechter. Köln, 2012.

·         Flemming; Koch: Die Berliner Mauer: Geschichte eines politischen Bauwerks. Berlin, 1999.


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