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German studies

University, School

Gymnasium Rostock

Grade, Teacher, Year

2+ 2015

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Wie, Heinrich? Faust und Gretchen haben im von Goethe verfassten Werk Faust I religiöse Differenzen, aber lieben sich dennoch. Darum geht es in der Gretchenfrage: Die Gretchenfrage ist eines der zentralen Themen im Faust. Sie ist ein braves, gläubiges Mädchen und fragt Faust nach seiner Religion. Was hält er von Gott?, usw. Aber es steckt noch viel mehr dahinter. Es geht ihr nicht nur um die Gewissheit seiner Gläubigkeit, es geht ihr darum, ob eine Zukunft mit ihm möglich ist. Sie zweifelt die Beziehung an, einerseits, weil sie sich selbst als zu „hässlich“ ansieht und andererseits, weil er eben nicht religiös ist. Sie hat einen eindeutigen Minderwertigkei­tsk­omplex. Faust selber ist für Religionsfreihe­it, denn er will niemandem die Kirche rauben. Dies ist eine ziemlich moderne Denkweise für die damalige Zeit. Gretchen genügt diese Antwort nicht. Sie merkt an, man müsse an Gott glauben. Er erwidert mit der Gegenfrage: Muss man? Dies zeigt wieder seine Eistellung zur Religionsfreihe­it: Niemand ist gezwungen zu glauben. Die beiden Turteltäubchen haben also religiöse Differenzen. Heute ist so etwas gar nicht schlimm, weil kaum jemand noch vergleichsweise fanatisch an den Glauben gebunden ist wie damals. Der Grund für den heutigen „Atheismus“ sind wahrscheinlich der Stress und der technische Fortschritt. Gretchen spürt genau, dass Mephisto böse ist, obwohl sie
WS 2013/2014 Fausts zweites Ich: Das Bündnis zwischen Faust und Mephisto Proseminararbei­t Inhaltsverzeich­nis 1 Einleitung .3 2 Die Figur des Mephistopheles und seine Unterordnung als Geselle des Herrn .4 3 Fausts Kritik an der Kirche .5 4 Mephistos extreme Wandlungsfähigk­ei­t 6 4.1 Mephistos Verkleidungen 7 5 Mephisto als Fausts alter ego 8 6 Zwei Wetten, die nicht gewonnen werden können 9 6.1 Die Wette zwischen dem Herrn und Mephisto 9 6.2 Die Wette zwischen Faust und Mephisto .10 7 Gegensätzlichke­it und Spiegelung .11 8 Conclusio 12 9 Bibliographie 13 1 Einleitung Faust ist eine dramatische Dichtung des deutschen Schriftstellers Johann Wolfgang von Goethe. Es gilt unbestritten als großes Werk der Weltliteratur. In dieser Arbeit soll ein wichtiger Teilaspekt von Goethes Faust näher betrachtet werden. Hierbei handelt es sich um die Beziehung zwischen Mephisto und Faust. Weiters werde ich näher auf Mephistos Beziehung zu Gott, seine Wandlungsfähigk­ei­t, Fausts Kritik an der Kirche, die zwei Wetten, die in dem Werk geschlossen werden und schließlich auf Gegensätzlichke­it und Spiegelung der Figuren Faust und Mephisto näher eingehen. Dass das Werk dramatisch ist, erkennt man beim Lesen sofort anhand der Dialoge, die hier intermediale Imitation aufweisen, sowie daran, dass es unmittelbar ist (es fehlt mit Ausnahme der einzelnen Szenenbeschreib­ung­en das vermittelnde Erzählsystem)

Faust - Figurencharakterisierung


Lebenslänglich.

Dies wäre das Strafmaß für Faust im 21. Jahrhundert. In der Anklage stehen Mord an Gretchens Mutter, Totschlag an Gretchens Bruder Valentin und Verführung Minderjährige. In dieser Charakterisierung wird die Person „Faust“, welcher hinter dieser fiktiven Anklage näher beleuchtet. Der Roman „Faust – erster Teil“ wurde von Johann Wolfgang von Goethe geschrieben.

Die Tragödie umfasst die Literaturepochen des Sturm und Drangs und der Klassik. Es sind jedoch auch Elemente aus der Romantik im Werk erkennbar. Veröffentlicht wurde das Buch 1806.

Der Charakter durchläuft innerhalb dieses Buches verschiedene Stadien, die seinen Charakter veränderten.

Deshalb werden die unterschiedlichen Situationen mitbeschrieben.

Dr. Heinrich Faust ist ein mittelalterlicher Universitätsgelehrter. Er ist einer der wichtigsten Hauptprotagonisten, da es ohne ihn weder ein Auftreten Mephistos noch Gretchens geben würde.

In diesem Werk tritt er als ein Vertreter der Menschheit auf, der viele Lebensjahre geopfert hat, um verschiedene Studienrichtungen zu erkunden. („Philosophie, Juristerei und Medizin, Und leider auch Theologie Durchaus studiert, mit heißem Bemühn“ Z.354ff). Er zeichnet sich deshalb durch Wissbegierde, Ehrgeiz und fast krankhaften Wissensdrang aus. Jedoch hat er keine Phase der Vollkommenheit in seinem Leben gefunden und zerbricht jetzt daran.

Es geht so weit, dass er mit seine Leben abgeschlossen hat („Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel, Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel“ Z.368f und „Es möchte kein Hund mehr länger leben“ Z. 376). Sein oberstes Ziel, welches er hatte, zu „erkenne[n], was die Welt im Innersten zusammenhält,“ (Z.383f) erreichte er nicht und scheiterte als alter Mann für den das Leben bald zu Ende geht.

Er wollte die großen Zusammenhänge dieser Welt erkennen. Er hatte zusätzlich versucht, „Die Menschen zu bessern und zu bekehren“ (Z.373).
Da ihn die rationale Welt begrenzt, versucht er auf magische Weise zur Erkenntnis zu gelangen.

Hier wird deutlich wie aussichtlos die Lage für ihn ist. Er beschwört mit Hilfe der Magie, den Erdgeist. Dieser fühlt sich ihm aber überlegen und verschwindet. Seine Hoffnungen sich tiefere Einsichten in die Welt zu erlangen entschwanden. Faust ist zudem mit dem von der Kirche geprägten, mittelalterlichen Schulwissen unzufrieden.

Außerdem ist er in dieser Lebenssituation von vielen Selbstzweifeln geprägt und orientierungslos. („Ich fühlte mich so klein, so groß; Du stießest grausam mich zurücke, Ins ungewisse Menschenlos. Wer lehret mich? was soll ich meiden? Soll ich gehorchen jenem Drang? Ach! unsere Taten selbst, so gut unsere Leiden, sie hemmen unsres Lebens Gang“ Z. 627ff). Faust erkennt selbst, dass .....[read full text]

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Im Studierzimmer II erzählt Faust Mephisto seine Sorgen. Faust verfügt über kaum soziale Kontakte, mit Ausnahme Famulus Wagner. Er hat das Leben eines Gelehrten über das seiner vielen ausgebildeten Berufe gestellt, welche ihm Wohlstand bereiteten könnten. Aufgrund seiner vergangenen Tätigkeiten als Arzt genießt er immer noch ein hohes Ansehen im Volk.

Seinem unbändigen Willen nach Wissen und Erkenntnis stehen soziale Bedürfnisse an zweiter Stelle. Im Studierzimmer ist er von der Außenwelt abgeschnitten. Im Dialog mit Mephisto nutzt Faust diese Gelegenheit, um über seine Probleme zu sprechen. Er fühlt sich im Erdenleben eingeschränkt und ist mit seiner Welt unzufrieden. Auch hat Faust Probleme mit seinem fortgeschrittenen Alter. („In jedem Kleide wird ich wohl Pein Des engen Erdenlebens fühlen.

Ich bin zu alt, um nur zu spielen […] Was kann die Welt mir wohl gewähren?“ Z. 1545). Mephisto möchte Faust zufrieden stellen, um die Wette mit dem Herrn zu gewinnen. Dabei unterschätzt er Faust. In der Szene in Auerbachs Keller möchte Mephisto Faust auf irdischem Wege verführen und möchte ihm die schönen Seiten zeigen des Lebens zeigen. Dies versucht er .....

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Er fühlt sich in ihrer Umgebung sehr wohl, da er sich nach dem Regieanweisungen, auf den „ledernen Sessel am Bette“ wirft. Hier kommt auch die romantische und träumerische Seite Fausts zum Vorschein und dem Leser wird deutlich, dass Faust sich in Gretchen verliebt hat. Er kann Aufgrund der Sauberkeit in Gretchens reinlichem Zimmer sich Margarete als Mutter seiner Kinder vorstellen („Ich fühl, o Mädchen, deinen Geist Der Füll und Ordnung um mich Säuseln, der mütterlich dich täglich unterweist“ Z2702ff).

Jedoch wird zum Ende des Werkes deutlich, dass er keine Familie mit Gretchen führen möchte. Durch ein Missverständnis wird der Schmuck an den Pfarrer abgegeben. Faust wurde aber so von Gretchen imponiert, dass er auf ein neues Geschenk für Gretchen beharrt. Hier wird deutlich, dass er bei ihr einen guten Eindruck hinter lassen möchte und ein Gentleman sein möchte.

In der Szene Straße II kommen weitere Charaktereigenschaften Fausts zum Vorschein. So erfährt der Leser, dass Faust ein sehr ehrlicher und aufrichtiger Mensch ist, der noch nie gelogen oder Gesetze gebrochen hat. Er kritisiert zudem Mephistos riskante und unehrenhafte Vorgehensweise („Ist es das erste Mal in eurem Leben, Dass ihr falsch Zeugnis abgelegt?“ (Mephisto) Z.3042 und „Du bist und bleibst ein Lügn.....

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