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Essay
Pedagogy

University, School

Universität Koblenz-Landau

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Analyse: „Schönes goldenes Haar“ Gabriele Wohmann Bei dem vorliegenden fiktionalen Text „Schönes goldenes Haar“ geschrieben von Gabriele Wohmann und erstmals veröffentlicht 1968, handelt es sich um eine Kurzgeschichte. Der Text befasst sich mit der gestörten/nicht vorhandenen Kommunikation eines Ehepaares, wobei sich die Frau über ihre Tochter und deren Freund aufregt und ihr Mann völlig desinteressiert an diesem Gespräch ist. In einem kleinbürgerlich­en Wohnzimmer sitzen wie wohl an jedem Abend eine Socken stopfende Frau und ihr Zeitung lesender Ehemann. Ihre Tochter Laurela hält sich währenddessen allein mit dem Freund im Obergeschoss des Hauses auf. Dies ist Anlass für die Frau, mit dem Mann ein Gespräch über ihre Tochter und ihren Freund zu eröffnen. Die Frau macht sich erhebliche Gedanken um das Tun ihrer Tochter und versucht auf dieser Basis das allabendliche Schweigen der Eheleute zu durchbrechen und ein Gespräch anzufangen. Verbal richtet sie einen Vorwurf an ihren Mann, sie verstehe seine Gleichgültigkei­t zum Treiben ihrer gemeinsamen Tochter nicht und möchte damit eine Antwort provozieren. Ihr Versuch wird seitens des Ehemannes nicht wahrgenommen. Dies wird metaphorisch für die Frau durch die „Wand der Zeitung“ (Zeile 5) verstärkt. Die Ehefrau versucht dann durch einen Appell („Denk doch mal nach“, Zeile 8) und die daraufhin gestellte Frage
Essay Das Kommunikationsq­uad­rat von Schulz von Thun Anwendung an einer problematischen Kommunikationss­zen­e Inhaltsverzeich­nis 1. Einleitung 2. Das Kommunikationsq­uad­rat von Schulz von Thun 2.1.      Begriffserläute­run­g „Kommunikation“ 2.2.      Grundlagen des Kommunikationsq­uad­rats 2.3.      Sachinhalt 2.4.      Selbsterkundung 2.5.      Beziehung 2.6.      Appell  3.  Problematische Kommunikationss­zen­e in der Schule 3.1.      Die Szene 3.2.      Gesprächsanalys­e anhand des 4-Seiten-Modell 3.3       Gelungene Kommunikation 4.  Fazit 5.  Literaturverze­ich­nis   1. Einleitung Es scheint eindeutig zu sein, dass Sprache Menschen verbindet, denn sie ist es, die uns  ermöglicht, über unsere Gefühle und Sehnsüchte direkt zu sprechen, sodass unser Gegenüber unsere Mitteilung versteht. Jedoch ist das nicht immer so, denn Äußerungen werden oft missverstanden und Gespräche entwickeln sich auch oft zum Streit. Dies kommt davon, dass Sprache nie eindeutig ist und somit immer einen Interpretations­spi­elraum lässt. Dadurch entsteht die Frage wie wir kommunizieren müssen damit Kommunikation überhaupt gelingt.      Einer der bekanntesten deutschen Psychologen für zwischenmenschl­ich­e Kommunikation ist Friedemann Schulz von Thun. Das von ihm entwickelte Kommunikationsm­ode­ll erklärt den Ursprung möglicher Kommunikationsk­onf­likte
KOMMUNIKATION IM ALLTAG Die vier Seiten der Kommunikation nach Schulz von Thun Schulz von Thun’s ,,die 4 Seiten einer Nachricht’’ sind in vier Ebenen in einem Quadrat dargestellt. Zum einen die Sachebene ( Sachinhalt ) in der es darum geht das der Sprecher Daten, Fakten und Sachverhalte vermittelt, die der Hörer unter drei Kriterien überprüft. Das erste Kriterium wäre das der Wahrheit, in der es darum geht ob die Aussage wahr ist oder unwahr. Das nächste Kriterium ist dreht sich um die Relevanz der Aussage, ob sie von Belang ist oder belanglos ist. Zum Schluss noch das Hinlänglichkeit­sk­riterium wo der Empfänger drauf achtet ob die aufgeführten Informationen für dasThema ausreichen oder ob noch was zum Thema ergänzt werden muss. Für den Sender gilt es also den Sachverhalt klar und verständlich zu vermitteln. Die nächste Seite der vier Seiten einer Nachricht wäre die Selbstoffenbaru­ng wo über den Sachinhalt etwas über die Persönlichkeit des Sprechers preisgegeben wird. Denn jede Äußerung/Aussag­e verrät etwas über die Persönlichkeit des Sprechers ob er will oder nicht. Der Hörer erfährt beispielsweise was es ihm über den anderen sagt, was er für einer ist oder wie er vielleicht gestimmt ist. Es geschieht also eine unfreiwillige, unbewusste Selbstenthü..

Das Kommunikationsquadrat als Vier-Ohren-Modell


Das Kommunikationsquadrat bezieht sich auf das Wechselspiel zwischen dem Senden und Empfangen von Botschaften in einer Kommunikation. Von Thun geht davon aus, dass jeder Mensch Nachrichten auf vier verschiedenen Ebenen entsendet und aufnimmt.

Auf der Sachebene einer Botschaft geht es ausschließlich um die reine Sachinformation der Aussage, die in Daten, Fakten und Zahlen ausgedrückt wird. In der Beziehungsebene geht es um die Art und Weise, wie der Sprecher sich ausdrückt, also die Art seiner Formulierung, der Tonfall, Mimik, Gestik und seine Körperhaltung. Diese Ebene gibt Aufschluss über die Beziehung, in der die Beteiligten zueinander stehen.

Auf der Ebene der Selbstoffenbarung erfährt der Zuhörer mehr über den Redner, da er die Botschaft ableiten kann, indem er den Standpunkt und mögliche Motive interpretiert. Betrachtet man Botschaften auf der Appellebene kann der Sprecher entweder direkt oder indirekt einen Appell an den Zuhörer stellen. Ein gutes Beispiel bieten Reden von Politikern, die mit ihrem Gesagten versuchen etwas zu erreichen oder Einfluss auf die Zuhörer nehmen wollen.

Damit wird klar, dass Sender und Empfänger zum Gelingen einer Kommunikation beitragen können. Allerdings verläuft eine Kommunikation in den seltensten Fällen ohne Missverständnisse. Deshalb ist es für den Sprecher wichtig so genau und deutlich wie möglich zu kommunizieren. Der Zuhörer sollte wissen auf welcher Ebene er am empfindlichsten reagiert um Gesagtes nicht fehl zu interpretieren.

Oft werden besonders empfindliche Ebenen zu „Lieblingsohren“, die jede noch so versteckte Botschaft aus einer Äußerung heraushören. Das Verstandene ist jedoch nicht gleich das Gemeinte, auch wenn das wünschenswert wäre, sondern immer eine Interpretation des Gehörten.
Eine Studie namens „SELF-Projekt“ der Volkswagen-Stiftung zeigt laut Forschungsbefunden, dass soziale Beziehungen zwischen Lehrern/Schülern und S/S für den schulischen Lernerfolg entscheidende Einflussgrößen sind.

Nachdem ich die Studie gesehen habe, kam in mir die Frage auf, inwieweit uns das Kommunikationsquadrat Aufschluss über die Ergebnisse bieten kann.
Im Schulalltag kann man Kommunikationssituationen in vielen versch. Facetten beobachten. Im Unterricht kann das der klassische Lehrvortrag, Beratungsgespräche oder Diskussionsrunden sein, außerhalb des Klassenraums sind es Elternabende oder Gespräche mit der Schulleitung.

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Das Kommunikationsquadrat als Vier-Ohrenmodell nach Friedrich von Thun
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Man sieht, dass mündliche kommunikation an Schulen unverzichtbar ist. Ich möchte nun an einem konkreten Beispiel erörtern, inwiefern die Anwendung des Kommunikationsquadrats im Schulalltag sinnvoll ist und ob es dazu beitragen kann, die Kommunikation zu verbessern.
Mathe-Unterricht(9.Klasse): Herr Schmitt kontrolliert die hausaufgaben und notiert diejenigen, die sie vergessen haben.

Anschließend ruft er Thomas auf, er solle seine Ergebnisse an der Tafel präsentieren. Der eher schüchterne Junge tut sich schwer diese vorzutragen. Anschließend will der Lehrer ein neues Thema einführen und bemerkt wie ein Stöhnen durch die Klasse raunt. Am Ende der schleppenden Stunde fragt Herr Schmitt die Klasse was los sei und versucht sie nochmals zu motivieren:“Nächste Stunde muss das besser klappen.

Wir sind schon zwei Stunden hinter unserem Zeitplan!“
In diesem exemplarischen Unterrichtsbeispiel können wir mehrere Lehrer-Schüler-Situationen beobachten. Als Herr Schmitt Thomas auffordert seine Ergebnisse vorzustellen, nimmt der Schüler die Aussage anders wahr als sein Lehrer. Der Lehrer will Thomas auf der Beziehungsebene mitteilen, dass er seine Hausaufgaben gut gemacht hat und ihn deshalb vor der Klasse loben will.

Die nächste Situation, die ich herausheben möchte, ist die Einführung in ein neues Thema, die mit einem Stöhnen der Schüler quittiert wird. Hier wird unbeabsichtigt Kritik an Herrn Schmitt genommen, da er diese Reaktion als Feedback zu seiner Unterrichtsmethodik interpretiert. Das Fach Mathematik wird von den meisten in der Klasse als Belastung wahrgenommen.

Das Stöhnen soll dem Empfänger Desinteresse am Fach signalisieren, aber keinesfalls Kritik an Herrn Schmitt ausüben. Mit dem Schlussfazit “Nächste Stunde muss das besser klappen … „ drückt Herr Schmitt auf der Beziehungsebene indirekt aus, dass er von der Mitarbeit enttäuscht ist. Auf der Appellebene betrachtet, erwartet der Lehrer, dass die Verzögerung durch stärkere Mitarbeit aufgeholt wird.

Mit positivem Selbstkonzept ist Kontaktfreudigkeit, Gewandtheit im Umgang mit Problemen und eine unterstützende Haltung des Lehrers gemeint. Man sieht also, dass man bereits mit dem eigenen Auftreten vor Schülern Einfluss auf den Lernerfolg nehmen kann. Auf der anderen Seite beeinflussen auch die Schüler das Selbstkonzept des Lehrers, wie man an meinem Unterrichtsbeispiel beobachten kann.

Eine positive Haltung gegenüber dem Lehrer, zum Beispiel durch rege Teilnahme und Begeisterung für die Unterrichtsgestaltung führen dazu, dass sich ein Lehrer in seinem Tun positiv bestätigt fühlt. Man kann also daraus schließen, dass das Gelingen von Kommunikation von der Interaktion zwischen Lehrern und Schülern abhängt. Im weiteren Verlauf möchte ich nun noch spezieller auf die einzelnen Ebenen eingehen und klären, inwieweit sie den Schulalltag beeinflussen.
Der Sachverhalt einer Botschaft ist die grundlegendste Einheit.

Gruppenarbeit setzt einen gewissen Geräuschpegel voraus, um sich ausführlich auszutauschen.
Auf der Beziehungsebene einer Botschaft spielen Tonfall und Mimik eine wichtige Rolle. Die Ebene gibt Aufschluss darüber, in welcher Beziehung Lehrer und Schüler zueinander stehen. Ich denke, dass diese den Schulalltag stark beeinflusst, da der Lehrer durch Äußerungen auf Beziehungsseite seine Machtstellung ausüben kann.

Schülern kommt es häufig vor, dass ein Lehrer sie auf dem Kicker haben und manchmal entspricht es auch der Realität. Wenn eine Lehrperson seine Macht missbraucht, führt dies zu einer stark gestörten Kommunikation.
Auf der Ebene der Selbstoffenbarung gibt der Sender Hinweise, was in ihm Vorgeht und wofür er einsteht. Gerade in der Schule muss der Lehrer aufpassen, dass er seine subjektive Meinung nicht mit in den Unterricht einbaut, da die Lehrperson eine Vorbildfunktion einnimmt und somit die freie Meinungsbildung manipulieren könnte.
Auch der Appellebene kann große Bedeutung im Schulalltag zugesprochen werden.

Wenn andere „Ohren“ abgeschaltet bleiben, führt dies zu einer verzerrten und unvollständigen Wahrnehmung von Äußerungen des Gegenübers. Durch das Einbeziehen aller „Ohren“ vergrößert sich natürlich auch das Repertoire an Antwortmöglichkeiten, da man Äußerungen aus anderen Blickwinkeln wahrnehmen kann. Irritationen und Kommunikationsstörungen im Schulalltag können mithilfe des Kommunikationsquadrats teilweise behoben, bzw. entschärft werden.

Sicherlich ist es hilfreich für Lehrkräfte mit den Strukturen des Modells vertraut zu sein, um ihre eigene Kommunikationsfähigkeit zu reflektieren. Eine vollständige Lösung von Dialogschwierigkeiten kann jedoch nicht erwartet werden, denn Missverständnisse können nicht komplett vermieden werden. Dafür ist die Sprache viel zu komplex. Wenn man Schüler mit Migrationshintergründen beobachtet, können Missverständnisse leicht durch grammatikalische Unterschiede der verschiedenen Muttersprachen entstehen.


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