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Das europäische Volksmärchen

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German studies

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„Nur zwei Dinge“ von Gottfried Benn Nur zwei Dinge ist ein Gedicht des deutschen Lyrikers Gottfried Benn. Es ist datiert auf den 7. Januar 1953 und wurde erstmals in der Frankfurter Ausgabe der Neuen Zeitung vom 26. März 1953 veröffentlicht. Der deutsche Dichter Gottfried Benn war Arzt, Lyriker und Essayist. Er gilt manchen als der bedeutendste deutsche Dichter der literarischen Moderne. Während der Nazi-Zeit unterlag Benn einem Schreibverbot. Vom Nationalsoziali­smu­s, mit dem er zuerst sympathisiert hatte, wandte sich…

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Max Lüthi: Das europäische Volksmärchen


  1. Eindimensionalität (Verhältnis zum Numinosen)

-Diesseitige Welt (Alltag) und jenseitige Welt in Legende, Sage und Märchen (jenseitige Welt ist nicht fern und kann jederzeit in Diesseits wirken, Vertreter wohnen oft unter Menschen.

Legende/Sage: will Dasein und Wirkung transzendenter Welt offenbaren.

Auch die Sage (dumpfer als Legende) blickt nach der anderen Welt. Erzählt von Begegnungen mit Jenseitigen (Toten, Unterirdischen, Riesen, Zwergen, Wald-, Wasserwesen, Hauskobolden, Berggeistern). Selbst da, wo es um „historische Sage“ geht, die nur bedeutende Menschen oder Vorgängen schildert, tut sie es um des „unerhörten“ willen.

Wichtig ist, dass die Begegnung mit Jenseitigem im Menschen Schauer, Angst, Neugier erweckt. Die Gefühlsspannung ist spürbar. Der im Guten und Bösen überragende Mensch ist ihr seltsam und im Grunde unfassbar, deshalb befasst sie sich immer wieder mit ihm. Also ist das Numinose (das auch im großen Menschen spürbar wird) der bevorzugte Gegenstand der Sage (und Legende).

Märchen: es gibt auch viele Wesen aus dem Jenseitigen oder scheinbar gewöhnliche Tiere beginnen zu sprechen, haben übernatürliche Fähigkeiten.

Aber: Menschen des Märchens verkehren mit Jenseitigen als wären sie Ihresgleichen, ihnen fehlt das Erlebnis des Abstands zwischen sich und jenen anderen Wesen (sie sind wichtig als Helfer/Schädiger, aber nicht als Erscheinung an sich).

Im Märchen sieht und erfährt der Held weit Phantastischeres als in der Sage, aber ohne jede innere Bewegung (in der Sage beschäftigt das Geheimnisvolle mehr als die praktische Auswirkung). Den Märchenheld treibt weder Erkenntnisdurst noch Neugierde, er handelt und hat weder Zeit noch Anlage, sich über Seltsames zu wundern.

Seine Neugierde ist profan und richtet sich auf Vorgänge nicht aus Wesensarten. Genauso seine Angst, er fürchtet sich vor Gefahren, nicht vor Unheimlichem (vor Hexen/Drachen genauso wie vor Räubern, Bösewichte). Da dem Märchenheld das Gefühl für das Absonderliche fehlt, scheint es, dass für ihn alles zur gleichen Dimension gehört. Das Wunderbare ist dem Märchen nicht fragwürdiger als das Alltägliche.

Märchen:

Sage:

Jenseitige leben meist nicht mit Diesseitigen, selten trifft der Held sie in seinem Haus/ Dorf, sondern dann, wenn er in die Fremde zieht. Er erfährt von ihnen Hilfe, Rat, Schädigung, ohne dass es ihn kümmert, nur ihr Handeln ist ihm wichtig.

Jenseitige sind Menschen äußerlich nahe (wohnen in seinem Haus, Acker, nahen Wald etc), geistig bilden sie aber eine Welt für sich, der Mensch erlebt sie als das Ganz Andere.

örtlich fern, geistig-erlebnismäßig nah

äußerlich nah. Aber geistig fern.

Die örtliche Ferne ist dem Märchen offenbar das einzige Mittel, das geistig Andere auszudrücken (Jenseitiges befindet sich in Jenseitsreichen [Meeresgrund, Wolken, Weltende…], ist für den Märchenheld aber nur örtlich nicht geistig weit entfernt. Das Märchen lässt den geistigen Abstand nicht spürbar werden und neigt dazu Diesseits und Jenseits örtlich zu differenzieren. Es projiziert geistig Differenziertes auf eine Linie, deutet innere Ferne durch äußere Entfernung an.

Das Fehlen des numinosen Empfindens ist umso bemerkenswerter, als auch das Märchen Diesseitige und Jenseitige an sich unterscheidet. Zauberkräfte und Jenseitszüge kommen durchaus nicht allen Figuren zu. Held und seine Geschwister, meist auch Eltern und menschliche Nebenfiguren gehören meist diesseitiger Welt an. Der „Märchendiesseitige“ hat nicht das Gefühl, im Jenseitigen eine andere Dimension anzutreffen, daher .....[read full text]

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  • Eine äußere Anregung treibt den Märchenheld vorwärts (wo das Märchen nur kann, ersetzt es Inneres durch Äußeres, seelische Triebkräfte durch äußere Anstöße)es wird keine Gefühlswelt dargestellt, sondern sie wird in Handlung übersetzt; die Innenwelt wird auf die Ebene des äußeren Geschehens gerückt (im Gegensatz dazu treibt in der Sage die numinose Angst, die innere Gefühlsspannung den Menschen oft bis in den Wahnsinn).

    Märchenfiguren werden niemals wahnsinnig, da sie nichts haben, was in Wahnsinn umschlagen könnte (da sie keine Tiefe sondern nur Oberfläche besitzen).

  • Märchenfiguren besitzen auch keine Umwelt! Das Märchen sagt uns nichts von der Stadt oder dem Dorf, in dem der Held aufgewachsen ist, meist übt er keinen Beruf aus, auch dann nicht, wenn einer genannt wird.

    Er ist isolierte Figur. Es zeigt ihn mit Vorliebe dann, wenn er es verlässt; er ist weder äußerlich noch innerlich an diesen Ort gebunden (viele Gründen zum Auswandern werden erfunden: Not der Eltern, eigene Armut, Bosheit der Stiefmutter, Aufgabe des Königs, Abenteuerlust de.....

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  • Im Märchen ist Jenseitiger wie Diesseitiger nur Handlungsfigur, beide sind klar und flächenhaft dargestellt, nach innen und außen isoliert die Gabe, die vom Jenseitigen kommt und zum Diesseitigen geht, und doch mit keinem von ihnen spezifisch verbunden ist, steht zwischen ihnen, sie verbindet und trennt sie zugleich.

  • Auch die Dimension der Zeit fehlt im Märchen.

    Es gibt zwar jüngere und ältere Figuren, aber keine alternden (z.B. Dornröschen und Umgebung schläft hundert Jahre, wenn sie erwacht ist sie gleich schön und jung wie davor).

  • Der Held besitzt die ewige Jugend.

    Die fehlende zeitliche Tiefe steht in Zusammenhang mit seelischer Tiefe. Da Schicksalsschläge den Held nur äußerlich vorwärts bringen, aber nicht in seine Seele hineinwirken, ist er nach dem Kampf derselbe wie davor, er altert nicht. Die Zeit ist eine Funktion seelischen Erlebens. (Ein Zeitverrinnen ist nicht spürbar: Jungen sind jung, Alte alt.

    König stirbt nur, damit Held sein Reich erben kann und Handl.....

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  • Epische Technik der bloßen Benennung: jeder Ansatz zur Schilderung erweckt den Eindruck, dass nur ein Bruchteil von Sagbarem wirklich gesagt wurde.

    Die bloße Nennung lässt Dinge zu einfachen Bildern erstarren, umreißt und isoliert mit fester Kontur (Brüder Grimm verlassen Stil des echten Märchens, wenn sie von „roten Augen“ der Hexe, ihrem „wackelnden Kopf“ und ihrer „langen Nase“ berichten; im wirklichen Volksmärchen einfach nur „alte Hexe“, „böse Hexe“, „hässliche Alte“…).

    Die knappe Benennung verleiht seinen Elementen die Formbestimmtheit, nach der das Märchen strebt!

  • Die Dinge, die an sich schon eine scharfe Umrisslinie haben und aus festen Stoffen sind (Ringe, Stäbe, Schwerter, Haare, Nüsse…), sind im Märchen besonders häufig.

  • Neigung des Märchens Dinge und Lebewesen zu metallisieren/mineralisieren; auch Wälder, Pferde, Enten, Menschen können golden, diamanten, silbern, eisern sein oder plötzlich zu Stein werden.

    Innerhalb der Metalle bevorzugt das Märchen die edlen und seltenen (hebt sich ab, steht isoliert!)

  • Die Wirklichkeit zeigt eine Fülle an Farben und Schattierungen, das Märchen bevorzugt die klare, reine Farbe: gold, silber, rot, weiß, schwarz, seltener blau, aber nur wenige Dinge sind mit Farbbezeichnungen ausgestattet (würde sonst strenge Linearität stören).

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    8∞†⊇/;≈ ≠=≤+≈† ∞≈†≠∞⊇∞+ ∋††∞;≈ +⊇∞+ ∋†≈ †∞†=†∞≈ 6†;∞⊇ ∞;≈∞+ 8+∞;+∞;†, ≈∞††∞≈∞+ 5≠∞;+∞;† ∋∞†. 1≈ 9⊥;≈+⊇∞≈+;†⊇∞≈⊥ +∞++≈≤+† 8+∞;=∋+† (⊇+∞; 6∋+∞≈…). 4∋≈≤+∞ 4=+≤+∞≈ ≈;≈⊇ =≠∞;†∞;†;⊥: 5+≤∂⊥∞≠;≈≈∞≈⊥ ⊇∞≈ =∞+†++∞≈∞≈ 6∞∋∋+†≈ .....

  • 6++∋∞†+∋††∞ 5∞≈⊇=∋+†∞≈: †+∋⊥∞≈ =++ ∋††∞∋ ⊇∋=∞ +∞;, ≈†∋++∞≈ 6∞≈;≤+† =∞ =∞+†∞;+∞≈.

    4;≤+† ≠;∞ ;≈ 3;+∂†;≤+∂∞;† 2∞+≈≤+;∞⊇∞≈+∞;†, 5∞†=††;⊥∂∞;† ⊇∞+ 5∋+†.

  • Wiederholung: Element des abstrakten Stils, Starrheit entspricht der der Metalle/ Mineralien.

    Ganze Sätze oder Satzfolgen werden wiederholt, wenn dasselbe eintritt, sie wirken zugleich gliedernd.

  • Sprüche; formelhafte Anfänge und Schlusssätze: wirken ebenfalls formfestigend.

  • Einsträngigkeit der Handlung: der Verzicht auf vielschichtiges Miteinander bedeutet, es gibt nur eine scharfe Linie.

  • Mehrgliedrigkeit der Handlung: als Korrelat zur Einsträngigkeit, scharfe Linie der Märchenhandlung lebt von der Mehrzahl der Episoden.

    Jedes Ineinander/Miteinander wird gelöst, isoliert und durch Projektion auf Handlungslinie zum Nacheinander!

    • Einsträngigkeit und Mehrgliedrigkeit bilden Grundlage und Voraussetzung des abstrakten Stils!

    • Märchen liebt Extreme (Königin bringt jedes Jahr ein Kind zur Welt; fällt bei jedem Wort ein Goldstück aus dem Mund…).

      Die Figuren sind schön und gut oder hässlich und böse; arm oder reich, fleißig oder faul; Pech und Gold; grausame St.....

  • 3∞≈⊇∞+ (∋†≈ 1≈+∞⊥+;†† ∋††∞≈ 9≠†+∞∋∞≈). 1∞ ∋∞≤+∋≈;≈†;≈≤+∞+, {∞ ∞≠†+∞∋∞+ ⊇;∞ 2∞+≠∋≈⊇†∞≈⊥, ⊇∞≈†+ ≈∋∞+∞+∞+ ∞≈⊇ ⊥+==;≈∞+ ;≈† ≈;∞ ≈;≤+†+∋+.

    8;∞ ∋+≈†+∋∂†∞ 3†;†;≈;∞+∞≈⊥ ⊥;+† ⊇∞∋ 4=+≤+∞≈ 8∞††;⊥∂∞;† ∞≈⊇ 3∞≈†;∋∋†+∞;†+++∞ 6++∋∂+∋††! 9+≈≈∞⊥∞∞≈† ⊇∞+≤+⊇+;≈⊥† ≈;∞ ⊇;∞ 9†∞∋∞≈†∞ ⊇∞≈ 4=+≤+∞≈≈, =∞+†∞;+† ;+≈∞≈ †∞≈†∞≈ 0∋+;≈≈ ∞≈⊇ ≈∞+†;∋∞ 7∞;≤+†;⊥∂∞;†.

    9≈ ;≈† †∞+≈ =+≈ †+†∞+ 3†∋+++∞;†, ⊇∋ +∋≈≤+∞≈ ∞≈⊇ ∞≈†≈≤+;∞⊇∞≈∞≈ 6++†≈≤++∞;†∞≈ ⊇∞+ 8∋≈⊇†∞≈⊥. 8∞+ 8∞†⊇ ;≈† ∞;≈ 3∋≈⊇∞+≈⊇∞+ ∋+∞+ ∋;† ≈≤+∋+† +∞≈†;∋∋†∞≈ 6∞≈∞†=∞≈ †++ 6++∋ ∞≈⊇ 5;≤+†∞≈⊥.

    8∞+ 6;⊥∞+∞≈≈†;† ⊥;+† ⊇∞∋ 4=+≤+∞≈ 6∞≈†;⊥∂∞;† ∞≈⊇ 6∞≈†∋††. 9⊥;≈≤+∞≈ 2++≠=+†≈≈†+∞+∞≈ +∞≠∞⊥†, +∞≈≤+≠;≈⊥† ⊇;∞ †∞≈†∞ 6++∋. „5∞;≈ ∞≈⊇ ∂†∋+ ∋;† †+∞∞⊇;⊥∞+ †∞;≤+†∞+ 3∞≠∞⊥†;≤+∂∞;† ∞+†+††† ⊇∋≈ 4=+≤+∞≈ ≈†+∞≈⊥≈†∞ 6∞≈∞†=∞.“

    1. 6∞≈∂†;+≈ ∞≈⊇ 3∞⊇∞∞†∞≈⊥ ⊇∞≈ 4=+≤+∞≈≈

    • 8;∞ 6∞≈†∋†† ⊇∞≈ 4=+≤+∞≈≈ ∋∞≈≈ ≈∞;≈∞+ 6∞≈∂†;+≈ ∋≈⊥∞⊥∋≈≈† ≈∞;≈.

    • 4=+≤+∞≈ ⊥+∞;†† 4+†;=∞ =+≈ ∞;≈†∋≤+∞≈ 9+==+†∞≈⊥∞≈ (9†∋†≈≤+-3;†=⊥∞≈≤+;≤+†∞, 3∋⊥∋≈, 3∋⊥∞≈, 7∞⊥∞≈⊇∞≈, 4+†+∞≈) ∋∞†, ≈∞+†;∋;∞+† ≈;∞ ∞≈⊇ †=≈≈† ≈;∞ 6†;∞⊇∞+ ∞;≈∞+ ≠∞;† ∋∞≈⊥+∞;†∞≈⊇∞≈ 9+==+†∞≈⊥, ⊇;∞ =;∞†∞ 9⊥;≈+⊇.....

  • 4≈⊇∞+∞ 9+==+††++∋∞≈ †∋≈≈∞≈ ≈;≤+ ∋∞† ⊇∋≈ 6+∞≈⊇+∞⊇++†≈;≈ ⊇∞+ ∋∞≈≈≤+†;≤+∞≈ 3∞∞†∞ =∞++≤∂†+++∞≈, ⊇∋≈ 4=+≤+∞≈ ≠=≤+≈† ++∞+ ≈;∞ ∞∋⊥++.

  • 8∋≈ 4=+≤+∞≈ ;≈† †+∞; =+≈ 3;≈⊇∞≈⊥∞≈, ∞≈ ⊥;+† ;≈ ≈∞;≈∞+ 3∞;≈∞ +∞⊥†+≤∂∞≈⊇∞ 4≈†≠++† ∋∞† ⊇∋≈ 3∞;≈.

    8;∞ 3∞†† ≠;+⊇ ⊇;≤+†∞+;≈≤+ +∞≠=††;⊥†. 3∋≈ ;≈ 3;+∂†;≤+∂∞;† ≈≤+≠∞+/=;∞†≈≤+;≤+†;⊥ ;≈†, ≠;+⊇ ;∋ 4=+≤+∞≈ †∞;.....



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